Bezirksapostel Klingler und sein Glaubwürdigkeitsproblem

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Loreley 61
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Bezirksapostel Klingler und sein Glaubwürdigkeitsproblem

#1 Beitrag von Loreley 61 » 07.01.2008, 18:07

Hierzu ein sehr interessanter Artikel:

http://www.mediasinres.net/geschichte/b ... tsproblem/

LG, Lory
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evah pirazzi
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#2 Beitrag von evah pirazzi » 07.01.2008, 21:26

Interessanter Artikel

Dort wird vor allem noch einmal darauf hingewiesen, dass sich Klingler weniger am Inhalt der Geschichtsaufarbeitung vom 4.12. stört, als vielmehr an der Darstellung.
...Es muss also davon ausgegangen werden, dass Klingler die demagogisch-apologetische "Geschichtsverzerrung" Draves durchaus billigt und sich höchstens an der erwähnten Schärfe stört...
Ferner wird vermutet, dass Klingler schon läger als seit dem 25.4. vom Inhalt der Geschichtsausarbeitung wusste:
...Klingler weiss nicht "erst" - wie die anderen Bezirksapostel - seit dem 25.04.2007 sehr genau, wie das Ergebnis von Draves "Geschichtsforschung" aussieht, denn Klingler ist seit 2004 Mitglied und seit Ende 2006 sogar Vorsitzender der sogenannten Koordinationsgruppe (KG)...
Da stellt sich die Frage: Hat jetzt Klingler eine Glaubwürdigkeitskrise der VAG gegenüber, oder hat er nicht vielleicht auch eine solche dem objektiven Beobachter der Geschehnisse gegenüber?

Ganz allgemein gefragt, dürfte er - sollte er wirklich eine kritische Haltung einnehmen - diese offen äußern, oder ist er als Mitglied der NAKI zu bedingungsloser Loyalität dem StAp gegenüber verpflichtet?

Wobei ich mir die Frage stelle: Ist die Einforderung unbedingten Gehorsams und kritiklosen Abnickens biblisch begründbar? (Man denke an die Begebenheit mit Petrus und Kornelius in Apg. 10 u. 11, wo, nachdem er den Heiden Kornelius getauft hatte, was bis dahin ein Tabu gwesen war, er (Petrus) sich gegenüber den anderen Aposteln rechtfertigen musste ob seiner Tat)

Ich meine nicht!!!

:wink:

steppenwolf

#3 Beitrag von steppenwolf » 07.01.2008, 21:41

:wink:
Zuletzt geändert von steppenwolf am 02.05.2008, 12:33, insgesamt 1-mal geändert.

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evah pirazzi
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#4 Beitrag von evah pirazzi » 07.01.2008, 21:49

Ok, so hat man es niedergeschrieben - aber - ist es biblisch begründbar?
Ich dachte, wir haben und benutzen die Bibel als Grundlage?

:wink:

steppenwolf

#5 Beitrag von steppenwolf » 07.01.2008, 22:02

:wink:
Zuletzt geändert von steppenwolf am 02.05.2008, 12:39, insgesamt 1-mal geändert.

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tosamasi
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#6 Beitrag von tosamasi » 08.01.2008, 10:34

Was Du so alles findest, steppenwolf.

Der Demut höchster Ausdruck und tiefster Punkt.
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

42

#7 Beitrag von 42 » 09.01.2008, 00:36

evah pirazzi hat geschrieben:Ok, so hat man es niedergeschrieben - aber - ist es biblisch begründbar?
Ich dachte, wir haben und benutzen die Bibel als Grundlage?

:wink:
Evah, es muss einen Anhalt in der Bibel haben, nur einen Anhalt.
42 im gk-Forum hat geschrieben:"Verstehest Du auch, was Du liesest?" (wenn und falls wir die Verlautbarungen der NAKI lesen)

Ich nehme einfach einmal einen heutigen Ausspruch von tergraM als Anlass fuer dieses Thema, wenn auch Bedenkentraeger immer wieder darauf hingewiesen hat, dass vieles, was den Hoerern von NAK Verlautbarungen sonderbar vorkommt, doch schon immer so geschrieben stand. Meine Anmerkung: aber nicht immer so gesagt worden ist.

Lesen wir das, was wir verstehen wollen, oder lesen wir das, was da steht? Als Beispiel nehme ich die offizielle

Ankündigung: Die Bibel ist Grundlage der neuapostolischen Lehre

22.10.2004

Nizza. Die Bezirksapostelversammlung Nizza vom 22.-24.09.2004 hat erneut bekräftigt, dass die Bibel als religiöse Grundlage der Lehre der Neuapostolischen Kirche anerkannt und gewertet wird. Normsetzend sind vor allem die Aussagen des Neuen Testaments, besonders die Worte Jesu und die Apostelbriefe.

Aussagen über einzelne Bibelbücher oder Bibelstellen, aber auch die Aussagen der heute lehrenden Apostel und Amtsträger der Kirche müssen in der Heiligen Schrift einen konkreten Anhalt haben. Die Lehre und ihre Verkündigung dürfen nicht im Widerspruch zu den Aussagen in der Heiligen Schrift stehen.

Ein ausführlicher Artikel wird in den "Leitgedanken für Amtsträger" veröffentlicht.

Siehe hier fuer die Quelle.

Ist das nicht selbstverstaendlich fuer eine christliche Kirche, was hier NAKI formuliert? Wenn wir aber genauer lesen ...

Wie viel Bedeutungsgehalt hat denn die vermutlich sehr bedacht gewaehlte Formulierung "...muessen in der heiligen Schrift einen konkreten Anhalt haben"? Um diese 'Bedingung' zu erfuellen, reicht schon eine einzige Textstelle aus! Damit ist "ein Anhalt" gegeben. Noch nicht einmal von einer "schluessigen Folgerung" spricht NAKI hier.

Eine einzelne Textstelle kann aber selten den Sinngehalt eines ganzen Kapitels oder womoeglich der Lehre abbilden.

Sehr positiv endet die Ankuendigung mit der Bemerkung: "Die Lehre und ihre Verkündigung dürfen nicht im Widerspruch zu den Aussagen in der Heiligen Schrift stehen." Aber Moment: so lange man sich auf die eine Bibelstelle als "Anhalt" zurueckziehen kann, braucht man sich ja nicht sogleich widerlegt fuehlen, auch wenn eine groessere Zahl von Hinweisen an anderer Stelle in der heiligen Schrift einen anderen Sachverhalt nahelegen.

Im besten Fall kennt der/die Gegenueber auch die anderen Textstellen gar nicht. Dann bleibt ihm/ihr nur der Glaube an das eine NAK-amtliche Bibelzitat.

Aus dem gk forum

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evah pirazzi
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#8 Beitrag von evah pirazzi » 09.01.2008, 10:00

@42

Man sagt zwar nach außen, dass:
die Bibel als religiöse Grundlage der Lehre der Neuapostolischen Kirche anerkannt und gewertet wird. Normsetzend sind vor allem die Aussagen des Neuen Testaments, besonders die Worte Jesu und die Apostelbriefe.
Ich sehe aber einen Widerspruch zu dem von Steppenwolf zitierten Abschnitt aus den Statuten der NAKI. Diese Bestimmung ist nicht biblisch belegt. Petrus hatte nicht diese Machtstellung wie der Stammapostel der NAK heute. Er hat zwar innerhalb der NAKI "nur eine" Stimme, kann aber im Bedarfsfall BAPs entlassen, wenn diese von den Statuten abweichen, oder?

Insofern müssen die BAPs sich immer schön zum Stammapostel bekennen (wie es BAP Brinkmann ja gestern auch hier schnell noch veröffentlicht hat), damit ja nicht der Verdacht aufkommt, man trete in Kuhlens Fußstapfen. Die Warnung am 4.12. war ja eindeutig!

Da muss Klingler aufpassen, dass er sich nicht zu sehr ins Abseits manövriert, aber bitte, wo bleibt da die christliche Freiheit? Der Vergleich zur ehemaligen DDR, der neulich aufkam, ist gar nicht so abwegig.

:wink:

42

#9 Beitrag von 42 » 09.01.2008, 10:53

"Normsetzend" ... die Bibel als norma normans. Das ist ein wenig mehr als sich nur auf Anhaltspunkte zu beschraenken. Dann darf man streben, diesem hoechstmoeglichen Anspruch an die Bibel gerecht zu werden.

Gaby

#10 Beitrag von Gaby » 09.01.2008, 11:28

>>Da muss Klingler aufpassen, dass er sich nicht zu sehr ins Abseits manövriert, aber bitte, wo bleibt da die christliche Freiheit? Der Vergleich zur ehemaligen DDR, der neulich aufkam, ist gar nicht so abwegig. <<

http://www.joerg-sieger.de/predigt/ostern/c_o06d.htm

>>Dieser Paulus war einer von den Theologen, einer von der Sorte, die heute normalerweise die Lehrerlaubnis entzogen bekommen, die gemaßregelt werden, die man meint, in die Schranken weisen zu müssen, weil sie Neuerungen aufs Tapet bringen, die alles über den Haufen zu werfen scheinen.

Und man hat ihm ja auch versucht, seine beschneidungsfreie Mission zu untersagen. Aber Paulus gab nicht klein bei.

Die Apostelgeschichte spricht zwar davon, dass man sich auf einen Kompromiss geeinigt habe: Ok, die Beschneidung ließ man fallen, aber wenigstens die drei wichtigsten Vorschriften des jüdischen Gesetzes, wenigstens die sollten beibehalten werden. Paulus aber schreibt in seinen Briefen, dass er zu keinen Auflagen "Ja" gesagt habe, und es auch keine solche Auflagen geben könne.

Er hat sich durchgesetzt, so wie sich am Ende immer das durchsetzt, was Gott tatsächlich will. Es bedurfte der Hartnäckigkeit eines Paulus, dass sich die Botschaft vom Auferstandenen unterschiedslos für alle Menschen und über alle Grenzen hinweg geöffnet hat.

Solche paulinischen Menschen braucht unsere Kirche auch heute, Menschen, die keine Angst davor haben, auf die Erfordernisse der Gegenwart zu reagieren, die den Blick nicht dafür verlieren, was letztlich wesentlich und was nur äußere Form ist, eine Form, die sich je nach den Anforderungen der Zeit durchaus ändern kann und ändern muss.
Menschen wie Paulus braucht unsere Kirche zu jeder Zeit
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