NAK und die Ökumene

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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42

#11 Beitrag von 42 » 21.01.2008, 19:02

solang das Apostelamt als Nadelöhr zum Heil in der Jetztzeit für alle Christen gesehen wird und nicht als das Amt, das innerhalb der NAK als der Heilzugang ist, sehe ich hier kaum einen gangbaren Weg.
Wie sagte doch ein BezAeltester zu mir dieser Tage? "Da hat sich doch eigentlich gar nichts geaendert!" (und bezog sich auf die Aussagen des "Selbstbildnisses").

Somit bleibt wieder einmal alles gut.

uhu-uli

#12 Beitrag von uhu-uli » 21.01.2008, 19:26

8)
Zuletzt geändert von uhu-uli am 12.10.2009, 15:04, insgesamt 1-mal geändert.

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tosamasi
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#13 Beitrag von tosamasi » 21.01.2008, 19:51

Das ist doch eigentlich spannend ... Da kann in einer anderen Kirche ein Sakrament vollwertig empfangen werden und gleichzeitig ein anderes, das Heilige Abendmahl, nicht.
Ja uli, das bleibt wahrscheinlich auch spannend, und vor allem unverständlich, da ich nicht denke, dass es in absehbarer Zeit eine offizielle Erklärung dazu geben wird.
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

Lobo

#14 Beitrag von Lobo » 22.01.2008, 09:08

uhu-uli hat geschrieben:Lieber Lobo,

die Frage wäre doch wohl an jene zu richten, die das Profil vom 4.12. verabschiedet haben.

Ich möchte mit meinem Beitrag den Blick darauf lenken,
dass es in der kleine NAK-Welt einen Bezirk gibt, der eine Vision hat.
Selbst in diesen schwierigen Tagen der Vergangenheitsbewältigung,
soll trotzdem - oder gerade darum - die Beziehung zur VAG ausgebaut werden.
Was das konkret bedeutet, wird man dann noch sehen.


Als Amtsträger kannst du, wenn du loyal bist, ja nur innerhalb der gesteckten Parameter agieren
und selbst Volker Kühnle wäre in seinen Ökumenegesprächen, an diese neuen "Leitlinien" gebunden, oder?

Es geht aber auch um jeden Einzelen, dem ja dieses Selbstbild
helfen soll, seinen Glauben in kurzen Worten zu erklären.


Natürlich haben einige (viele?) Amtsträger Probleme im Abgleich mit dem Selbstbild der Kirche.
Loyal zu sein, gleichzeitig aber individuell und weise zu handeln, schließen sich nicht unbedingt aus.
Einfach kann ja schließlich jeder. :)


Würdest du mir also sagen, sie gehen in der ev. Kirche zwar zum Abendmahl aber, das ist nicht vollgültig vor Gott?

Warum sollte ich dir das sagen? So etwas wäre anmaßend und menschenverachtend.
BezAp Engelauf sagte einmal: Gott ist kein Deutscher. Ich möchte hinzufügen: Gott ist auch nicht neuapostolisch.


Alles Liebe
Deine Uli
Gruß
Lobo

organa

#15 Beitrag von organa » 22.01.2008, 13:49

Liebe uhu-uli,
uhu-uli hat geschrieben: Ein Sakrament das in einer anderen Kirche im trinitatischen Sinne vollzogen wurde, die Heilige Wassertaufe, wurde nun als vollwertig bzw gleichwertig eingestuft.
ich möchte kurz einhaken: Ist das so? Hat die Taufe der "anderen" tatsächlich nun den gleichen "Wert", die gleiche "Bedeutung" wie die neuapostolische Taufe?

Meines Wissens heißt es nach neuap. Verständnis nach wie vor, daß die Taufe "ein erstes Näheverhältnis zu Gott" bewirkt. Ein Glied am Leib Christi wird somit aber erst der Mensch, der sich versiegeln lässt - dies findet bei den "anderen" nach wie vor bereits in der Taufe statt.

Ganz genau genommen liesse sich doch sagen, daß die NAK so zwar die Taufe der anderen "irgendwie anerkennt", nicht aber das damit verbundene "Christsein" mit allen dazugehörigen "Rechten". Und dann können wir definitiv NICHT von "Vollwertigkeit" bzw. "Gleichwertigkeit" sprechen.

Ähnliches wurde ja bereits beim Hl. Geist praktiziert.

herzlich grüßt
organa

uhu-uli

#16 Beitrag von uhu-uli » 22.01.2008, 14:48

8)
Zuletzt geändert von uhu-uli am 12.10.2009, 15:05, insgesamt 1-mal geändert.

42

#17 Beitrag von 42 » 22.01.2008, 14:50

Organa, musst Du auch immer das Kleingedruckte auch noch lesen?!

Ich erwarte von einem neuen Katechismus insbesondere, dass andere getaufte Christen, die NAKI auch als solche ausdrücklich bestätigt, gemäß dem allgemeinen Verständnis der Christenheit auch Glieder am Leib Christi und unsere Brüder und Schwestern sind. Wenn wir vom "Kleingedruckten" reden: ich empfinde es als "unerwartet", wenn man seit Uster ausdrücklich davon spricht, dass sie als Christen anerkannt werden, ihnen aber an anderer Stelle das Christsein in dieser Hinsicht wieder abspricht. Das trägt nicht zum gegenseitigen Vertrauen bei.
Uhu-Uli: Lieber 42,

nun ganz hat er damit vielleicht nicht Recht.
Nein, und ich hatte den Eindruck, er wollte das dann auch nicht mehr so aufrecht erhalten :twisted:

organa

#18 Beitrag von organa » 23.01.2008, 12:59

Liebe Uli,
uhu-uli hat geschrieben:Dann müßte man sogar zu dem Ergebnis kommen, dem NAK-Getauften fehlt etwas, das er nach NAK-Verständnis erst in der Versiegelung empfängt.
danke, daß Du den Ball auffängst - ich scheue mich nämlich ein wenig, als Nicht-Neuapostolische solche massiven Schlüsse zu ziehen. Das bewirkt manchmal durchaus Verärgerung, wie ich schon feststellen konnte.... :wink:

Dem/der NAK-Getauften fehlt in der Tat - theologisch - eine ganze Menge.
Seine/ihre Kirche zieht es vor, die Gläubigen erst durch die Versiegelung zu Gliedern am Leib Christi werden zu lassen - im Gegensatz zu den meisten anderen Kirchen.

Der Grund dürfte auf der Hand liegen: Würde die Taufe allein ausreichen, liesse sich das Heil in/durch Christus auch ohne NAK "erreichen". Sie wäre - schwupps! - nicht mehr die allein seligmachende und heilsnotwendige Kirche.

Und deshalb gibt es in der NAK sowohl Spirit- als auch Baptism-Splitting.

Somit positioniert sich die NAK jedoch in eine Lage, die es den "anderen" fast unmöglich macht, Gespräche auf "Augenhöhe" zu führen.
Abgesehen von Herrn Dr. Fincke natürlich, der in seinem überfreundlichen Wohlwollen leider so begierig auf scheinbare Annährungen und Öffnungen war, daß er das "Kleingedruckte" überlas (Gruß an 42)....

liebe Grüße
organa

organa

#19 Beitrag von organa » 23.01.2008, 13:13

Nachtrag:
organa hat geschrieben: Dem/der NAK-Getauften fehlt in der Tat - theologisch - eine ganze Menge.
Seine/ihre Kirche zieht es vor, die Gläubigen erst durch die Versiegelung zu Gliedern am Leib Christi werden zu lassen - im Gegensatz zu den meisten anderen Kirchen.
Wenn ich es bedenke -
hat man in der NAK eigentlich mal darüber nachgedacht, daß laut neuap. Tauf- und Versiegelungsverständnis alle Nicht-Versiegelten strenggenommen gar keine Christen sind?

Oder habe ich etwas übersehen?

Dieter

#20 Beitrag von Dieter » 23.01.2008, 13:16

organa,

ich glaube nicht dass du etwas übersehen hast. Wohl aber, dass die NAK hier einiges übersieht.

Dieter

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