Nachtgedichte

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tergram

Re: Nachtgedichte

#11 Beitrag von tergram » 06.09.2012, 12:55

Die Userin Tatyana schreibt - interessanterweise unwidersprochen - im Nachbarforum:

... Von daher sind die Vögel seines Forums [Einfügung von mir: Gemeint ist gf24] längst zu zum Abschuss freigegebenen Moorhühnern mutiert. ....

So spricht ein Gotteskind. Halali.
Bild

(War jetzt kein Nachtgedicht sondern eine off-topic-Tagesfeststellung. Den dafür berechtigten und fälligen Rüffel nehme ich aufrecht entgegen. Without regret.)
Zuletzt geändert von tergram am 06.09.2012, 13:26, insgesamt 1-mal geändert.

Adler

Re: Nachtgedichte

#12 Beitrag von Adler » 06.09.2012, 13:09

Nachtigall, ick hör dir trapsen . . . 8)

LG Adler

Laura1

Re: Nachtgedichte

#13 Beitrag von Laura1 » 07.09.2012, 18:32

In der Nacht in der Nacht,
sind die User noch wach.
Schreiben ihre Finger wund
und tun ihre Meinung kund.

Mancher sich mit manchem quält,
über die Vergangenheit viel erzählt.
In die Zukunft skeptisch blickt,
während der Mond am Himmel nickt.

Oh ja, oh ja es ist dunkel,
oh ja, oh ja es ist Nacht.

Oh ja, oh ja es ist dunkel,
oh ja, oh ja es ist Nacht.

Und - manchmal, aber nur manchmal, wird in einem Forum auch gelacht... :wink:

Maximin

Re: Nachtgedichte

#14 Beitrag von Maximin » 08.09.2012, 11:45

Die Nacht macht trübe Gedanken.
Du wehrst dich und bringst sie nicht los.
Wie mahlende Räder quälen sie dich.
Was tun gegen solche Gespenster,
die du nicht vertreiben vermagst?
Steh auf und öffne das Fenster,
atme tief durch und wart´ auf das Licht.
Du weißt doch, dass unsere Sonne,
auch das tiefste Dunkel zerbricht.


Micha, 08.09.2012

In herzlicher Verbundenhei allen "Nachtarbeitern" zugeeignet :wink:

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August Prolle
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Registriert: 24.11.2007, 23:18

Re: Nachtgedichte

#15 Beitrag von August Prolle » 11.09.2012, 01:59

Mit Dank an Prolle für Überlassung des Accounts:
  • Bild
    Bildquelle: wikipedia - André Gill, Madame Anastasie, "La censure", 1874 (gemeinfrei)


          • Vorstellung

      • Guten Abend allerseits,
        die meisten kennen mich bereits:
        Gemeinhin nennt man mich "Zensur".
        Ich schreibe nicht, ich schneide nur.

        Nachdem in Birma ich geächtet,
        verschmäht, vertrieben und entrechtet,
        gewährte man mir hier Asyl.
        Ich danke für das Mitgefühl.

        Gerührt von dieser großen Gunst
        gelobe ich, mit meiner Kunst
        - die ähnlich der der Konkubinen -
        hinfort dem Admin treu zu dienen.

        Es ist im Sinne des Betreibers,
        dass ich der Torheit manchen Schreibers
        energisch und mit Nachdruck wehre.
        Zu diesem Zweck hab' ich die Schere.

        Vorsorglich will ich nicht versäumen,
        mit Vorurteilen aufzuräumen:
        Es heißt, ich wär' der Freiheit feind:
        Zensiert gehört, wer dieses meint!

        Durch mich geht Freiheit nicht verloren.
        Sie wird - zugunsten der Zensoren -
        vielleicht ein wenig umverteilt...
        Doch irrt, wer ständig sich beeilt,

        deswegen larmoyant zu wimmern:
        Er kann ja dümmlich hinterzimmern.
        Und überhaupt, zum Trost gesagt:
        Ich ward noch stets davongejagt.

        Gelang dies ausnahmsweise nicht,
        stieß ich zumeist auf Schreibverzicht.
        Indem man meiner überdrüssig,
        mach' ich mich selber überflüssig...

        Solang' nehmt Euch vor mir in Acht.
        Ich wünsche eine gute Nacht.
        Bedenkt: Auch Schweigen hat Kultur.
        Es grüßt Euch herzlich

        Die Zensur


Franke
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Registriert: 29.11.2009, 20:12
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Re: Nachtgedichte

#16 Beitrag von Franke » 12.09.2012, 12:09

Willkommen!

Hallo Zensur, sei uns willkommen,
du warst ja oft schon bei den frommen
Foren, auch bei der hohen Geistlichkeit.
Wir bitten dich, geh nicht so weit
weg, den es wird höchste Zeit
und neue Arbeit liegt bereit.

So nimm die Schere in die Hand,
ja schnipsle, schneide höchst galant,
was mancher hier empörend fand.
Ja zeige deine Wunderkraft
damit die Freiheit endlich rafft,
sie wird auch hier noch abgeschafft.

Die Untersteller, die da meinen,
du würdest gern korrupt erscheinen,
ham´s nicht kapiert, es ist zum Weinen.
Wer dennoch meint, und das ganz keck,
du wärst ein` furchtbar Forenschreck,
der hat wohl deutlich wo ein Leck.

Du bist die Liebe in Person,
und gütig warst du immer schon,
drum heben wir dich auf den Thron.
Kritiker wird es immer geben,
und wenn du willst, lass sie kurz leben,
bevor sie entrüstet von uns schweben.

Nun wünsche wir dir gut´s Gelingen,
und lass dich bitte zu nichts zwingen.
Wenn nichts mehr hilft, selbst durch Rasur,
so bleibt ja noch, „ach glaube nur“!
Wem das nicht passt, der kann ja gehn,

denn „glauben“ muss man… nicht verstehn!
Ein Christentum, das nicht frei macht, hat mit Jesus wenig zu tun.

Adler

Re: Nachtgedichte

#17 Beitrag von Adler » 12.09.2012, 17:15

Wer bejubelt die Zensur,
Der bekundet damit nur,
Dass er ein Freund der Diktatur.

Zensieren hier, ein Maulkorb da
Was wer geschrieben – nicht mehr da,
Wo gestern noch ein Beitrag war.

Schweigen soll die Kritik nur,
Mit Hilfe härtester Zensur,
Davon lebt die Diktatur.

Wer Freiheit liebt, übt Toleranz
Verbreitet seiner Muse Glanz
Lebt so die Freiheit voll und ganz.

Doch die Zensur ist eine Neigung
Man nennt sie oftmals auch Beschneidung . . .


LG Adler

autor

Re: Nachtgedichte

#18 Beitrag von autor » 12.09.2012, 19:22

Zwischenbetrachtung

Sehr schön zeigt sich in unserer kleinen Anthologie die Vielfalt der Möglichkeiten. Schon allein die Betrachtung der dargebotenen Verse in ihrem Bau macht neugierig auf die Weiterentwicklung unserer Forumslyrik:

Die Avantgarde unserer aktuellen Dichtung verzichtet vollständig auf rhythmische Bindung. Bei der überwiegenden Gruppe der Werke halten es die Autoren im Sinne ihrer Aussage für angemessen, ca. 50 bis 80 % des Gedichtes in einen metrischen Zusammenhang zu bringen. Jedoch wird es vorgezogen zu reimen, der Blankvers nimmt eine klare Nischenstellung ein.

Wird es auch einmal Herr "Prolle" über seine ewigen jambischen Dimeter hinausschaffen?

:wink:

Grüße

a.

Anlage: Zwischenbetrachtung
Bild

Adler

Re: Nachtgedichte

#19 Beitrag von Adler » 15.09.2012, 08:50

Dazu fällt mir nur dies hier :arrow: http://www.youtube.com/watch?v=__pll7gNU0Q ein 8)

LG Adler

Franke
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Re: Nachtgedichte

#20 Beitrag von Franke » 15.09.2012, 10:53

...sehenswert

http://www.youtube.com/watch?feature=fv ... MNn4E&NR=1

sicher auch für den "autor" 8)

Poetische Grüße
Franke
Ein Christentum, das nicht frei macht, hat mit Jesus wenig zu tun.

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