Jahreslosung 2013

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Gaby

Re: Jahreslosung 2013

#41 Beitrag von Gaby » 14.01.2013, 09:26

Genau, es ist eine Parabel. In dem Moment wo ich die Bibel versuche wortwörtlich zu nehmen, werden immer Ungereimtheiten auftauchen und die Fragen werden immer mehr werden. Es sei denn ich verschließe die Augen davor, weil ich diese Ungereimtheiten nicht sehen will. Bei einer Parabel wird der Leser aufgefordert, den Text über den wörtlichen hinausgehenden Sinn zu deuten. Dabei gibt es auch mehrfache Deutungen, die aus den verschiedenen Blickwinkeln heraus entstehen können.

Folgende Ausarbeitung dazu finde ich interessant ...

http://www.ekd.de/kirche-und-sport/date ... _Thiel.pdf

Gaby

Re: Jahreslosung 2013

#42 Beitrag von Gaby » 14.01.2013, 10:20

Zum Thema Himmel oder Hölle ist m.E. interessant zu wissen, wie sich die "Mythologie" des Teufels überhaupt entwickelt hat ...

http://de.wikipedia.org/wiki/Teufel

>>Wichtiges Unterscheidungskriterium zu den Satans- und Teufelsbegriffen anderer Religionen ist, dass Satan im Judentum NICHT ALS ETWAS PERSONIFIZIERTES oder gar als das personifizierte Böse betrachtet und gelehrt wird. So sind die Vorstellungen eines personenhaften Satan als Gegenspieler der Gläubigen oder etwa eigenständiger „Versucher“ und Gegenspieler Jesu, des personifizierten Guten, Vorstellungen des Christentums, die jenen des Islam ähneln. Im Judentum wird sowohl das Gute als auch das Böse als zwei Seiten einer Zusammengehörigkeit gesehen, die beide z. B. in Gott, dem ewigen Wesen, begründet sind. Gut und Böse sind von dieser Welt, der Gott, das ewige Wesen, transzendent gegenübersteht. Der Satan, wenn der Titel einem Engel in einem Zusammenhang oder in einer Erzählung gegeben wurde, handelt dabei stets nicht eigenmächtig und nicht nach eigenem Willen, sondern im Auftrag Gottes und steht voll unter der Kontrolle und dem Willen Gottes. Der Titel Satan wird in der hebräischen Bibel und anderen heiligen Schriften des Judentums verschiedenen Engeln und Menschen verliehen.<<

Jesus war Jude und soll auch gesagt haben:

>>Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz oder die Propheten außer Kraft zu setzen. Ich bin nicht gekommen, um außer Kraft zu setzen, sondern um zu erfüllen.<< Matthäus 5, 17

Glaubt also jemand, er habe plötzlich ein anderes Verständnis von dem gehabt, als das, was der Begriff "Teufel" im Judentum bedeutete?

Auch das was man unter dem Begriff "Hölle" versteht unterlag ebenfalls einer Entwicklung ...

Von der Scheol zu Himmel, Hölle und Fegefeuer

Die Auslegungen der Religionen kritisch zu betrachten bedeutet aber nicht automatisch nicht mehr an Gott zu glauben ... der Glaube an Gott wird solange existieren, wie es noch weiße Flecken auf der Landkarte der Wissenschaft gibt ... und davon gibt es noch reichlich ... missionarischer Atheismus ist mir ebenso suspekt wie missionarische Religionen ... nur mal so als Anmerkung ...

tergram

Re: Jahreslosung 2013

#43 Beitrag von tergram » 14.01.2013, 11:46

Die Fragenliste von Lory ergänze ich gern:

Dass die Erschaffung des Menschen, wie in der Bibel dargestellt, nur ein Gleichnis ist und wir uns über verschiedene Entwicklungsstufen vom aufrecht gehenden Affen bis heute entwickelt haben und weiter entwickeln, setze ich mal als allgemein bekannt und akzeptiert voraus.

Lt. christlichem Glauben haben Tiere, im Gegensatz zum Menschen, keine Seele. An welchem Punkt der Millionen Jahre dauernden Mensch-Werdung war die Bruchstelle zwischen tierischem und menschlichem Leben, an welchem Punkt der Entwicklung bekam auf welche Weise der Mensch eine Seele?


@Gaby: Dass die Bibel nicht wörtlich zu nehmen ist, wird von Christen gern an dem Punkt angeführt, an dem es mehr Fragen als Antworten gibt - ein Totschlagargument, wie ich finde. Gleichzeitig werden mir auf Fragen gern Bibelstellen vorgelegt, die bezeugen sollen, was beispielsweise Jesus wörtlich gesagt haben soll. Da stimmt logisch was nicht...

Ich denke nicht, dass in dieser interessanten Diskussion dem missionarischen Atheismus das Wort geredet wird - hier werden Fragen gestellt, die ein Atheist so gar nicht stellen würde. Ich halte mich beispielsweise für einen Agnostiker (aber einen frommen. :mrgreen: )

Die gestellten Fragen sind weiterhin offen. Das lässt auf Antworten hoffen. :wink:

gecko

Re: Jahreslosung 2013

#44 Beitrag von gecko » 14.01.2013, 13:11

hab leider den Ueberblick nicht wo das Thema von 'Jahreslosung 2013' zu 'Himmel und Hoelle' mutiert ist ... moechte aber zu zweiterem kurz was einflechten ...

... durch ein in Christ-im-Dialog veroeffentlichtes (verlinktes) Interview (Titel: Gott ist anders) bin ich auf den ehemaligen Bischof der anglikanischen Kirche aufmerksam geworden und hab mir dann auch irgendwann das neueste (und vermutlich letzte Buch) von ihm gekauft: http://www.patmos.de/jenseits-von-himme ... -7681.html

Und obwohl mich manche Gedankengaenge und Entwicklungen in seiner Sehensweise (von Kind ueber Jugendlicher zum Erwachsenen und schliesslich zum Bischof - mittlerweile im Ruhestand) angesprochen haben, hatte ich am Ende des Buchs ein ungutes Gefuehl ... Gebete, die ich bisher (wie ich's von Kind an gelehrt wurde) mit 'Lieber Vater ...' begonnen habe, wollten mir ploetzlich nicht mehr ueber die Lippen gehen ...

... mein Gottesbild, das seit dem Abstand (den ich zur NAK gewonnen habe) etwas unverkrampfter war, geriet beim Lesen in Schieflage ... von der es sich noch nicht so richtig erholt hat :-)

... und wie sich Spong das ewige Leben vorstellt hab ich dann nicht mehr kapiert ... intelektuell :-)

Hat jemand das Buch gelesen und kann mir evt. weiterhelfen?

Gaby

Re: Jahreslosung 2013

#45 Beitrag von Gaby » 14.01.2013, 13:15

Pagan hat geschrieben:
Centaurea hat geschrieben:Die Frage nach dem Woher, dem Wohin und dem Warum beschäftigt den Menschen und treibt ihn um.
...
Der Schluß ist, dass da mehr sein muss. Und dieser Schluß wurde lange Zeit als die Götter bezeichnet.


Der Schluss ist der, dass dieser Schluss falsch ist. Da ist nur der Wunsch Vater des Gedankens.
Weil man etwas sucht oder sich etwas noch so innig herbeisehnt, deshalb existiert es noch lange nicht, auch Gott nicht. Mackie hat sich sinngemäss sogar so ausgedrückt, dass genau das der beste Hinweis darauf sei, dass etwas nicht existiere.
Centaurea hat geschrieben:

Für mich liest sich das schon missionarisch ... Fazit des Postings: "Gott gibt es nicht ... etwas anderes lasse ich nicht gelten" ... zumindest für mich unterscheidet sich das in keinster Weise von einem fundamentalistisch angehauchtem evangelikalen Christen (oder auch einem 150% Naki ;-) ) der mir die einzig richtige Wahrheit verkaufen will ...

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Loreley 61
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Re: Jahreslosung 2013

#46 Beitrag von Loreley 61 » 14.01.2013, 14:41

tergram hat mich verstanden und ich bin ebenfalls kein Atheist. Doch ich gebe tergram absolut recht. Immer dann, wenn die Bibel mehr Fragen aufwirft, als sie Antworten geben kann, soll man sie nicht wörtlich nehmen. Allerdings soll man sie dann wieder wörtlich nehmen, wenns gerade passt. Hat Jesus wirklich all das gesagt, was laut Bibel behauptet wird. Das Gute und das weniger Gute. Wahrscheinlich nicht, so wie es die meisten Theologen auch sagen. Gab er den Missionsbefehl, gab es seine Bergpredigt, so wie sie geschildert wird...usw. Sehr umstritten. Ist er nun der vielgepriesene Friedefürst, der lehrte, dass man auch seine Feinde lieben soll und mit gutem Beispiel voranging? Nein, er stieß auch Drohungen und Verfluchungen aus. Vielleicht aber auch nicht, denn man soll die Bibel ja nicht wörtlich nehmen. Oder nur da, wo sie einen lieblichen Jesus aufzeigt, der seine Forderungen auch selbst erfüllt?:

(Mt 10,34-35): "Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter."

(Mt 11,23): "Und du, Kapernaum, wirst du bis zum Himmel erhoben werden? Du wirst bis in die Hölle hinuntergestoßen werden."

(Mt 13,41-42): "Der Menschensohn wird seine Engel senden, und sie werden sammeln aus seinem Reich alles, was zum Abfall verführt, und die da Unrecht tun, und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappern sein."

Wer gegen ihn war, dem wünschte er, (Mt 18,6): "daß ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er ersäuft würde im Meer, wo es am tiefsten ist."

Jesus beschimpft die Schriftgelehrten als (Mt. 23,33) "Schlangen, Narrengezücht", obwohl er immer wieder mahnte: (Lk 6,37) "Verdammt nicht!" und (Mt 7,1) "Richtet nicht!"

Den Juden wünschte Jesus Tod und Verderben (Mt 23,35): "... damit über euch komme all das gerechte Blut."

(Mk 16,16): "Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden."

usw.

http://www.bibelkritik.ch/

Wer also war dieser Jesus? Die Bibel zeigt uns höchstens einen ziemlich unentschlossenen oder schizophrenen Gottessohn auf. Mal so, mal anders. Und Petrus? Ging dieser Glaubensheld nicht manchmal auch über Leichen - trotz Tötungsverbot, trotz geforderter Barmherzigkeit? Wegen Geld (!!!) tötete er Hananias und Saphira. Was soll uns das also heute lehren? Das wir manchmal eben doch töten dürften? Zum Glück verbietet uns das die weltliche (deutsche) Gesetzgebung. Aber vielleicht stimmt diese Geschichte gar nicht, wie auch die vielen schönen und lieblich zu lesenden bibl. Geschichten nicht stimmen könnten. Nichts genaues weiß man nicht. Aber sich nur das angenehme als wörtliche Rede oder Geschehnis rauspicken und alles andere als "nicht wörtlich nehmen", ist unlauter. Kreationisten nehmen (nebenbei bemerkt) alles in der Schrift wörtlich. Tja, wer hat Recht? Ich pers. habe mein eigenes Gottesbild gefunden. Dieses ist eher unbiblisch. Aber bin ich deshalb schon Atheist. Nee, ich bin gläubig und versuche lediglich die Christen und ihr bibl. Gottesbild zu verstehen und mir erklären zu lassen. Ganz einfach weil ich die selektive Wahrnehmung bezgl. der Bibel nicht begreifen kann.

LG, Lory
Unsere Gedanken und Gefühle werden durch unsere Überzeugungen geformt.
Was du tief in dir und oft unbewusst denkst, das zeigt die größte Wirkung in deinem Leben.
Brauche nichts ... wünsche alles ... und wähle, was sich zeigt!
______
Namaste

Gaby

Re: Jahreslosung 2013

#47 Beitrag von Gaby » 14.01.2013, 15:36

tergram hat geschrieben:Die Fragenliste von Lory ergänze ich gern:

Dass die Erschaffung des Menschen, wie in der Bibel dargestellt, nur ein Gleichnis ist und wir uns über verschiedene Entwicklungsstufen vom aufrecht gehenden Affen bis heute entwickelt haben und weiter entwickeln, setze ich mal als allgemein bekannt und akzeptiert voraus.
Lt. christlichem Glauben haben Tiere, im Gegensatz zum Menschen, keine Seele. An welchem Punkt der Millionen Jahre dauernden Mensch-Werdung war die Bruchstelle zwischen tierischem und menschlichem Leben, an welchem Punkt der Entwicklung bekam auf welche Weise der Mensch eine Seele?
Nun, im ursprünglichen Judentum glaubte man daran, dass Tiere eine Seele haben ... (sowie in den meisten anderen Religionen auch).
1. Mose, 9 >>3Alles, was sich regt, was da lebt, soll euch zur Speise sein; wie das grüne Kraut gebe ich es euch alles. 4Nur Fleisch mit seiner Seele, seinem Blut, sollt ihr nicht essen! << Elberfelder Bibel

Luther übersetzte dies z. Bsp. aber anders ...
>>3Alles, was sich regt und lebt, das sei eure Speise; wie das grüne Kraut habe ich's euch alles gegeben. 4Allein esst das Fleisch nicht mit seinem Blut, in dem sein Leben ist!<<

Wie es zu der unterschiedlichen Übersetzung kommen kann, lese man hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Seele Überschrift Christentum ...

Franz von Assisi stellte sich z. Bsp. entschieden gegen den Hochmut des Menschen, sich als Krönung und Herr der Schöpfung zu betrachten, da in seinen Augen sämtliche Lebewesen eine unsterbliche Seele besitzen, nicht nur der Mensch. Diese franziskanische Lehre der „Tierseele“ wurde allerdings innerhalb kürzester Zeit ausgemerzt.
Seinerzeit bekämpfte die Kirche auch die Katharer, die zu der Zeit sehr aktiv waren und an die Reinkarnation glaubten. Man glaubte, dass man verschiedene Stufen (eben auch die eines Tieres) durchleben musste, bevor man dann schließlich zu einer Menschenseele aufstieg.

Ursprünglich nahm man also an, dass die Seele und das Blut zusammengehören ... demnach hat jedes Lebewesen in dem Blut fließt eine Seele ... auch das Tier ...

Auch wenn mein Glaube natürlich christlich geprägt ist, heißt das nicht, dass ich meinen Verstand an der Garderobe abgebe ;-) An Gott zu glauben bedeutet nicht alles hinzunehmen, was einem an "Weisheit" so vorgesetzt wird. Wenn man sich die Mühe macht und versucht Zusammenhänge herauszufinden, hat man die Möglichkeit sich eigenverantwortlich darum zu kümmern an was man letztlich glaubt oder auch nicht ... ohne zu erwarten, dass jemand anderes das dann genauso sieht.

Mich nervt es allerdings schon etwas, wenn jemand der für sich beschlossen hat weiterhin an Gott zu glauben sich dafür ständig rechtfertigen soll ... dies ist an Pagan gerichtet ... auch für den Atheisten gilt m.E. "Ich weiß, dass ich nichts weiß ..."

Maximin

Re: Jahreslosung 2013

#48 Beitrag von Maximin » 14.01.2013, 17:10

:) Andreas hatte zum Jahresbeginn 2013 Gedanken zur Ev. Jahreslosung mitgeteilt. Die Jahreslosung lautet. "Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ (Hebräer 13, 14)

Loreley , Adler und andere haben diese Gedanken sehr schnell umgezwitscht. So entstand eine "saure Suppe" die man nur schwer zusammenfassen kann. Jedenfalls haben die meisten der nachfolgenden Beiträge nichts mehr mit der Ursprungsfrage zu tun: "Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ (Hebräer 13, 14)

Wollte man aus der entstandenen "Diskussionssuppe" einen klaren Extrakt herstellen, dann liefe das auf die hier üblichen Fragen heraus:

- Wie kann Gott alles zulassen?
- Gibt es diesen Bibelgott überhaupt?
- Hat Jesus Christus wirklich gelebt und was hat er, wenn überhaupt, wirklich gesagt?
- Ist das ganze Christentum in Wahrheit nicht eine einzige Anmaßung?

Nun tummeln sich hier ja etliche Leute, die nicht nur solche Fragen stellen, sondern insbesondere auch solche, die das Christentum dem Grunde nach radikal in frage stellen.

Leute, darauf antworte ich euch mit der Jahreslosung für 2013: "Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ (Hebräer 13, 14)
Was sucht ihr...?

Am letzten Sonntag sprach der niedersächsische Landesbischof über Toleranz. Der Kern seiner Predigt beinhaltete die Feststellung, wonach Toleranz immer ein klares "Ja" aber eben auch ein klares "Nein" bedeutet.

Wenn ein anderer Erkenntnisstand mein klares "Nein" ihn zu übernehmen nicht erlaubt, dann erlaubt mir das jedoch aber auch, seinen abweichenden Erkenntnisstand zu tolerieren, ohne ihn für mich übernehmen zu können.

Das nennt man in der Politik "Friedliche Koexistenz". Erbitterte Glaubenskriege will doch wohl in Wahrheit niemand mehr ausfechten - oder?

Ich habe irgendwann erkannt, dass ich da, wo ich bisher lebte, nicht mehr hingehöre. Mir war klar geworden, dass ich mir eine neue Wohnung, mir ein neues Lebensumfeld schaffen musste. Das habe ich getan. Und der Versuch war erfolgreich. Sehr erfolgreich sogar...!

Und wen mir nun jemand kommt, um mir meine neus Heim zu zertrümmern, dann gebietet mit meine Toleranzgrenze: "Höre trotzdem geduldig zu, was der zu sagen hat. Prüfe vielmehr deinen eigenen Erkenntnisstand und wenn Du zu dem Ergebnis kommst, dass dein Erkenntnisstand der richtige Weg ist, dann toleriere abweichenden Erkenntnisstände ohne Groll und Feinschaft. Bleibe tolerant. Das ist vorerst mal alles...!"

Maxmin grüßt, landauf und landab.

Liebe Grüße an die Gaby im Mittelgebirge.... :wink:

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Loreley 61
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Re: Jahreslosung 2013

#49 Beitrag von Loreley 61 » 14.01.2013, 18:52

Halten wir also fest: Die Menschen (in den Kirchen) nahmen an.....dachten, es sei so oder anders. Ursprünglich einmal dies, heute was anderes. Kirchenväter, die von der Reinkarnation ausgingen und andere wieder nicht. Tierseele ja und Tierseele nein. Und was ist nun die Wahrheit von allem? Oder haben wir im Laufe der Jahrhunderte nur das angenommen, was uns kirchlicherseits, je nach Konfession, vorgesetzt wurde? Die Schrift scheint so variabel, dass man damit auch das Gegenteil beweisen kann. Nur wenn die Wissenschaft keinen (kaum) Zweifel mehr läßt, lenken die Kirchen ein. So hat schließlich auch die kath. Kirche 1996 die Evolutionslehre bestätigt. Aber fast 2000 Jahre mußten die Katholiken was Falsches glauben und viele andere Glaubensgemeinschaften mit ihnen. Und warum? Weil es anders in der Schrift steht, als es uns die Wissenschaft sagt. Ist sowas vertrauensbildend?

Nun sind tergrams und meine speziellen Fragen immer noch offen. Gibt es keine allgemeingültigen Antworten? Worauf gründet dann der Glaube eines Christen? Auf einer Schrift, die nicht wirklich was hergibt - keine (kaum) Historie, wage, uneindeutige und widersprüchliche Verse und Aussagen? Für mich muß es einen Schöpfer geben. Eine Energie, die alles in Bewegung setzte. Unpersönlich. Das ganze Drumherum, festgehalten in Hl. Schriften lehne ich aus weiter vorne genannten Gründen ab. Jedoch soll selbstverständlich jeder nach seiner Fasson selig werden.

LG, Lory
Unsere Gedanken und Gefühle werden durch unsere Überzeugungen geformt.
Was du tief in dir und oft unbewusst denkst, das zeigt die größte Wirkung in deinem Leben.
Brauche nichts ... wünsche alles ... und wähle, was sich zeigt!
______
Namaste

Gaby

Re: Jahreslosung 2013

#50 Beitrag von Gaby » 14.01.2013, 21:40

Aus >>Gott heute: Gespräche mit Gott über die Spiritualität der Zukunft<< Neale Donald Walsch

>>Und das ist die beste Art von Gott zu denken. Denke so über Gott, wie es sich für Dich gut anfühlt.

Aber was, wenn es sich für mich "gut anfühlt", so über Gott zu denken, wie wir es über den gestrigen Gott dachten: ein Gott, der fordert, der straft, von uns verlangt, dass wir ganz bestimmte Dinge auf eine ganz bestimmte Weise und auf einem ganz bestimmten Weg zu ihm kommen, ansonsten .... Was, wenn sich das für mich gut anfühlt?

Dann bleib unter allen Umständen bei dieser Denkweise. Schau, ob es zu den Resultaten führt, die du in deiner Welt herbeigeführt sehen willst; schau, ob es in dein Leben bringt, was du in dein Leben gebracht zu sehen wünscht. Und wenn das der Fall ist, ändere gar nichts.<<


Jeder muss für sich selbst seinen ganz eigenen Weg finden ...

Der Dalai Lama sagte einmal sinngemäß auf das Missionieren angesprochen, dass man seinen Glauben nicht "entwurzeln" sollte, weil dann die Gefahr besteht, heimatlos zu werden. Dabei geht es nicht darum, seinen Glauben nicht ändern zu dürfen, es geht mehr darum, auf seinen alten Wurzeln aufzubauen, weil sie zum eigenen Leben dazugehören ... zumindest habe ich das so verstanden.

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