Von Athene bis Zeus und mehr...

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Lobo

Von Athene bis Zeus und mehr...

#1 Beitrag von Lobo » 11.01.2008, 16:16

Was ist Theologie?

http://www.nak-re.de/2167.0.html?&tx_tt ... bb77a42200

Gute Frage!

Gruß
Lobo

werwolf

Theologie

#2 Beitrag von werwolf » 11.01.2008, 19:25

Philosophie ist, wenn einer in einem dunklen Raum, mit verbundenen Augen, eine schwarze Katze sucht.

Mystik ist, wenn einer in einem dunklen Raum, mit verbundenen Augen, eine schwarze Katze sucht, die garnicht da ist.

Theologie ist, wenn einer in einem dunklen Raum, mit verbundenen Augen, eine schwarze Katze sucht, die garnicht da ist und plötzlich ruft, ich habe sie.

LG
werwolf

steppenwolf

#3 Beitrag von steppenwolf » 11.01.2008, 19:39

:wink:
Zuletzt geändert von steppenwolf am 02.05.2008, 12:41, insgesamt 1-mal geändert.

Lobo

#4 Beitrag von Lobo » 15.01.2008, 17:46

Gibt es (schon) eine "Neuapostolische Theologie"?

Bitte nicht den thread zerschießen. :wink:

Gruß
Lobo

autor

#5 Beitrag von autor » 15.01.2008, 18:06

Der Herr Kant meinte einmal:

„Der alte Lampe muss einen Gott haben, sonst kann der arme Mensch nicht glücklich sein – der Mensch soll aber auf der Welt glücklich sein – das sagt die praktische Vernunft – meinetwegen – so mag auch die praktische Vernunft die Existenz Gottes verbürgen.“

und hier noch eine schöne Bemerkung Theologie betreffend:

"Daß ein Gott sei, beweiset der biblische Theolog daraus, daß er in der Bibel geredet hat, worin diese auch von seiner Natur (selbst bis dahin, wo die Vernunft mit der Schrift nicht Schritt halten kann, z.B. vom unerreichbaren Geheimniß seiner dreifachen Persönlichkeit) spricht. Da aber Gott selbst durch die Bibel geredet habe, kann und darf, weil es eine Geschichtssache ist, der biblische Theolog als ein solcher nicht beweisen; denn das gehört zur philosophischen Facultät. Er wird es also als Glaubenssache auf ein gewisses (freilich nicht erweisliches oder erklärliches) Gefühl der Göttlichkeit derselben selbst für den Gelehrten gründen, die Frage aber wegen dieser Göttlichkeit (im buchstäblichen Sinne genommen) des Ursprungs derselben im öffentlichen Vortrage ans Volk gar nicht aufwerfen müssen: weil dieses sich darauf als eine Sache der Gelehrsamkeit doch gar nicht versteht und hiedurch nur in vorwitzige Grübeleien und Zweifel verwickelt werden würde; da man hingegen hierin weit sicherer auf das Zutrauen rechnen kann, was das Volk in seine Lehrer setzt.

Den Sprüchen der Schrift einen mit dem Ausdruck nicht genau zusammentreffenden, sondern etwa moralischen Sinn unterzulegen, kann er auch nicht befugt sein, und da es keinen von Gott autorisirten menschlichen Schriftausleger giebt, muß der biblische Theolog eher auf übernatürliche Eröffnung des Verständnisses durch einen in alle Wahrheit leitenden Geist rechnen, als zugeben, daß die Vernunft sich darin menge und ihre (aller höheren Autorität ermangelnde) Auslegung geltend mache." :shock:

("Der Streit der Facultäten", den Absatz habe ich eingefügt)

Brombär
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#6 Beitrag von Brombär » 15.01.2008, 18:10

lobo frug :


Gibt es (schon) eine "Neuapostolische Theologie"?


Was heißt hier ( schon ) ?




Brombär

42

#7 Beitrag von 42 » 16.01.2008, 00:44

Das wird die fehlende Ressource sein, deswegen gibt es auch keine neuapostolische theologische Fakultaet an einer Uni.

Gaby

#8 Beitrag von Gaby » 16.01.2008, 08:35

Kant sagte auch:

Zitat Anfang:"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen." Zitat Ende.

Ist wohl auch heute noch aktuell, der Mensch ist halt bequem :wink:

Liebe Grüße

Gaby

Lobo

#9 Beitrag von Lobo » 16.01.2008, 15:00

Brombär hat geschrieben:lobo frug :


Gibt es (schon) eine "Neuapostolische Theologie"?


Was heißt hier ( schon ) ?




Brombär
Darüber gesprochen wird aber(schon).

Zitat:
...CiD: Ich möchte auf folgendes hinaus: Bei uns scheint sich ja die Theologie erst zu entwickeln. Wenn wir „Fragen und Antworten“ nehmen und sie zwischen den „Denzinger/Hünermann“ und die „Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche“ stellen, dann merkt man die Differenzen nicht nur an den verschiedenen Buchdicken. Die NAK entwickelt sich ja theologisch erst, d.h., wir befinden uns in einem theologischen Entwicklungsprozess, und in diesem Entwicklungsprozess führen wir aber theologische Gespräche. Daher die Frage: Auf welcher Basis arbeiten Sie? Die theologische Basis ist doch selbst noch in der Entwicklung.

Kühnle: Wir sollten nicht vergessen: Es gibt nicht die katholische Theologie und es gibt nicht die protestantische Theologie. Und es gibt nicht die neuapostolische Theologie. Es gibt in der katholischen und in der protestantischen Theologie ein in sich relativ stringentes Gebilde, das sich im jeweiligen Katechismus in gewisser Weise wiederfindet. Und sie finden dann unterschiedliche Kommentatoren, je nachdem aus welchem Lager diese kommen. Auch betrachtet z.B. der Alttestamentler einiges anders als der Neutestamentler, und der Fundamentaltheologe hat auch wieder einen anderen Ansatz...

Gruß
Lobo

Brombär
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#10 Beitrag von Brombär » 22.01.2008, 13:58

Hallo Lobo,

fast hätte ich den Thread vergessen. Sie hatten noch eine Frage zur Einführung einer Theologie in der NAK.

Wikipedia schreibt :
http://de.wikipedia.org/wiki/Theologie

Tja Lobo, Sie sehen, das ist gar nicht so einfach. Eine Kirche deren Exclusivität sich vom " Ende her " bestätigt, wird sich verdammt schwer tun, eine wissenschaftlich fundierte Arbeit zu leisten. :!:

Wer weiß, ob wir das noch erleben ? :?: :?: :?:


Brombär


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