MONATSLOSUNGEN 2008 - 2011

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tergram

Re: MONATSLOSUNG AUGUST 2011

#111 Beitrag von tergram » 03.08.2011, 09:17

Ja Gaby, Gott wäre der Erfüllungsgehilfe unserer (teilweise albernen und dummen) Wünsche. Genau DAS ist es ja, wonach Lory in diesem Thread seit vielen Beiträgen fragt und immer noch ohne Antwort bleibt:

Gott selbst hat sich - so steht es in der Bibel mehrfach zu lesen - ja als Erfüllungsgehilfe angeboten. Und zwar durch die wiederholte Zusage, alles zu geben, worum ernsthaft gebeten wird. Beim "täglichen Brot" angefangen.

Gott sagt in der Bibel nicht:"Ich werde dir die nötige Kraft geben, auch schwierige Umstände auszuhalten, wenn du mich darum bittest". Nein, er sagt, dass er alles geben wird. Alles.

Lory hat recht. Die Fragen sind offen.

(Für mich ergibt sich daraus meine ganz persönliche Konsequenz. Aber das ist dann wahrscheinlich nur mein durch falsche Lehre verformtes Gottesbild... :roll: )

Mein Anspruch den den imaginären Gott der Bibel ist nicht der, ein Auto einer bestimmten Marke zu bekommen. Mein Anspruch ist, dass Gott sich verd... nochmal für seine Schöpfung und Geschöpfe interessiert, will er das Attribut eines liebenden Vaters verdienen. Ich würde nur zu gern erleben, dass Gott jemandem in existenzieller Not hilft. Dass Gott bei denen ist, die im Elend sind, die hungern, die Unerträgliches erleiden müssen.

Die Fragen sind offen. Und alles, was ich dazu lese, sind rührende aber untaugliche Versuche, den Gott der Bibel am Leben zu erhalten und irgendein verschwurbeltes Erklärungsmuster zu stricken, damit Anspruch und Realität wieder passen.

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Loreley 61
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Re: MONATSLOSUNG AUGUST 2011

#112 Beitrag von Loreley 61 » 03.08.2011, 09:59

Bingo tergram - du hast voll erfasst, was ich auszudrücken versuche! Glasklar hat der Bibelgott versprochen, dass man sich nicht um das tägliche Brot und Getränke und Kleidung sorgen muß, denn er gibt es denen, die an ihn glauben auf alle Fälle!!!!.(sinngemäß) Man kann es Zweckrationalismus nennen, oder Herausforderung Gottes, oder.........das ist völlig egal. Ich lese in der Bibel ein unmißverständliches Versprechen Gottes und Maxi sagt, dass dies (Bibel) auch heute noch Gültigkeit hat. Doch leider ist es anders.
Ich messe Gott daher nur an seinen eigenen Zusagen. (Sofern die Bibel die Wahrheit verkündet, wenn es um Gottes Worte geht)

LG, Lory
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Re: MONATSLOSUNG AUGUST 2011

#113 Beitrag von tergram » 03.08.2011, 10:09

Da wir alle die Erfahrung machen müssen, dass es sich eben nicht so verhält, wie versprochen, bleiben 4 Möglichkeiten:

1.) Die Bibel war nie Gottes Wort.
2.) Die Bibel war Gottes Wort, hat aber heute keine Gültigkeit mehr.
3.) Gott ist anders, als es uns die Bibel beschreibt.
4.) Es gibt keinen Gott.

Alle 4 Möglichkeiten werfen weitere Fragen auf, unbestritten.

Die Standardantwort "Die Bibel war und ist Gottes Wort, Gott hält seine Zusagen ein" ist durch alltägliche und allgemeine Erfahrung widerlegt.

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Re: MONATSLOSUNG AUGUST 2011

#114 Beitrag von Loreley 61 » 03.08.2011, 10:53

tergram, ich würde deinen Punkten 1 und 3 zustimmen. (Gilt für mich auch bezgl. des Korans) Bei all dem hier Diskutiertem (Bibelverse) wirst du auch entgegengesetzte Bibelverse finden. Das macht die Sache aber nicht etwa besser. Im Gegenteil: Gottes Wort wäre ja wohl kaum widersprüchlich - die Bibel ist es aber.


Da sind mir folgende Aussagen schon lieber:
Glaubt nicht bedingungslos den alten Manuskripten, glaubt überhaupt nicht an etwas, nur weil die Leute daran glauben - oder weil man es Euch seit Eurer Kindheit hat glauben lassen.

Wendet an alles Euren Verstand, und wenn Ihr es analysiert und für Euch und jeden anderen für gut befunden habt, dann könnt Ihr daran glauben, danach leben und Eurem Nächsten helfen, auch danach zu leben

Buddha, Religionsstifter

LG, Lory
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Re: MONATSLOSUNG AUGUST 2011

#115 Beitrag von Maximin » 03.08.2011, 11:22

Hier wurde verschiedentlich die Frage gestellt, warum Gott etwas tut oder nicht tut. Mit dieser Fragestellung wird die Annahme verbunden, dass es diesen Gott gar nicht gibt und die von den Fragstellern herangezogenen Schriftstellen keine Bedeutung haben.

Ich glaube nach wie vor, dass es diesen Gott gibt. Ein Gott, dessen Souveränität zu beurteilen oder sie gar einzuschränken, keinem sterblichen Menschen möglich ist. Mir auch nicht.

Ich glaube, gemeinsam mit Millionen anderen Christenmenschen, dass „ER“ Gebete erhört, Bitten erfüllen kann und auch erfüllt.

Wer meine Gedanken zur „Monatslosung August 2011“ gelesen hat dem kann nicht entgangen sein, dass ich auf die akute Not in Ostafrika aufmerksam gemacht und gefragt habe, ob und wie wir uns ganz persönlich daran beteiligen, diese Notlage wenigstens abzumildern.
Maximin + + +

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Re: MONATSLOSUNG AUGUST 2011

#116 Beitrag von Loreley 61 » 03.08.2011, 11:42

Leider immer noch keine konkrete Antwort auf meine Fragen. :(
Wer meine Gedanken zur „Monatslosung August 2011“ gelesen hat dem kann nicht entgangen sein, dass ich auf die akute Not in Ostafrika aufmerksam gemacht und gefragt habe, ob und wie wir uns ganz persönlich daran beteiligen, diese Notlage wenigstens abzumildern.
Wenn der Bibelgott sein Versprechen einhalten würde, dann bräuchten wir Menschen gar nichts zu tun um die Not abzumildern. ER würde (und müßte) es tun, denn so steht es in der Bibel. Zumindest die gläubigen Christen unter den Hungernden hätten Nahrung, Kleidung, Getränke. Denn er versprach:
"Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft. Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen."
LG, Lory
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Re: MONATSLOSUNG AUGUST 2011

#117 Beitrag von tergram » 03.08.2011, 12:17

Da schliesst sich der Kreis:

Nur was wir Menschen tun, wird getan. Im Guten und im Bösen. Gott hin oder her.

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Re: MONATSLOSUNG AUGUST 2011

#118 Beitrag von Comment » 03.08.2011, 13:37

...dass „ER“ Gebete erhört, Bitten erfüllen kann und auch erfüllt.

Der Meinung kann man sein, denn eine Reihe von Ereignissen im Tagesablauf trifft tatsächlich so ein, wie die Erwartung des Beters Gott gegenüber war. Da kann der Beter tatsächlich auf den Gedanken kommen: 'Siehst du, Gott hat mich heute hierin und darin erhört.' :)

Manche beten ja auch: 'Lieber Gott, ich bitte dich [...], aber nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe.' Dieser Beter hat immer eine Gebetserhörung. :wink:

Doch damit ist die Frage, die hier im Raum steht, warum Gott die Not von Menschen (z.B. in Ostafrika), die um Hilfe Gottes ausdrücklich bitten, nicht beendet, nicht beantwortet. :!:

Nochmals meine Einstellung zur Sache: Der Schöpfer hat eine Schöpfung errichtet, in der die Menschen Ereignisse und Abläufe nach ihrem Empfinden teils als schön, sogar als Wunder, wie auch teils als furchtbar erleben ... daran ändert niemand etwas, selbst der Schöpfer nicht mehr im nachhinein.

Die Menschen gehen unterschiedlich mit ihren Situationen um: die einen beten gläubig zu Gott und finden darin in jedem Fall ihren Frieden, was immer auch folgt. Andere wiederum mögen klagen, nehmen es aber schliesslich so hin, wie es ist. Wiederum andere treibt insbesondere das Schreckliche in die Verzweiflung. Zwischen diesen Polen gibt es sicher noch so manche anderen Formen des Umgangs mit dem Thema.

Übrigens: die Bibelchristen glauben ja an die Errichtung einer neuen Erde durch Gott, auf welcher nichts dergleichen mehr sein wird, was die Menschen heutzutage als so schrecklich wahrnehmen. Für diese Gläubigen dürfte doch klar sein, dass der Schöpfer die noch bestehende Erde mit ihren negativen Seiten so bestehen lassen wird, wie sie ist, und wenn diese Menschen noch soviel um Abänderung beten. Schliesslich soll eine Verbesserung für die Menschen erst durch die Neuschaffung einer Erde eintreten...

Com.
Zuletzt geändert von Comment am 03.08.2011, 14:20, insgesamt 1-mal geändert.

Adler

Re: MONATSLOSUNG AUGUST 2011

#119 Beitrag von Adler » 03.08.2011, 14:13

Hört doch endlich auf, Gott für alles Elend und Leid auf dieser Erde, verantwortlich zu machen!

Warum hungern die Menschen denn in Afrika?
Hat Gott ihnen das Essen genommen oder vorenthalten?
Ist Gott für die verfehlte Politik in diesen Ländern verantwortlich?
Ist Gott dafür verantwortlich, dass die Regierungen solcher Länder, von den Spendengeldern, statt Lebensmittel Waffen kaufen?
Ist Gott dafür verantwortlich, dass sich srupellose Menschen in diesen Ländern am Elend bereichern, indem sie die Lebensmittelpreise, die Flughafengebühren, die Liegegebühren für Frachter in den Häfen usw. erhöhen?
Ist Gott dafür verantwortlich, dass Güter aus Hilfslieferungen nicht an Bedürftige verteilt, sondern verkauft werden?
Ist Gott denn dafür verantwortlich dass die Menschen Kriege führen und Unschuldige getötet werden?

Gott ist kein Automat in den man etwas hineinsteckt (Gebet) und man dafür auch zwingend eine Gegenleistung (Erfüllung seiner im Gebet vorgetragenen Wünsche) erhält!

Aber es ist ja soo einfach, Gott für derlei Dinge verantwortlich zu machen, anstatt die Verantwortung einmal bei den Menschen selber zu suchen!

LG Adler
Zuletzt geändert von Adler am 03.08.2011, 14:36, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: MONATSLOSUNG AUGUST 2011

#120 Beitrag von Comment » 03.08.2011, 14:21

Naja, Bruder Adler, für Erdbeben u.ä. Naturkatastrophen kann ja kein Mensch verantwortlich sein!

Com.

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