Motivation Glaubensforum24

Was sonst nirgends reinpassen würde
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shalom
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#21 Beitrag von shalom » 21.02.2008, 17:04

Werte Interessierte,

vor einiger Zeit brachte ich einmal meine Motivation in einem Glaubenskulturthread zur Papier. Er hieß 5 Minunten und war von einer gewissen Anne :wink: mit Bezug zum europäischen Neoapostolizismus eröffnet worden.

In der Zurückschau darf ich feststellen, dass sich an meiner Motivation wenig geändert hat, mit Ausnahme des Forums wo dieser Ausdruck verliehen werden kann. Gründe später. Es war also einmal ein posting von shalom:

1.) „Was bewegt mich in der NaK (dieser Kirche)“
Wie bitte? In welcher Kirche? Wer und was ist „diese Kirche“ überhaupt?
Als Laie habe ich nakintern eher eine passive Rolle zu spielen, d.h. ich werde von NGk-Amtsträgern zu Bewegungen angehalten (z.B. Brot und Spiele, ora et labora).

Als verheirateter Erwachsener (Post-Jugendlicher und Ante-Pensionist) falle ich durch fast alle derzeitigen NaK-Zielgruppenangebote (Kinder, Jugend, Senioren, Singles). Man hat während dieses Lebensabschnittes nakintern lediglich glaubensgehorsam zu funktionieren (reproduzieren, missionieren, singen, musizieren, gärtnern, altarschmücken etc.).

Meine nakinternen Glaubenserfahrungen, gepaart mit der Frage: „Was darf ich als Laie nakintern überhaupt bewegen?“, lassen schon Sorge aufkommen, ob des na-amtskörperlich konkret verordneten (praktizierten) Gottes- und Menschenbildes ("Selbstbildnisses")[Einschub vom 21.02.2008].

Mich bewegen nakintern all die vielen „Nächsten“, insbesondere auch solche, welche von ihren NaK-Führungsknechten als „Zu Entfernende“ behandelt wurden (werden).

Mich bewegt der nakinterne Widerspruch zwischen Kirchenrecht und göttlicher Gerechtigkeit.

Mich bewegt, wenn amtskörperliche Besserwisser von all den Fehlern biblischer Gestalten (Eva, Frau Lot, Kain, Judas etc.) predigen, jedoch das von ihnen zwischenzeitlich fortgeschriebene NaK-Evangelium, dabei völlig außen vor lassen.

Mich bewegt die mir zugewiesene NaK-Identität, deren Profil sich von mir weder mit überlieferter Jesu- und Urapostellehre, noch mit Ökumene in Einklang bringen lässt.

Mich bewegt, dass immer weniger Christen bereit sind, sich religiös hinters Licht führen zu lassen. In den Gemeinden ist die praktische Zusammenarbeit der Konfessionen vielerorts schon wesentlich enger, als es die auf Spendenaufkommen, Privilegien, eigenständige Identität, Profil und Reputation bedachten Kirchenführungen gutheißen – bis hin zu dem, von Rom ( Zürich) offiziell verbotenen gemeinsamen Abendmahl.

Mich bewegt mein christliches Verantwortungsgefühl


2.) „Was wünsche ich in (von) der NaK“
Ich wünsche mir eine klare Trennung zwischen Gott und Amt, d.h. eine klare Trennung zwischen Gottes- und Menschenwort.

Ich wünsche mir eine bedingungslose Öffnung – wie sie von Jesus überliefert ist – und nicht nur eine „gewisse Öffnung“ a la NaK (die ihren Führungskräften Profilneurosen und Identitätskrisen zu bescheren scheint).

Ich wünsche mir, dass die endlich NaK aufhört, sich immer nur die Rosinen aus den überlieferten Rechten und Pflichten der Bibel herauszupicken, indem sie den ganzen unlukrativen Rest (z.B. Diakonie, Halbtote) en passant den Einzelnen, dem Staat, Tochtervereinen, bzw. all den Hilfswerken und anderen Religionsgemeinschaften überlässt.

Ich wünsche mir christliche Toleranz.


3.) „Worauf warte ich in der NaK“

Ich erwarte, dass die „Leitenden NaK-Angestellten“ nicht länger abwartend „auf Zeit spielen“ (gemäß dem Motto: „mein Herr kommt noch lange nicht“).

Ich erwarte deutlich mehr Authentizität, sowie die Wahrnehmung der seelsorgerischen Garantenstellung (Fürsorgepflicht).

Ich erwarte eine Aufarbeitung der NaK-Vergangenheit.

Ich warte auf eine integere Informationskultur für alle NaK-Mitglieder.

Als NaK-Mitglied erwarte ich umfassende Rechenschaft.

Als Christ erwarte ich den Herrn.


4.) „Worauf hoffe (was erhoffe) ich in (von) der NaK“

„Es lebe da nichts, dass da nichts hoffe“ (Hermann Hesse).

Ich hoffe, dass nakintern das Mitgefühl und die Liebe nicht gänzlich verloren gehen.

Ich hoffe auf ein verstärktes eigenverantwortliches Selbstbewusstsein und mehr Vielfalt.


5.) „Was fehlt mir in der NaK

Nahezu alles, was ich mit religiösen Grundwerten verbinde (d.h. u.a. das „Sein“). Auf das na-amtskörperlich aufwendig gestylte „NaK-Design“ kann ich gerne verzichten.

Mir fehlen zig Antworten auf meine NaK-Segenslinienbriefe.

Mir fehlt eine Lehre, wo seelsorgerische Verantwortung mehr ist, als nur gepredigte Pflichterfüllung.

Mir fehlt ein Wahrer göttlichen Rechts, wenn NaK-Amtsträger aus lauter Pflichterfüllung Seelen wie heiße Kartoffeln fallen lassen.

Mir fehlt das Verständnis für kirchenrechtliche Aktionen und Streitigkeiten, wo NaK-Organe als Ankläger auftreten.


Achtung, die 5 Minuten sind jetzt um!
Weiterlesen auf eigene Gefahr!



6.) Was ich schon immer einmal sagen wollte :wink:

Mir fehlt in der NaK konkret umgesetzte Pauluslehre, wenn dieser von Amtsträgern folgendes berichtet: „Die sich wollen angenehm machen nach dem Fleisch, die zwingen euch zur Beschneidung, nur damit sie nicht mit dem Kreuz Christi verfolgt werden. Denn auch sie selbst, die sich beschneiden lassen, halten das Gesetz nicht; sondern sie wollen, dass ihr euch beschneiden lasset, auf dass sie sich von eurem Fleisch rühmen mögen.“

Innerhalb der NaK scheint dieser Trend nämlich immer noch ungebrochen zu sein, sich nach dem Fleisch auf Kosten anderer angenehm machen. Auch ich war (bin) nakintern dem Druck ausgesetzt, mich von „Beschnittenen“ beschneiden lassen zu sollen, auf dass auch ich nur noch nach dem „Hören-Sagen“ irgendwelchen NaK-(A)postulaten folgen soll. Wer von seinen NaK-Führungsamateuren außerhalb dieser typischen NaK-Knechtesknechtschaft erfunden wird, erhält das Prädikat „Besserwisser“ bzw. „Kritiker“ „Sünder wider den heiligen Geist“ und bekommt unmissverständlich klar gemacht, dass er als „Nichtsnutz“ für die NaK uninteressant geworden ist.

Die NaK-Elite scheint - ähnlich wie Priester und Levit im Gleichnis - mit „Halbtoten“ nichts im Sinn zu haben. Lieber verwirklichen NaK-Amtsträger eine effizient-perfektionierte Hochleistungskirche (mitunter mit „Emblemtürmen“:wink:, jedoch garantiert ohne Glocken;)), wo sich der Stärkere im Stammapostelgehorsam durchsetzt. Anderen wirklich zu dienen wäre da wohl eher das Eingeständnis von Schwäche, wo doch alle Zeichen auf „Endsieg“ stehen. Nur um das nahe Endziel zu erreichen, lässt man sich im Endspurt von existentiellen Sorgen der Seele (Halbtoten) doch nicht aufhalten, das wäre ja reine neustammapostolische Zeitverschwendung. Man hat vermutlich viel wichtigere Dinge zu tun, wovon sich einfache Mitglieder keine Vorstellung machen.

Da bleibt beim besten Willen einfach keine Zeit mehr für wirkliche Nächstenliebe und wahrhaftige Seelsorge übrig. Es hat für mich den Anschein, als sei der Lebensalltag (die Wirklichkeit) der Amtsträger bis an die Grenzen der psychischen und physischen Belastbarkeit verplant (ähnlich wie in Sekten). Vermutlich hat man sich freiwillig und gerne auf eine Vielzahl von Naherfolgen ausrichten lassen und ist in seinen Gedanken von diesen Zielvereinbarungen gefesselt und blockiert (Satre sagt, dass Naherfolge durchaus auch in eine Fernkatastrophe führen können)

Über die Länge der Zeit sehe ich mich zunehmend in einer Organisation verstrickt, die mich weder mit göttlichen Maßstäben, noch mit Maßstäben göttlich inspirierten Charakters, sondern vermutlich eher nach rein verstandesmäßigen Richtlinien beurteilt. Mitglieder werden unter solchen Gesichtspunkten eher taxiert, gecheckt, sortiert und evtl. auch wieder aussortiert. Von Personalakten in Kenntnis gesetzte verbe(amt)ete Kirchenrepräsentanten mit Managerlaufbahn überprüfen Eignung und Verwendungsmöglichkeiten. Sind Mitglieder nicht mehr nützlich werden diese in irgendeiner Form degradiert.

In einer immer stärker zweckrationalisierten Kirche wird dieser Trend weiter zunehmen. Der Mensch und seine Seele wird umfunktioniert zum Objekt, zum Mittel und zum Zweck. Ist er erst einmal zum Ding, zum Material oder etwa gar zum Kritiker und Abweichler disqualifiziert steht automatisch auch nicht mehr eine unsterbliche Seele im Vordergrund, sondern die machtpolitische Frage nach deren Nützlichkeit bzw. deren Schädlichkeit. Unter konsequenter Missachtung göttlicher Gesetze tritt die Frage nach der persönlichen Kompatibilität und ob jederzeit auch ein problemloses “Up-date“:wink: möglich ist, in den Vordergrund und bestimmt je nach Ergebnis das Denken und Handeln der NaK-Führungskräfte.

Die von der NaK geschaffene Wirklichkeit und die koinzidenten NaK-Interpretationen zeigen, dass Mitgliedern kein authentisch christliches Bewusstsein und auch keine biblischen Grundrechte zugestanden werden, da sie ja den erklärten Willen des Stammapostels haben, der per NaK-Definition identisch ist, mit dem aktuellen Willen Gottes.

Derart allerbeste Verbindungen lassen speziell die na-Kirchenführung selbst über jeden Zweifel erhaben erscheinen. Fehler machen immer nur die anderen. Man kann ruhig die Möglichkeit eigener Fehler einräumen, aber es traut sich keiner genau hinzuschauen. Die nakinternen Urteile und Prioritäten, die aus einem solchen Sendungs- und Amtsbewusstsein resultieren, verraten indirekt die ellenbogenorientierte Einstellung zu Seelsorge, zu Mitgliedern, zu Andersgläubigen und letztendlich auch zu Gott.

Die Vorgehensweise der NaK gegenüber „Aussortierten“, Schwachen und solchen, bei denen ein „Up-date“ ;)nur mit großem Aufwand möglich ist, ermöglicht einen Einblick in die Gedanken und Motive, erklärt die Handlungen und zeigt Charakter und Schicksal solcher Art von Knechten (solche, die in der Kirche immer Recht behalten, das sie allein aus dem Ratschluss Gottes schöpfen), d.h. von einer speziellen Spezies von Richtern aus Gottes Gnaden.

Sehr zum Ärger vieler Konfessionstrategen greift das Nützlichkeitsprinzip jedoch nur bei Knechten und versagt bei Kindern. Jesus durchbrach mit seinem parteiisches Eintreten für die Schwachen, Frauen, Kinder und Kranke in geradezu häretischer Weise alle Kosten-Nutzen Rechnungen der von menschlichen Dogmen gelähmten damaligen und heutigen Ellenbogengesellschaften jedwelcher Coleur.

Was würde es mir also nützen, NaK-Knechten bedingungslos zu gehorchen, anstatt kindlich zu glauben und zu erkennen, dass wir heute nicht mehr unter dem Zuchtmeister des Gesetztes sind. Paulus sagt: „Denn ihr seid alle Gottes Kinder durch den Glauben an Christum Jesum. Denn wieviel euer auf Christum getauft sind, die haben Christum angezogen. Hier ist kein Jude noch Grieche, hier ist kein Knecht noch Freier, hier ist kein Mann noch Weib; denn ihr seid allzumal einer in Christo Jesu.“


Last but not least bewegt mich dieses Forum! :wink::wink:

Allein die vielen unterschiedlichen Beiträge, Nick’s und insbesondere die interssanten Signaturen lassen ahnen, was andere bewegt, was sie wünschen, was sie erwarten , was sie hoffen, was ihnen fehlt und vor allen Dingen, dass sie auch etwas bewegen wollen.

„Und sie bewegt sich doch!“

Glaube, Hoffnung, Liebe – Nur Mut und dabei vor allen Dingen nicht vergessen - shalom

Ps.: Angesichts der jüngsten na-amtlich verordneten Qualitätsoffensiven (Vision, Mission und neuhistorische Apostelgeschichtchen im geschärften Selbstbildnis) - die ganz schön Opfer (Gemeinden) kosten -, ist mir angesichts des labilen NaKi-Standpunktes gem. Februar-Schaukastenbild etwas klarer geworden wohin die Reise geht - sofern man das mitmacht…

tvmovie

#22 Beitrag von tvmovie » 21.02.2008, 21:00

Dieter hat geschrieben:Hallo zusammen,

ich möchte hier einen kurzen Satz einstellen, der meine Motivation beschreibt, Glaubensforum24 zu betreiben. Es ist dieser Satz:

Meine Motivation ist, eine Plattform zu bieten für den Austausch von Glaubensfragen. Diese sollten in dem Bewusstsein, daß keiner die Wahrheit hat, miteinander ausgetauscht werden können. So daß jeder dem Anderen eine Hilfe oder auch eine Anregung geben kann. Was ich vermeiden möchte, ist ein Abtriften in irgendeine Art von "Anti-XYZ-Forum".

Es würde mich freuen, von Euch möglichst viele Rückmeldungen zu erhalten, was Eure Motivation ist, hier zu schreiben. Diese braucht dann nicht diskutiert zu werden, sondern soll lediglich mitgeteilt werden. Sollten Fragen dazu sein, so kann dies dann auch im Hintergrund über PN laufen.
Dies kann dann auch dazu dienen, einander besser zu verstehen.

Liebe Grüße
Dieter
Meine Beweggründe waren klar gesteckt.
Ich wollte mit meinem Usernamen vom Gaildorfer-Bier und der Nachrede weg, dies wurde leider alsbald zerstört, daher ist meine anfängliche Motivation leider geschrumpft.
Daher lese ich lieber mehr mit, schriebe wenig und lasse mir so manchen Beitrag ins Gedächtnis fallen.
Die themenberührenden Beiträge hier nehme ich gerne mit und freue mich darüber.

tvmovie

Anne

#23 Beitrag von Anne » 22.02.2008, 20:57

shalom hat geschrieben:Werte Interessierte,

vor einiger Zeit brachte ich einmal meine Motivation in einem Glaubenskulturthread zur Papier. Er hieß 5 Minunten und war von einer gewissen Anne :wink: mit Bezug zum europäischen Neoapostolizismus eröffnet worden.
Die kenn´ ich. :wink:
In der Zurückschau darf ich feststellen, dass sich an meiner Motivation wenig geändert hat, mit Ausnahme des Forums wo dieser Ausdruck verliehen werden kann.
Ach shalom, wenn ich mir diese "Fünf Minuten" noch einmal durchlese, fällt mir wieder ein bzw. auf, wieviel Herzblut darin steckt(e). Und das...
Last but not least bewegt mich dieses Forum!

Allein die vielen unterschiedlichen Beiträge, Nick’s und insbesondere die interssanten Signaturen lassen ahnen, was andere bewegt, was sie wünschen, was sie erwarten , was sie hoffen, was ihnen fehlt und vor allen Dingen, dass sie auch etwas bewegen wollen.
... bewegt mich.

Und ich stelle fest, dass sich an meiner Motivation auch nicht viel geändert hat - im Gegenteil. So geht es sicher einigen Anderen auch, die dort geschrieben haben. Was sich aber geändert hat, sind die (äußeren) Bedingungen. Und das zum Teil sehr deutlich.

Nach viel mehr Worten ist mir heute Abend gar nicht zumute. Nun ja, ich bin ja auch ein Fan von sowas... :wink:

Deshalb einen herzlichen Gruß - insbesondere auch an Dieter: Manchmal finde ich es so viel besser, wenn nichts gesagt oder geschrieben wird ... auch das kann 'wert' und 'schätzend' sein. :wink:

Anne

filippo

#24 Beitrag von filippo » 22.02.2008, 23:39

Meine Motivation ... der Blick über den eigenen Tellerrand ...
losgelöst von konfessionellen Denksperren ...

die Vielfalt verschiedener Gedanken und Gedankenwege, die Vielfalt von Glaube oder Unglaube zu einem Thema nutzen, den eigenen geistigen Horizont zu erweitern ....

verschiedene Ansichten und Meinungen auch einfach mal so zum eigenem Reflektieren im Raum stehen zu lassen ...
ohne nach "richtig" oder "falsch" beurteilen oder fragen zu wollen ...

Meinungsaustausch im Forum als Möglichkeit zu Denkanstössen ...

Engelchen

#25 Beitrag von Engelchen » 23.02.2008, 08:10

filippo hat geschrieben:Meine Motivation ... der Blick über den eigenen Tellerrand ...
losgelöst von konfessionellen Denksperren ...

die Vielfalt verschiedener Gedanken und Gedankenwege, die Vielfalt von Glaube oder Unglaube zu einem Thema nutzen, den eigenen geistigen Horizont zu erweitern ....

verschiedene Ansichten und Meinungen auch einfach mal so zum eigenem Reflektieren im Raum stehen zu lassen ...
ohne nach "richtig" oder "falsch" beurteilen oder fragen zu wollen ...

Meinungsaustausch im Forum als Möglichkeit zu Denkanstössen ...

Danke dito
Engelchen

Katze

#26 Beitrag von Katze » 24.02.2008, 22:11

:wink:

shalom
Beiträge: 4295
Registriert: 11.12.2007, 16:41

Re: Motivation Glaubensforum24

#27 Beitrag von shalom » 25.11.2010, 20:56

[urlex=http://forum.glaubensforum24.de/viewtopic.php?f=6&t=762&p=35442#p35442][ = > Maximin in » Theologie » Ökumene » Ökumene ACK ][/urlex] hat geschrieben: :) Mein lieber Shalom,

mein vorangegangenes Lächeln galt dem Umstand, dass Du mir überhaupt geantwortet hast. Dankeschön dafür. Nun bin ich keiner, der solche wichtigen Beiträge mal eben überfliegt und dann überstürzt in die Tasten haut. Nee, so bin ich nicht und so will ich auch nicht werden. Ergo: Ich lese gründlich, versuche "dahinter zu fühlen" und dann sehen wir weiter. Ist das "ok" für Dich?
Brüderliche Grüße vom alten Maximin :wink:
Lieber Maximin,

ich bin heute noch mal abgetaucht in urglaubenskulturelle Forentiefen. Und ich bin fündig geworden. Meinen Beitrag auf gf24 hatte ich ursprünglich im alten gk Forum in dem thread: „Leben in der NaK / 5 Minuten“ einer gewissen „Anne“ eingestellt gehabt. Das war am 24.05.2004 gewesen! Dieser ursprüngliche Bereich war und ist nach der glaubenskommerziellen Neuausrichtung / Betreiberwechsel für mich nicht mehr einsehbar. Daher hatte ich mich auf gf24 zu einer Neuauflage entschlossen (» Sonstiges » Smalltalk » Motivation Glaubensforum24) .

Weitersehend :wink: - shalom

Maximin

Re: Motivation Glaubensforum24

#28 Beitrag von Maximin » 26.11.2010, 17:59

:) Mein lieber Shalom,
inzwischen habe ich Deine "Motivationsbeschreibung" zwar sorgfältig gelesen, aber noch nicht so ganz "verdaut". Schlimm...? Einige von denen, Dir Dir damals antworteten, die schweigen inzwischen oder sind abgebogen, andere Wege gegangen. Ich werde nicht schweigen und Dich noch ein ganzes Stück Wegs begleiten - falls Du das willst und es ertragen kannst. Übrigens haben mich Deine letzten Gedichte dazu ermutigt.

Nun bitte ich Dich aber noch um wenige Zeit und Geduld. Nur mal so viel vorab: Da ist nach langen gemeinsamen Jahren eine Verbindung gescheitert. Eine auf´s ganze Leben erhoffte Ehe zerbrochen. Er findet ihren Abaschiedsbrief und liest folgendes: "Du hast mich nie wirklich geliebt. Du hast nur den Gedanken geliebt mich zu lieben."

Da ist nichts mehr zu kitten. Aus und vorbei! Wie wird der verlassene Ehepartner damit fertig werden? Wird er es schaffen eine Entscheidung zu akzeptieren und loszulassen zu können? Oder wird er sich, noch taumelnd, rasch in ungewisse neue Verbindungen einlassen oder in Erinnerungen gefangen bleiben...?

Ich weiß, solche Überlegungen könnten Dich und andere hier irritieren, vielleicht sogar ärgern. Und was hat dieses Beispiel schließlich mit Religionszugehörigkeiten, mit Kirchebetrieben oder gar mit einer langen Bindung an die Neuapostolische Kirche zu tun?

Mir kommt es auf die o. a. Fragestellung an: "Du hast mich nie wirklich geliebt. Du hast nur den Gedanken geliebt mich zu lieben." Dazu später gerne mehr...!

Brüderliche Grüße vom alten Maximin :wink:

shalom
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Registriert: 11.12.2007, 16:41

Re: Motivation Glaubensforum24

#29 Beitrag von shalom » 13.12.2010, 12:51

Lieber Maximin,

ich bin mittlerweile doch etwas verunsichert, ob noch etwas kommt? :wink:

Liebe Grüße und shalom

Maximin

Re: Motivation Glaubensforum24

#30 Beitrag von Maximin » 13.12.2010, 15:12

:) Mein lieber Shalom,
mit Deiner überarbeiteten „5-Minuten-Denkschrift“ vom 21.02.2008 habe ich mich, zugegebenermaßen, etwas länger beschäftigt. Weißt Du ich bin keiner, der, wie vor 150 Jahren im „wilden Westen“, mal schnell aus der Hüfte schießt, wenn ihm etwas „stinkt“ oder er etwa meint, Rechtlosigkeit durch Selbstjustiz zu beheben. Außerdem bin ich Pazifist und habe nix mit Schusswaffen am Hut. Wobei ja noch offen bleibt, ob Worte, Vorwürfe oder gar Anklagen (in Neudeutsch "Mobbing") nicht denselben Effekt haben können wie eine russische Kalaschnikow.

Bevor ich nun einige wenige Punkte aus Deiner Denkschrift herausgreife, möchte ich etwas vorausschicken:

Du dominierst das Glaubensforum 24 mit permanenten Berichten über das Geschehen in der NAK. Viele hier finden Deine Beiträge lesenswert oder sogar amüsant. Ich nicht. Warum nicht? Na weil ich die NAK überwunden habe. Wie steht´s damit übrigens bei Dir...?

Nun aber meine Antwortversuche zu einigen von Dir aufgeworfenen Fragen und Wünschen in Richtung NAK.

Punkt 1.: „Was darf ich als Laie nakintern überhaupt bewegen?“
Meine Antwort: Nach meiner über 50jährigen Zugehörigkeit etwas mehr als gar nichts.
Punkt 2.: „Mich bewegt die mir zugewiesene NaK-Identität, deren Profil sich von mir weder mit überlieferter Jesu- und Urapostellehre, noch mit Ökumene in Einklang bringen lässt.“
Meine Antwort: Wenn Du das wirklich so siehst, dann solltest Du eine persönliche und konsequente Entscheidung über eine weitere Mitgliedschaft in dieser Kirche treffen.
Punkt 3.: „Ich warte auf eine integere Informationskultur für alle NaK-Mitglieder.“
Meine Antwort: Ich fürchte, dass sich nicht nur die NAK bei umfassenden Informationen über gewisse interne Angelegenheiten bedenkt hält und sie sich auch weiterhin bedeckt halten will und das vielleicht sogar muss (z. B. Herrschaftswissen, Betriebsgeheimnisse usw.).

Punkt 4.: „Als NaK-Mitglied erwarte ich umfassende Rechenschaft.“
Meine Antwort: Die Rechtskonstruktion der NAK sieht das so, aus welchen Gründen auch immer, nicht vor. Die NAK-Mitglieder erhalten, erst seit wenigen Jahren, in der UF einen sehr allgemeinen Jahresüberblick über die jeweiligen Geschäftsentwicklungen (Einnahmen, Ausgaben, usw.). Mehr Scheint von keiner Seite gewollt.
Punkt 5.: „Mir fehlen zig Antworten auf meine NAK-Segenslinienbriefe.“
Meine Antwort: Shalom, ich traf in meinem gerade begonnenen Berufsleben auf einen klugen Chef. Er brachte mir bei, dass kein „Entscheider" mehr als eine Seite liest. Nach meinen Erfahrungen verfährt die NAK in dieser Hinsicht ebenso restriktiv und unklug wie die meisten Wirtschaftsunternehmen oder auch Behörden: Knappe Empfangsbestätigung (höflich gehaltener Zwischenbescheid) und wenn´s denen zu sehr unter die Weste geht, dann kommt nix mehr und Presseanfragen landen im „Aus“ – Punkt.

Fazit: Mir bleibt weiterhin unklar, was Dich, nach so langen Jahren, immer noch bewegt, gewisse Entwicklungen und Zustände in der NAK im Glaubensforum 24 darzustellen, ja genau besehen, anzuprangern.

Dieser Kirchenbetrieb bewegt sich nicht. Nicht einen Millimeter. Besser als August Prolle es im CID in Bild und Wort beschrieben hat, vermag ich es auch nicht darzustellen. Obwohl: Auf diesem Bild steht doch nicht das einzelne ratlose Gemeindemitglied. Wer aber stattdessen...?

Doch der, der in diesem „Laden“ den Hut auf hat. Wo aber sind diejenigen, die angeblich unverbrüchlich hinter diesem furchtbar alleingelassenen „Führer“ dicht hinter ihm stehen? Nebel am Cap der guten Hoffnung… (siehe oben)!

Übrigens hatte ich unlängst angefragt, wer „diese“ Kirche wirklich regiert. Mir zugegangene Rückantworten verliefen leider auch, mangels Masse, reichlich dünn aus...! :roll:

Liebe Grüße vom alten Maximin :wink:

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