Motivation Glaubensforum24

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shalom
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Re: Motivation Glaubensforum24

#31 Beitrag von shalom » 14.12.2010, 13:23

Lieber Maximin,

zunächst vielen Dank für Ihre „5 Minuten“, die ich unkommentiert einfach so stehen lassen kann :wink: .

1.) Und dann haben Sie noch einige Fragen: „…Viele hier finden Deine Beiträge lesenswert oder sogar amüsant. Ich nicht. Warum nicht? Na weil ich die NAK überwunden habe. Wie steht´s damit übrigens bei Dir...?“.

Nun, meine Beiträge finde ich schon ein bisschen lesenswert :wink: . Und das na-amtlich gebotene Amüsement (Wohlfühlgemeinden, Wellnessreisen, Festgottesdienste am Fließband sowie die frische Glaubensbrise der neuen „Leichtigkeit des Apostelglaubens“…) spiegelt sich auch in meinen Beiträgen wieder. Wenn jemand mir einen Witz erzählt, versuche ich halt auch mal einen auf Augenhöhe anzubringen. Und das Werk der theologisch leicht- bis fliegengewichtigen Apostel ist halt auf kommerzieller Spaß- und Eventglaubenskultur begründet.


2.) „…Wenn Du das wirklich so siehst, dann solltest Du eine persönliche und konsequente Entscheidung über eine weitere Mitgliedschaft in dieser Kirche treffen…“.

Nun auch da sind mir die Hände gebunden. Als vollversiegeltes neuapostolisches Gotteskind bin ich meinen heilsnotwendigen Heilsvermittlern unentrinnbar anvertraut. Selbst wenn ich heute noch formal bei Gott und seinem Stammapostel austreten würde käme dann „das Jahr der Gemeinde 2011“ auf mich zu. „In diesem Zusammenhang rief der Bezirksapostel dazu auf, in den Gemeinden zu besprechen, wie das kommende Jahr zu Vertiefung des Gemeindelebens und zur Verstärkung der Seelsorge an aktiven und distanzierten Geschwistern genutzt werden könne (Mörser Festgottesdienst mit neuer Liturgie) .

Nach meinem Ableben kämen dann sofort die neuapostolischen Missionare (Öffentlichkeitsarbeiter) an meine Gefängnistüre (Abschiebehaft?), um mich Sünder – ohne gültigen apostelamtlichen Ausweis - zu missionieren und da ich auch im Jenseits munter weitersündigen kann, bin ich dort ausnahmslos auf die liturgisch aufgepeppten Abendmahlsgottesdienste der neuapostolischen Apostel im Jenseits – also hier im Diesseits – angewiesen. Wie gesagt, das ist - in untheologischer Schlüssigkeit - quasi unentrinnbar. Und da Gott mittlerweile von seinen neuapostolischen Aposteln ja auch schon ein bisschen Souveränität zugestanden bekam, vertraue ich darauf und glaube, dass Gotteskinder mit neuapostolischem Ausweis bei Gott nicht pauschal ausgewiesen werden. So pauschalisierend wie neuapostolische Apostel im postmortalem Kult – (gf24 / Monatsrundschreiben Brinkmann) – botschaften und über andere predigen, muss es bei Gott ja nicht zugehen. Betet für Brinkmann. Und so steht für mich die Frage der Denomination nicht so sehr im Fokus, denn Gott hat ja auch noch mit jedem Einzelnen seit der Seelewerdung des Menschen interreligiös klarzukommen, in dem Sinne von „Gott interessiert es nicht, ob wir Christen sind, Muslime oder Hindus! Gott ist kein Christ! (CID / Desmond Tutu) .


3.) „Nun bitte ich Dich aber noch um wenige Zeit und Geduld. Nur mal so viel vorab: Da ist nach langen gemeinsamen Jahren eine Verbindung gescheitert. Eine auf´s ganze Leben erhoffte Ehe zerbrochen. Er findet ihren Abschiedsbrief und liest folgendes: "Du hast mich nie wirklich geliebt. Du hast nur den Gedanken geliebt mich zu lieben."

Da ist nichts mehr zu kitten. Aus und vorbei! Wie wird der verlassene Ehepartner damit fertig werden? Wird er es schaffen eine Entscheidung zu akzeptieren und loszulassen zu können? Oder wird er sich, noch taumelnd, rasch in ungewisse neue Verbindungen einlassen oder in Erinnerungen gefangen bleiben...?

Ich weiß, solche Überlegungen könnten Dich und andere hier irritieren, vielleicht sogar ärgern. Und was hat dieses Beispiel schließlich mit Religionszugehörigkeiten, mit Kirchebetrieben oder gar mit einer langen Bindung an die Neuapostolische Kirche zu tun?

Mir kommt es auf die o. a. Fragestellung an: "Du hast mich nie wirklich geliebt. Du hast nur den Gedanken geliebt mich zu lieben." Dazu später gerne mehr...!
“.

Nun, ich als Braut – die von ihren na-amtlichen Brautzubereitern ihrem Bräutigam wunschgemäß dies- und jenseitig zuzubereiten ist –, habe von meinen brautzuzubereitenden Amtskörpern noch gar keinen Abschiedsbrief erhalten, geschweige denn habe ich ihnen einen geschrieben, denn ich war mit einem Amtskörper noch nie verheiratet gewesen… :wink: .

Was wäre von solchen – im neuapostolischen Kontext glaubenslebensalltäglichen - „Du-Botschaften“ zu halten, wie Sie sie gerade beispielhaft angeführt haben? Will man andauernd von Dritten gesagt bekommen, was man gerade zu glauben hat, wen man gerade liebt, was man gerade denkt, wie man sich gerade fühlt? Sieht so neuapostolische Kommunikation unter Partnern aus?

Wie ist das nun mit der „Gedankenliebe“? Ist das so etwas wie „Erb- oder Gedankensünde“? Oder aber ist das nur so etwas wie eine total apostelselbstbildverliebte Glaubenslebensabschnittspartnerschaft?

Unaufgeklärt züchtige Grüße – und shalom

John

Re: Motivation Glaubensforum24

#32 Beitrag von John » 16.12.2010, 05:57

@ Maxi:
Übrigens hatte ich unlängst angefragt, wer „diese“ Kirche wirklich regiert. Mir zugegangene Rückantworten verliefen leider auch, mangels Masse, reichlich dünn aus...! :roll:
Nach meinen jahrelangen Erfahrungen, der jeweilige Gebietskirchenpräsident.
Gruß
John

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