Lebenslügen in den Kirchen

Für Zweifler und andere gute Christen
Nachricht
Autor
steppenwolf

#61 Beitrag von steppenwolf » 16.02.2008, 19:20

:wink:
Zuletzt geändert von steppenwolf am 02.05.2008, 11:23, insgesamt 1-mal geändert.

Brombär
Beiträge: 1217
Registriert: 28.11.2007, 00:15

#62 Beitrag von Brombär » 16.02.2008, 19:41

Lobo hat geschrieben:
tergram hat geschrieben:...Kann/darf man es dem "einfachen" AT der NAK vorwerfen, wenn er predigtmaschinenkompatibel weiterpredigt und unverdrossen in der Exklusivschiene fährt...
Das gilt nicht nur für den "einfachen" At. Ich werfe niemanden etwas vor.Wenn sich aber etwas zum Guten verändern soll, müssen die Dinge angesprochen werden. Ich hoffe, dass in Hinsicht auf die Wortverkündigung, bei möglichst vielen Ats der Groschen noch fällt.

Gruß
Lobo


Werte/r Lobo,

eine NAK in der die Predigtmaschinenkompatibilität abgeschafft wäre, ist mit ihrer Lehre nicht mehr vereinbar. Zu viel müsste zur Disposition gestellt werden und das hält diese Kirche nicht aus.


Brombär





.

Lobo

#63 Beitrag von Lobo » 19.02.2008, 12:19

Gott macht keine Fehler!
Alles dient der Seele zum Besten.
Zwei immer wieder gern genannte "Totschlag"- Argumente,
wenn beim größten Leid, respektive bei der größten Sinnlosigkeit im Leben,
Erklärungsnotstand herrscht.
Da bleibt den Seelen einfach nur die Spuke weg.
Untergrund. :shock:

Gruß
Lobo

Benutzeravatar
tosamasi
Beiträge: 2157
Registriert: 24.11.2007, 15:56
Wohnort: tief unten

#64 Beitrag von tosamasi » 19.02.2008, 12:50

Lobo schrieb:
Gott macht keine Fehler!
Alles dient der Seele zum Besten
Das habe ich auch oft gehört. Allerdings gehe ich immer noch davon aus, dass es ehrlich gemeint war, und also vom Ratgeber geglaubt wurde.
Ich kann diesen Menschen keine böse Absicht unterstellen.
Das ist mein Punkt. Nicht der, was diese Aussagen bewirkt haben, die meines Wissens so nicht mehr getätigt werden.
In meiner Verwandtschaft waren diese Worte seinerzeit (auch: wurde in der Ewigkeit gebraucht) jedenfalls Trost, es gab für sie der Sinnlosigkeit Sinn.
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

Lobo

#65 Beitrag von Lobo » 19.02.2008, 13:20

tosamasi hat geschrieben:...Allerdings gehe ich immer noch davon aus, dass es ehrlich gemeint war, und also vom Ratgeber geglaubt wurde...
Woher weißt du das so genau? Die "Ehrlichkeit", eigentlich eine Fahrlässigkeit, ging bei den Seelsorgern immer nur so weit, bis das eigene Erleben diese "Ratgeber" verstummen oder auch hadern ließ.
...die meines Wissens so nicht mehr getätigt werden...
In welche Kirche gehst du? :wink:
... wurde in der Ewigkeit gebraucht...

Genauso schlimm. Auf den Gedanken, dass manche Seelen im Diesseits noch mehr gebraucht werden, ist wohl keiner gekommen. Es gibt noch ein Leben vor dem Leben, das wird bei solchen Aussagen überhaupt nicht beachtet. Stichwort: junge(s) Eltern/-teil tot = verwaiste Kinder.
Aber die Versuchung, für alle Wechselfälle des Lebens eine Erklärung geben zu müssen, ist wohl zu groß. Besser wäre es in den meisten Fällen: einfach mal die Klappe halten. Auch ruhig zugeben, dass es keine sinnvolle Erklärungen gibt.

Gruß
Lobo

Benutzeravatar
tosamasi
Beiträge: 2157
Registriert: 24.11.2007, 15:56
Wohnort: tief unten

#66 Beitrag von tosamasi » 19.02.2008, 19:51

Lobo, Du reagierst sehr heftig. Das wird seinen Grund haben, ich vermute, in einer tiefen Enttäuschung.

Als junge Frau erlebte ich das Sterben einer treuen neuapostolischen Mutter. Ihre Kinder waren ein und drei Jahre alt. Der Ehemann und Vater war etwas behindert und konnte die Kinder nicht alleine versorgen. Da hat die ganze Gemeinde mitgeholfen. Wir haben vom ersten Tag der Erkrankung an diese Familie mit Wort (Gebet) und Tat (Hilfe) begleitet. Die Amtsbrüder haben keine Sprüche geklopft, sondern koordiniert und organisiert und mit angepackt. Ich gebe zu, ich habe mit Gott gehadert.
Ich war mit dieser "Zulassung" nicht einverstanden. Das war niemand. Aber ändern konnten wir nichts.

Was sollen sie, die dir unterschwellig Heuchler sind, in solchen Fällen sagen? Was gibt da Trost, außer einer Umarmung im Mit-Fühlen?

In meiner Kindheit und Jugend gab es einen Vorsteher, der mit harter Hand "regierte". Wenn ich an ihn zurückdenke, bin ich nicht von innerem Frieden erfüllt. Aber ich weiß, dass er ehrlich war. Dass er ehrlich meinte, was er sagte und tat, ob es nun gefiel oder nicht. Von den anderen At's, die ich bisher in meinem Leben kennen gelernt habe, kann ich das auch sagen. Sie waren keine scheinheiligen Blender. Sie glaubten, was sie sagten.
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

Lobo

#67 Beitrag von Lobo » 20.02.2008, 08:15

tosamasi hat geschrieben:...Du reagierst sehr heftig...

Heftig reagiert? Wenn ich erstmal soweit bin... :wink:
Ich höre einfach zuviel Sonntagsprediger, die sich schon am Montag an nichts mehr erinnern können.
tosamasi hat geschrieben: ...Da hat die ganze Gemeinde mitgeholfen. Wir haben vom ersten Tag der Erkrankung an diese Familie mit Wort (Gebet) und Tat (Hilfe) begleitet. Die Amtsbrüder haben keine Sprüche geklopft, sondern koordiniert und organisiert und mit angepackt...

Genau, das ist es ja, wir meinen etwas tun zu können.Gebet, praktische Hilfe, Beistand etc.
Nur, wie lange halten diese Aktionen an? Die Halbwertzeit der Hilfe im Trauerfall liegt bei ca. 14 Tage. Danach müssen die Seelen sehen, wie sie alleine klar kommen. Sie hören dann oft so nette Fragen, wie: "Gehts wieder? Warum willst du noch nicht im Chor singen?"...
tosamasi hat geschrieben: ...Was sollen sie, die dir unterschwellig Heuchler sind, in solchen Fällen sagen? Was gibt da Trost, außer einer Umarmung im Mit-Fühlen?...
Ich habe nicht von Heuchlern gesprochen. Viele Ats wollen das wahre Leben außerhalb vom "Biotop" NAK nur nicht wahr haben. Sie schwadronieren viel über das Ewige, anstatt im Diesseits, und da hast du recht, einfach mal die Menschen in den Arm zu nehmen.
tosamasi hat geschrieben: ...Von den anderen At's, die ich bisher in meinem Leben kennen gelernt habe, kann ich das auch sagen. Sie waren keine scheinheiligen Blender. Sie glaubten, was sie sagten...
Dann bist du wohl die berühmte Ausnahme. :wink:
Ich wünsche mir allerdings lieber Ats, die sagen, was sie glauben.
Denn nur, wenn der Sprecher brennt,
kann er bekanntlich die Zuhörer anzünden.
Aber das ist wieder ein ganz anderes Thema. :wink:
Gruß
Lobo

Hannes

#68 Beitrag von Hannes » 20.02.2008, 08:30

Lobo hat geschrieben:Ich wünsche mir allerdings lieber Ats, die sagen, was sie glauben.
Das ist eine sehr weise und wertvolle Aussage! Und eine grosse Aufgane für mich! Ich wünsche Dir, dass Du auf solche Menschen triffst ... von Herzen! Und viele Arme, die Dich festhalten oder auffangen, wenn die Worte ausgehen!

Hannes

Benutzeravatar
tosamasi
Beiträge: 2157
Registriert: 24.11.2007, 15:56
Wohnort: tief unten

#69 Beitrag von tosamasi » 20.02.2008, 09:20

Lobo schrieb:
Nur, wie lange halten diese Aktionen an? Die Halbwertzeit der Hilfe im Trauerfall liegt bei ca. 14 Tage. Danach müssen die Seelen sehen, wie sie alleine klar kommen. Sie hören dann oft so nette Fragen, wie: "Gehts wieder? Warum willst du noch nicht im Chor singen?"...
Im geschilderten Fall über zwei Jahre, bis sich die Familie konsolidiert hatte.
Was Trauerfälle allgemein angeht, muss ich für mich sagen, dass sie mich ziemlich sprachlos machen und das Schwierigste überhaupt sind.
Ich wünsche mir allerdings lieber Ats, die sagen, was sie glauben.
Das ist immer wünschenswert. Aber wie war das mit der -wenn auch subjektiven- Wahrheit und dem bittren Trank?
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

Brombär
Beiträge: 1217
Registriert: 28.11.2007, 00:15

#70 Beitrag von Brombär » 25.02.2008, 19:42

Vor einigen Tagen war hier im Forum Lobo´s Thread „ Lebenslügen in den Kirchen „ intensiv bearbeitet worden.

Dieter hat dazu umfangreich Stellung genommen Seine Ausführungen wurden von relativ wenigen Usern reflektiert.

Ich greife, mir wichtige, und zum Teil nicht verstandene, Aussagen Dieters auf und würde mich freuen, hierzu weiterführende Gedanken zu erörtern.

Er beleuchtet die Zusammenhänge von Ursache und Wirkung ( ungeliebte Wohnung – gesundheitliche Probleme ) . Sein Fazit lautet für mich in etwa so : Erkenne die Ursache des Übels, beseitige sie und gewinne. Wörtlich : Aber das sind Zusammenhänge, die man sich erst erarbeiten muss.

Im nächsten Posting spricht Dieter von falsch verstandenem Verhalten des Menschen in Bezug auf zu erwartende Hilfe. Man könnte es zusammenfassen mit dem Gedanken : Hilf dir selbst, vertraue, dann hilft dir Gott. Joh. 15,7 wird zitiert : . . .werdet ihr bitten, was ihr wollt, es wird euch widerfahren. Dieter pocht darauf, wortwörtlich. „ Ich erlebe diese Vorgänge „ .


Nun zur täglichen Praxis.

Wie erkenne ich treffsicher, welche Ursache einem unliebsamen Umstand zugrunde liegt ?

Wie verhindere ich z. B. die schlimme Infektionskrankheit, die mein Kind aus dem Kindergarten heimbringt ?

Was war die Ursache, dass mein Kind von einem betrunkenen Verkehrsteilnehmer auf dem Zebrastreifen überfahren wurde ?

Warum ist meine Frau durch einen ärztlichen Kunstfehler gestorben ?



Darf man so fragen ?


Brombär

Zurück zu „Glaubensfragen“