Das Wort zum Monat

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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enanito

Das Wort zum Monat

#1 Beitrag von enanito » 11.01.2008, 21:25

moin@all,

zufällig viel mir gerade das aktuelle Wort zum Monat auf der NAKI Hompage in die Finger.

Zitat:
...
Kürzlich wurde ich auf das Wort in Hebräer 3,6 aufmerksam: „Christus aber war treu als Sohn über Gottes
Haus. Sein Haus sind wir, wenn wir das Vertrauen und den Ruhm der Hoffnung festhalten.“

Sein Haus – das ist seine Gemeinde. Kennzeichen der Gemeinde des Herrn sind also das Vertrauen und die
Hoffnung – die Hoffnung auf die Erfüllung der göttlichen Verheißungen. Dazu gibt es keine wirkliche Alternative.
...

Zitat Ende


Ich glaube ich kann mir denken wen Wilhelm Leber mit seine Gemeinde meint.
Vieleicht liegt das ja an meinem Blick. Aber obwohl ich versuche sachlich und weitesgehend wertfrei wahrzunehmen seh ich momentan an allen Ecken und Enden immer mehr Exklusivitätsbekundungen.

Was meint Ihr. Da ist doch jetzt ganz klar eine Kurs eingeschlagen worden oder?!
Zumindest hat dann der Eiertanz in Zürich ein Ende und man weiss wo dran man ist.

liebe Grüße
Carsten

Maximin

HASSEN - LIEBEN- ENTTÄUSCHT WERDEN...

#2 Beitrag von Maximin » 13.01.2008, 19:31

:) Mein lieber Shalom,
ich habe in Berlin wütend erleben müssen, wie im August 1961 eine Mauer errichtet wurde, die mir die Begegnung mit meiner ersten Liebe unmöglich machte. Da habe ich gehasst, weil ich meine Liebe nicht erleben durfte.

Als Gorbatschow stillschweigend duldete, dass diese unsägliche Mauer wieder eingerissen wird, da habe ich geliebt. Wen denn? Na besonders die Menschen, die so lange hinter der Mauer, dem eisernen Vorhang, leben mussten und ich bin dann als neuapostolischer Missionar nach Rußland gefahren...

Als ich aber mitbekam, dass neuapostolische Verantwortliche den Russen empfahlen ihre Ikonen gegen Fotos des Stammapostels und des gerade amtierenden Bezirksapostels auszutauschen, da lief mir die Galle über. Warum? Nicht so sehr wegen der o.a. unerträglichen Empfehlung, auch schon, aber mehr noch, weil die Russen dieser Empfehlung widerstandslos Folge geleistet haben. Noch Fragen...?

Ein brüderliches Shalom vom Micha :wink:

Lobo

#3 Beitrag von Lobo » 03.02.2008, 19:13

Februar 2008
...Man muss auf dieselbe Ebene kommen wie dieses „verlorene Schaf“, dorthin, wo derjenige sich befindet, den man ansprechen möchte. Eine Gemeinde, die das tut, die sich besonders um jene kümmert, die am Rande stehen, die sich abgesondert haben, ist eine starke Gemeinde! Darin liegt ein besonderer Segen...
Wie sooft eine diffuse Aussage. Welcher Maßstab gilt? Wer prüft das Ergebnis?
Die Amtsträger in den Gemeinden bestimmt nicht.
Das ist halt der Unterschied zwischen Theorie(Altar/Kirche) und Praxis(Leben).
Wo sind die starken Gemeinden?

Gruß
Lobo

Lobo

#4 Beitrag von Lobo » 01.04.2008, 17:46

April 2008
...Wir sagen „Ja“ zur Theologie, wenn es darum geht, biblische Hintergründe zu erhellen und lehrmäßige Aussagen zu schärfen...

...Aber man muss auch ganz klar eine Grenze ziehen...

...Noch eine Grenze wird für uns sichtbar...

...dass es aber nötig ist, die Grenzen theologischen Nachdenkens zu erkennen...
Ganz schön scharf !, die Grenzen. :cry:

autor

#5 Beitrag von autor » 01.04.2008, 18:16

„Die Grenzen des Nachdenkens erkennen ...“

Ach was. Zeichnen sich schon erkenntnistheoretische Stellungnahmen aus Zürich ab? :lol:

Meine Empfehlung an die Projektgruppe „Grenzen des Denkens“: Bevor man Grenzen des Nachdenkens propagiert sollte man es erst einmal mit dem Denken versucht haben. Sie müssen auch gar nicht von vorn anfangen. Der eine oder andere hat sich dazu schon einmal Gedanken gemacht. Kurzer Einstieg:klick


a.

Dieter

#6 Beitrag von Dieter » 01.04.2008, 18:24

Das Wort zum Monat April könnte man eigentlich auch in der Rubrik "Aprilscherze - verunglückte" ablegen.

Wir befassen uns da mit Theologie, wo es unsere Lehre stützt. Wir lehnen sie dort strikt ab, wo sie unserer Lehre widersprechen könnte. Und außerdem sagte es ja auch schon der alte Gottesmann: "Gift probiert man nicht."

42

#7 Beitrag von 42 » 01.04.2008, 18:54

Der "liebe Protestant" hat im selben Sinn geschrieben:
ich frage mich, wie ich die Aussage bewerten soll, dass, sinngemäß, Theologie oft konfessionell gefärbt ist und "für uns" dann nicht taugt, wenn sie gegen die neuapostolische Lehre gerichtet sein könnte?

Diese Aussage hat echten "Soap-Charakter". Wäre dann nicht logischerweise "Theologie auf neuapostolischer Lehrbasis" nicht auch konfessionell gefärbt? Oder wähnt man sich wieder einmal mitten im Zentrum göttlicher Offenbarungen und das Zentrum dieses "Glaubens- und Lehrtornados" stabil und unverrückbar in Zürich angesiedelt?
Aus dem gk-Forum

Hannes

#8 Beitrag von Hannes » 02.04.2008, 07:59

Die April-Erkenntnisse des Wilhelm Leber sind, wie soll ich sagen, ganz o.k.! Sehr allgemein und wohl bewusst auf einem Niveau gehalten, damit die Basis nicht erschreckt wird und irgendwie noch mitkommt. Das ist, vom Selbstverständnis dieser Kirche her betrachtet, legitim und nachvollziehbar!

Löst man aber diesen Text aus dem NAK-Kontext, dann kann man sich schon wundern und auch erschrecken über das Niveau dieser Abhandlung - jeder angehende Theologiestudent hätte wohl diese Frage irgendwie präziser und differenzierter beantwortet. Aber vielleicht war das ja garnicht beabsichtigt!?

Und vielleicht kommt da ja noch eine Schärfung ums Eck - die Wege des Herrn sind ja bekanntlich ...

LG
Hannes

organa

#9 Beitrag von organa » 02.04.2008, 12:24

Stap. Leber hat geschrieben: Theologie ist von der Wortbedeutung her die „Lehre von Gott“. Theologie, die sich als Wissenschaft versteht, hat sich allein innerhalb des Christentums entwickelt.
Diese Aussage ist nun wirklich kühn bzw. klingt doch ein wenig nach orthodoxer Froschperspektive.

Herr Leber möge sich in Vorlesungsverzeichnissen diverser Universitäten umschauen - da wimmelt es nur so von Lehrstühlen für islamische Theologie und Wissenschaften.

shalom
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#10 Beitrag von shalom » 02.04.2008, 16:08

[->Dietrich Bonhoeffer] hat geschrieben: Wird heute die Aufspaltung zwischen persönlicher Frömmigkeit, gemeindlichem Leben und universitärer Theologie beklagt, so kann der Ansatz Bonhoeffers hilfreich sein, diese Aufspaltung zu überwinden. Denn Bonhoeffer verbindet Lehre und Leben; Denken, Reden und Tun. Theologie verliert dann ihre scheinbare Objektivität der normativen Sätze und gewinnt eine lebendige Subjektivität, die sich dann durchaus kontroverser Diskussion aussetzt. Glauben gewinnt dann aber auch an Glaubwürdigkeit. Das Problem „erfahrungslosen Redens von fremden Erfahrungen“ (Eugen Drewermann), das Mitteilen und Reden über etwas statt des Redens von sich und des Sich-Einbringens kann so überwunden werden.

Möglich ist es allerdings nur bei strenger Konzentration auf die Mitte Jesus Christus, die dann zur Auseinandersetzung mit der Peripherie ermutigt und befähigt.
:wink: und shalom

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