Was macht eigentlich einen neuapostolischen Christen aus?

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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tvmovie

#141 Beitrag von tvmovie » 19.03.2008, 18:08

Rudi hat geschrieben:
tosamasi hat geschrieben: ..., wodurch der Verfolgte zum Verfolger wird. :wink:
tosamasi, kann man sich das folgendermaßen vorstellen? :wink:
Hallo Rudi.
Eher wohl so hier:

http://www.youtube.com/watch?v=x1zoQnBQdmw

tvmovie

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tosamasi
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#142 Beitrag von tosamasi » 19.03.2008, 20:10

Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

tvmovie

#143 Beitrag von tvmovie » 19.03.2008, 22:04

tvmovie hat geschrieben:

Wie verhält sich der neuapostolische Christ in der Praxis gegenüber den "anderen Christen", wenn er überzeugt von seinem Glauben ist?

Wie verhält sich der neuapostolische Christ in der Praxis gegenüber einem neuapostolischen Christen, der die Lehre seiner Kirche sorgenvoll und voller Zweifel betrachtet?



Freundliche Grüße

tvmovie
Vielleicht ist es möglich, auch auf diese Fragen Antworten in versöhnter Verschiedenheit zu finden.

tvmovie

tergram

#144 Beitrag von tergram » 19.03.2008, 22:37

Gib du uns welche. Verschieden versöhnt.

uhu-uli

#145 Beitrag von uhu-uli » 19.03.2008, 22:46

Lieber TV Movie

Zu Frage I:
Ich glaube, ein Problem liegt hier:

Mancher Neuapostolische Christ meint nicht nur, dass sein Zugang der Richtige ist, sondern ist gleichzeitig überzeugt der Weg eines anderen Christen nicht zielführend ist.

Die Ursache für diese Sicht kann viele Gründe haben:
- Das aktuelle Heilsverständnis
- eine tiefe Überzeugung, das es nur einen schmalen Weg gibt
- dass die NAK, das Werk Gottes in dieser Zeit ist
- usw.

zu Frage II
auch hier ist es ähnlich, der vom Heilweg überzeugte Christ meint den sorgenvollen NAKI von seinem Glaubensverständis überzeugen zu müssen um ihn wieder in die Mitte der Herde zu führen.

Der neuapostolische Christ, den du umschreibst, kommt nicht auf die Idee seinen Standpunkt zu überprüfen. Er fragt sich nicht, ob er richtig handelt oder ob Gott weitere Zugänge zum Glauben und Heil gelegt hat.


Das ist für mich die Wurzel für manchen schmerzvollen Konflikt. Es fehlt die Achtung vor dem Glaubenszugang und Fragen des Gegenübers. Es besteht die Gefahr der "Zwangsbeglückung", des Entwerten des Glaubensgebäudes des Gegenüber.

Es gibt da eine schöne Geschichte von mehren Blinden, die einen elefanten berühren, jeder spürt und beschreibt etwas anderes und doch hat jede Facette eine Berechtigung und gibt dennoch nicht das Ganze wieder.

Alles Liebe
Deine Uli

tvmovie

#146 Beitrag von tvmovie » 19.03.2008, 22:50

Liebe tergram
Wie verhält sich der neuapostolische Christ in der Praxis gegenüber einem neuapostolischen Christen, der die Lehre seiner Kirche sorgenvoll und voller Zweifel betrachtet?


Da ich das gerade erlebe und sehe, wie man mit einer solchen Person als neuapostolischer Christ umgeht, versuche ich, dieser Person in seiner Not beizustehen.
Ich bin natürlich enttäuscht, weil die Person nun wirklich durch den Kakao gezogen wird, aber ich vermittle dieser Person, dass ich seinen Standpunkt respektiere und dieser Person in all seinem Leid beizustehen versuche.

Gruß

tvmovie

uhu-uli

#147 Beitrag von uhu-uli » 19.03.2008, 23:24

Lieber TVMovie

ich denke, was du beschreibst ist auch ein Gruppeneffekt ...

Du hast eine Gruppe "Herde", die sich nach einen Schema verhält. Das kommt das Schwarze Schaf, dass mal woanders grast, oder eigene Wege geht usw.

Das gibt auch einen Verunsicherungseffekt in der Gruppe ... Wo geht's lang, schmeckt das Gras auf der Wiese nebenan, beim Schwarzen Schaf besser? Nein, das kann nicht sein, hier hat uns ja unser Hirte hingeführt ... usw.

und wenn das Schwarze Schaf Pech hat, erspürt noch ein Hirtenhund die Unruhe der Herde und zwickt es an seinen Platz zurück ...
so male ich mir das aus ...

Ich spüre es auch selbst, wie mein nicht konformes Handeln zu Veränderungen in der Begegnung mit den anderen, weißen Schafen geführt hat ... Freunde haben sich zurückgezogen, andere neue Kontakt sind entstanden ...

Was für mich zählt ist das Gefühl Nahrung gefunden zu haben und keine Mangelerscheinungen im Gegenteil, ein bisschen mündiger bin ich auch geworden ... in Grasfragen versteht sich :roll:

Alles Liebe
Deine Uli

shalom
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#148 Beitrag von shalom » 20.03.2008, 15:28

tvmovie hat geschrieben: Wie verhält sich der neuapostolische Christ in der Praxis gegenüber den "anderen Christen", wenn er überzeugt von seinem Glauben ist?

Wie verhält sich der neuapostolische Christ in der Praxis gegenüber einem neuapostolischen Christen, der die Lehre seiner Kirche sorgenvoll und voller Zweifel betrachtet?
uhu-uli [SEITE -14- ] hat geschrieben: …Im Moment ist mir das besonders wichtig geworden, mich immer wieder auseinanderzusetzen und zu drehen und zu wenden und zu hoffen, dass manchmal Mosaiksteine aneinanderpassen.

wir sagt es der Psalmist am Anfang:

"Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern hat Lust am Gesetz des HERRN und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht!"

Werte DiskursteilnehmerInnen,

im alten Bund ging es um das alte Gesetz des Herrn. Im neuen Bund ging es um das neue Gesetz. Und im heutigen neuapostolischen Bund geht es um neuapostolische Gesetze. Ich denke da an das brandaktuelle [ -> „Selbstbild“ ]. Das setzt Fakten für alle heute Lebenden und Toten (Andersgläubige und Neuapostolen).

Ging es im [ ->ersten Psalm] um den Weg des Frommen und dem Weg des Gottlosen, geht es im neuen Selbstbild rein um den Weg des Neuapostolischen (die Apostel).

Bereits schon im [ ->zweiten Psalm Vers 4] : zeigt sich Gott von seiner humorvollen Seite wenn es heißt: „Aber der im Himmel wohnt, lacht ihrer, und der HERR spottet ihrer“. Wo sitzen also die Spötter und wo wollen die neuapostolischen Bräute hingesetzt werden?

Und im Brief des [ ->Judas 17-18] wird von der letzten Zeit wie folgt berichtet: „denn zu der letzten Zeit werden Spötter sein, die nach ihren eigenen Lüsten… . Diese sind es, die da Trennungen machen…“ .

Gerade die neu vorgestellte Fortschreibung der Bibel in Form der „Apg.38-55“ macht die Spaltungen und Trennungen innerhalb der Neuapostolischen Gebietskirchenlandschaften mehr als deutlich, wo nach eigenem Gusto neuapostolische Gesetze Anwendung fanden (Dienstalterregelung etc.) und Justizapostel evtl. Tag und Nacht Lust am Gesetz hatten und über ihren Gesetzen Tag und Nacht sinnierten, um Recht vor Gnade zu behalten.

Von Jesus wird berichtet, er wäre der Weg. Dass gleichzeitig NaKi-Apostel den Anspruch erheben, sie wären der Weg, spottet für sich allein schon jeglicher Beschreibung. Und dann auch noch in Form so eines Selbstbildnisses.

Der neuapostolische Christ von heute (NaKi-Stand vom 20.3.2008) verhält sich gegenüber anderen Christen gemäß seinem tief verinnerlichten Selbstbild und der zugehörigen Vision 2010ff von Mission.

Der neuapostolische Christ von heute (NaKi-Stand vom 20.3.2008) verhält sich gegenüber sorgenvoll und zweifelnd die Lehre seiner Gebietskirche betrachtenden neuapostolischen Christen unterschiedlich, je nach eigenem Dienstgrad (siehe z. B. Blankenese…) und Status der Leidtragenden (Halbtoten).

Auch Gedanken um Schadensbegrenzung für das Werk können für das weitere Verhalten ausschlaggebend sein. Häufig sind Anvertraute allein schon mit dem Schlagwort „Kritik“ oder „Spötter“, d. h. z. B. mit der Beschwörungsformel: „Ps1,1“ zu beeindrucken und jeder echte neuapostolische Christ glaubt dann schon zu wissen, was und wer damit gemeint ist.

Der neuapostolische Christ von heute (NaKi-Stand vom 20.3.2008) verhält sich gegenüber sorgenvoll und zweifelnd die Lehre seiner Gebietskirche betrachtenden neuapostolischen Christen jedoch immer fürbittend, damit die Verirrten durch ein heilsames Erschrecken wieder auf den rechten Weg der Apostel zurückgebracht werden können und nicht dauerhaft zum Scheitern verurteilt bleiben, wie all die andersgläubigen Kollegen unserer neuapostolischen Seelsorger.

Und wenn ich mich heute frage, kam Jesus auf seinem Weg zu den Frommen oder zu den Gottlosen, dann wäre schon zu begrüßen, wenn heute lebende Apostel sich endlich von ihren Nebenlehren distanzieren würden von denen überliefert ist (z. B. in „Apg.38-55“), dass sie Trennungen verursacht haben. Manche Erkenntnisse stehen halt auch nur auf "törneren Füßen" .

Das mit den „Mosaiksteinchen“ ist gar nicht so einfach… :wink: .

shalom

nikodemus

#149 Beitrag von nikodemus » 21.03.2008, 15:37

Von Jesus wird berichtet, er wäre der Weg. Dass gleichzeitig NaKi-Apostel den Anspruch erheben, sie wären der Weg, spottet für sich allein schon jeglicher Beschreibung. Und dann auch noch in Form so eines Selbstbildnisses.
AMEN

tvmovie

#150 Beitrag von tvmovie » 22.03.2008, 16:25

Der neuapostolische Christ von heute (NaKi-Stand vom 20.3.2008) verhält sich gegenüber sorgenvoll und zweifelnd die Lehre seiner Gebietskirche betrachtenden neuapostolischen Christen jedoch immer fürbittend, damit die Verirrten durch ein heilsames Erschrecken wieder auf den rechten Weg der Apostel zurückgebracht werden können und nicht dauerhaft zum Scheitern verurteilt bleiben, wie all die andersgläubigen Kollegen unserer neuapostolischen Seelsorger.
nun shalom, nicht ganz..

da ich auch erhebliche Zweifel seit dem 4.12. und dem Selbstbild meiner Kirche habe, stehe ich demjenigen zur Seite, >dies geschieht gottseidank auch umgekehrt>; zumindest versuche ich es; der ebenso, wie ich hinterfragt und sich mit dem Herrn Jesu intensiver beschäftigt, als vor dem 4.12.

Österliche Grüße

tvmovie

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