positive Endzeiterwartung

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Loreley 61
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positive Endzeiterwartung

#1 Beitrag von Loreley 61 » 26.02.2013, 19:14

positive Endzeiterwartung

Was versteht man unter einer positiven Endzeiterwartung, die laut Annette Kick in der NAK derzeit gepredigt würde? Nicht Schlachten und Gemetzel stünden im Vordergrund sondern eine Hochzeit im Himmel. (GK-Magazin)

1. Das war schon immer Predigtbestandteil der NAK, nämlich das treue Neuapostolen an der Hochzeit im Himmel teilnehmen. Das Gemetzel betraf ja nur die Anderen.


2. Hat Frau Kick nie die Bibel, speziell die Offenbarung gelesen? An einer Endzeit, wie die Bibel sie beschreibt, kann nie etwas positives sein, da Millionen von Andersgläubigen, die keine Christen sind, vernichtet werden.

Insgesamt haben sich laut GK-Magazin bei einem Treffen von ACK und EZW die Teilnehmer positiv zu einer Gastmitgliedschaft der NAK geäußert. Die Damen und Herren haben sich also einlullen lassen. Vergessen sind all die Opfer neuapostolischer Lehre und vergessen wird auch, dass immer noch die Versiegelung durch lebende Apostel erst ein Kindschaftsverhältnis zu Gott bewirkt. Alle anderen haben nur Schrumpfsakramente. Dr. H. Obst wertet die immer helleren Kleider der StammApostelfrauen schon für ein Zeichen, dass sich die NAK verändert habe und alle seine Forderungen aus den 90er Jahren wären mit dem neuen Katechismus erfüllt. Nicht zu fassen, wie man diese hohen Herren und Damen aufs Glatteis führen kann. Die Strategie der NAK scheint aufzugehen. Die Eschatologie der NAK wurde sogar hochgelobt.......Die NAK-Vertreter registrierten das mit Stolz.

LG, Lory
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Re: positive Endzeiterwartung

#2 Beitrag von Comment » 26.02.2013, 20:25

Werte Loreley,

man kann das Verhalten der Gesprächspartner in der Runde mit den NAK-Vertretern auch anders sehen. :wink:

Vor den Augen der 'großen' Kirchen liegt nun der Katechismus der kleinen NAK. Diese hat daran jahrelang gearbeitet und endlich der anderen Seite ihr Produkt zwecks Basis für weitere Gespräche vorgelegt.

Klar, die Herrschaften der evangelischen Kirchen und der katholischen Kirche, die ja erklärtermassen auf so etwas von der NAK warteten, wollen nun die fleißig gewesenen Männer aus der NAK nicht vor den Kopf stossen - wenn sie so feststellen, dass die NAK auch mit ihrem Katechismus noch immer nicht so richtig aus der Ecke einer 'Sonderkirche' herausgekommen ist, dann scheinen sie jetzt aber doch leichter darüber hinwegsehen zu wollen, aber sie denken sich sicher immer noch ihr Teil dabei.

Die NAK aber freut sich offensichtlich darüber, dass ihr Gegenüber sich nach aussen etwas (!) beeindruckt zeigt. Doch müßte sie nicht eigentlich eine größere Erwartung an die Anderen haben, könnte man doch fragen. Da wird Nachdenklichkeit im Hinblick auf das Entschlafenenwesen der NAK angedeutet. Mehr aber doch nicht! Es ist beileibe nicht davon auszugehen, dass nun die ev. oder die kath. Seite sozusagen ihre Praxis der Entschlafenen-Gottesdienste auch nur in Bruchteilen übernehmen will!

Ich habe eher den Eindruck, die 'Großen' zeigen irgendwie Milde im Umgang mit der 'kleinen NAK', die auch gerne groß sein möchte, die sich aber doch genau ins Gegenteil entwickelt, jedenfalls in Europa, und hier immer unbedeutender wird. Das wird auch außerhalb der NAK sicher wahrgenommen. Und dort sieht man auch, was denn das in der NAK so hoch gelobte Apostelamt realiter erreicht: es ist in Westeuropa kaum noch ein dauerhaftes Überleben denkbar! Da können auch die Beobachter sich ruhig zurücklehnen, wenn sie von jenen Aposteln der NAK hören, dass sie sich als so wichtig für alle Menschen ausgeben; sie denken sicher: 'Lass die NAK-ler ruhig machen mit ihren Aposteln, sie haben ja sonst kaum was.' Eines ist doch klar: Wenn die evangelischen Kirchen und die katholische Kirche den NAK-Katechismus-Inhalt als Gewinn ansehen würden, dann müßte eine solche Einschätzung doch Konsequenzen auf ihrer Seite haben - hat sie aber nicht, man will dort gar nicht das Apostelamt, das die NAK sich zugelegt hat. Warum wohl? Ich denke, es ist für sie erkennbar, dass die NAK da mehr einem Begriff anhängt, an dem sie alles fest macht. Und es ist doch so: die 'großen' Kirchen könnten doch der kleinen NAK, wenn's Sinn machte, den Apostel-Wind aus den Segeln nehmen, und zwar endgültig, wenn sie ihre eigenen Leitungskräfte eben auch 'Apostel' nennen würden. Und dann? Aber brauchen sie es? Sicher nein, denn es kommt ja bekanntlich absolut nicht auf das Äußere an, auf das Formale, sondern auf die inneren Werte ...

So gesehen, werte Loreley, erscheint doch die lasche Reaktion der NAK-Gesprächspartner verständlich; man will die tapferen NAK-ler nicht verärgern, das haben sie wohl auch nicht verdient - aus christlicher Sicht. Man ist also nett und freundlich zu ihnen und denkt sich sein Teil. Wie lange werden sie noch Gelegenheit haben, um beim ACK anzuklopfen? (Um sich dort, was seitens der Evangelischen und der Katholiken sicher auch erkannt worden ist, aber von diesen nicht so thematisiert wird, ein Label abzuholen?)

Leider, ja leider, und da stimme ich Ihnen zu, den NAK-lern, jedenfalls den kritischen, ist mit dem seichten Kuschelkurs der anderen Kirchen nicht gedient. Aber da kann man ja sagen: die können ja gehen, die können ja, wenn sie wollen ev. oder kath. werden. Und die anderen NAK-ler (vielleicht in Deutschland noch 25 oder weniger % der Mitglieder lt. unbereinigten Kirchenbüchern?), die wollen ja sowieso bei ihren Aposteln bleiben, egal, was diese lehren. Denen ist sozusagen aus Sicht der Anderen gar nicht (mehr) zu helfen ... :mrgreen:

Nachdenklich grüßt Sie

Com.

tergram

Re: positive Endzeiterwartung

#3 Beitrag von tergram » 26.02.2013, 23:44

Vielen Dank, Comment für die andere Sicht auf die Dinge - da ist "was dran".

Mir ist unklar, warum die NAK so eilfertig um die Gunst der großen Kirchen buhlt, sich bei der ACK geradezu anbiedert, mit dem kleinen Büchlein unterm Arm gar im Vatikan auftaucht (um dort milde lächelnd von einem Angestellten abgearbeitet zu werden) - was wird bezweckt?

Welchen Vorteil hätte die NAK von größerer Akzeptanz bei den Großkirchen - außer der Wohltat fürs eigene Ego?

Ihre selbstgemachten Probleme mit der rettungslos verwurschtelten Glaubenslehre, der unverändert vorhandenen Exklusivität, dem Entschlafenen(un)wesen, die strukturellen Probleme, allgemeine demografische Entwicklung, Säkularisierung etc. werden doch dadurch weder gemildert noch gar gelöst.

Was also ist die Absicht hinter dem teilweise rührenden Bemühen?

GG001

Re: positive Endzeiterwartung

#4 Beitrag von GG001 » 27.02.2013, 01:44

tergram hat geschrieben:Was ist die Absicht der NAK?
Der PG-Vorsitzende Kühnle betonte, er betrachte die ACK-Mitgliedschaft als "Gütesiegel", das die NAK auch verdiene. Das sei immer schon so gewesen, mehr beanspruche die NAKI gar nicht. Damit rückt Kühnle offensichtlich von weitergehenden, inhaltlich bestimmten, ökumenischen Zielen ab, was innerkirchlich häufig anders dargestellt wird. (Woertliches Zitat aus Christ im Dialog, Bericht ueber eine Berliner Tagung im Dezember 2010).

Wenn man nach "Kuehnle Johanning Guetesiegel Berlin" sucht, wird man auch zu einem Artikel ueber Herrn Gandows Ansichten zur Mitgliedschaft der NAK in der ACK fuendig. Sollte das, was Michael Koch schreibt, tatsaechlich eintreffen, dann hat sich Herr Gandow aber gewaltig geirrt.

Was die "inhaltlich bestimmten oekumenischen Ziele" (Zitat CiD) angeht, mache ich mir keine Illusionen. Dazu hatte die Leitung der Arbeitsgruppe "Oekumene" keinen besseren Ausblick als: "Damit die apostolische Stimme im Chor der anderen Kirchen hoerbar wird." Das kam mir schon beim Hoeren der Antwort auf meine Frage sehr mager und ziemlich selbst-zentriert vor.

Sehr geehrte NAK, Oekumene wird nicht auf Leitungsebene hoerbar gemacht, sondern auch vor Ort gelebt.

Ob die Gemeinden inner- und ausserhalb der NAK dazu faehig sind, ist eine zweite Frage. Es gibt dazu sehr unterschiedliche Erfahrungen.

shalom
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Re: positive Endzeiterwartung

#5 Beitrag von shalom » 27.02.2013, 13:36

[urlex=http://www.bischoff-verlag.de/public_vfb/pages/de/family/news/130222acktagung.html][ = > MY BISCHOFF ][/urlex] hat geschrieben: NAK »auf dem Weg« (22. Februar 2013)

Fulda. Was bedeutet der Katechismus für die Neuapostolische Kirche (NAK)? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion im Bonifatiushaus in Fulda.

Die Gesprächsrunde gehörte zum Finale einer dreitägigen Fachtagung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) und der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW).

…Sie sprachen mit einer neuapostolischen Christin und einem neuapostolischen Amtsträger über deren Blickwinkel auf das neue Grundlagenwerk.

Die Kirche selbst war vertreten durch die Apostel Volker Kühnle und Rolf Wosnitzka sowie durch den Kirchensprecher Peter Johanning und den Theologen Reinhard Kiefer.

Als Maßstab für die kirchenweite Bedeutung des neuapostolischen Katechismus zog Stettner das Zweite Vatikanische Konzil heran: Unter dem Stichwort »aggiornamento« – auf dem Podium übersetzt als »Verheutigung« – stieß das Konzil zahlreiche Änderungen an, um die Katholische Kirche auf die Gegenwart einzustellen.

Als besondere Stärke der NAK benannte Pfarrerin Kick die intensive Seelsorge – solange diese nicht Kontrolle und Einengung bedeute.

Werte Verklärte, liebe Verheutigte und all ihr Ewiggestrigen 8),

der VFB titelt: " NAK »auf dem Weg«" – wohl wissend, dass es eine NaK gar nicht gibt. Es gibt einen Schweizer Aposteldachverein, der sich gemäß seinen weltlichen Statuten „NaKi“ nennt und dann mehr oder weniger viele, rechtlich mehr oder weniger selbständige Gebietskirchen unter dem Regiment jeweils eines wirklich selbständigen Gebietskirchenpräsidenten (Gebietskirche im Vollsinn). Bensheim oder auch Fulda gehören z. B. zur "NAK-HRPS". In diesem na-amtlichen Sinn waren also eine kirchenrechtlich unselbständige neuapostolische Christin sowie ein kirchenrechtlich ungenannter Amtsträger (vermutlich auch kirchenrechtlich unselbständig) zugegen.

Und dann heißt es: „ …Die Kirche selbst war vertreten durch die Apostel Volker Kühnle und Rolf Wosnitzka sowie durch den Kirchensprecher Peter Johanning und den Theologen Reinhard Kiefer“, wobei auch die genannten sämtlich kirchenrechtlich unselbständig sein dürften. Ich vermute, dass die benannten allerhöchstens leitende Angestellte (Neuapostolismen) ihres jeweiligen Gebietskirchenpräsidenten (Brinkman, Ehrich, Klingler) sind.

Stp. Dr. Leber und dessen Auftragsarbeit „DNG / Katechismus“ in die Nähe eines „aggiornamento“ des Papstes Johannes XXIII zu rücken, ist schon gewagt. Stp. Dr. Leber als NaKi-Dachvereinsvorsitzender erinnert mich schon eher an Papst Benedikt (beide haben für 2013 ihren Rücktritt vom aktiven Amt erklärt).

Übrigens hatte Stp. Dr. Leber knapp vor der Fuldaer Fachtagung in Berlin am 03.02.2013 in einem Festgottesdienst mit 1250 Gläubigen und noch vielen weiteren an den Satellitenstationen (SAT-Gottesdienst) sein „Netz göttlicher Liebe“ sichtbar gemacht. Er wählte als Grundlage ein Textwort aus dem Evangelium des Matthäus: „Wiederum gleicht das Himmelreich einem Netz, das ins Meer geworfen ist und Fische aller Art fängt. Wenn es aber voll ist, ziehen sie es heraus an das Ufer, setzen sich und lesen die guten in Gefäße zusammen, aber die schlechten werfen sie weg“ (Matt. 13,47.48).

Das Textwort vom Netz, schlage einen Bogen von damals zu heute (und nicht bis zu morgen). Im Gegensatz zu Matthäus, der das Himmelreich mit einem Netz verglich, mutiert unter Stp. Dr. Leber das Netz zum Evangelium. Dieses Netz der Liebe in den Händen der Menschenfischer und Seelenfänger gewönne „Menschen aller Art und Zeit“ für das Reich Gottes. Man solle sich aber hüten, vorzugreifen und nach Würdigkeit zu sortieren. „Das ist niemals unsere Aufgabe“, dies sei allein Gott vorbehalten. Das Netz der Liebe Gottes sei in Jesus sichtbar geworden. Als Beispiel dafür führte Stp. Dr. Leber die dreimalige Frage Jesu an Petrus an „Hast du mich lieb?“ Für ihn scheint die Liebe Gottes und die Liebe eines designierten Stp. Petrus einerlei zu sein.

Auch bei der „Wiedererweckung des Apostelamtes (exakt vor 150 Jahren) sei endlich auch wieder für uns heutigen die Liebe Gottes wieder sichtbar geworden.

Für Stp. Dr. Leber ist es schön, wenn dieser Gedanke der Liebe und der Unterordnung unter Gottes Willen auch die Gemeinden beherrsche und noch schöner, dass es auch Gott selbst nicht an Selbstbeherrschung mangelt. Was für eine Selbstbildbeherrschung. Was für ein Weg, welch eine Wahrheit, was für ein Leben.

Gastapostel Dieter Böttcher (Norddeutschland) wollte nach dem Hörensagen zu guter letzt glauben machen, dass das Feuer der Liebe einen Gläubigen triebe, „das Netz der Liebe immer wieder auszuwerfen. Ein Netz habe Maschen, die auch solche trügen, die man nicht verstehen würde. Aber die Maschen wären auch durchlässig für Vorbehalte oder Unverständnis“. Was für ein Fischer, der Fische und den Beifang in einem Netz der Liebe trägt.

Im untheologischen Stegreif wird stehgreifend und handumdrehend aus dem Himmelreich das Evangelium und daraus dann die Liebe Gottes (a)postuliert, ein Netz für Edelfische und unnützen Beifang. Erst in der Fischfabrik würde vom Chef selber nach Würdigkeit sortiert. Was für eine Masche. Aus dem Glauben für den Glauben – der Glaube an sein Selbstbild. Selbstbildselbstbeherrschung par excellence. Und derweil werden die Gemeinden von den Bezirksaposteln sauber aussortiert (Präfinale Auslese). Unlukrativer Beifang geht über Bord und die na-amtlichen Kornkammern werden immer voller(Überschüsse werden den Reserven zugeführt. Wer hätte nicht gerne so einen dicken Fisch im Netz?

Allerdings trüben katastrophale Hochrechnungen der nakinternen Mathematiker (Törner-Sondermann-Rechenmodelle) die Stimmung der Apostelendzeit. Da liegt eine Anbiederung an Katechismen anderer Theologen nahe. Für Nakoliken und ihren neuen Glauben (DNG / Katechismus) dürfte es daher kein Problem gewesen sein, den heutigen Apostolizimus acktabel zu formulieren. Beim Abgrenzen des Unveränderlichen vom Veränderlichen sind die Gebietskirchenapostel Experten. Ihre inszenierte Intransigenz ließ sich schon immer den Zeitverhältnissen anpassen.

Zwar assoziieren sie, dass ihr Amt gerade erst vor 150 Jahren im urkirchlich geschlossenen Sarkophag wiedererweckt und diesem wieder allerhöchstpersönlich personifiziert entstiegen sei. Sie lassen den neuapostolischen Glauben im Gewand des Damaligen auftreten, geradezu als wäre das ewiggestrige topnaktuell. Bei so einer Verheutigung - ob sie nun geistlich-nakademisch als “Ergänzende Ausführungen zu Lebers Verständnis der heiligen Schrift“ oder ackzeptabel als 'Aggiornamento' daherkommt, dürfte sich nur wieder mal die Verpackung geändert haben. Man nehme: Viel Stammapostelgehorsam, eine Briese Luther, einen Schuss Evangeliumkomposition (Poporatorium), einen Teelöffel Augustinus, eine Messerspitze Thomas von Aquin, einen Hauch von Chrystosomos und natürlich noch viel Altestestamentaroma. Nach eifrigem Rühren bis zur Unkenntlichkeit ist das Gebräu in Formen zu füllen und mit dem Plemblem: „garantiert göttlich inspirierte NaKi-Apostellehre“ zu etikettieren. Ein neues Produkt, das zudem von nakademischen Experten im stammapostolischen Auftrag ständig verbessert wird, ein gelungenes Etikett, ein effizientes Marketing, eine gute Werbung bei der das Sein (Inhalt und Identität) hinter dem „Design“ zunehmend verblasst und nicht zu vergessen, endzeitsichere Kornkammern – Seelsorge light - Wohl bekomm‘s!

Apropos Kornbauernschläue / prall gefüllte NaK-Kornkammern: Relirep titelt: (Gastmitgliedschaft in mittelbarer Reichweite). Und das Magazin für Freunde & Gönner der Neuapostolischen Gebietskirchenlandschaften meint zur Fachtagung: „Man wird sich warm“. Nach der Durcharbeitung des „Großen Neuapostolischen Katechismus“ (und finanziell nicht gerade üppig gepolstert) wären Vertreter der ACK-Kirchen zu dem Schluss gelangt: „dass eigentlich nichts gegen eine Aufnahme der NAK in ihren Kreis spricht:wink: . Damit scheint die theoretische Prüfung schon so gut wie bestanden zu sein. Den nakademischen Theologen sei Dank. Dann wären nur noch die Chefs zu briefen. Koberstein und Konsorten müssen in Bensheim nur noch schnell mal die theologische Privat-Vorsonntagsschule zu besuchen, um sich ackzeptabel verständlich machen zu können (gk: "Apostel planen Seminar am theologischen Institut Bensheim um theologische Begriffe zu lernen"). Versiegelung bald mit Gütesiegel.

Wenn ich von dem Ausspruch eines NAK Repraesentanten lese, er habe in einem Gespraech in Berlin mit Teilnehmern von der EZW und dem Konfessionskundlichen Institut Bensheim erklaert, dass es bei der Aufnahme in die ACK "um ein Guetesiegel fuer die NAK" gehe, "das sie verdiene", empfinde ich das nicht als ein oekumenisch begruendbares Motiv (gf24/ GG001).

Am Sonntag, den 17.02.2013 hatte übrigens der NaK-Süddeutschland-Apostel Prause Amberg besucht. Als echtes Wiederkäuer verwendete er wiederum das vorgekaute o. a. Textwort des Berliner Stammapostels (Matthäus 13 Verse 47-48): „Wiederum gleicht das Himmelreich einem Netz, das ins Meer geworfen ist und Fische aller Art fängt. Wenn es aber voll ist, ziehen sie es heraus an das Ufer, setzen sich und lesen die guten in Gefäße zusammen, aber die schlechten werfen sie weg“. Das Netz würde „sichtbar in der Sendung Jesu, deutlich erkennbar in vielen Situationen seines Wirkens. Dann im Weiteren auch im Wirken der Apostel. Auch in unserer Zeit sind wieder Apostel gesandt, die dieses Netz weltweit auswerfen (unselbständige Glaubensfiliale Unterbezirk Nürnberg Ost).

Auf der einen Seite: Gastmitgliedschaft in der ACK – auf der anderen Seite : Aufgenommene Gäste in einer Gemeinde unter den Fittichen eines Bezirksapostels.

Positive Apostelendzeiterwartungen dank vernetzter ACK-Gütebesiegelung der na-amtlichen Versiegelung.

Da kann ja alles nur wieder gut bleiben.

s.

Maximin

Re: positive Endzeiterwartung

#6 Beitrag von Maximin » 27.02.2013, 15:09

:) Mein lieber Shalom,

"Maschenöffnungen

Die Maschenöffnung ist auf den zu fangenden Fisch abgestimmt. Damit weniger Jungfische gefangen werden, sind bestimmte Mindestmaschenöffnungen erforderlich. Diese werden in internationalen Abkommen vereinbart und gegenseitig kontrolliert. Siehe Fischerei."

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Fischernet ... 3.B6ffnung

Worauf kommt es hier an?

1. Überlebensfähige Jungfische sollen davon kommen um überleben können damit die ihe Art geschützt und erhalten bleibt.

2. Internationale Abkommen sowie eine gegenseitige Kontrolle sollen das gewährleisten.

Nebenbei: Die gegenwärtig zu beobachtende "Gütelsiegelinflation" irritiert den Verbrauch mehr als sie ihm das Wissen vermittelt, welches er seriöser Weise erwarten kann.

LG vom alten Maximin :wink:

hans
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Re: positive Endzeiterwartung

#7 Beitrag von hans » 27.02.2013, 15:34

Es ist mir eine Freude die tiefgründigen Beiträge von Shalom und Maximin zu lesen, leider ist dies selten.
Shalom, es gab mal eine Serie in der UF der NAK, 120 Jahre Apostelamt. jetzt zählen wahrscheinlich nur die nach 1863 ordinierten noch als Ap,oder?
Lieber Maxi, die Maschen eines "NAK-Netzes" vor Jahren waren so eng, dass niemand, der raus wollte, raus kam. Du verstehst, was ich meine. Heute sind die Maschen so groß. dass hoffentlich nur wenige hängen bleiben.

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Re: positive Endzeiterwartung

#8 Beitrag von Comment » 27.02.2013, 18:33

Was also ist die Absicht hinter dem teilweise rührenden Bemühen?
Werte tergram, das läßt sich angesichts der innerhalb der NAK, insbesondere örtlich, wenn überhaupt, nur punktuell stattfindenden Sachauseinandersetzung mit dem Thema nur vage vermuten.

Ich persönlich habe den Eindruck, dass es Leuten wie Herrn Kühnle vielleicht nur darum geht, der in der NAK nachwachsenden Generation, die möglicherweise mehr Fragen nach dem Verhältnis zu anderen Christen stellt als die Alten, nach bundesweit vollzogenem Gaststatus im ACK etwas vorweisen zu können, was nach Zustimmung auch durch Dritte aussieht, etwa so oder so ähnlich:

'Seht her, unsere Kirche und damit unser Lehre finden Anerkennung innerhalb der Christen; unser Profil trifft da auf Achtung und Respekt unter den Mitgliedern des ACK, wir sind da gern gesehene Gäste, und unsere neuapostolische Stimme wird dort als Bereicherung angesehen. Der Herr ist mit uns, und ER wird Mittel und Wege finden, dass unsere ökumenische Ausrichtung unter den Christen sich segensreich für Alle auswirken wird ...'

Ich denke, mehr ist da nicht gewollt, es geht, wie schon anderswo ausgeführt, schlicht um ein 'Label', eine Art Markenzeichen für die NAK - 'Anerkennung' ist das Stichwort. Man hat dieses Stichwort ja schon früher zu hören bekommen, wenn seitens der NAK so richtig freudevoll gesagt wurde: 'Unsere Kirche ist durch die Regierung als Körperschaft des öffentlichen Rechts a n e r k a n n t .' Wie toll!

Wenn's denn so sein sollte, bleibt selbstverständlich weiter fraglich, ob das Label-Gehabe innerhalb der jüngeren Mitglieder überhaupt, wie man sich das möglicherweise heute seitens Herren Kühnle usw vorstellt, zieht!? Warten wir es ab.

Com.

shalom
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Re: positive Endzeiterwartung

#9 Beitrag von shalom » 28.02.2013, 06:21

hans hat geschrieben:
Shalom, es gab mal eine Serie in der UF der NAK, 120 Jahre Apostelamt. jetzt zählen wahrscheinlich nur die nach 1863 ordinierten noch als Ap,oder?
[urlex=http://forum.glaubensforum24.de/viewtopic.php?f=3&t=1511&start=5][ = > gf24 / Cemper, CID und der VFB ][/urlex] hat geschrieben: […]
Es ist aus den neutestamentlichen Apokryphen, z.B. dem Hirten Hermas, der Didache (Lehre der zwölf Apostel) u.a. mit aller Bestimmtheit zu entnehmen, dass eine Anzahl von Aposteln noch zur Zeit der Abfassung dieser Schriften tätig war, also um etwa 120 n. Chr. Geburt. So spricht Hermas von 40 Aposteln und Lehrern (sim. IX. 15,4), von deren Namen die wenigsten bekannt sind (Die Ämter und Sakramente der Neuapostolischen Kirche).
Auch die Wiedererweckung des Apostelamtes vor 150 Jahren sei solch ein Sichtbarwerden der Liebe Gottes. Weitere Bilder aus der Heiligen Schrift verdeutlichten dies…" (Das Netz göttlicher Liebe sichtbar machen - Stammapostel Leber in Berlin)

Die “Ergänzenden Ausführungen zu Lebers Verständnis der heiligen Schrift“ bezeugen die vollsinnige Fortschreibung des Evangeliums (nach langer Pause) durch die sichtbaren neuapostolischen Federführenden.

Soviel zu na-amtlichen Apostelamteinschläferungen, Apostelamtwiedererweckungen und daraus folgende jubiläumaufgeblähte Apostelzählereien…

s.

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Re: positive Endzeiterwartung

#10 Beitrag von Loreley 61 » 28.02.2013, 08:13

Nun ja, da gibt es offenbar einige Argumente die eine Aufnahme in die ACK für die NAK wichtig machen. Vielleicht ist es sogar ganz gut, wenn sie den Gaststatus bekommt, denn dann haben die anderen hoffentlich ein Auge auf das neuste Mitglied. Und wenn sie nicht spuren - fliegen sie wieder raus.... :mrgreen: Außerdem sind da auch noch ganz andere Sondergemeinschaften mit ihren fragwürdigen Lehren dabei. Es kommt also auf eine fragwürdige Gruppierung mehr oder weniger auch nicht mehr an.

Vielleicht erklärt mir noch einer die "positive Endzeiterwartung". Wenn ich das früher richtig verstanden habe, dann bricht mit dem Kommen des Gottessohnes für die meisten Menschen eine große Trübsal an.(ausgenommen die paar Erwählten) Man sollte also eher hoffen, dass sich der Gottessohn noch lange Zeit läßt, oder gar nicht erscheint. (sofern man überhaupt daran glaubt)

LG, Lory
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