NAK und Ökumene - EZW-Aufsatz!

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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fridolin
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Re: NAK und Ökumene - EZW-Aufsatz!

#51 Beitrag von fridolin » 10.10.2012, 12:43

Dass idea die Rechtfertigungsversuche Johannings unkommentiert so abdruckt verwundert mich schon. Leber hat hier nach meiner Anschauung eindeutig von 10 Mio gesprochen, die auf dieser Erde fehlen werden. Er hat eben nicht davon gesprochen, dass neben Anderen auch 10 Mio NAKler fehlen werden. Und kurz darauf wird es ja dann auch selbst von Johanning indirekt bestätigt was Sache ist.


Die Kommentierung von Johanning umkommentiert zu drucken ist ein journalistischer Fachgriff. So kann der Wahnwitz den Leber fabrizierte ungefärbt auf die evangelische Leserschaft wirken.
Centura das war ein Eigentor vom Hauptleiter der NAK. Das kann auch Johanning nicht rückgängig machen. Mit Rechtfertigungsversuchen die Aussagen von Leber zu beschönigen ist eine der Aufgabe die Johanning als Pressesprechers zu erfüllen hat. Der arme Tropf muss das ganze nun wieder ausbaden. Ökumenisch betrachtet sind die Aussagen von Leber konträr zur den ökumenischen Bemühungen der NAK.

Google schreibt : Die wichtigste Aufgabe eines Pressesprechers ist, den eigenen Arbeitgeber in der medialen Öffentlichkeit positiv darzustellen.

Maximin

Re: NAK und Ökumene - EZW-Aufsatz!

#52 Beitrag von Maximin » 10.10.2012, 13:01

Lieben Freunde,
zurück zum eigentlichen Thema. Ein ehemaliger NAK-Apostel aus den Niederlanden schrieb später: „Am Ende gewinnen immer die Konservativen“. Warum hat er die „Konservativen“ nicht konkret und mit Namen genannt? Er wird zweifellos seine guten Gründe dafür gehabt haben... :roll:

Bleibt die Frage: „Wer wird am Tag der ersten Auferstehung (Parusie) teilnehmen?" NAK-Lehre: „Na die, die IHM angehören.!“

Der hl. Paulus sagt es so: 14 Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die, die entschlafen sind, durch Jesus mit ihm einherführen. 15 Denn das sagen wir euch mit einem Wort des Herrn, dass wir, die wir leben und übrig bleiben bis zur Ankunft des Herrn, denen nicht zuvorkommen werden, die entschlafen sind. 16 Denn er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen. 17 Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen; und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. 18 So tröstet euch mit diesen Worten untereinander.“ (1. Thessalonicher, 4 ff)

Wer gehört Jesu an? Das ist die spannende Frage. Was sagt Jesus dazu? Dazu nur zwei Stellen aus den Evangelien:

1. Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. (Ev. Johannes 13, 35)

2. Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. (Ev. Johannes 17, 3)


Es ist ja nicht zu übersehen, dass die ersten Christen offensichtlich mit der unmittelbaren Naherwartung, also der unmittelbar bevorstehenden der Wiederkehr Jesu lebten. Der hl. Apostel Paulus schien lange Zeit dasselbe zu glauben. Später nicht mehr.

Der hl. Ap. Petrus greift eine Belehrung Jesu auf wenn er sagt, dass niemand Zeit und Stunde seiner Wiederkehr weiß. Niemand! Nicht einmal die Engel im Himmel.

In den ersten Jahrhunderten nach Christi Himmelfahret verlor sich immer mehr der Glaube an die Naherwartung (vgl. Schlusssatz des den 3. Glaubensartikels). Dr. Luther hielt die Naherwartung (Parusie) für einen jüdischen Aberglauben.
Was Wunder, dass in der nachreformatorischen Zeit die Naherwartung von verschiedensten christlichen „Sondergemeinschaften“ vereinnahmt wurde.

Den Glauben an die unmittelbar bevorstehende Wiederkehr Jesu loszulassen bedeutet doch aber nicht, den Glauben an die erste Auferstehung (Parusie) abzutun.

Zu den o. a. Sondergemeinschaften gehört u. a. auch die Neuapostolische Kirche (NAK). Nix dagegen. Nur dass sie die Evangelien gewissermaßen vergewaltigt und darüber allein befinden will wer Jesu angehört und wer nicht, das macht sie zu einer christlichen Sonderkirche mit Sektenchrakter.

Liebe Grüße, landauf und landab, vom Maximin :wink:

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Re: NAK und Ökumene - EZW-Aufsatz!

#53 Beitrag von agape » 10.10.2012, 15:24

Heute morgen schrieb mir jemand:
" Ja, Leber reitet die NAK zum Schluss noch mal richtig in die Sektenecke zurück.
Nun ist er nicht mehr der "Stammapostel der Ambivalenz" sondern der Stammapostel der alten Lehre.
Außer Spesen nichts gewesen.
Auch sein Auftritt in NRW war ja unsäglich: Die blanke Angst, dass ein Rücktritt Brinkmanns auch ihn zum Rücktritt zwingen würde..."...
""Auch in Richtung der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) habe die NAK ihre Fühler ausgestreckt."
Ein Blick in die Satzung genügt: Wegen des Priestertums aller Gläubigen ist eine NAK-Aufnahme nicht möglich.
http://www.vef.de/fileadmin/Download/VEF_Satzung.pdf

Aber welchen NAK-BezirksApostel interessiert schon eine Satzung? "

Tja, so sieht es aus.

Wahrscheinlich geht man auf Leitungsebene (Schneider (Stap in spe / Afrika)) davon aus, dass die NAK der Zukunft in Afrika mit der "alten Lehre" effektiver an den Start geht oder bleiben kann.
In Afrika und Asien hat man mit exklusivistischen Sekten/Kirchenlehren wenig Probleme. Jeder ist da, wo er ist als etwas besonderes unterwegs. ;-)

Inhaltlich ist die Darstellung von Leber ebenfalls völlig auf ein infantiles Endzeitszenario abgestellt: Er stellt die wegfliegenden (Heimgeholten" so vor, dass Gott schon auf die anderen aufpassen müsse, dass keine Unglücke etc. passieren.
Der theologische Berater, Dr. Reinhard Kiefer, sagte einmal, dass der Tag des Herrn nicht sichtbar ablaufen würde, (wo die Zeitungen anderntags drüber berichten würden) sondern ein geistliches Ereignis und nannte dazu einen Theologen, der sich über die Parusie und das Reich Gottes ausgelassen hatte.
(Quelle mit Originalzitat kann nachgereicht werden)

Es ist schon interessant, wie sich die NAKI in den letzten Jahren so entwickelt hat und mit welchen Themen sie sich befassen wollte und musste.
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
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Re: NAK und Ökumene - EZW-Aufsatz!

#54 Beitrag von agape » 10.10.2012, 15:27

Quelle:
Dr Kiefer zur Parusie, Ebeling zitierend:
http://www.christ-im-dialog.de/index.ph ... ew&id=1008

Auf die Frage von CiD an Dr. Reinhard Kiefer, wie er die Wiederkunft Christi und die Parusie denkt:

"Ich denke, wenn das Jenseitige ins Diesseitige einbricht, dann ist es mit der Welt, die wir kennen vorbei. Dieses Ereignis bringt einen völligen Paradigmenwechsel mit sich. In Prof. Ebelings Dogmatik des christlichen Glaubens kann man lesen:
"Dieses Offenbarwerden geschieht an der Grenze von Zeit und Ewigkeit. Es ist nicht ein innergeschichtliches Ereignis, von dem man in den Zeitungen wird lesen können, sondern das eschatologische Geschehen, dessen Weltöffentlichkeit darin gründet, daß die Welt selbst vor Gott offenbar wird" "

[Vorübergehende abgespeckte HP-Variante]
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
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Re: NAK und Ökumene - EZW-Aufsatz!

#55 Beitrag von fridolin » 10.10.2012, 16:56

Zu den o. a. Sondergemeinschaften gehört u. a. auch die Neuapostolische
Kirche (NAK). Nix dagegen. Nur dass sie die Evangelien gewissermaßen vergewaltigt und darüber allein befinden will wer Jesu angehört und wer nicht, das macht sie zu einer christlichen Sonderkirche mit Sektenchrakter.
Lieber Maximin erklär einem der treuen Indoktrinierten das er einer Sonderkirche mit Sektenchrakter angehört. Der treue Königsanwärter hat den Blick dafür verloren, er fühlt sich keiner Sektenecke angehörig. Für ihn haben andere Glaubensrichtungen auf die falsche Ecke des Glaubens gesetzt. Für ihm sind die Worte der Bibel für die Nachlassverwalter (NAK-Apostel) des erstes Christentums geschrieben worden.
Unlängst durfte ich mit einem von der treuen Elite sprechen. Der Glaube war uneingeschränkt darauf ausgerichtet der Herr wird mit Sicherheit in Kürze kommen und alle werden staunen und gucken. Wir werden mit dem Stammapostel zur Hochzeit entrückt.
Das in der NAK schon manche Zeitperiode durchlebt wurde wo nach der Erkenntnis des Apotolats der Herr in Kürze kommen sollte, aber nie kam, das war dem Elitenkind völlig abhanden gekommen.

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Re: NAK und Ökumene - EZW-Aufsatz!

#56 Beitrag von Andreas Ponto » 10.10.2012, 17:29

fridolin,

es gibt in der NAK auch alle Schattierungen des Glaubens. Konservativ bis liberal, wenn ich das mal so sagen darf.
Das ist in jeder Kirche so. Bei den Protestanten z.B. teilt sich das dann eben auch noch in viele kleine und große Gruppen oder auch Freikirchen auf.

Aber hier geht es doch weniger um den individuellen Glauben des einzelnen Mitgliedes, als eher um das Dogma der Kirche.

Meint zumindest

Andreas

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