Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Joh 3,36

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Brombär
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Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Joh 3,36

#1 Beitrag von Brombär » 04.06.2013, 17:54

Reicht das wirklich ?

Bb.
Das ist unsere Berufung, dass einer dem anderen Rast biete, auf dem Weg zum ewigen Haus.

dietmar

Re: Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Joh 3,3

#2 Beitrag von dietmar » 04.06.2013, 18:52

eine wie auch immer geartete und sich gestaltende Organisation, die sich Kirche nennt, brauchst sicherlich nicht.
lG

tergram

Re: Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Joh 3,3

#3 Beitrag von tergram » 04.06.2013, 20:50

Joh.3,36 ist nur eine von unzähligen Bibelstellen, die Jenseitszusagen enthalten.

Mit diesem Mittel arbeiten alle Religionen - ist es sozusagen ihre Natur, Versprechungen zu machen, die sich auf ein Jenseits, Himmel, Hölle, die Ewigkeit, ..., ... richten.

Die Erfüllung der Zusage kann nicht überprüft werden und ist - bei Nichterfüllung - nicht einklagbar.

Nicht gläubige Menschen nennen das unvernünftig, Gläubige nennen es Mysterium des Glaubens.

Dass um etwas, was sich jedem Beweis entzieht, häufig so erbittert gestritten und das Unbeweisbare oft so verbittert verteidigt wird, ist überraschend.

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agape
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Re: Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Joh 3,3

#4 Beitrag von agape » 05.06.2013, 11:51

Brombär hat geschrieben:Reicht das wirklich ?

Bb.
Ich finde, dass das eine ernst zu nehmende Frage ist.

"An" etwas zu glauben reicht mE nie.
Ich denke, dass das "An" etwas zu glauben auch immer eine im Wortsinn wesentliche Verinnerlichung zur Konsequenz haben muss, damit es "wirkt".
Vielleicht steht am Anfang einer Beziehung wirklich das "Glauben" iS. von jemandem zu vertrauen. Danach wird es eine Beziehung "ohne Glauben", dafür mehr ein gemeinsames überzeugtes Leben in Liebe...
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

GG001

Re: Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Joh 3,3

#5 Beitrag von GG001 » 05.06.2013, 14:16

agape hat geschrieben:"An" etwas zu glauben reicht mE nie.
Hmm. Auch wenn ich denke, dass ich Deine Absicht verstehe, so fuehrt mich Dein Einwurf direkt zu der Frage: Agape, wie heaeltst Du's mit den Glaubensartikeln?

"Ich glaube an ..."
"Ich glaube an ..."
"Ich glaube an ..."
und weiter in der NAK, deutlich von den ersten drei GA unterschieden, sieben Mal "Ich glaube, dass ..." Der zehnte Artikel hat nach meiner Ueberzeugung sowieso nichts in einem Glaubensbekenntnis zu suchen. Das Verhaeltnis zwischen Kirche und Staat sollte man an anderer Stelle regeln.

"Ich glaube, dass ..." bezieht sich nicht auf die Dreieinigkeit und gibt in dieser Form sowieso nur eine Meinung wieder. Deswegen sehe ich dieses "Ich glaube an .." als eine dem gegenueber viel festere Grundlage, einen klareren Standpunkt an. Mit diesem als Unterschied herausgearbeiteten Verstaendnis komme ich bei Agapes Beitrag ins Gruebeln, was sie denn meint mit "es reicht nie".

Mir geht es um Deinen Einwurf, Agape, und um die darin formulierte Semantik.

Die Bewertung, ob die Aussagen im Glaubensbekenntnis oder den Glaubensartikeln der NAK stimmen oder wie diese Bibelstelle aufzufassen ist, moege sowieso jeder fuer sich entscheiden.

_

Re: Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Joh 3,3

#6 Beitrag von _ » 05.06.2013, 15:28

GG001 hat geschrieben:"Ich glaube, dass ..." [...] gibt in dieser Form sowieso nur eine Meinung wieder.
Sehr fein beobachtet. Der Unterschied ist so gesehen tatsächlich frappierend. Danke für diese Einsicht. :D

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Re: Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Joh 3,3

#7 Beitrag von Comment » 05.06.2013, 15:54

Im biblischen Text (Luther 1984) wird wohl nicht unterschieden zwischen 'glauben an' und 'ihm glauben'.

Ich denke, dass es bei dem Glauben, den Jesus erwartet, immer auch darauf ankommt, dass nach seinem Evangelium gehandelt wird.

Com.

Pagan

Re: Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Joh 3,3

#8 Beitrag von Pagan » 05.06.2013, 21:50

Brombär hat geschrieben:
Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Joh 3,36
Reicht das wirklich?
Man betrachte die frohe Botschaft einmal so, wie sie jemanden erscheint, der nicht gläubiger Christ und von vorneherein vom Christentum eingenommen ist:
Gott bewirkt, dasss eine Jungfrau seinen vom Heiligen Geist gezeugt Sohn empfing. Dieser Sohn musste, nachdem er sündlos gelebt und das Kommen des Himmelreichs zu seinen Lebzeiten predigte und trotzdem vorher gekreuzigt wurde, wieder von den Toten auferstehen, damit all jene (und wirklich nur jene!) gerettet werden können, die zum einen an diese Geschichte glauben und bei regelmässigen Gelegenheiten das essen und trinken, was nach ihrer Überzeugung das Fleisch und Blut dieses Gottessohnes ist.
nach Walter.A. Kaufmann, Philosoph, 1921-1980

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