SEELSORGER “ BERUF - BERUFUNG - ODER BEIDES...?

Für Zweifler und andere gute Christen
Nachricht
Autor
Lobo

#51 Beitrag von Lobo » 20.03.2008, 17:42

Ich bin`s hat geschrieben:...Ich denke, man könnte Bücher darüber füllen, was einen Seelsorger wirklich ausmacht...
Kein Buch, aber eine sehr informative Betrachtung zum Thema Seelsorge gibt eshier.
6.2. Worin besteht seelsorgerliche Kompetenz?

...Auch wenn alle Seelsorge treiben dürften, sind doch nicht alle dazu ausgerüstet. Das hängt einmal mit Begabungen und Gelerntem zusammen, hat aber auch zu tun mit Alter und Lebenserfahrung...
Gruß
Lobo

Benutzeravatar
Ich bin`s
Beiträge: 9
Registriert: 01.12.2007, 15:55

#52 Beitrag von Ich bin`s » 21.03.2008, 13:42

@ Lobo

Danke für den wirklich informativen Link. Ich habe mir den Artikel durchgelesen und finde mich mit meinen Gedanken und auch vorgenannten Ausführungen in meinem obigen Beitrag durchaus darin wieder.

Der Artikel ist knapp aber aussagekräftig und hinreichend konkret. Ein Punkt ist mir besonders aufgefallen, der oft (in der NAK) anders gehandhabt wird - wenn auch aus verständlichen Gründen. Zitat: "Die wichtigste Methode in der Seelsorge ist das Gespräch zu zweit." Ich sehe das bei den wirklich tiefgreifenden Gesprächen in vielen Fällen (natürlich auf eigenen Wunsch meines Gegenübers) als äußerst wesentlich an. Mein Gegenüber öffnet sich einem weitestgehend "ebenbürtigem" Gesprächspartner viel eher, als einer vermeintlichen Übermacht kirchlicher "Kompetenz".

Ich bin`s

Maximin

BEISTAND LEISTEN...!

#53 Beitrag von Maximin » 24.04.2008, 07:41

:) Lieben Freunde,
der heilige Apostel Paulus schreibt: Ist jemand ein Amt gegeben, so diene er. Ist jemand Lehre gegeben, so lehre er. Ist jemand Ermahnung gegeben, so ermahne er. Gibt jemand, so gebe er mit lauterem Sinn. Steht jemand der Gemeinde vor, so sei er sorgfältig. Übt jemand Barmherzigkeit, so tue er's gern.( vgl. Römer 12, 7+8 )

Nun kann es geschehen, dass jemand bei diesem Tun, bewußt oder unbewußt, seine Leistungsgrenzen überschreitet. Dazu fand ich im NIKODEMUSNET einen sehr vernünftigen Beitrag. Anbei einige Auszüge.

Liebe Grüße von Eurem Micha :wink:


DEINE PROBLEME – MEINE PROBLEME

Es ist hilfreich, wenn man sich damit auseinandersetzt, wie man anderen Menschen in ihren Sorgen und Nöten beistehen kann. Wie man dann mit einer Situation umgeht, in der ein anderer Hilfe braucht, dafür gibt es unterschiedliche Wege. Allen gemeinsam ist aber, dass ich mich auf den hilfesuchenden Menschen einlassen muss. Anders geht es nicht.
[...]
Wenn jemand mit seinen Sorgen und Problemen zu einem Freund oder einem vertrauten Familienmitglied kommt, dann erwartet er in der Regel keine professionelle Beratung. Meistens wünscht er sich jemanden, der zuhört, der das Leid oder die Sorgen mitträgt, vielleicht auch mittrauert und einfach für ihn da ist. Hier kann ich meine Gefühle mitteilen, darf mitweinen, mich bei schönen Sachen mitfreuen,… Dem Betroffenen kann es schon viel helfen, wenn er einfach weiß: Ich bin nicht allein.
[...]
Abschließend ist zu sagen, dass Gefühle gut sind und das Leben erst lebendig machen. Gespräche ohne Emotionen sind fade und bringen meistens nicht weiter. Und das gilt auch bei seelsorgerlichen Gesprächen jeder Art. Damit ich aber von diesen Gefühlen nicht überfordert werde, ist es wichtig, dass ich sie nicht verdränge, sondern lerne, mit ihnen umzugehen. Denn dann haben nicht sie die Kontrolle über mich, sondern ich kann sie lenken und steuern.

Außerdem darf ich als Laie wissen, dass ich in den meisten Fällen nicht die fachliche Leistung eines Seelsorgers erbringen kann und auch nicht erbringen muss. Das befreit von dem Druck, alles richtig machen zu müssen. In vielen Fällen hilft es schon, wenn ich da bin, zuhöre und Trost oder Mut zuspreche.

Quelle: http://www.nikodemus.net/2227?page=-2

Zurück zu „Glaubensfragen“