FRIEDEN STIFTEN...

Für Zweifler und andere gute Christen
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Maximin

FRIEDEN STIFTEN...

#1 Beitrag von Maximin » 15.11.2007, 09:20

Neukirchener Kalender zum Donnerstag, 15. November 2007

Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird gesät in Frieden für die, die Frieden stiften. (Jakobus 3,18 )

Wer stiftet schon Frieden? Selbst in der christlichen Gemeinde geht es oft völlig unfriedlich zu, mit viel Heuchelei, Falschheit, Neid, Zank. Manche meinen sogar, dass es in der Gemeinde schlimmer als in der so genannten "Welt" wäre, wo Gemeinheiten nicht hinter einem Lächeln versteckt werden.

Ich danke Gott für den heutigen Vers aus dem Jakobusbrief. Da steckt das ganze Evangelium drin. Wir sind nicht die Friedensstifter, wie wir das immer denken. Wir versagen, wir sündigen. Nun kommt Gott in Jesus und schenkt uns die Frucht seines Lebens: Frieden. Dieser Frieden ist nicht gemacht. Er wächst wie eine Frucht von sich aus.

Die Frucht der Gerechtigkeit ist Gottes Wesen selbst: Frieden. Gott ist gerecht, er ist richtig, er ist heilig. Bei ihm gibt es kein Falsch, keinen Neid, keinen Hass. Alles, was wir an Schlechtem von uns kennen, hat er nicht. Lassen wir uns doch von ihm beschenken und verändern! Dann werden wir Frieden stiften und staunen. So ist das, wenn Gott an uns arbeitet.(Bi-B)

Quelle:http://www.neukirchener.de/kalender/neu ... /1,9,0.php

Dieter

#2 Beitrag von Dieter » 15.11.2007, 16:20

Lieber Micha,

da ich gerade mal wieder auf Geschäftsreise bin, kann ich nur kurz antworten. Aber Dein Beitrag zum Frieden hat mir gefallen.

Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird gesät in Frieden für die, die Frieden stiften. Wird Friede nicht oft nur mit der Abwesenheit von Gewalt verwechselt? Ist Friede nicht viel mehr? Etwas, dessen Keim im Herzen, tief im Innern liegt? Dass dieser Keim aufgeht, muss er gesät werden. Und es gilt, den Boden des Herzens aufzutun. Er kann eigentlich nur von denen gegeben werden, die ihn selbst empfangen haben. Daher gilt es, ihn zu spüren, wenn er sich bemerkbar macht. Und auch ein Gespür dafür zu entwickeln, wenn er sich "dünne machen" will. Denn er ist ein Fliehender. Mir fallen Jesu Worte ein: Jaged nach dem Frieden gegen jedermann, allermeist aber bei des Glaubens Genossen.
Daher sollte besonders innerhalb der Gemeinde der Frieden anzutreffen sein. Aber wie leicht vertreibt man ihn selbst?

Meine Gedanken sind etwas unausgegoren und kurzgefasst, weil meine Onlinezeit abläuft. Aber trotzdem fand ich Deinen Beitrag sehr lesenswert.
Liebe Grüße an die schöne Spree.

Dieter

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tosamasi
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#3 Beitrag von tosamasi » 24.11.2007, 16:34

Lass nicht zu, dass man einander täuscht.
Lass nicht zu, dass man irgendwo einander verachtet.
Niemand soll aus Wut und Ärger wünschen, dass jemand anderes leidet.
Wie eine Mutter mit ihrem eigenen Leben ihr Kind schützt,
ihr einziges Kind vor Schaden bewahrt,
so lass in dir eine grenzenlose Liebe für alle Geschöpfe wachsen.

"Sutta Nipata", Buddha
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

Hannes

#4 Beitrag von Hannes » 27.11.2007, 19:07

Meine Herren,

Frieden stiften wird nur und ausschliesslich dann möglich sein, wenn man mit sich selbst friedlich umgeht.
Fragt Paulus, er wird Euch das bestätigen (er konnte es auch nicht)!

Oder geht in die Gemeinden und beobachtet genau die Friedensarbeit und die Friedensarbeiter.
Dann werdet Ihr es auch sehen.

Oder Ihr geht in Euch und fragt Euch: bin ich gerade mit mir zufrieden und im Reinen? Denn nur das, was in uns ist, können und werden wir weitergeben.

Nur mal so dahingedacht.

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Loreley 61
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#5 Beitrag von Loreley 61 » 27.11.2007, 20:07

Hallo zusammen,

dazu hätte ich mal eine Frage:

Was mache ich, wenn ich die versöhnende Hand ausstrecke und sie wird trotz der Schuld des anderen einfach ausgeschlagen? Ja sogar mit Füssen getreten und mit neuen Verletzungen die alte Schuld vergrößert.
Irgendwann hat man die Faxen doch wohl mal dicke und wehrt sich, oder?

LG, Lory

Hannes

#6 Beitrag von Hannes » 27.11.2007, 20:14

Guten Abend Frau Lory,

lesen Sie in den heiligen Schriften? Gut, dann ist Ihnen dieser Christus bestimmt schon einmal über den Weg gelaufen. Ja?

Machen Sie es, wie er es getan hat!

Ich mache es so: ich überprüfe meine Haltung. Wenn diese aufrecht und positiv ist, dann gehe ich auf einen Menschen zu und biete ihm die Hand. Und überlasse ihm die Reaktion. Und reagiere dann meinerseits. Nicht jeder Mensch passt zu jedem Menschen. Jesus, der Nazarener, hatte sogar seine Mutter und seine Brüder irgendwie ... aber das wissen Sie selbst.

Bleiben Sie bei sich, denn in Ihrem Leben geht es nur um Sie selbst (Eigenverantwortung). Und bei dem anderen geht es nur und ausschliesslich um ihn. Und dazwischen gibt es keine Materie!

Oder so!

MfG
Hannes L.

Maximin

RÖMER 12...

#7 Beitrag von Maximin » 28.11.2007, 12:42

( 18 ) Ist's möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden. (19) Rächt euch nicht selbst, meine Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben (5.Mose 32,35): »Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr.

...rät der hl. Apostel Paulus. Das will erst mal gelebt sein. Nicht leicht das...! Aber auf die kleine Einschränkung kommt´s an: „soviel an euch liegt“.Micha grüßt :)

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tosamasi
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#8 Beitrag von tosamasi » 28.11.2007, 12:50

Auch interessant:

Frieden
F. bezeichnet eine umfassende und dauerhafte Rechtsordnung und Lebensform, bei der Wohl und Wohlstand der Bürger und Bürgerinnen oberste Ziele sind. Die Friedens- und Konfliktforschung unterteilt den Begriff in a) negativen F. (d.h. Abwesenheit personaler, direkter Gewalt) und b) positiven F. (Abwesenheit struktureller, indirekter Gewalt). Aufgrund der Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges und als Reaktion auf die Wiederbewaffnung bildete sich in der Bundesrepublik D der 1950er Jahre (Ostermärsche) und erneut Anfang der 1980er Jahre eine Friedensbewegung als Reaktion auf den Nachrüstungsbeschluss der NATO (F.-Demonstrationen). In der DDR sammelte sich in den 1980er Jahren eine unabhängige Friedensbewegung unter dem Motto "Schwerter zu Pflugscharen"; diese wurde von den staatlichen Organen verfolgt und eingeschüchtert. Nach der Auflösung des Ostblocks ist die politische Bedeutung der F.-Bewegung zurückgegangen.

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 4., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2006.
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
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Rudi

Re: RÖMER 12...

#9 Beitrag von Rudi » 30.11.2007, 11:58

Maximin hat geschrieben: ( 18 ) Ist's möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden. (19) Rächt euch nicht selbst, meine Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben (5.Mose 32,35): »Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr.

...rät der hl. Apostel Paulus. Das will erst mal gelebt sein. Nicht leicht das...! Aber auf die kleine Einschränkung kommt´s an: „soviel an euch liegt“.Micha grüßt :)

lieber maximin,

vielen Dank für die Verbindung im Geiste :wink:

Rudi, friedliche grüße

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