Was macht eigentlich einen neuapostolischen Christen aus?

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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shalom
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#151 Beitrag von shalom » 22.03.2008, 17:41

Nun tvmovie,

Ihre Haltung ehrt Sie. Ich hatte versucht, den offiziellen Standpunkt mit dem offiziellen Selbstbild eines neuapostolischen Christen zu charakterisieren. Ich begrüße es, dass es außer den sich nakintern 2008 Wohlfühlenden vermehrt auch Mitfühlende gibt, welche willens sind, ihren Standpunkt auch zu vertreten.

Kompliment und „österliche Grüße“ retour

shalom

tvmovie

#152 Beitrag von tvmovie » 22.03.2008, 22:19

Werter shalom.
Ich danke dir, dass du deinen Beitrag erklärt hast.
Für mich hoffe ich, dass mein Beitrag nicht dazuführt, dass man denkt, ich würde mich geltungsbedürftig ins Forum stellen.
Es geht doch vielmehr darum, dass man Wege zum Besten für sich selbst und für diejenigen, die durch ihre Änderung des neuapostolischen Glaubensverständnisses, findet, auch um Diesen zu zeigen, dass sie, trotz Anfeindungen seitens der Geschwister, es noch neuapostolische gibt, die hinter dem "Zweifler" stehen und ihm helfen, seinen Weg gehen zu können.

Liebe und auch österliche Grüße

tvmovie

steppenwolf

#153 Beitrag von steppenwolf » 22.03.2008, 22:37

:wink:
Zuletzt geändert von steppenwolf am 02.05.2008, 10:39, insgesamt 1-mal geändert.

Matula
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#154 Beitrag von Matula » 23.03.2008, 12:39

Tja, wer also nach dem 04.12.2007 noch immer die göttliche Führung anzweifelt, der ist ein böser und schlimmer Sünder.

So einfach ist und geht das, Zweifelnde (das sind Denkende und Nachdenkende) wieder auf Linie zu bringen oder sie in eine bestimmte Ecke (Sünder, Ungläubige, Kleingläubige, Ungehorsame) zu stellen.

Hat Stap. Leber denn schon wieder vergessen, dass alldiejenigen, die nicht an die Bischoff Botschaft glaubten, auch zu den Zweiflern gehörten !?

Folglich hätten sie gesündigt, man könnte auch sagen, sie hätten sich versündigt und das nur, weil sie berechtigte Zweifel an der Richtigkeit und Wahrheit der Botschaft hegten.

Altbekannte, immer noch bestens funktionierende und fundierte neuapostolische hohe Schule. Offensichtlich immer noch nichts dazu gelernt.

Trotzdem allen ein frohes Osterfest.

Matula

tvmovie

#155 Beitrag von tvmovie » 23.03.2008, 22:04

Matula hat geschrieben:Tja, wer also nach dem 04.12.2007 noch immer die göttliche Führung anzweifelt, der ist ein böser und schlimmer Sünder.

So einfach ist und geht das, Zweifelnde (das sind Denkende und Nachdenkende) wieder auf Linie zu bringen oder sie in eine bestimmte Ecke (Sünder, Ungläubige, Kleingläubige, Ungehorsame) zu stellen.

Hat Stap. Leber denn schon wieder vergessen, dass alldiejenigen, die nicht an die Bischoff Botschaft glaubten, auch zu den Zweiflern gehörten !?

Folglich hätten sie gesündigt, man könnte auch sagen, sie hätten sich versündigt und das nur, weil sie berechtigte Zweifel an der Richtigkeit und Wahrheit der Botschaft hegten.

Altbekannte, immer noch bestens funktionierende und fundierte neuapostolische hohe Schule. Offensichtlich immer noch nichts dazu gelernt.

Trotzdem allen ein frohes Osterfest.

Matula
Ich verlasse mich nicht auf die hohe Schule der NAK, ich verlasse mich aufgrund der Predigt aus Mannheim von heute auf das, was Jesus innerhalb dieser Predigt zu leisten im Stand vermochte, das alleine zählt mehr...

tvmovie

Nathael

#156 Beitrag von Nathael » 23.03.2008, 22:28

tvmovie hat geschrieben:
Ich verlasse mich nicht auf die hohe Schule der NAK, ich verlasse mich aufgrund der Predigt aus Mannheim von heute auf das, was Jesus innerhalb dieser Predigt zu leisten im Stand vermochte, das alleine zählt mehr...

tvmovie
Guten Abend tvmovie,
was hat dieser Jesus heute in seiner Predigt in Mannheim denn alles so geleistet, spannen sie einen nicht so auf die Folter, hat er auch von Versöhnung gesagt?, berichten sie mal!

Nathael

uhu-uli

#157 Beitrag von uhu-uli » 24.03.2008, 12:03

Vielleicht enstehen solche Bilder, wenn man Sätze wie in Römer 14, 23 "Wer aber dabei zweifelt und dennoch isst, der ist gerichtet, denn es kommt nicht aus dem Glauben. Was aber nicht aus dem Glauben kommt, das ist Sünde" ohne ihren Zusammenhang liest und in einem neuen Kontext hineindeutet.

Das geht doch ganz schnell von "dein Wort war meine Speise als ich es empfing!" weiter zum Zweifel gegenüber "der zeitgemässen Speise die vom Altar kommt" usw.

Dagegen habe ich eine Satz im Ohr: Wer noch nie gezweifelt hat, hat noch nie geglaubt.

Wenn ich zwei Deutungsebenen eines Inhaltes gegeneinander abwege, sie wende und drehe und dann zu (m)einer Sicht komme, Dann hat doch das Betrachten der 2 Fälle - Deutungsebenen zu einer begründeten Sicht geführt. Also hat der Zweifel, das wagen etwas in Frage zu stellen, auch damit zu tun, sich für eine Sicht zu entscheiden.

Wie sagte es einmal Papst Benedikt:

"Dahinter steht ihre Überzeugung, daß Glaube und Vernunft wie zwei Flügel sind, mit denen sich der menschliche Geist zur Betrachtung der Wahrheit aufschwingt.“

das ist doch ein schönes Bild ...

"Was ist Wahrheit?" :roll:
Eure Uli


:arrow: wäre eine von vielen Deutungen

Matula
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#158 Beitrag von Matula » 24.03.2008, 15:09

Jede berechtigte Kritik ist gleichzeitig auch ein Ausdruck von bestimmten Zweifel an der Richtigkeit, Notwendigkeit ect. der ein und anderen Sichtweisen und der Vorgänge in bestimmten Angelegenheiten.

Ich halte es persönlich für falsch, Zweifel = Sünde gleichzusetzen.

uhu-uli

#159 Beitrag von uhu-uli » 24.03.2008, 18:37

Hallo Matula,

vielleicht kam es in meinem Text nicht deutlich rüber, für mich ist Zweifel .. das prüfen verschiedener Sichten, dass erst eine fundierte Standortfindung ermöglicht.

Deine Uli

http://de.wikipedia.org/wiki/Zweifel

Herkunft und Bedeutung

Das Wort Zweifel (gotisch tweifls und althochdeutsch zwival) stammt von der Kompositionsform twi von Zwei und dem Suffix falt, das etymologisch mit dem heutigen Wort Falte gleichzusetzen ist. Dies führt zur Wortbedeutung „zwiespältig“.

Wenn man etwa zwiespältigen Gefühlen (bei Urteilsunentschiedenheit zwischen zwei Möglichkeiten) unterliegt, dann ist man unsicher, man weiß etwas nicht genau oder man glaubt etwas nicht - man zweifelt. Die Zerrüttung durch unaufhörlich "nagende" Zweifel kann bis zur Verzweiflung führen.

In der voraufklärerischen Werteordnung galten Zweifel als ein Übel, das schnell beseitigt werden sollte und das, als Dauerzustand, einen Menschen zerstöre. Seit der Aufklärung wurde der Zweifel mehr und mehr aufgewertet und gilt seither als Voraussetzung allen Erkenntnisfortschritts. Erkenntnistheoretiker weisen darauf hin, dass die Bedingung der Möglichkeit von Zweifel der Glaube an (eine) Wahrheit ist.

Nach Peirce ist Die Erregung des Zweifels das Einzig unmittelbare Motiv für den Kampf um die Überzeugung. Damit ist gemeint, dass die Überzeugung eine Handlung hervorruft die unsere Wünsche befriedigen. Wenn eine andere Überzeugung auftritt die eben nicht die Wünsche befriedigen, dann tritt der Zweifel in Aktion der die unerwünschten Überzeugung ablehnt, sprich bezweifelt. Darum bezeichnet Peirce auch, dass der Zweifel ein Unbehagen und eine Unzufriedenheit ausdrückt, wovon man sich befreien will um zur Ruhe und Zufriedenheit (Überzeugung) zu gelangen.

Die definitive Negation einer Glaubensüberzeugung (z. B. Atheismus) fällt nicht unter den Begriff Zweifel.

Matula
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#160 Beitrag von Matula » 25.03.2008, 07:29

[quote="uhu-uli"]Hallo Matula,

vielleicht kam es in meinem Text nicht deutlich rüber, für mich ist Zweifel .. das prüfen verschiedener Sichten, dass erst eine fundierte Standortfindung ermöglicht.

Deine Uli

Hallo Uli,

mein Eintrag war nicht auf Deinen zuvorstehenden Eintrag gemünzt, sondern ich wollte grundsätzlich mitteilen, dass ich es für falsch halte, jemanden, der zweifelt und da gibt es ja wohl durchaus zu manchen Vorkommnissen wie z.B. Info-Abend 04.12.2007 berechtigte Zweifel und Kritik, als Sünder zu betitulieren. Dann sogar noch von denjenigen, die dazu wesentlich beigetragen haben, dass man an ihnen (ver)zweifeln kann.

LG
Matula


(Beitrag editiert; tergram/25.03.2008, 7.36h/User per PN informiert 25.03.2008, 8.32h)

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