MONATSLOSUNGEN 2008 - 2011

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Maximin

LIEBEN UND ZURÃœCKLIEBEN - MONATSLOSUNG SEPTEMBER 08

#11 Beitrag von Maximin » 11.08.2008, 06:50

Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte. (Jeremia 31,3)

Diese Liebeserklärung Gottes, ist etwa 2.600 Jahre alt. Sie galt nicht nur einem Menschen, sondern dem Volk Israel, das aus langer Gefangenschaft nach Hause heimkehren durfte. Darf ich diese Liebeserklärung Gottes aber auch für mich in Anspruch nehmen? Ja, ich darf das und Sie dürfen es auch.

Sehen Sie, die Bibel ist ein Liebesbrief Gottes an seine Menschen. Frage: Wann haben Sie zuletzt einen Liebesbrief erhalten oder jemandem einen geschrieben? Als ich meinen ersten schlimmen Liebeskummer hatte, da tröstete mich mein Vater mit den Worten: „Junge, die Liebe will geliebt sein.“ Damals hatte ich das nicht verstanden. So viel war mir aber schon klar geworden: Zur Liebe gehören immer zwei: Einen der liebt und einen der zurückliebt. So, wie kein Mensch einen anderen Mensch dazu zwingen kann ihn lieb zu haben, ebenso wenig zwingt Gott uns, ihn zurückzulieben.

Ein Bericht im Neuen Testament geht mir immer wieder unter die Haut. Jesus fragt Petrus dreimal: „Hast du mich lieb?“ Einmal hätte ja auch genügt, nicht wahr! Klar, dass Petrus deshalb traurig wurde. Traurig, nicht unsicher. Denn Petrus wusste ganz genau, dass man dem Herrn Jesus nichts vormachen kann und antwortet deshalb: „Herr, du weißt alle Dinge, du weißt, dass ich dich lieb habe.“ (Johannes 21, 17)

Eine unglückliche Frau gestand ihrem Mann: „Es fällt mir immer schwerer dich zu lieben.“ Bald darauf war ihre Liebe erloschen und die Ehe gescheitert. Gott möchte nicht, dass unsere Beziehung zu ihm scheitert: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ (Johannes 3, 16)

Manchmal fällt es uns schwer Gott zurückzulieben. Meist bei der Frage: „Wie kann Gott alles zulassen?“ Achten Sie dann mal auf das Kleingedruckte. Er liebt uns nicht nur, sondern er zieht uns auch zu sich. Wohin denn? Na in seinen Frieden und in seine Geborgenheit.

Mein aller erster Liebeskummer liegt inzwischen Jahrzehnte hinter mir. Unterwegs habe ich den gute Rat meines Vaters immer besser verstehen gelernt: „Die Liebe will geliebt sein.“ Schauen Sie selber mal in der Bibel vorbei und achten Sie besonders auf das :arrow: Kleingedruckte.

Michael Steinbach
Zuletzt geändert von Maximin am 15.09.2008, 07:50, insgesamt 1-mal geändert.

Maximin

MONATSLOSUNG OKTOBER 08

#12 Beitrag von Maximin » 15.09.2008, 07:39

Du machst fröhlich, was da lebet im Osten wie im Westen. (Psalm 65,9)

Macht Gott sie fröhlich, oder interessieren sie sich eher weniger für ihn? Als ich dieses Bibelzitat las, da dachte ich: „Was ist mit den Leuten im Norden und im Süden? Macht Gott die nicht auch fröhlich?“ Seien sie sich ganz sicher: „Gott liebt jeden einzelnen Menschen. Er ist für alle da und erreichbar, egal wo und wie sie sind.“ Wenn ich morgen Passanten in der Karl-Marx-Straße fragen würde: „Macht Gott sie fröhlich?“ Was glaube sie, was die mir antworten würden...?

Wir alle erlebten oder erleben Lebenslagen, in denen wir alles andere als fröhlich sind. Ob wir wollen oder nicht, wir müssen dann und wann mit Enttäuschungen, Ärgernissen, Ungerechtigkeiten, Gemeinheiten, Geldmangel, Abschieden, Traurigkeiten, Einsamkeit und vielen anderen Problemen fertig werden. Gut, wenn man dann nicht auf sich selbst gestellt ist.

Am Anfang der Bibel sagt Gott: „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei“, und dann handelt Gott. Er gibt dem Adam eine Partnerin, die Eva. Nun könnte man denken: „Na dann ist ja alles gut. Von da an können die Menschen ihr Leben selber meistern, während Gott sich diskret zurückzieht und sich darauf beschränkt, seine Geschöpfe fröhlich zu machen, so lange sie ihn nicht vergessen.“

Eine Nichtchristin meinte: „Ich wollte ja gerne auch an diesen Gott glauben, wenn seine Leute nur etwas erlöster, fröhlicher dreinschauen würden.“ Mir sind gläubige Christen begegnet, die alles daransetzten, um Gott zu gefallen, ihn fröhlich zu machen. Meine Bibel sagt mir genau das Gegenteil: „Gott macht fröhlich.“

Und jetzt muss ich etwas von einem Menschen erzählen, der ein Freund Gottes genannt wurde. Abraham. Der lebte in einer gottlosen Umgebung, aber er ließ sich davon nicht anstecken. Abraham glaubte, dass Gott einem beisteht, vor Schaden bewahrt und fröhlich macht. Auf Gottes Wort hin packte er seine Koffer und wanderte mit seiner Familie aus. Wohin die Reise gehen würde, das war lange Zeit ungewiss. Trotzdem glaubte Abraham und vertraute diesem Gott. Denken sie, nur weil dieser Mann Gott glaubte, wurde er reich gesegnet und durch ihn und seine Nachkommen die Menschen an allen Enden der Erde ebenfalls.

Möchten sie Gott auch zum Freund haben? Abraham hat bewiesen, dass das möglich ist. Das bedeutet nicht, dass mich diese Freundschaft vor allen Widrigkeiten des Lebens verschont. Nein, das nicht. Was aber dann?

Sehen sie, die Bibel ist voll von Berichten über gläubige Leute, die auch in schwierigsten Lebenslagen an Gott glaubten, auf ihn hofften und vertrauten. König David war so einer. Lange stand es nicht gut um ihn und seine Sache. Am Ende konnte er aber sagen: „Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen“. (Psalm 18, 30) Diese
:arrow: Gewissheit
wünsche ich ihnen auch.

Michael Steinbach

Maximin

MONASLOSUNG NOVEMBER 2008

#13 Beitrag von Maximin » 16.10.2008, 15:19

Wenn du den Hungrigen dein Herz finden lässt und den Elenden sättigst, dann wird dein Licht in der Finsternis aufgehen. (Jesaja 58, 10)

Haben Sie schon mal hungern müssen? Ich habe keine direkte Erinnerung an Hungerzeiten. Mutter erzählte oft, wie schwer es 1947 war, einen 2-jährigen Buben wie mich durchzubringen. Im Nachkriegsdeutschland überlebten viele Menschen nur deshalb, weil gläubige Leute in Amerika und Kanada Lebensmittelpakete nach Deutschland schickten. Sie handelten barmherzig und erfüllten das uralte Wort des Propheten Jesaja: „Brich dem Hungrigen dein Brot.“ (Jesaja 58,7)

Natürlich kann nur der etwas abgeben der selber genug hat. Was aber, wenn nicht genug Nahrung für alle vorhanden ist? Dann wird geteilt, rationiert. Dieses :arrow: Foto erklärt es besser als viele Worte.

Nun steht in der Bibel an 2 stellen ein Satz, den viele Menschen verdrängt oder vergessen haben: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.“ (5.Mose 8,3 + Matthäus 4,4)

Sonntag für Sonntag wird in den christlichen Versammlungen gebetet: „Unser täglich Brot gib uns heute“ (Matthäus 6,11) und ich behaupte, dass viele, die so beten, hauptsächlich an ihren Küchenzettel denken. Dagegen ist ja auch gar nichts einzuwenden.

Was mich allerdings beunruhigt, das ist die Vorhersage eines alttestamentlichen Propheten: „Siehe, es kommt die Zeit, spricht Gott der HERR, dass ich einen Hunger ins Land schicken werde, nicht einen Hunger nach Brot oder Durst nach Wasser, sondern nach dem Wort des HERRN, es zu hören.“ (Amos 8,11)

Sind nicht genug Gottesworte vorhanden? Ist die frohe Botschaft unseres Heilandes etwa auf ein Minimum rationiert worden? Nein, weder noch. Es ist genug für alle da. Und warum bleiben dann in den Gotteshäusern so viele Plätze leer? Ich führe das auch nicht auf eine epidemische Appetitlosigkeit gegenüber dem Wort Gottes zurück.

Im Nachkriegsdeutschland überlebten viele Menschen nur deshalb, weil gläubige Leute in Amerika und Kanada Lebensmittelpakete nach Deutschland schickten. Wie sie damals, so sind wir, die wir dem Herrn Jesus angehören, auch aufgerufen, barmherzig und gemäß der Schrift zu handeln:

Wenn du den Hungrigen dein Herz finden lässt und den Elenden sättigst, dann wird dein Licht in der Finsternis aufgehen. (Jesaja 58, 10)

Michael Steinbach

Maximin

MONATSLOSUNG DEZEMBER 2008

#14 Beitrag von Maximin » 22.11.2008, 06:25

Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet; ja, ihr sollt an Jerusalem getröstet werden. (Jesaja 66,13)

Die kleine Kapelle blieb leer. Pastor Müggenburg sah auf die Uhr, schüttelte seinen Kopf und murmelte: „Wo bleiben sie nur? Warum kommt niemand?“ Schon lange wartete er auf einen jüngeren Nachfolger. Vergeblich. Wer wollte sich in diesen Zeiten schon freiwillig in eine fast menschenleere Gegend versetzen lassen.

Gedankenverloren legte er seinen Predigzettel auf den Altar, löschte die Kerzen und gab sich einen Ruck: „Na gut, kommen sie nicht zu mir, dann gehe ich eben zu ihnen.“ Seine Gemeinde bestand, genau besehen, aus nur 5 Familien. Weit verstreut lebten sie auf ihren Gehöften und plagten sich mit dem widerspenstigen kargen Boden ab. Gläubig waren sie alle. Jedenfalls kamen Sonntags fast alle zum Gottesdienst.

„Fast alle“, dachte er laut vor sich hin. Die Lasoggas hatte er allerdings lange nicht mehr gesehen. „Ob was mit der Christine passiert ist?“ Man hatte ihm zugetragen, dass sie möglicherweise schwanger wäre. „Gerade mal 18 und dann das...!“

Entschlossen schnappte sich Pastor Müggenburg sein Fahrrad und machte sich auf den Weg zu den Lasoggas. Die Anhöhe hinauf fiel ihm schwer. „Lange geht das nicht mehr. Sie müssen bald einen jüngeren Nachfolger schicken.“

Allmählich näherte er sich dem Einödhof. „Was ist denn da los?“ Da standen Pferdegespanne, Fahrräder und sogar die klapprige alte Rostlaube des Bürgermeisters. „Sind die alle hier statt bei mir?“ Je näher er dem Einödhof kam, um so lauter wurde das Gemurmel, das aus dem Haus zu ihm drang.

Er lehnte sein Fahrrad an den Brunnenrand. Im selben Augenblick stürmte die alte Elisabeth auf ihn zu: „Pastor Müggenburg, sie schickt der Himmel. Denken Sie nur, wir haben einen kleinen Buben bekommen!“ „Wer hat einen Buben bekommen?“ „Na die Christine Lasogga! Und als wir hörten, dass sie es so schwer zur Geburt hat, da sind wir alle her, um ihr zu helfen.“

„Die ganze Gemeinde als Geburtshelferin? Ihr seid wohl alle übergeschnappt!“ „Ja, die ganze Gemeinde ist hier. Schon seit Stunden. Wir haben wie verrückt gebetet. Ein Vaterunser nach dem anderen und eben hat sie entbunden. Einen kleinen Buben. Mutter und Kind sind gesund.“

Ungeduldig bahnte sich Pastor Müggenburg einen Weg durch die Menge. Er sah die erschöpfte Wöchnerin, hörte das leise Wimmern des Neugeborenen und dann kamen ihm die Tränen: „Leute, Ihr habt mir heute eine Predigt gehalten. Wenn die Leute nicht in die :arrow: Kirche kommen, dann muss die Kirche eben zu den Leuten gehen.“

Er kniete sich am Bett der Wöchnerin nieder, nahm ihre Hand und sah ihren ängstlichen Blick: „Christine, sei unbesorgt. Die Gemeinde hat Dich in Deiner schwersten Stunde nicht allein gelassen und ich auch nicht.“

Michael Steinbach

uhu-uli

#15 Beitrag von uhu-uli » 23.11.2008, 14:15

8)
Zuletzt geändert von uhu-uli am 12.10.2009, 20:44, insgesamt 1-mal geändert.

Maximin

MONATSLOSUNG FEBRUAR 2009

#16 Beitrag von Maximin » 14.01.2009, 09:46

Wo ist euer Glaube? (aus Lukas 8, 25)

Wer wagt es, so zu fragen? Die Geschichte ist rasch erzählt. Jesus fährt mit seinen Jüngern über einen See. Sturm bricht los. Sie geraten in Seenot. Jesus aber schläft. Der Mann muss starke Nerven haben – oder? In höchster Not schreien die Jünger ihren Lehrer wach: „Meister, wir kommen um!“

Ich sehe :arrow: diese Szene bildhaft vor mir. Jesus steht auf, bedroht das Unwetter, das Unwetter ebbt ab und dann stellt Jesus die Frage: „Wo ist euer Glaube?“

Früher wurde ein Lied gesungen, dass diese Stelle des Lukasevangeliums beschreibt. Es fängt mit den Worten an: „Meister es toben die Winde...“ und der Refrain endet mit den Worten: „Schweig, sei still!“

Wer soll schweigen? In unserer Geschichte bringt Jesus den Sturm zum Schweigen. Die Jünger zunächst nicht. Als die Gefahr vorüber ist fragt er seine Leute nur: „Wo ist euer Glaube?“ Ich verstehe das nicht als grobe Zurechtweisung. Diese Frage erreicht aber auch mich. Wann denn?

Waren Sie schon einmal in Seenot? Ich nicht. Aber Seelennot habe ich schon aushalten müssen. Wissen Sie wie es ist, wenn die Seele schreit? Das muss nicht unbedingt lautes Gebrüll sein das die Nachbarschaft mitbekommt. Seelennöte finden oft still im Herzen statt. Vielleicht weil das Gewissen drückt, oder weil man in einer scheinbar ausweglosen Klemme sitzt.

Die Jünger Jesus sahen sich kurz vor dem Verderben. Was taten sie? Sie schrieen ihr Not heraus und sie riefen den zur Hilfe, von dem sie Hilfe sicher erwarten konnten: Jesus! So oft ich in Seelennöten war, bin ich von meinem Heiland nie vorwurfsvoll mit der Frage abgewiesen worden: „Michael, wo ist Dein Glaube?“ Von Menschen schon...

Dieser Tage las ich eine sehr eindrückliche Predigt. An einem Satz bin ich hängen geblieben: „Mein Leben als Christ kann ich nach Gottes Willen nicht als Solist leben, sondern nur in der verbindlichen Gemeinschaft.“

Zunächst habe ich diesem Satz Widerstand geleistet. Sind wir nicht eben lieber doch Solisten? Wehren wir uns nicht oft gegen Gemeinschaft, insbesondere dann, wenn sie uns zu verbindlich wird, uns zu dicht auf die Pelle rückt? Wo steht etwas darüber geschrieben, dass wir nach dem Willen Gottes nur in einer verbindlichen Gemeinschaft zurechtkommen?

Mein Widerstand löste sich auf, als ich den Anfang dieses Predigtsatzes überdachte: „Mein Leben als Christ... “ Die Jünger auf dem Schiff hatten Gemeinschaft miteinander. Was hat sie ihnen genützt? Was sie, übrigens nicht nur im Seesturm, miteinander verband, das war ihre gemeinsame Angst. Geholfen hat ihnen jedoch ihr Hilferuf: „Meister, wir kommen um!“

Was war entscheidend? Jesus war mit im Boot! Genau das wünsche ich mir und allen Leserinnen und Lesern auch. Jeden Tag neu.

Liebe Grüße von Eurem Michael Steinbach

Maximin

MONATSLOSUNG FÜR MÄRZ 2009

#17 Beitrag von Maximin » 15.03.2009, 13:33

Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst; ich bin der HERR. (3. Mose 19, 18 )

„Liebe ist nur ein Wort“, titelte 1971 der Romancier Johannes Mario Simmel und machte Millionen mit seinem Roman. Hatte er Recht?

Für manche Menschen scheint Liebe tatsächlich nur ein Wort zu bleiben, während sich für andere das schönste Gefühl, zu dem wir fähig sind, ein Leben lang zu erfüllen scheint.

Liebe (vom mittelhochdeutschen liob = gut) ist die Bezeichnung für die stärkste Zuneigung, die ein Mensch für einen anderen empfinden kann, ein Gefühl inniger und tiefer Verbundenheit mit dem Nächsten.

Der Herr Jesus erklärt: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt (5. Mose 6,5). Dies ist das höchste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst (3. Mose 19, 18 ). In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten. “ (Matthäus 22, 37-40)

Liebe ist also nicht nur ein Wort, sondern eine festes tragendes Fundament, um Frieden mit Gott, mit mir selbst und mit meinem Nächsten haben zu können.

Kann man Liebe fordern? Gott fordert uns dazu auf, seine Gebote zu halten. Wie sähe unser Zusammenleben aus, wenn weltweit nur noch geneidet, gelogen, betrogen, bestohlen und getötet werden würde? Eine grauenhafte Vorstellung, für die mir nur das Wort „Hölle“ einfällt. Wenn der Glaube und die Ehrfurcht vor Gott abhanden kommt, dann geht auch die Vernunft verloren.

Ich kenne Leute, die können und wollen nicht mehr an Gott glauben und den Glauben an das Gute im Menschen, den haben sie gleich mit aufgegeben. Warum ist das so?

Schauen wir mal in einen Spiegel. Was halten Sie von folgenden
Aussagen: „Glauben ohne Liebe macht fanatisch. Pflicht ohne Liebe macht verdrießlich. Ordnung ohne Liebe macht kleinlich. Macht ohne Liebe macht gewalttätig. Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart. Ein Leben ohne Liebe macht krank.“

Als kleiner Bub, ich konnte gerade einigermaßen lesen, langweilte ich mich in den mir endlos erscheinenden Gottesdiensten ganz fürchterlich. Die einzige mir zur Verfügung stehende Abwechslung war das Gesangbuch meiner Mutter. Auf dem schwarzen Deckelumschlag war in feinen goldenen Buchstaben aufgedruckt: „Gott ist die Liebe.“

Im 1. Brief des Apostels Johannes steht:
„Ihr Lieben, lasst uns einander lieb haben; denn die Liebe ist von Gott, und wer liebt, der ist von Gott geboren und kennt Gott. Wer nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist die Liebe. Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen. “ (1. Johannes 4. 7-11)

Ich gestehe, dass mir das mit der Nächstenliebe oft noch nicht gelingt. Mut macht mir dann ein Wort des Apostels Paulus: „Nicht, dass ich's schon ergriffen habe oder schon vollkommen sei; ich jage ihm aber nach, ob ich's wohl ergreifen könnte, weil ich von Christus Jesus ergriffen bin. “ (Philipper 3,12)

Liebe Grüße von Eurem Michael Steinbach

Maximin

MONATSLOSUNG FÃœR APRIL 2009

#18 Beitrag von Maximin » 15.03.2009, 13:54

Er hat den Schuldschein, der gegen uns sprach, durchgestrichen und seine Forderungen, die uns anklagten, aufgehoben. (Kolosser 2, 14 /EU)

Keine Leistung ohne Gegenleistung. So regelt unser Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) bestehende Schuldverhältnisse. Übrigens kann die Gegenleistung auch in einem Unterlassen bestehen...!

In unserem Monatsspruch geht es um ganz andere Schuldverhältnisse. Da sind bestehende Forderungen aufgehoben und Schuldscheine ein für alle mal zerrissen worden.

Wer sein Bankkonto überzogen hat, der braucht nicht zu hoffen, dass ihm die Bank mit freundlichen Grüßen mitteilt: „Wir haben Ihr Konto ausgeglichen.“ Keine Chance!

Ein von Gott gesegneter Mann, der König David, hatte schweres Unrecht auf sich geladen. Als er auf sein vor Gott und den Menschen begangenes Unrecht hingewiesen wurde, da kehrte er um. Er bat: „Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte, und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit. Wasche mich rein von meiner Missetat, und reinige mich von meiner Sünde; denn ich erkenne meine Missetat, und meine Sünde ist immer vor mir.“ (Psalm 51, 3-5)

In diesem Monat feiert die Christenheit ihr höchstes Fest. Als kleiner Bub fürchtete ich mich am Karfreitagnachmittag. Ich fragte ängstlich: „Ist der Heiland jetzt tot?“ „Nein“, war die Antwort, „wir erinnern uns heute nur daran, dass er für uns sündige Menschen gestorben ist. An Ostern erinnern wir uns dann aber daran, dass er von den Toten auferstanden ist, damit auch wir mit ihm leben können.“

Der tiefe Sinn des Leidens und Sterbens Jesu am Kreuz wird von vielen Menschen nicht verstanden. Paulus sagt: „Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist' s eine Gotteskraft.“ (1. Korinther 1, 18 )

Wissen Sie was mich glücklich, ja sogar selig macht wenn ich das Bild des sterbenden Heillands am Kreuz betrachte? Ich sage mir: „Ja Heiland, du musst furchtbar gelitten haben. Aber du hast auch für mich Hölle, Tod und Teufel besiegt. Der Schuldschein ist zerrissen.“ Geheimnis des Glaubens.

700 Jahre vorher sah und beschrieb der Prophet Jesaja das, was in der Osterwoche wirklich geschah:

„Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts geachtet. Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.“ (Jesaja 53, 3-5)

Achten Sie mal darauf: Da steht „sind wir geheilt!“ Können Sie das glauben?

In machen Gegenden unsers Landes stehen Darstellungen der :arrow: Kreuzigung Jesu. Schütteln wir darüber den Kopf oder machen uns solche Kreuze nachdenklich? Mich machen sie froh. Warum? Darauf antworte ich mit einem Wort des Schmerzensmannes Hiob: „Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt;“ (Hiob 19, 25)

Christus ist auferstanden. Ja, er ist wahrhaftig auferstanden. Ich wünsche Ihnen allen gesegnete frohe Ostern.

Liebe Grüße von Eurem Michael Steinbach
Zuletzt geändert von Maximin am 15.03.2009, 19:16, insgesamt 1-mal geändert.

Adler

#19 Beitrag von Adler » 15.03.2009, 16:48

Hier einmal eine Alternative, zu den uns bekannten Formulierungen bei der sog. "Freisprache":


"Schöpfe nun ein Jeder, aus dem Opfer Jesu, die erlösende Kraft, welche uns frei von aller Sünde macht." (C)

(mit freundlicher Genehmigung des Autors)

Maximin

GESCHENKE GOTTES...

#20 Beitrag von Maximin » 15.03.2009, 19:18

:wink:

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