NAK: Detlef Streich - Eine weitere kritische Stimme ist verstummt

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Luca
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NAK: Detlef Streich - Eine weitere kritische Stimme ist verstummt

#1 Beitrag von Luca » 23.05.2013, 15:38

Detlef Streich: Ein Schlusswort: Persönliche Notizen im Nachhinein

Fundierte Kritik an der NAK gestützt auf viel Wissen und ausgezeichneten Analysen wie bei Streich und auch früheren Stimmen wie Wächterstimme, Mediasinres und Adfontes gibts jetzt wohl nicht mehr.
Zuletzt geändert von Andreas Ponto am 10.06.2019, 22:02, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt: "NAK: Detlef Streich - "

Franke
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Re: Eine weitere kritische Stimme ist verstummt

#2 Beitrag von Franke » 23.05.2013, 20:52

Luca hat geschrieben:Detlef Streich: Ein Schlusswort: Persönliche Notizen im Nachhinein

Fundierte Kritik an der NAK gestützt auf viel Wissen und ausgezeichneten Analysen wie bei Streich und auch früheren Stimmen wie Wächterstimme, Mediasinres und Adfontes gibts jetzt wohl nicht mehr.

Ich denke, dass dies umso mehr Verpflichtung für all diejenigen ist, denen ebenso über dieses "Werk der Täuschung" die Augen geöffnet wurden, den Mund auf zu tun und nicht zu schweigen. Aufklärung über christliche Sonderlehren, die die Menschen an Ämter, Institutionen und Hierarchiestrukturen binden, tut Not...

Apostelgeschichte 18, 9 ff - Wer schweigt, scheint zuzustimmen!!!

Fröhliche Grüße
Franke
Ein Christentum, das nicht frei macht, hat mit Jesus wenig zu tun.

abendstern_
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Re: Eine weitere kritische Stimme ist verstummt

#3 Beitrag von abendstern_ » 24.05.2013, 05:07

Herzlichen Glückwunsch, Detlef Streich, zu diesem Schritt!

tergram

Re: Eine weitere kritische Stimme ist verstummt

#4 Beitrag von tergram » 24.05.2013, 09:28

Eine persönliche Entscheidung von Detlef Streich, aus welchen Gründen auch immer getroffen, die selbstverständlich respektiert zu werden hat.

Die Disksussion "Hat ein Aussteiger aus der NAK sich zum Geschehen dort noch zu Wort zu melden?" taucht auch in diesem Forum immer wieder in unterschiedlicher Form auf. Gelegentlich wird kritisiert, Aussteiger könnten/wollten nicht loslassen und wühlten ergebnislos in der eigenen Vergangenheit, bis hin zur Behauptung, diese Verhaltensweise zeige eine psychische Störung, die insbesondere durch "Maximin" und "Cemper" vertreten wurde.

Abgesehen von der Tatsache, dass kein Aussteiger/Kritiker sich für die Beschäftigung mit der NAK verteidigen oder gar entschuldigen muss, halte ich es für wichtig, dieser Kirche(nleitung) immer und immer wieder den Spiegel vorzuhalten. Nichts wäre ihnen lieber, als das altbekannte "schweigen und den Weg gehen". Ich werde ihnen diesen Gefallen nicht tun. Nicht, so lange sie immer wieder behaupten, alle Vorhaltungen seien nicht wahr, stellten nur einen bedauerlichen Einzelfall dar, seien ein kommunikatives Missverständnis und ausserdem ja schon so lange her...

Dass es der Kirche(nleitung) an Einsicht, Demut und Bußfertigkeit mangelt, zeigt die Stellungnahme von Dr. Leber zum Thema "Botschaft" überdeutlich. Der Aussenauftritt ist gefälliger, geschmeidiger geworden. Nach innen herrscht der alte Geist. Wer es nicht glaubt, schaue sich die Kommentare in "nacworld" oder auf den fb-Seiten der NAK an. Dort treibt die jahrzehntelang gesäte Saat ihre Blüten und Früchte. Wer dazu schweigt, scheint zuzustimmen. Ich schweige nicht.

Dass Detlef Streich sich anders entschieden hat, bedaure ich.

Schneider

Re: Eine weitere kritische Stimme ist verstummt

#5 Beitrag von Schneider » 24.05.2013, 10:13

tergram hat geschrieben:Nach innen herrscht der alte Geist. Wer es nicht glaubt, schaue sich die Kommentare in "nacworld" oder auf den fb-Seiten der NAK an. Dort treibt die jahrzehntelang gesäte Saat ihre Blüten und Früchte. Wer dazu schweigt, scheint zuzustimmen. Ich schweige nicht.
Liebe Tergram, aus Deinen zahlreichen Beiträgen schliesse ich, dass Du aus der NAK ausgetreten bist oder ihr zumindest fern bleibst. Angenommen, die Kirche würde auf ihre Kritiker hören und substantielle Veränderungen einleiten, die über alles bisherige hinausgehen: Gäbe es denn für Dich einen Punkt kichlicher Entwicklung, an dem Du Dir die Aufnahme Deiner Aktivitäten resp. einen Wiedereintritt vorstellen könntest? Oder hast Du die Hoffnung, dass Du anderen NAK-Mitgliedern die Augen öffnen und sie zum Rückzug aus der NAK veranlassen kannst?

tergram

Re: Eine weitere kritische Stimme ist verstummt

#6 Beitrag von tergram » 24.05.2013, 12:58

Zum rigiden Umgang der NAK mit kritischen Stimmen schreibt das Magazin "religionsreport" wie folgt:

(Zitat) Die Neuapostolische Kirche (NAK) feiert ihr 135. Kirchenjubiläum und den Stammapostelwechsel – auch in sozialen Netzwerken möchte man am liebsten nur Sonnenschein haben. Unliebsame Kommentare werden deshalb vom Facebook-Profil der NAK entfernt und Nutzern die Schreibrechte entzogen. Zur öffentlichen Selbstdarstellung als einer für Kritik offene Kirche will das nicht so recht passen. (Zitatende)

Bitte hier den kompletten Text kostenfrei lesen:
http://www.religionsreport.de/?p=3713#more-3713

Zum besseren Verständnis - es geht um diese facebook-Seite:
https://www.facebook.com/neuapostolischekirche

_

Re: Eine weitere kritische Stimme ist verstummt

#7 Beitrag von _ » 24.05.2013, 13:47

tergram hat geschrieben:Zum rigiden Umgang der NAK mit kritischen Stimmen schreibt das Magazin "religionsreport" wie folgt:

...

http://www.religionsreport.de/?p=3713#more-3713

Zum besseren Verständnis - es geht um diese facebook-Seite:
https://www.facebook.com/neuapostolischekirche
Ganz ehrlich: Ich wundere mich immer wieder, dass so vielen Leuten offenbar entweder nicht klar ist, oder sie bewusst die Augen davor verschließen, dass Facebook ein Marketing-Tool ist.

Die persönlichen "Profile" sind zum Selbstmarketing, die "Unternehmensseiten" - auch treffender "Fanpages" genannt - dienen dem Produktmarketing. Dass dies nicht der Raum ist, in dem Unternehmen wie die NAK Kritik dulden, dürfte doch offensichtlich sein. Genausogut bzw. -schlecht könnte man hingehen und die NAK-Schaukastenplakate durch Überkleben mit zum Nachdenken anregenden Slogans verfremden.

verbindlich

Re: Eine weitere kritische Stimme ist verstummt

#8 Beitrag von verbindlich » 24.05.2013, 16:12

Liebe tergram, beantworte doch bitte mal die Frage von Schneider, ich interessiere mich auch dafür.

tergram

Re: Eine weitere kritische Stimme ist verstummt

#9 Beitrag von tergram » 24.05.2013, 20:29

Lieber verbindlich, die von "Schneider" gestellte Frage habe ich bereits in meinem Beitrag, 3. Absatz, beantwortet.

Schneider

Re: Eine weitere kritische Stimme ist verstummt

#10 Beitrag von Schneider » 26.05.2013, 08:25

Hallo Tergram, ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich Deine Antwort richtig verstanden habe. Der dritte Absatz Deines Beitrages, der die Antwort auf meine Frage enthalten soll, verweist auf den Artikel im Religionsreport. Darin wird ein Facebook-Kommentar u.a wie folgt zitiert:

"Den Opfern wird die Stellungnahme nicht gerecht. Insbesondere die Familie von Apostel Peter Kuhlen, die Unerträgliches durchmachen musste, wird nicht rehabilitiert. Ich bin enttäuscht und hatte viel mehr erwartet. Wohl zu viel… Echte Bussfertigkeit, Demut und liebevolle Zuneigung sehen anders aus."

Hast Du das gemeint? Geht es Dir um Rehabilitierung? Um die Versöhnung mit den Opfern der NAK? Mach Dir keinen Illusionen. Ich bin überzeugt, dass sie nicht wollen. Ich sehe die Sache so: Wenn man feststellen muss, dass sich die NAK selbst 50 Jahre nach der missglückten Botschaft nicht zu einem Schritt echter Versöhnung durchringen kann, wenn die Auseinandersetzung mit den Mitgliedern, die sich durch die Kirchenpolitik der Folgezeit geschädigt fühlen, nicht besser ist, wenn, wie es dort heisst, "Bußfertigkeit, Demut und liebevolle Zuneigung" eine unbekannte Größe sind, wenn letztlich echte Versöhnungsbereitschaft nicht zu erwarten ist ........... dann drängt es sich gradezu auf, von seiner ganz persönlichen Schlüsselgewalt Gebrauch zu machen und den harten aber konsequenten und letztlich wahrhaft christlich-biblischen Reinigungsprozess durchzuführen:
"Sündigt aber dein Bruder an dir, so gehe hin und strafe ihn zwischen dir und ihm allein. Hört er dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. Hört er dich nicht, so nimm noch einen oder zwei zu dir, auf daß alle Sache bestehe auf zweier oder dreier Zeugen Mund. Hört er die nicht, so sage es der Gemeinde. Hört er die Gemeinde nicht, so halt ihn als einen Zöllner oder Heiden. Wahrlich ich sage euch: Was ihr auf Erden binden werdet, soll auch im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden lösen werdet, soll auch im Himmel los sein." (Matth. 18,15 ff.)
Die Forderung nach Versöhnung führt offenkundig zu nichts. Die NAK war zu keinem Zeitpunkt ernsthaft bereit, sich ihren Brüdern und Schwestern wirklich vorbehaltlos anzunähern und sie zu hören. Ich rechne deshalb auch nicht damit, dass sich dies unter der Leitung des neuen STAP ändert. Ergo: Behandeln wir sie wie Zöllner oder Heiden. Um Versöhnung kann man nicht kämpfen. Man kann sie nur anbieten. Wenn sie nicht wollen, bleiben sie gebunden. Auf Erden und im Himmel. Sie sind in ihren Vorstellungen gefangen. Sie glauben, dass Gott durch sie die Weltgeschichte beeinflusst. Tatsächlich kämpfen sie ums Überleben, die Welt dreht sich weiter und ihre Lampen verlöschen. Sie tappen im Dunkeln. Törichte Jungfrauen, an deren Ende der bekannte Satz steht: Ich kenne Euch nicht.

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