TV-Gottesdienst für Amtsträger, Gehilfinnen, Ruheständler...

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Glaubensbruder
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Re: TV-Gottesdienst für Amtsträger, Gehilfinnen, Ruheständle

#51 Beitrag von Glaubensbruder » 04.10.2012, 21:56

[quote="Adler - im Thread "Umbau des Forums" am 03.10.2012, 17:46 Uhr -"]Wisst ihr was Leute - eure dämlichen Sandkastenspiele gehen mir voll auf den Senkel.
Ich mach`s wie shalom: gehabt euch wohl .... Adler [/quote]
Adler - in diesem Thread am 04.10.2012, 4:24 Uhr - hat geschrieben:Reden/schreiben ist gut - aber zuerste selber tun, ist angebrachter und viel besser :!:
Hallo Adler,

als ich gestern Deine Verabschiedung (s.o.) las, sagte ich zu meiner Frau: "Pass auf, morgen schreibt er wieder." - Leider wollte sie nicht mit mir wetten... Zugegeben: Ein wenig überrascht war ich schon, bereits nach wenigen Stunden wieder von Dir lesen zu dürfen. Doch weitaus mehr hat mich verblüfft, was Du im ersten Posting nach Deiner Demission inhaltlich zum Besten gibst: Du empfiehlst, das Geredete/Geschriebene "zuerste selber" zu tun!

Adler, Du bist ein Komiker par excellence! Fast wie shalom.

Ich bewundere Deine Konsequenz.

Dein Gl.Br.


PS:
Damit dieser Beitrag die Zensur passiert, hier noch eine themenbezogene Äußerung: Leider war mir die Teilnahme am Ämtergottesdienst verwehrt, da ich weder Amtsträgerwitwe im Vorruhestand bin noch mich einer der anderen, zahlreichen Zielgruppen zugehörig fühle, für die diese Segensstunde durchgeführt wurde. Insofern kann ich nur Cemper zustimmen, der auch nicht dabei war.

Cemper

Re: TV-Gottesdienst für Amtsträger, Gehilfinnen, Ruheständle

#52 Beitrag von Cemper » 04.10.2012, 23:53

tosamasi hat geschrieben:Paul Gerhardts Zeit ist eigentlich Vergangenheit. Bei solch heimeligen Texten -ob in Lied oder Predigt- bleiben die Hunde schlafend hinterm Ofen liegen.
tosamasi - was heißt hier "eigentlich"? Paul Gerhardt lebte im 17. Jahrhundert - (zuletzt in der Nähe Berlins / Spreewald). Er und Luther sind die bedeutendsten deutschen Kirchenliederdichter. Gerhards Liedertexte sind in den gegenwärtigen ev. Gesangbüchern zu finden (ebenso in den Büchern anderer Konfessionen). Er hat den Dreißigjährigen Krieg - diese politische Katastrophe in Europa - erlebt. Seine Texte müssen wir in diesem Zusammenhang lesen.

Ich vermute, dass Sie Recht haben, wenn Sie sagen, dass bei diesen Texten "die Hunde schlafend hinterm Ofen liegen". Heute hören ältere Menschen Lieder von - was weiß ich. Udo Jürgens? Griechischer Wein ...? Jüngere hören irgendein Disco-Gedröhne. Das alles heißt aber nicht, dass die alten Texte an den immer wieder neuen alten Fragen vorbeigehen. Freilich bemerkt man die Relevanz dieser Texte erst dann, wenn sich die alten Fragen neu stellen und wenn man sie in die Sprache unserer Zeit übersetzt.

Eine solche Frage wäre dann zum Beispiel: Was trägt mich in der "tiefsten Tiefe"? Was trägt mich, wenn ich das Gefühl habe, endlos abzustürzen? Ist es das gläubige Vertrauen - also der Glaube? Ist es der Unglaube? Der Atheismus?

Ich kann Ihnen keine "verbindliche" Antwort geben. Die Antwort muss jeder für sich finden. Es bleibt aber die Frage, ob die Antwort, die wir jetzt haben, in der Stunde extremer Belastungen tragfähig ist. Und da würde ich die Erfahrungen der Alten (auch ihre Weisheiten) nicht vorschnell ablehnen.

Cemper

Re: TV-Gottesdienst für Amtsträger, Gehilfinnen, Ruheständle

#53 Beitrag von Cemper » 05.10.2012, 00:19

fridolin hat geschrieben:
Auf dem Hintergrund der hier geäußerten Kritik interessiert mich, wer von Ihnen die Predigt gehört hat und sachlich darlegen könnte, was tatsächlich gesagt wurde. Bei einem Blick auf diese Seite http://www.nak.org/de/news/nak-internat ... cle/17729/ finde ich nichts Unsinniges.


Herr Cemper nak. org wird u.a. auch von externen gelesen. Geschönte, zensierte und gekürzte Version haben das an sich nichts Unsinniges zu enthalten, speziell wenn sie für Externe aufbereitet werden.
Die internen hat Leber mit dem Super Gau bedient, die externen erfahren davon nichts.
Ausser sie machen es wie Sie und beschäftigen sich mit einschlägigen Foren die eine Berichtserstattung über die NAK zum Index gemacht haben. Herr Cemper regen sie sich bitte nicht über bestimmte Artikeln auf die über die NAK geschrieben werden. Der Zweifel ist fehl am Platz. Hegen sie lieber Zweifel an Lebers Kaffeesatzleserei. Ihnen müsste zwischenzeitlich aufgefallen sein, Kaffesatz lesen gehört zum Hobby der NAK Theologie. Sie haben sicher bestimmt mit bekommen das die NAK im laufe ihrer Geschichte manch Kaffeesatz zum Dogma gemacht hat. Nichts hat sich bewahrheitet. :mrgreen:
fridolin -

meine Frage war: Was hat der "oberste Geistliche" der NAK in der Predigt in diesem GD gesagt? Was ist der Grund für die hier zu lesende Kritik? Darauf geben Sie keine konkrete Antwort. Das kritisiere ich.

Ich stimme Ihnen zu, wenn Sie sagen, dass die Artikel auf nak.org gekürzte Versionen sind. Aber das ist unvermeidbar; freilich bleibt die Frage, ob der Eindruck, der dort vermittelt wird, den Realitäten entspricht. Diese Frage kann man aber nicht mit "lockeren Sprüchen" und schnellen Behauptungen beantworten. Wenn ich lese, was dort zu dem hier besprochenen GD geschrieben wurde, dann frage ich, was genau zu kritisieren ist. Und nun wird es langsam Zeit, dass diese Frage mal präzise beantwortet wird und etwas "Zug in den Kamin" dieser Rubrik kommt.

Zur Geschichte der NAK: Ich habe mitbekommen, dass die Geschichte "so eine Sache" ist. Da ist nicht alles Gold, was glänzt. Es ist auch mancher Kaffeesatz gelesen worden. Aber - was ist für Sie das Problem? - Die Geschichte des Christentums ist partiell schlimm - und das heißt ja Geschichte des Katholizismus und des Protestantismus und auch der div. Sondergruppen. Schauen Sie sich nur einmal eine Ausstellung oder Literuatr zur Geschichte der Evangelischen Kirche in der NS-Zeit an. Da wird einem schlecht.

Die Geschichte mancher Völker ist ebenfalls schlimm. Die Rechtsgeschichten der Völker sind teilweise Skandale. - Gibt es angesichts der historischen Realitäten in Kirchen und Staaten irgendeinen Grund für die Erwartung, dass die Geschichte der Neuap. Kirche ein Schlaraffenland ist? Und wenn Sie jetzt antworten, dass diese Kirche die und die Ansprüche stellt und dass deshalb das und das nicht sein dürfte, dann frage ich Sie: Wie naiv sind Sie eigentlich?

Laura1

Re: TV-Gottesdienst für Amtsträger, Gehilfinnen, Ruheständle

#54 Beitrag von Laura1 » 05.10.2012, 07:14

Lieber Cemper,

vermutlich liegt es an der Erziehung. Viele der User hier wurden in eine Neuapostolische Familie hineingeboren, oder sind seit ihrer Kindheit neuapostolisch.
Wie Sie ja schon des öfteren hier lesen konnten, haben viele eine besondere neuapostolische Prägung erfahren. Diese, ich will sie mal fanatisch-konservative Prägung nennen, passierte entweder in der Familie, oder in der Gemeinde, oder in beidem.
Wer diese besondere Prägung erlebt hat, versucht zwischen den Zeilen zu lesen. Es werden Gedanken hinein interpretiert die so nicht gesagt wurden - vielleicht von dem Prediger, in diesem Fall Stammapostel Leber, nicht so gemeint - und gedacht waren. Aber von den geprägten- sehr sensibilisierten Personen so gesehen werden.
Es ist wie ein Trauma, dass erlebt wurde. Schon bei den leisesten Ansätzen, kommt als Erlebte wieder ins Gedächtnis. Da ist es nicht mehr möglich das Ganze von der Vogelwarte aus, also objektiv, zu betrachten.

Ansonsten stimme ich Ihnen zu, schlimmes gab es nicht nur in der Neuapostolischen Kirche, sondern jede Religionen hat hier ihre "besondere" Vergangenheit. Und Religionen bewirken auch heute noch schlimmes, siehe Islam...

Auch was die Liedtexte von Paul Gehardt betrifft. Sie sind nicht veraltet-und Vergangenheit. Nein, sie sind für viele Menschen in der Gegenwart Trost und Hoffnung.

LG Laura1

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Re: TV-Gottesdienst für Amtsträger, Gehilfinnen, Ruheständle

#55 Beitrag von Comment » 05.10.2012, 07:35

Cemper,

ich würde Ihnen gern antworten wollen auf Ihre Frage an mich. Doch müßte ich dazu zweckmäßig Details über die Situation von NAK-Gemeinden vor Ort (Entwicklung in den letzten Jahren, derzeitige Predigt-Schwerpunkte, aktuelle Reaktionen von GD-Besuchern u.ä.) vermitteln. Das würde den Rahmen des Forums sprengen, und ich bin mir noch nicht einmal sicher, dass Sie meine Schilderungen so aufnehmen würden, wie sie von meiner Seite kämen. Wie ich Sie kenne, hätten Sie tausend Nachfragen - voller Skepsis. Nein, werter Cemper, da verzichte ich hier auf Weiteres. Warum ich dennoch solches schrieb (s.o.), will ich gern sagen: die Insider verstehen das, was Sie - wie Sie immer wieder durch Ihre Schriftsätze beweisen - nicht begreifen wollen oder nicht begreifen können.
Lassen wir es dabei!
Com.

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Re: TV-Gottesdienst für Amtsträger, Gehilfinnen, Ruheständle

#56 Beitrag von Brombär » 05.10.2012, 08:18

So so, man ist also naiv, wenn man erwartet, dass die Ansprüche einer Kirche (was immer mit diesem Begriff verbunden wird) mit deren Versprechungen verknüpft sind.

Das darf man sich auf der Zunge zergehen lassen, langsam und mit Genuss.
Das ist unsere Berufung, dass einer dem anderen Rast biete, auf dem Weg zum ewigen Haus.

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Re: TV-Gottesdienst für Amtsträger, Gehilfinnen, Ruheständle

#57 Beitrag von tosamasi » 05.10.2012, 11:51

Lieber Cemper, die Liedtexte von Gerhardt und anderen haben ihren Wert, wie andere Texte aus diesen Zeiten auch, den ich nicht schmälern wollte. Ich habe als Kind im ev. Religionsunterricht sehr gerne "Geh aus mein Herz und suche Freud" gesungen, dabei stellte ich mir einen Weg, vorbei an Schrebergärten mit blühenden Blumen im Sonnenschein vor. Und deshalb trifft es sicher zu, dass solche Bilder Trost und auch Freude vermitteln können.

In der NAK wird- wie Sie wahrscheinlich wissen- viel Hausgemachtes, Verklärendes mit einer entsprechenden Information an die heilige, von Aposteln geradewegs in den Hochzeitssaal zu führenden Schar gesungen (im Apostel ist Jesus mir nah, wo Apostel steh'n, Gottes Winde weh'n, über die Erde wandelt eine heilige Schar etc.), womit eine Bewusstmachung der Exklusivität des eigenen Standes innerhalb der Christenheit vermittelt wird. Das kann eine Allergie auslösen, weswegen man frömmelnde Texte allgemein skeptisch betrachtet.

Etwas flottere Lieder in Wort und Ton -sozusagen zeitgemäßer- würden besonders den verbliebenen Jugendlichen besser gefallen, denke ich, auch, damit man sich von den Predigten in altväterlicher Manier zwischendrin erholen kann. Es wäre eine interessante Kombination vom 50er Jahre-Stil und Moderne. :)
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

fridolin
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Re: TV-Gottesdienst für Amtsträger, Gehilfinnen, Ruheständle

#58 Beitrag von fridolin » 05.10.2012, 14:20

meine Frage war: Was hat der "oberste Geistliche" der NAK in der Predigt in diesem GD gesagt? Was ist der Grund für die hier zu lesende Kritik? Darauf geben Sie keine konkrete Antwort. Das kritisiere ich.

Cemper –
Es entzieht natürlich meiner Kenntnis wie akribisch sie Beiträge lesen, oder auch einzelne Beiträge überlesen. Vielleicht ist es auch eine Finte von ihnen so zu tun als wüssten sie nichts, um das Feld weiter beackern zu können. Das soll jetzt keine Unterstellung sein.
Gehen sie ein paar Beiträge zurück zur Seite 1, Eintrag von Comment, 2.10.2012, 10:50
Comment hat dort einen Link gesetzt. Ein kleines Mausklickchen darauf und schon können die Super Gau Ansprache nachlesen.
Leber hat das Wort Super Gau tatsächlich ausgesprochen. Auf NAK. org ist nichts davon zu lesen. Die wissen schon weshalb sie es weg zensiert haben.
Blättern sie zurück zur Seite 1, machen sie uns allen den Gefallen.

Nachdenker
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Re: TV-Gottesdienst für Amtsträger, Gehilfinnen, Ruheständle

#59 Beitrag von Nachdenker » 05.10.2012, 16:12

Verehrter Cemper,

ich war zwar dabei, allerdings kann ich weder die Predigt wörtlich wiedergeben, noch fehlt mir die Zeit dieses inhaltlich darzustellen, zumal durch nicht wörtliche Wiedergabe eine Sinnentstellung schnell gegeben ist.

Deshalb nur zwei Punkte, die auch schon Liebendürfer (ReligionsReport) angeführt hat und die hier auch schon, wenn zuweilen recht unsachlich, angeklungen sind.

1. Stap Leber nannte im Zusammenhang der Entrückung die Zahl 10 Millionen, welche man zumindest als Eingeweihter schnell mit der derzeitigen Mitgliederzahl der Neuapostolischen Christen in Verbindung bringt. Dabei entsteht natürlich der Eindruck des bekannten Exklusivitätsgedankens und Ausgrenzung nicht neuapostolischer Christen. Steigt man tiefer in die Thematik ein, tauchen weitere Fragen hinsichtlich der Gesamtheit aller Versiegelten auf. Was ist z.B. mit den längst schon Verstorbenen oder denen aus der Zeit der Anfänge unter den Katholisch-Apstolischen Gemeinden dessen "Abspaltung" die heutige NAK nach Meinung der KL ja sein soll (ich sehe das persönlich etwas anders) usw.

Es stellt sich bei o.g. Bemerkung von Leber durchaus die Frage nach der Annerkennung anderer Christen und Konfessionen.

2. Weiterhin spricht Leber über die Zeit nach der Wiederkehr und "Heimholung der Braut" (Wortwahl angelehnt an die Offenbarung) von einer "fast guten Zeit" auf der Erde: "Gott wird schon einen Weg finden, das die Zurückgebliebenen nicht "zuviel leiden müssen". Wohlgemerkt, wir sprechen hier von der Zeit der großen Trübsal und des Leides auf dieser Erde. (Offenbarung). Da stellt man sich schon die Frage, welcher theologischer Hintergrund da bei der Formulierung behilflich war. Sicherlich muss man jedem Redner im Eifer der freien Rede eine gewisse sprachliche Ungenauigkeit zugestehen, hier haben wir es allerdings mit dem Kirchenoberhaupt einer weltweit agierenden Kirche zu tun, die zumindest den Anspruch einer maximalen Auslegungsgüte unter Zuhilfenahme des Heiligen Geistes an sich selbst stellt.

Für mich sind dieses beiden Punkte - wie für Liebendörfer auch - die wesentlichen und wortwörtlich unglaublichen Aussagen in dem Ämtergottesdienst.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen bei dem Wunsch nach mehr Informationen zumindest ansatzweise behilflich sein.

Sesemi
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Re: TV-Gottesdienst für Amtsträger, Gehilfinnen, Ruheständle

#60 Beitrag von Sesemi » 06.10.2012, 08:18

Cemper,

wenn Sie die offizielle NAKI-Berichterstattung lesen, finden Sie nur unkritische Äußerungen, denn anders als bei Politikern (unter deren Redemanuskripten man oft lesen kann: "Es gilt das gesprochene Wort."), gilt in der NAK dann doch lieber das gedruckte Wort.

Beim Hören des auf Religionsreport zu Recht kritisierten Predigtteils fühlte ich mich zurückversetzt in die Zeit, als sich die NAK nach innen und außen als völlig exklusive Sekte definierte und abschottete. Damals fantasierte man auf BILD-Zeitungsniveau in Gesprächen, was wohl geschehe, wenn die Braut des Herrn entrückt werde, wenn Autofahrer, Busfahrer, Straßenbahnfahrer oder Lokomotivführer von einem Moment auf den anderen verschwinden … Auf diesem Niveau bewegte sich der Predigtteil, der hier angesprochen wird.

Zwischenzeitlich hatte ich eine vorsichtige Öffnung der NAK im Sinne von Ökumene erhofft, doch diese Predigt hat mich völlig desillusioniert, der Weg geht zurück in die Sektenecke; das hat aus meiner Sicht auch der Predigtbeitrag des Stammapostelhelfers signalisiert. Dabei wird - so habe ich die Aussagen des Gottesdienstes wahrgenommen - billigend in Kauf genommen, dass die Kirchen sich zunehmend leeren; das wird einerseits als Gottes Wille, andererseits als Werk des Teufels interpretiert, eigene Verantwortung der Kirchenleitung wird so negiert, Ursachenforschung bleibt überflüssig, der Wille zu positiver Veränderung -beispielsweise der Predigtqualität in den Gemeinden - ist nicht vorhanden.

Gruß von der Trave

Sesemi

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