Initiative "Versöhnung jetzt"

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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dietmar

Re: Initiative "Versöhnung jetzt"

#131 Beitrag von dietmar » 10.07.2013, 04:45

ZITAT :

Lasst uns JETZT durch gelebte Versöhnung unseren Mitmenschen deutlich zeigen, dass die apostolische Sendung glaubwürdig ist.

aus der HP der Initiative Versöhnung jetzt...Ende

Ganz klare Erklärung, welches Ziel die Initiative verfolgt.

Der machtgierigen, seit Jahrzehnten widerlich handelnden Sektenführung der NAK eine nachträgliche Legitimation zu verschaffen.

Und es wird Nicht eine deutliche Kurskorrektur von der eigenen Leitung gefordert, eine Umkehr, eine Aufforderung zur Busse, Reue oder Eingeständnis der Fehler, Aufarbeitung der eigenen Entstehungsgeschichte,...sondern ganz im Nak-Stil...
machem wir einfach was Gemeinsames, das ist "Versöhnung"....über die notwendigen Voraussetzungen schweigen wir...
Wer die Geschichte, die Entstehung der NAK betrachtet, den Machtkampf von Anfang an, kann nach meiner Ansicht nicht bestrebt sein, dieser Organisation eine Legitimation verschaffen zu wollen.

Pagan

Re: Initiative "Versöhnung jetzt"

#132 Beitrag von Pagan » 10.07.2013, 07:48

ponticulus, ich meine, dir fehlt die Nähe zum Geschehen. Red mit deinen "NAK-Geschwistern", immer und immer wieder. Je "treuer" die im "Werk Gottes" stehen, desto eher solltest du auf sie zugehen.
Dagegen frage mich, was das Veröffentlichen von historischen Dokumenten soll, wenn diejenigen Nakis, die "Versöhnung heute" tatsächlich etwas anginge, das alles schon gar nicht wissen wollen. Was du da an historischen Dokumenten veröffentlichst, haben andere schon lange zuvor gemacht, Wächterstimme, Koch, Stiegelmayr, http://www.apostolische-geschichte.de, CID und vermutlich noch einige andere mehr.
Bei Mitgliedern der VAG etc. habe ich bis heute diesen angesprochenen Hass nicht angetroffen (das gilt einfach v.a. für meine Verwandtschaft), dort ist seit ich weiss Versöhnungsbereitschaft vorhanden, heute vielleicht auch einfach eine gewisse Distanziertheit. Verständlich, wenn man sich jahrzehntelang eine blutige Nase geholt hat (in Einzelfällen, so habe ich schon gehört, sogar wörtlich zu verstehen).

Wenn ich bei dir lese "miteinander Gottesdienste feiern", dann erkenne ich für mich daran, wie weit du tatsächlich vom Geschehen entfernt bist. Versöhnung ist zuerst einmal, erkennen, welchen Mist man gebaut hat (gilt v.a. für Nakis), aufeinander zugehen und miteinander reden, um Verzeihung bitten, Eltern und Kinder sich wieder einmal in die Arme nehmen und noch vieles mehr. "Miteinander Gottesdienst feiern", sorry, aber das ist weit weg, und wer derart von der Einzigartigkeit und Richtigkeit seines Glaubens überzeugt ist wie dies echte Hardcore-Nakis sind, die werden keine VAG-GD besuchen. Und für VAG-Mitglieder werden NAK-GD ohnehin eine höchst zweifelhafte Sache sein. Zu sehr haben sie erleben "können", welcher Geist dort regiert.

Kennst du Reaktionen auf das kürzliche Leber-Botschaftspapier, abgesehen davon, dass es den meisten gar nicht bekannt ist? "Dann ist jetzt ja alles klar, da können die [!] wieder zurückkommen.", war das, was ich so in meiner Naki-Verwandtschaft hörte. Oder "Was interessiert mich der Sch ... von gestern?" und dergleichen allerhöchstes Interesse signalisierende Aussagen mehr. Mehr als einmal wurde der Ausdruck dieses stammapostolischen Schreibens vor meinen Augen (natürlich ungelesen) zerknüllt und im Runddossier unter dem Tisch abgelegt. Soviel wert sind selbst Stammapostelworte, wenn sie nicht zur eigenen Weltanschauung passen.

Zum "miteinander Gottesdienst feiern" einfach nochmals ein Hinweis darauf, dass Jesus keinesfalls die so vielbeschworene Versöhnungsbereitschaft zeigte. Ganz im Gegenteil, wer seiner Lehre nicht folgte, den verdammte Jesus, dem drohte dieser Jesus drakonische und ewige Strafen an. Und entsprechend haben sich meiner Ansicht nach viele Nakis verhalten. Und verhalten sich bis heute so. Dort, bei diesem Verhalten solltest du ansetzen, nicht beim Veröffentlichen von Berichten, die ohnehin nur die interessieren, die wie man hier an einigen Beiträgen erkennen kann, ohnehin schon umfassend informiert sind über die geschichtlichen Fakten.

Das nur mein Beitrag zum Thema. Mich freuts, dass hier im Forum doch in den letzten Tagen so das eine oder andere zum Vorschein gekommen ist, worüber auf deiner Seite genau so beharrlich geschwiegen wird wie in der NAK.

tergram

Re: Initiative "Versöhnung jetzt"

#133 Beitrag von tergram » 10.07.2013, 08:46

dietmar hat geschrieben:...es wird nicht eine deutliche Kurskorrektur von der eigenen Leitung gefordert, eine Umkehr, eine Aufforderung zur Busse, Reue oder Eingeständnis der Fehler, Aufarbeitung der eigenen Entstehungsgeschichte, sondern ganz im Nak-Stil...machen wir einfach was Gemeinsames, das ist "Versöhnung"....über die notwendigen Voraussetzungen schweigen wir...
Dem kann ich nur zustimmen.

Der apostolischen Sendung (dieser Begriff darf und muss hinterfragt werden - was genau ist das?) Glaubwürdigkeit verschaffen, wie es die gutgemeinte Initiative "Versöhnung jetzt" will, heisst auch, einer Sekte mit Alleinvertretungsanspruch und einer Gemeinschaft mit unverändert manipulativem Charakter Glaubwürdigkeit zu verschaffen. Einer Gruppe, die unverändert anderen Christen nur "Schrumpfsakramente" zuspricht, die unverändert ihr Apostelamt als heilsnotwendig ansieht, die unverändert ihren Gläubigen offen und versteckt mit dem Verlust der ewigen Seligkeit droht.

R/S
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Re: Initiative "Versöhnung jetzt"

#134 Beitrag von R/S » 10.07.2013, 10:06

Liebe Fories,

die Schreiber der letzten Einträge haben deutlich gemacht, wo der Hase im Glaubenspfeffer liegt.

Gleichwohl würde ich das sicherlich gut gemeinte Projekt "Versöhnung Jetzt" nicht gänzlich verdammen wollen. Wenn beispielsweise die Jetzt-Betonung zeitlich eng gefasst und entsprechend limitiert an die Kirchenleitung vermittelt würde, hätte das Ganze durchaus das Potenzial, die NAK-Führung bloß zu stellen, indem deutlich wird, dass die Herren NAK-Apostel ganz offensichtlich entweder nicht wollen oder nicht können.

Gleichzeitig könnte der Betreiber die NAK-Führung schriftlich auffordern, ein öffentliches Statement in seiner Versöhnungsseite einzustellen, bis wann die NAK der Versöhnungsaufforderung vom Fußvolk nachzukommen gedächte und falls nicht, wo das Hindernis läge.

Wenn dann diese Versöhnungsseite ähnlich wie die 'Wächterstimme' im Netz verbliebe, wäre sie auch für zukünftige Generationen ein bleibendes Schandmal für die NAK-Apostel und ihre anmaßende Borniertheit und Sturheit. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen ... die falschen Apostel ...
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich…; und irgendwann – wenn sich die Wahrheit nicht mehr leugnen lässt – imitieren sie dich. (In Anlehnung an M. Gandhi)

Franke
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Re: Initiative "Versöhnung jetzt"

#135 Beitrag von Franke » 10.07.2013, 17:09

Gleichzeitig könnte der Betreiber die NAK-Führung schriftlich auffordern, ein öffentliches Statement in seiner Versöhnungsseite einzustellen, bis wann die NAK der Versöhnungsaufforderung vom Fußvolk nachzukommen gedächte und falls nicht, wo das Hindernis läge.
Vom Grundsatz her ein sehr guter Gedanke, allerdings müsste dazu m. E. die Vehemenz der Versöhnungsaufforderung noch erheblich gesteigert werden. D.h. das Fußvolk müsste in der Tat mit den Füßen abstimmen.
Wenn sich in mehreren Gemeinden der Großteil der Geschwister entschließen würde, gemeinsam einen Gottesdienst z. Bsp. der VAG zu besuchen, hätte das sicher Auswirkungen bis hin zu den Gebietskirchenfürsten. Einfach mal zum Vorsteher u. den AT gehen und ihnen kundtun, dass am nächsten Sonntag ein Godi in einer VAG-Gemeinde besucht wird. Dabei können sie mitkommen oder es bleiben lassen.
Blankenese und Pößneck haben es vorgemacht. Leider standen diese Gemeinden auf einsamem Posten und die KL konnte das Ausbrechen dieser Geschwister leicht verkraften.

Aber wenn es mehr und mehr werden, überall in den Gebietskirchen mal diese (noch lebende) Gemeinde, mal jene Gemeinde. Wenn quasi so ein "Ruck durch die Gemeinde und Bezirke" ginge. Das hätte was...

Aber vermutlich hab ich das alles nur geträumt... :( :shock:

Und dennoch, fröhlich grüßt der
Franke
Ein Christentum, das nicht frei macht, hat mit Jesus wenig zu tun.

ponticulus

Re: Initiative "Versöhnung jetzt"

#136 Beitrag von ponticulus » 10.07.2013, 22:04

Danke Franke, das ist ganz in meinem Sinn! Besser hätte ich es nicht ausdrücken können. Die KL musste in der Vergangenheit immer wieder mal neu justieren, wenn der Wind für sie schärfer wurde. Nur muss dieser auch wirklich scharf werden. Dazu muss man informieren und motivieren. Allen eine Gute Nacht!
P.S. Wer sich für Kirchengeschichte, speziell aus dem Raum Essen/Bottrop interessiert und die Bücher noch nicht kennt, hier eine kurze Vorstellung: www.versoehnung-jetzt.de/news/buchvorstellung/

Brombär
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Re: Initiative "Versöhnung jetzt"

#137 Beitrag von Brombär » 11.07.2013, 06:00

tergram schrieb:


„Apostolische Sendung“ dieser Begriff darf und muss hinterfragt werden - was genau ist das?

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James Haldane Stewart, Jakob Grubb, Isabell Campbell, ihre Schwester Maria Caird geb. Campbell, William Caird, Henry Drummond, Edward Irving, John Bate Cardale, Johann Lutz, Heinrich W.J. Thiersch, Adolf Rossteuscher, Heinrich Geyer, Rudolf Rosochacky, Carl Wilhelm Preuss, Friedrich Wilhelm Schwartz, Wilhelm Menkhoff, Friedrich Krebs, Hermann Niehaus, Johann Gottfried Bischoff, Walter Schmidt, Ernst Streckeisen, Hans Urwyler, Richard Fehr, Wilhelm Leber und J.L.Schneider hatten/haben (einige zeitweilig) eine Antwort gefunden. Wenigstens Herr Drummond hat die Kraft gehabt das Teilgeständnis abzulegen: „ Wir haben geglaubt ... und haben uns geirrt.

Bischoff hat vielleicht auch seiner Botschaft geglaubt aber nachweisbar geirrt. Wilhelm Leber hat, mit viel positiven Ausschmückungen, ebenfalls eingestanden: „ Es war menschlich“.

Meines Erachtens ist die apostolische Sendung die Hinwendung zur Humanität, sonst nichts. Das ist wahrhaft nicht wenig. Gehen wir´s an.


Bb.
Das ist unsere Berufung, dass einer dem anderen Rast biete, auf dem Weg zum ewigen Haus.

dietmar

Re: Initiative "Versöhnung jetzt"

#138 Beitrag von dietmar » 11.07.2013, 07:04

nun für eine humanistische Bewegung bedarf es keiner Kirche und schon gar nicht sektenhafter Strukturen. Das System deer Nak ist doch ein totaler widerspruch zu dem was du meinst Brombär....das passt nicht :roll:

Pagan

Re: Initiative "Versöhnung jetzt"

#139 Beitrag von Pagan » 11.07.2013, 07:50

@ponticulus
Vielleicht tu ich dir unrecht, aber ich habe nicht den Eindruck, dass dich das, was R/S "Hase im Glaubenspfeffer" genannt hat, interessiert.
Mir kommt es viel mehr so vor, dass du einfach viele Links auf deine Seite platzieren willst und so möglichst viele Klicks bekommst.
Wenn ich dir unrecht tu, dann sorry dafür.
Brombär hat geschrieben:Meines Erachtens ist die apostolische Sendung die Hinwendung zur Humanität
Hat sich Jesus durch besondere Humanität ausgezeichnet?

Brombär
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Re: Initiative "Versöhnung jetzt"

#140 Beitrag von Brombär » 11.07.2013, 09:08

dietmar schrieb:

nun für eine humanistische Bewegung bedarf es keiner Kirche und schon gar nicht sektenhafter Strukturen. Das System deer Nak ist doch ein totaler widerspruch zu dem was du meinst Brombär....das passt nicht


Gemach, gemach, Dietmar, wenn ich von "Apostolischer Sendung" spreche muss ich doch nicht zwangsläufig die NAK meinen!

Für mich bedeutet Apostolische Sendung der Missionsauftrag wie er in Mt.28,19 + 20 nachzulesen ist. Mit NAK hat das allerdings viel weniger zu tun, als diese sich einbildet; da bin ich bei Dir.

Ich persönlich habe kein Problem, wenn sich Kirche (nochmal: das ist mehr als die NAK) glaubhaft den Humanismus auf die Fahne schreibt. Ganz sicher ist sie dabei nicht die Alleinbevollmächtigte.


Bb.
Das ist unsere Berufung, dass einer dem anderen Rast biete, auf dem Weg zum ewigen Haus.

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