Jean-Luc Schneider beurteilt die Glaubwuerdigkeit der Christ

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Re: Jean-Luc Schneider beurteilt die Glaubwuerdigkeit der Ch

#11 Beitrag von Comment » 05.04.2013, 17:57

Ich denke, das Problem der Krise liegt doch bei denen, die versuchen, alles zu zerlegen.
Wo nichts aufgebaut ist, kann auch nichts zerlegt werden. Schaut man nüchtern auf den Versuch eines Aufbauens, sieht man nur Chaos ... :cry:

verbindlich

Re: Jean-Luc Schneider beurteilt die Glaubwuerdigkeit der Ch

#12 Beitrag von verbindlich » 05.04.2013, 18:21

comment, du Zerleger, les doch mal in Ruhe bei einem Glas Wein ganz in Ruhe was ich geschrieben habe.

Maximin

Re: Jean-Luc Schneider beurteilt die Glaubwuerdigkeit der Ch

#13 Beitrag von Maximin » 06.04.2013, 11:38

:P :wink: Lieben Freunde, was macht einen Christen glaubwürdig?

Wenn man einer gerade Mutter gewordenen Frau ihr Kind auf ihren Bauch legt, dann ist klar, das ist ein Mensch, Ihr Kind. Glaubwürdiger geht es nicht. Und dass das so ist, das können alle bestätigen, die bei der Entbindung zugegen waren. Alle anderen müssen es glauben.

Was aber macht einen Menschen aus, der sich zum Christentum bekennt? Fragt man bei Fachleuten nach, dann wird die Antwort von der jeweiligen Zugehörigkeit zu einer christlichen Kirche abhängen. Und jede dieser Antworten wird gewiss mit Passagen aus den 4 Evangelien des neuen Testaments angereichert sein.

Nun finde ich es sehr interessant, dass die Antworten zum Teil sehr unterschiedlich ausfallen und sich einige gegeneinander sogar ausschließen.
1. Es ist unabdingbar, das Christen mindestens einmal in der Woche hl. Abendmahl feiern.
2. Das Abendmahl kann gültig wirksam nur von einem priesterlichen Amt zelebriert werden.
3. In der römisch-katholischen Kirche dürfen geweihte Priester keine Lebensgemeinschaft mit einer Frau haben (Zölibat). In den orthodoxen Kirchen dürfen Priester heiraten und Kinder zeugen.

Zu 1.: Dem steht entgegen, dass es beispielweise in Teilen der Evangelischen Glaubens- und Lebenswelt genügt, nur einmal im Monat hl. Abendmahl zu feiern bzw. aufgrund bestimmter Lebensumstände jemanden zeitweilig davon abhält, am hl. Abendmahl teilzunehmen.

Zu 2.: In derselben Kirche dürfen Leute aus den Reihen auch eine Lesepredigt halten, wenn sie eine bestimmte Ausbildung zum Prädikanten gemacht haben. Das hl. Abendmahl zelebrieren dürfen sie nicht.

Frage ich noch einmal: „Was macht einen Christen glaubwürdig?“ Anders ausgedrückt: „Wer oder was befindet abschließend über meine christliche Glaubwürdigkeit?“ Nach meinem gegenwärtigen Erkenntnisstand kommt allein Jesus Christus für diese Aufgabe infrage. Warum?

Es gibt nur 2 Persönlichkeiten, die mich innen und außen genau kennen: Ich selbst, wenn ich ernsthaft mein Gewissen befrage und Jesus Christus deshalb, weil von ihm gesagt wird:

„1 Der Geist Gottes des HERRN ist auf mir, weil der HERR mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, dass sie frei und ledig sein sollen; 2 zu verkündigen ein gnädiges Jahr des HERRN und einen Tag der Vergeltung unsres Gottes, zu trösten alle Trauernden, 3 zu schaffen den Trauernden zu Zion, dass ihnen Schmuck statt Asche, Freudenöl statt Trauerkleid, Lobgesang statt eines betrübten Geistes gegeben werden, dass sie genannt werden »Bäume der Gerechtigkeit«, »Pflanzung des HERRN«, ihm zum Preise. (Jesaja 61, 1 – 3 / Luther1984)

Frage: „Ist ein Christ ohne Kirchenzugehörigkeit glaubwürdig?“

Liebe Grüße, landauf und landab, vom Maximin :wink:

purzel

Re: Jean-Luc Schneider beurteilt die Glaubwuerdigkeit der Ch

#14 Beitrag von purzel » 06.04.2013, 17:18

Lieber Maximin,
Deine erwähnte Bibelstelle Jesaja 61, 1 und 2 war das Bibelwort von SAP Streckeisen bei seinem ersten GD. Du wirst es wissen, UF Nr. 6,20.März 1975.

Pagan

Re: Jean-Luc Schneider beurteilt die Glaubwuerdigkeit der Ch

#15 Beitrag von Pagan » 06.04.2013, 18:07

Maximin hat geschrieben:Ist ein Christ ohne Kirchenzugehörigkeit glaubwürdig?
Das Christentum ist so wenig glaubwürdig wie irgendwelche christliche Kirchen, denn OHNE PAULUS und OHNE KIRCHE und OHNE RÖMISCHE KAISER gäbe es KEIN CHRISTENTUM. Jesus auf jeden Fall hat kein wie auch immer geartetes "...tum" gegründet, seine Lehre war jüdisch. Alles andere wurde erst später dazu gefügt. Aber das willst du bestimmt nicht so genau wissen.

Die Fragestellung ist daher zu erweitern:
Kann ein Anhänger eines gezwungenermassen unjesuanischen Christentums überhaupt glaubwürdig sein, wenn er sich auf Jesus als Gottessohn, ja als Teil einer göttlichen Trinität beruft?

Gaby

Re: Jean-Luc Schneider beurteilt die Glaubwuerdigkeit der Ch

#16 Beitrag von Gaby » 06.05.2013, 15:07

Pagan, Jesus war sicherlich Jude ... aber schon damals gab es nicht DAS Judentum ... es gab auch da schon verschiedene Strömungen, Lehrunterschiede. Hat Jesus nun eine Abspaltung vom Judentum gewollt oder wollte er wie Luther seinerzeit eigentlich auch nur eine Reform der bestehenden Lehre? Ich denke auch Jesus wollte keine NEUE Konfession gründen, aber die Entwicklung dahin ließ sich letztlich nicht mehr aufhalten, da die unterschiedlichen Auffassungen zur bestehenden Lehre zu groß wurden.
http://www.imdialog.org/md2008/06/01.html
Nun bleibt die Frage, ob Gott das so gewollt hat oder nicht ... das wiederum muss jeder für sich selbst beantworten. Für mich gibt es nicht nur schwarz oder weiß als Antwort ... wir Menschen sind ein buntes Völkchen.
Horchen wir in uns hinein, was "unser" Glaube bei uns bewirkt ...
Glaube ist aus meiner Sicht Hingabe an Gott. Gott selbst schenkt ihn uns. Und er kann bewirken, dass Gott durch mich und andere handeln kann, wenn wir uns darauf einlassen. Kommt es darauf an welcher oder ob wir uns überhaupt einer Konfession zugehörig fühlen? Reicht es nicht aus, wenn wir uns Gott zugehörig fühlen, unabhängig von der Konfessionszugehörigkeit die uns vielleicht zusätzlich "Stütze" dabei sein kann?

Pagan

Re: Jean-Luc Schneider beurteilt die Glaubwuerdigkeit der Ch

#17 Beitrag von Pagan » 08.05.2013, 14:59

Gaby, ich weiss nicht, was ich mit deiner Antwort anfangen soll.

Ich habe darauf hingewiesen, dass das Christentum nicht Jesu Werk ist, sondern dasjenige von Leuten, die Jesus nicht kannten, wie ja wohl alles von und über diese fragwürdige Figur Jesus (Gabs ihn überhaupt?) aus der Feder von Menschen stammt, die ihn nicht kannten. Sie machten diesen Jesus zu etwas, was er gemäss den uns vorliegenden Schriften gar nie sein wollte.

Ich habe daher die Glaubwürdigkeit derjenigen Christen, die sich fälschlicherweise auf Jesus als Gründer und zentrale Figur des Christentums berufen, in Frage gestellt. Darauf gehst du so wenig ein wie Maximin mit seinem Schweigen.

tergram

Re: Jean-Luc Schneider beurteilt die Glaubwuerdigkeit der Ch

#18 Beitrag von tergram » 08.05.2013, 18:45

(Zitat) Jesus von Nazareth gilt heute auch selbst vielen Atheisten als historisch belegte Person. Hermann Detering, promovierter Theologe und Pfarrer im Ruhestand, hingegen ist nicht dieser Auffassung. In seinem neuen Buch „Falsche Zeugen. Außerchristliche Jesuszeugnisse auf dem Prüfstand“ zeigt er, dass auf die als Belege für die Existenz Jesu herangezogenen antiken Quellen kein Verlass ist. (Zitatende)

Hier ein interessantes Gespräch mit Dr. Hermann Detering: http://hpd.de/node/12044

(Zitat) Ob es einen historischen Jesus gegeben hat, der am Kreuz gestorben ist, ist in religiöser Hinsicht irrelevant… sollte es jedenfalls sein für jemanden, der für die Sprache der Zeichen und Symbole empfänglich ist. Entscheidend ist, welche Bedeutung das Kreuz für mich und mein Gottesbild hat. Wir müssen wieder zurück zu einer poetischen Betrachtungsweise der Bibel. Die ersten Evangelien wurden als Gleichnisse und nicht als Geschichte verfasst. (Zitatende)

verbindlich

Re: Jean-Luc Schneider beurteilt die Glaubwuerdigkeit der Ch

#19 Beitrag von verbindlich » 08.05.2013, 20:24

liebe tergram, ich tue mich schwer mit dem Gedanken, etwas zu glauben, was aus Unwissen und Spekulation jemand schreibt um Gehör zu finden. Selbst wenn die Evangelien erst ca. ab 60 n.Chr. verfasst wurden, so kann ich doch glauben, das diese Evangelien auf Aussagen von Zeitzeugen zurückgreifen. Beispiel: wenn meine Schwiegermutter, 89 Jahre alt, mir erzählt, sie habe gesehen, wie Juden verfolgt wurden , dann war sie ca. 30 Jahre alt. Sollte ich ihr das nicht glauben? Ich denke schon. So ist das eben mit den Zeitzeugen; die, die es glauben müssen, das Wahrheit eben Wahrheit ist, tun sich oftmals schwer, aber das ändert doch nichts an der Wahrheit, oder?

tergram

Re: Jean-Luc Schneider beurteilt die Glaubwuerdigkeit der Ch

#20 Beitrag von tergram » 09.05.2013, 00:39

verbindlich, dein Vergleich mit der Großmutter wäre zutreffend, wenn du selbst mit einem der Evengelien-Schreiber gesprochen hättest.

Dass es für die Existenz Jesu keine historisch gesicherten Beweise gibt, verwundert schon - hatten doch die römischen Besatzer ein ausgezeichnetes Staatswesen und wussten stets genau über die Einwohner und Wirtschaftskreisläufe Bescheid. Nur so lassen sich ja Steuern erheben und nur so läst sich ein fremdes Volk, bei dem man immer mit Aufständen rechnen muss, unter Kontrolle halten. Zur Zeit von Jesu Geburt gab es ja bespielsweise die bekannte Volkszählung, von der auch in der Bibel berichtet wird.

Wie Dr. Detering aber sagt: Geglaubt werden darf auch ohne Beweise. Notfalls auch ohne Wahrheit.

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