SEELSORGER “ BERUF - BERUFUNG - ODER BEIDES...?

Für Zweifler und andere gute Christen
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Hannes

#11 Beitrag von Hannes » 25.01.2008, 08:43

Engelchen hat geschrieben: Gut. Dann will ich es ganz kurz machen.
Es gibt gute und schlechte Seelsorger. Männlein wie Weiblein.

Es gibt Menschen die das können und solche die es nicht können.
Ist das schlimm?
Gut. Engelchen. Ist ja schon gut! Kurz und gut! :wink:

Wie hat eigentlich "Deine" Kirchenleitung auf diese Deine Aussagen/Fragen reagiert?
Besonders auf die "Männlein wie Weiblein"?

Hannes

Engelchen

#12 Beitrag von Engelchen » 25.01.2008, 08:55

Hannes hat geschrieben:
Engelchen hat geschrieben: Gut. Dann will ich es ganz kurz machen.
Es gibt gute und schlechte Seelsorger. Männlein wie Weiblein.

Es gibt Menschen die das können und solche die es nicht können.
Ist das schlimm?
Gut. Engelchen. Ist ja schon gut! Kurz und gut! :wink:

Wie hat eigentlich "Deine" Kirchenleitung auf diese Deine Aussagen/Fragen reagiert?
Besonders auf die "Männlein wie Weiblein"?

Hannes

Mein Priester ist mit mir in diesem Punkt einer Meinung. 8)

Maximin

GEEIGNETES PERSONAL...

#13 Beitrag von Maximin » 25.01.2008, 09:25

:) Grüß Dich Katze,
Du hast so schön geschrieben: „Meine persönliche Meinung dazu ist, ein Seelsorger/in sollte für Gefühle Verständnis haben und sollte Gefühle verstehen können. Noch mehr... man muss sich in den einzelnen Menschen hineinfühlen können. Das erfordert gutes Zuhören können und viel Sensibilität. Außerdem, gehört viel Toleranz und Menschenliebe, ohne Ansehen der Person, dazu.“

Nun frage ich mal: Kann man das alles erlernen? Und wenn das alles erlernbar ist, wo kann man das erlernen? Wer bringt es einem bei?

Es ist schon so wie Du ja auch geschrieben hast, dass es kaum ein Gebiet gibt, in dem mit Seelsorge viel Gutes bewirkt werden kann. Aber die andere Seite, die gibt es eben leider auch. Und weil es diese dunkle Seite auch gibt, deshalb gibt es leider auch deren Ergebnisse: Enttäuschung, Traurigkeit, Ärger, Wut und sogar Hass.

Wenn beispielsweise eine Arztpraxis lausig geführt wird, dann bleiben halt die Patienten aus. Wenn eine Kirche....! Man kann den Leuten nicht damit in den Ohren liegen, dass sie regelmäßig die Gottesdienste besuchen sollen, man muss ihnen auch etwas zu bieten haben, und dazu zähle ich in erster Linie geeignetes Personal.

Wenn in einer Kirche aber statt solcher Seelsorger, wie Du sie beschrieben hast und wie sie zweifellos auch dringend nötig sind, vorzugsweise funktionierende Kirchenbeamte herangezüchtet werden, dann wird es wohl kaum Wohlfühlgemeinden geben.

Lieben Gruß vom Micha :wink:

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tosamasi
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#14 Beitrag von tosamasi » 25.01.2008, 10:16

Wenn ich eure Beiträge so lese, muss ich mich ernsthaft fragen, ob ich je einen Seelsorger kennen gelernt habe, der nicht auf einen Fromme-Sprüche-Klopfer reduziert war.
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

Katze

#15 Beitrag von Katze » 25.01.2008, 11:20

Lieber Maximin,
leider kann ich dir nur kurz antworten, denn ich sollte eigentlich schon weg sein... :wink:
Ich weiß nicht ob man " gute Seelsorge" erlernen kann, oder ob es eine Gabe ist die nicht alle Menschen haben.
Das Theologische, die Bibelkenntnis z.B, kann man studieren und Psychologie auch... Nur, hat dies allumfassend mit echter "guter Seelsorge" zu tun?

Wenn ich z.B an das Mittelalter denke... die Hexenverbrennungen... hatten etwas mit sehr schlechter Seelsorge zu tun. Oder, wenn junge Menschen sich und andere töten aus religiösem Fanatismus, dann hat dies auch mit sehr schlechter Seelsorge zu tun...
Und wenn Menschen sich in der Kirche nicht wohlfühlen, dann ist die Seelsorge vielleicht dort auch nicht optimal.

lg Katze
Zuletzt geändert von Katze am 09.02.2009, 21:24, insgesamt 1-mal geändert.

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#16 Beitrag von tosamasi » 25.01.2008, 11:39

Wenn ich z.B an das Mittelalter denke... die Hexenverbrennungen... hatten etwas mit sehr schlechter Seelsorge zu tun. Oder, wenn junge Menschen sich und andere töten aus religiösem Fanatismus, dann hat dies auch mit sehr schlechter Seelsorge zu tun...
Das, Katze, denke ich, hatte nichts mit guter oder schlechter Seelsorge zu tun. Das war Aberglaube und Hysterie mit zeitweise sogar juristischer Strafverfolgung.
Hier nachzulesen
Im Grunde frage ich mich, was der Begriff Seelsorge praktisch bedeutet. Was betreut der Psychiater, Psychologe etc.?
Sind es Glaubensgespräche?
Gutes Zureden, in den Arm nehmen von Partner und Freunden?
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

filippo

#17 Beitrag von filippo » 25.01.2008, 11:54

Hallo Katze,

nun, es gibt schon ein gewisses "Ausbildungsprogramm" wo man einiges "lernt". Unser junger Diakon macht z.B. derzeit diverse Praktika in verschiedenen Bereichen der Seelsorge, wie z.B. Krankenhausseelsorge, Gefängnisseelsorge, Kinder- und Jugendseelsorge etc..
Daneben gibt es natürlich auch theoretische Ausbildungsfelder, wie z.B. Pastoralpsychologie.
Nach der Priesterweihe wird er jeweils 2 Jahre an zwei Stellen seine Vikarzeit haben, wo er erste Erfahrung in der Gemeindeseelsorge als Priester sammeln wird und den dortigen Pfarrer unterstützt.
Und ich finde Erfahrung da ein passendes Wort, denn Seelsorge ist ja immer auch etwas sehr individuelles und immer wieder neu und verschieden.

Maximin

FRAGEN AN DIE SEELSORGER...

#18 Beitrag von Maximin » 25.01.2008, 12:23

„Wenn ich eure Beiträge so lese, muss ich mich ernsthaft fragen, ob ich je einen Seelsorger kennen gelernt habe, der nicht auf einen Fromme-Sprüche-Klopfer reduziert war.“

Tosamasi, das ist ein Satz, der tief unter die haut geht. Mir jedenfalls...
Micha grüßt + + +

Lobo

#19 Beitrag von Lobo » 25.01.2008, 14:01

tosamasi hat geschrieben: ...der nicht auf einen Fromme-Sprüche-Klopfer reduziert war...
Unabdingbar gehört zur Seelsorge auch der sensible Umgang mit Glaubensdogmen.

Gruß
Lobo

Maximin

ERWARTUNGEN AN SEELSORGER...

#20 Beitrag von Maximin » 25.01.2008, 14:19

:) Hallo Lobo,
Du schreibst: Unabdingbar gehört zur Seelsorge auch der sensible Umgang mit Glaubensdogmen. Könntest Du diese speziellen Erwartungen an Seelsorger etwas genauer beschreiben?
Micha grüßt :wink:

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