Was macht eigentlich einen neuapostolischen Christen aus?

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Lobo

#111 Beitrag von Lobo » 17.03.2008, 09:37

peter hat geschrieben:...Da auch bei den Vorschlägen u.U. menschliche Disharmonien dazu führen können...
...wenn Gott diesen Bruder - und ich ergänze auch Schwester - in einem Auftrag haben möchte..., ...unerheblich ob ein Amtsauftrag oder nicht vorliegt, aber die Gabe kann er spenden...
Hallo Peter,
ich möchte nicht in Abrede stellen, dass um Amtsgaben nicht gebetet wird.
Doch die Entscheidungsfindung dafür ist in der Regel viel subtiler. Ohne einen sittlich und moralisch einwandfreien Leumund, wird wohl keine Amtseinsetzung erfolgen. Zum anderen muss auch eine Notwendigkeit in der Gemeinde bestehen. Ganz wichtig bei der Entscheidungsfindung sind die familiären und finanziellen Verhältnisse. Und wenn dann noch "Zeichen" erkannt werden, steht einer Amtseinsetzung nichts mehr im Weg. :)
Somit ist eine Beauftragung in der NAK schon erheblich. Alles andere wäre das allgemeine Priestertum, analog der ev. Kirche.

Gruß
Lobo

peter

#112 Beitrag von peter » 17.03.2008, 09:44

Hannes hat geschrieben:
peter hat geschrieben:(...) bin ich davon überzeugt, das, wenn Gott diesen Bruder - und ich ergänze auch Schwester - in einem Auftrag haben möchte, er entsprechendes umsetzen kann - unerheblich ob ein Amtsauftrag oder nicht vorliegt, aber die Gabe kann er spenden.
Lieber Peter,

danke! Ist dieser Auftrag dann auch als offiziellen Auftrag bzw. als Amt anerkannt, oder wirkt das "im Verborgenen"? Wenn ja, was wäre dann der Sinn eines "offiziellen Auftrages"? Hat diese/r Beauftragte auch irgendwelche "Fähigkeiten" wie z.B. Sündenvergebung, Spendung des Tauf-Sakramentes?

LG
Hannes
Lieber Hannes,

ich denke, ich verweise einmal auf Offenbarung 2, 18 ff. Dort ist von "den anderen zu Thyatira die Rede - hier könnte man vertiefen, wäre aber sicher ein neues Thema ;-).

Da ich jedoch Deine Frage deutlich beantworten möchte:
Nein, sie haben keine Vollmacht zur Sündenvergebung und Spendung der Sakramente, da sie m.M. nach von der Kirche nicht anerkannt werden! Vielmehr werden sie noch besondere Anfeindung aus den Gemeinden erleben - aber sie vrkündigen die Widerkunft des Herrn unter seinem Segen! (Ich weiß, starker Tobak)

Hej hej

Peter

peter

#113 Beitrag von peter » 17.03.2008, 09:48

Lobo hat geschrieben:
peter hat geschrieben:...Da auch bei den Vorschlägen u.U. menschliche Disharmonien dazu führen können...
...wenn Gott diesen Bruder - und ich ergänze auch Schwester - in einem Auftrag haben möchte..., ...unerheblich ob ein Amtsauftrag oder nicht vorliegt, aber die Gabe kann er spenden...
Hallo Peter,
ich möchte nicht in Abrede stellen, dass um Amtsgaben nicht gebetet wird.
Doch die Entscheidungsfindung dafür ist in der Regel viel subtiler. Ohne einen sittlich und moralisch einwandfreien Leumund, wird wohl keine Amtseinsetzung erfolgen. Zum anderen muss auch eine Notwendigkeit in der Gemeinde bestehen. Ganz wichtig bei der Entscheidungsfindung sind die familiären und finanziellen Verhältnisse. Und wenn dann noch "Zeichen" erkannt werden, steht einer Amtseinsetzung nichts mehr im Weg. :)
Somit ist eine Beauftragung in der NAK schon erheblich. Alles andere wäre das allgemeine Priestertum, analog der ev. Kirche.

Gruß
Lobo
Eben, eben. Passt genau in meine Ausführung.

Hej hej

Peter

Matula
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#114 Beitrag von Matula » 17.03.2008, 10:13

peter hat geschrieben:
Chris hat geschrieben:Moin Peter,

wie erklärst du dir dann die häufigen Amtsenthebungen von Aposteln im asiatischen wie in afrikanischen "Gefilden" ?

FG C.
Lieber Chris,

gehe ich einmal die biblische Historie zurück, so darf ich feststellen, das der Teufel nicht einmal vor Jeus Christus halt gemacht hat. Er versuchte ihn dreimal - doch Jesus unterlag nicht. Wenn also selbst Jesus in Versuchung geführt wurde, warum dann nicht auch dien Apostel?

Lieber Matula, Lieber Peter,

ich verstehe Deine Aussage inhaltlich nicht. Schließt es denn aus Gott zu dienen und dadurch die anvertrauten Seelen zu bedienen?

Du hast geschrieben.... Ich diene dem Sender, also ausschließlich Gott -...

Und diesen Satz verstehe ich wiederum nicht.

Dienst Du denn als AT nicht Deinen anvertrauten Geschwistern ?

Ich habe oft das Gefühl und den Eindruck, dass viele AT immer noch meinen, dass sie etwas Besseres wären, als ein " einfaches " Gemeindemitglied und es mit dem Dienen daher nicht so besonders haben.

Daher auch mein Verweis auf das Leitbild - Dienen und Führen in der neuapostolischen Kirche -.



Dient nicht auch Gott uns täglich durch seine Gnade, Liebe und Größe?
Ich habe manchmal das Gefühl, als ob gerade das Dienen der Schlüssel zum wahren Christentum ist, denn heutzutage ist mit der Begrifflichkeit Dienen meistens ein negativer Ausdruck belastet. Warum eigentlich?

Hej hej

Peter

shalom
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#115 Beitrag von shalom » 17.03.2008, 18:31

peter hat geschrieben:…Ich bin felsenfest davon überzeugt, das Gott alle Amtsgaben zur rechten Zeit mit den richtigen Menschen besetzt…

…(Vergleich Jakob und der erschlichene Segen)…

...Wenn nun also die Apostel von Gott erbetene Amtsgaben sind, so setzen sie doch ausschließlich in Gottes Auftrag weitere Amtsgaben ein. Wem also muss nun der Ordinierte dienen? Den Sender oder den Gesendeten? Ich diene dem Sender, also ausschließlich Gott - jedenfalls bemühe ich mich darin... .
Werter peter,

gestatten Sie mir in Anbetracht Ihres strapazierten Jakobs noch einmal den Verweis auf unterschiedliche Amtsverständnisse: [->vergl. Priester in Wikipedia] .

UF schrieb am 5.9.96 zum Thema Glaubensgehorsam:

"Glaubensgehorsam ist nur der Gehorsam gegenüber Gott"

"Von dem Gehorsam gegenüber Gott und seinem Sohn können wir den Gehorsam denen gegenüber ableiten, die uns die Lehre Jesu verkündigen, den Knechten Gottes"

" Wo sind die Grenzen?"
(des Glaubensgehorsams) "Dazu ist grundsätzlich zu sagen, dass wir aus Liehe, Vertrauen und Glauben gegenüber Gott auch seinen Knechten Vertrauen schenken. Wenn die Amtsträger das Wort Gottes verkündigen, dann ist unser Glaubensgehorsam gefragt "

Soviel zum VFB. Ich befürchte, dass sich in dieser nakipraktischen Ableitung göttlicher Attribute auf in Kirchen tätige Menschen von Absatz zu Absatz ein anderer Geist einschleicht, der so einiges unter den Amtsteppich kehrt. Göttliche Gebote (z.B. 1tes und 2tes Gebot) finde ich werden darin genauso ausgehebelt, wie eindeutige Mahnungen des Evangeliums ignoriert. Zum Schluss der NaKi-Ableitung glaubt man u. U. gehorsam, dass: Stammapostelgehorsam das Selbe sei wie Glaubensgehorsam“ und ist darüber hinaus schnell verführt „Ja und Amen“ zu sagen, wenn NaKi-Amtsträger z.B. predigen: „Auch wenn die Amtsträger nicht das Wort Gottes verkündigen, ist trotzdem unser Glaubensgehorsam gefragt“ :wink: .

Die Botschaft und ihre Folgen dürften zwischenzeitlich auch verbeamteten Konvertierten bekannt geworden sein… .

Gerade Ihre o. a. felsenamtsfeste „Ableitung“ beantwortet für mich die Frage dieses threads – „Was macht eigentlich einen neuapostolischen Christen aus?“ in na-amtlich eingeschärfter Form nahezu perfekt.

Danke – und shalom

Katze

#116 Beitrag von Katze » 18.03.2008, 10:37

Was macht einen neuapostolischen Christen aus?

Ich glaube ich kann euch das Geheimnis verraten...

Kürzlich wurde es in einem GD, den ich zufällig besucht habe, von einem Mitdienenden so erklärt:
Wir sind nicht nur Menschenkinder, wir sind Gotteskinder. Aus Gnaden erwählt und zum Volke des Allerhöchsten gezählt. Wir wissen wohin unser Weg führt, er führt zu unserem Vater, wir sind Erben der Herrlichkeit. Wir haben es erkannt unser Weg führt nicht ins "nichts".

Ja schön... heißt das, dass der Weg der Menschenkinder ins "nichts" führt?

Im Nachbarforum habe ich den Thread "haben Tiere ein unsterblich Seele eröffnet" angeregt durch tosamasi, die in einem andern Thread ein Bibelzitat eingestellt hatte. Da kam mir eine alte Erinnerung wieder in den Sinn.

In diesem Thread stellte ein Fori einen Link ein, wo berichtet und in Bildern gezeigt wird, wie Menschen zugesehen haben, wie ein Tier langsam verdurstet und verhungert ist...

Und dann schreibt noch ein User, dass sein von einem Auto überrolltes Tier ins "nichts" geht.

Wo ist denn dieses "nichts"?


lg Katze
Zuletzt geändert von Katze am 19.03.2008, 12:44, insgesamt 1-mal geändert.

Lobo

#117 Beitrag von Lobo » 18.03.2008, 11:16

Katze hat geschrieben:...Wir sind nicht nur Menschenkinder, wir sind Gotteskinder. Aus Gnaden erwählt und zum Volke des Allerhöchsten gezählt. Wir wissen:?: wohin unser Weg führt, er führt zu unserem Vater, wir sind Erben der Herrlichkeit. Wir haben es erkannt unser Weg führt nicht ins "nichts"...
Ein Vertreter der "Betonfraktion". Unreflektiertes Palaver :evil:

Katze hat geschrieben:...Ja schön... heißt das,
dass der Weg der Menschenkinder ins "nichts" führt?
Genau das hat der Sprecher wohl gemeint, unter der irrigen Annahme,
dass die Ewigkeit nur neuapostolische Seelen reserviert ist. :cry:

Gruß
Lobo

tvmovie

#118 Beitrag von tvmovie » 18.03.2008, 16:21

http://kirchensite.de/index.php?myELEMENT=4660

Nun ja, werter Shalom.
Es wäre klug, diese Sache irgendwie zu bereinigen.
Da muss ich steppenwolf mal recht geben.

Ich meine aber, dass man deswegen nicht gleich davonrennen sollte, lieber steppenwolf, Kritik muß ausgehalten werden. Eine solche Satire von Shalom ist natürlich nicht gerade das gelbe vom Ei.
Sie zu verurteilen, steht mir aber nicht zu.

Doch, und gerade da, kann man beweisen, was einen neuapostolischen Christen ausmacht.

Grüße

tvmovie

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#119 Beitrag von tosamasi » 18.03.2008, 16:37

tvmovie hat geschrieben:http://kirchensite.de/index.php?myELEMENT=4660

Nun ja, werter Shalom.
Es wäre klug, diese Sache irgendwie zu bereinigen.
Da muss ich steppenwolf mal recht geben.

Ich meine aber, dass man deswegen nicht gleich davonrennen sollte, lieber steppenwolf, Kritik muß ausgehalten werden. Eine solche Satire von Shalom ist natürlich nicht gerade das gelbe vom Ei.
Sie zu verurteilen, steht mir aber nicht zu.

Doch, und gerade da, kann man beweisen, was einen neuapostolischen Christen ausmacht.

Grüße

tvmovie
Irgendwie legt sich mir beim Lesen dieser Zeilen das Sprichwort vom Glashaus und den Steinen auf den Geist. :lol:
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

shalom
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#120 Beitrag von shalom » 18.03.2008, 16:48

Werte DiskursteilnehmerInnen,

ich habe kein Problem die Beiträge zu löschen, aufgrund derer sich LeserInnen religiös verletzt fühlen. Ich respektiere das, möchte den thread nicht zerschießen und bitte die Beiträge, wo Verletzendes evtl. wiederholt wird, ebenfalls zu löschen.

shalom

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