NAK: Der Wochengottesdienst - ein Auslaufmodell?

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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shalom
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Re: Der Wochengottesdienst - ein Auslaufmodell?

#31 Beitrag von shalom » 31.10.2015, 13:07

[urlex=http://ka1.nak-karlsruhe.de/rueckblick/ereignisseberichte/kirchenbezirk/berichte-de-sued-ka-ka1/2007/interview-mit-stammapostel-ir-richard-fehr/][ :arrow: Kirchenrechtlich unselbständiger NaK-Süd Unterbezirk Karlsruhe ][/urlex] hat geschrieben: Interview mit Stammapostel i.R. Richard Fehr (20.11.2007)
Kirche Karlsruhe-Mitte.

...Frage: Sie haben in Ihrer aktiven Zeit als Stammapostel eine Vielzahl von Reformen und theologischen Neubewertungen angestoßen und umgesetzt. Welche lagen Ihnen dabei besonders am Herzen?

Stammapostel i.R.:
Das ist natürlich eine lange Liste! Ich habe noch erlebt, wie mein alter Vorsteher predigte: „Wer nicht lückenlos drei Gottesdienste in der Woche auskauft, hat keinen Teil am Tag des Herrn!“ Und als ich ein bisschen über Winterthur, wo ich wohnte, hinaussah, bemerkte ich, dass etwa 95 Prozent aller Geschwister gar keinen zweiten Gottesdienst am Sonntag hatten. Und die sollten alle nicht am Tag des Herrn dabei sein?!

Als ich schließlich ins Stammapostelamt kam, war es ein Wunsch von mir, überall eine einheitliche Regelung zu treffen. Der zweite Sonntagsgottesdienst war zu viel. Dafür wollte ich den Wochengottesdienst mit Abendmahl aufwerten. Allerdings dauerte es von meinem ersten Gedanken bis zur Realisierung zehn Jahre.

Selbstverständlich war mir die Einheit in der Kirche ein wichtiges Anliegen, damit die amerikanischen Apostel die europäischen besser verstehen und umgekehrt. Ich sagte zu den Aposteln: „Macht keine ‚Kirchturmpolitik’, lernt globales Denken!“ Deshalb führte ich die Bezirksapostelversammlungen (BAV) in der ganzen Welt durch. Es gab BAV in allen fünf Erdteilen und in Europa selbst in verschiedensten Ländern, um den Blick der führenden Männer Gottes zu weiten. Von den Kritikern musste ich dann hören: „Die reisen in der ganzen Welt herum und verschleudern unsere Opfer!“ – Nein, das globale Denken wollte ich fördern! …

Werte BaVianer, liebe Kirchturmapostels und all ihr „Globaaldenker und –lenker Gottes 8),

da haben speziell jene BaV-Europa-Bezirksapostels, die im Oktober Anno 2015 in Amt und Würden waren, mit der Botschaft ihres diesjährigen Abstimmungsergebnisses ihren Gott kultinaktiv wieder mal vor vollendete Tatsachen gestellt (nakte Fakten): "Mittwochsgottesdienst bleibt"!

Dabei haben sie leider nicht in ihr Selbstspiegelbild geschaut und auch nicht erkannt, dass sie das noch nicht einmal in Europa selber überall anbieten. Stp. Fehr hatte schon damals zu seinen BaVianern gesprochen: „ Macht keine Kirchturmpolitik“ (Emblemtürme kamen allerdings erst später in na-amtliche Ämtergeschmacksdesignmode).

Und das tapfere Stp-Schneiderlein traut sich heute allerdings nur vom sicheren Afrika aus, über grundlegende bezirksneueuropäischen Glaubensmarotten abzulästern: „Wir müssen unsere Seelsorge verbessern. Manche Brüder meinen, dass sie nach einigen Jahren „Berufserfahrung“ auf alles eine Antwort haben. - Das ist hier bestimmt nicht der Fall, aber in Europa passiert das. Gut, wir sind in einem kleinen Kreis zusammen. Ich nenne das die neuapostolische Jukebox(Stp. Predigt in Afrika). In Europa hat Bapp. R. Krause sogar schon eine O-Box (das ist jetzt mal kein joke).

Wenn bereits damals Stp. Fehr bemerkte, dass etwa 95 Prozent aller Geschwister gar keinen zweiten Gottesdienst am Sonntag hatten und sich die Frage stellte: „Und die sollten alle nicht am Tag des Herrn dabei sein?!“ Dann gilt das in gleicher Konsequenz für all jene, denen heute „globaal“ keine kirchenpolitische Mittwochsgottesdienste angeboten werden, ja wo das na-amtliche Gottesdienstangebot ohnehin mitunter nur einen einzigen Gottesdienst pro Monat beinhaltet.

So eine arrogante bezirksneuapostolische Beliebigkeit führt schon zu erheblichen Seelsorgen, dass der Blick der führenden Kirchturmnakolitiker Gottes immer noch nicht geweitet ist, sondern vom BaVi-Jetset „globaal“ noch immer nur starr die Opfer anfixiert werden, während die „subaltarnen“ Brüder und Geschwister weiterhin mit Glaubenscheuklappen zugepflastert werden. Typisch Wasserprediger.

Darauf noch ein Schlückchen „Bav-Armagnac“ und alles wird wieder gut bleiben.

s.

fridolin
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Re: Der Wochengottesdienst - ein Auslaufmodell?

#32 Beitrag von fridolin » 31.10.2015, 13:49

Sie haben Angst in den Ländern der Geldgeber einiges auf einen Schlag zu verändern. Das könnte Unruhe erzeugen, speziell bei den Senioren.
Scheibchenweise mit Gewöhnungszeiten dazwischen werden die Veränderungen doch einfließen. :D

tergram

Re: Der Wochengottesdienst - ein Auslaufmodell?

#33 Beitrag von tergram » 31.10.2015, 14:31

Die heutigen Senioren haben den GAU am 6.7.1960 erlebt und sind geblieben. Sie haben die Abschaffung des bis dahin heilsnotwendigen SoNa-GD erlebt und sind geblieben.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie bei Abschaffung des WoGD gingen? Und - wohin...?

Nein, die Senioren werden immer wieder als Vorwand missbraucht, Veränderungen nicht umzusetzen. Ich halte das nach aller Erfahrung für Unfug und für einen haltlosen Vorwand. Diese Senioren gehen nirgendwohin. Dass sich ihre lebenslange Hoffnung auf ein schönes Plätzchem im Hochzeitssaal erfüllt, werden sie niemals aufgeben.
Zuletzt geändert von tergram am 31.10.2015, 14:34, insgesamt 1-mal geändert.

Martha
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Re: Der Wochengottesdienst - ein Auslaufmodell?

#34 Beitrag von Martha » 31.10.2015, 14:32

Hallo!

Manches Problem löst sich ganz von allein.... :D

Die Wege werden weiter bis man eine Gemeinde findet, das Arbeitspensum der Priester immer höher und die Anzahle der GD Besucher immer weniger.

Das dieses Festhalten an Traditionen zum Scheitern verurteilt ist begreift die Kirchenleitung nicht.

Stellt euch nur mal vor die Nakis würden jeden Mittwoch 2 Stunden in der Bibel lesen.
Das wäre doch sehr gefährlich :wink:

Also lieber mit NAK Gedanke berieseln, damit nichts "passiert" und das Mitglied denkt mit dem Sitzen in der Kirchenbank Gott näher gekommen zu sein.
Zumindesten wird ihm das in den GD immer wieder vermittelt......

shalom
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Re: Der Wochengottesdienst - ein Auslaufmodell?

#35 Beitrag von shalom » 01.11.2015, 07:58

tergram hat geschrieben: …Nein, die Senioren werden immer wieder als Vorwand missbraucht, Veränderungen nicht umzusetzen. Ich halte das nach aller Erfahrung für Unfug und für einen haltlosen Vorwand. Diese Senioren gehen nirgendwohin. Dass sich ihre lebenslange Hoffnung auf ein schönes Plätzchen im Hochzeitssaal erfüllt, werden sie niemals aufgeben.
Martha hat geschrieben: …Das dieses Festhalten an Traditionen zum Scheitern verurteilt ist begreift die Kirchenleitung nicht… .
…wenn die BaV-eurpaianer als theologische Analphabeten auch viel nicht begriffen haben, dann doch zumindest die enormen kommerziellen Vorteile ihres an Gott persönlich adressierten Opferkultes. Die sind ja nicht blöd. Das ist ihr Gottesdienstvorteil.

Und die nächsten Jahre gilt es bei deren Senioren – jene, die nirgendwohin mehr gehen -, noch jede Menge traditionell abzufischen. Das macht angesichts des europäischen Klientel für die nächsten Jahre sicher noch kirchenfinanzstrategischen Sinn. Die veröffentlichen Glaubensgeschäftsberichte zeugen von empfangenen Erbschaften oder auch vereinnahmten zweckgebunden Opfern. Daher die Investitionen in Seniorenresidenzen und andere "nachhaltige" Bauprojekte.

Der versteckte „globaale“ Glaubensspagat in ihren regional unterschiedlichen Gottesdienstangeboten geht den Letztentscheidern doch voll hinten an ihrer untheologischen Ämterhosen vorbei.

Solange die Nakematiker auf „törnernen“ Füßen als Befragte ihren Bezirksaposteln wahrsagen, dass sich dieses Gottesdienstangebot noch rechnen wird, solange wird auch geradeso weitergemacht und keinen Jota länger. Und dann kann der Bap immer noch den Profanierungssegen einkassieren.

Und überhaupt - das Festhalten der BaVianer an der „Botschaft“ bis November 2014 war doch für all die Jahrzehnte der Kassenschlager schlechthin. Dann noch schnell die Veröffentlichung ihrer Geschichtsaufarbeitung untersagen und alles wird wieder gut bleiben (wir berichteten). Da ist gar nichts gescheitert. BaVi-Business as usual par unternehmerischer excellence.

s.

tergram

Re: Der Wochengottesdienst - ein Auslaufmodell?

#36 Beitrag von tergram » 01.11.2015, 10:58

Der "verbaale Glaubensspagat" ist mein Wort zum Sonntag. :mrgreen:

Bei "shalom" sollte man keinen Buchstaben für einen simplen Tippfehler halten... :-)

shalom
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Re: Der Wochengottesdienst - ein Auslaufmodell?

#37 Beitrag von shalom » 02.11.2015, 18:38

[urlex=http://www.nak-nrw.de/aktuelles/kurznotiert/151026_gottesdienst-in-der-woche-bleibt/][ :arrow: NaK-Storck: Gottesdienst in der Woche bleibt ][/urlex] hat geschrieben:
Wochentags-Gottesdienst als festes Angebot

Seine
[Bap. Storcks] Bekanntgabe betraf die Wochentags-Gottesdienste in den Gemeinden. Diese finden am Mittwoch beziehungsweise Donnerstag um 19.30 Uhr in nahezu allen neuapostolischen Kirchen in der Gebietskirche Nordrhein-Westfalen statt. In den betreuten Gebietskirchen außerhalb Deutschlands variieren die Uhrzeiten.

Werte Anbieter von sog. Festangeboten, liebe Variierer derselben und all ihr Bekanntgeber Gottes 8),

Storcks Aussage stimmt ebengerade für dessen portugiesische Glaubensklonkolonie nicht! Als wenn seine lokalen Satthalter ihres Senders und Bezirksapostels in dessen Imperium nur die Uhrzeit variieren würden :mrgreen: . Da ist er laufend im Ausland und scheint keine urkirchliche Ahnung zu haben, was in seinen außernordrheinwestfälischen Glaubensklonprovinzen zum dortigen na-amtlichen Standardangebot gehört! Ein neubabylonischer Kirchturmnakoltiker par baumeisterlicher excellence.

Also das Festhalten am Mittwochsgottesdienst quasi als Konsensbeschluss der BaV-Europa “wir“ zu präsentieren, bringt zum Ausdruck, dass es sich hierbei nicht um eine Weisung von oben (Botschaft Gottes), sondern lediglich um einen auf BaV-Europa beschränkten rein organisatorischen Mehrheitsbeschluss handelt.

Es ist schon grotesk - leitende Gottesknechte stimmen darüber ab, wann Gott wo Dienst hat. Ja das passt exakt zu Botschaftsfanatikern mit ihrem veraltetem Selbstbild :mrgreen: .

Wenn das allerdings so ist, dass über Gottesdienstangebote Gottes hinter verschlossenen BaV-Europatüren unter dem Tagesordnungspunkt (Sonstiges / Organisatorisches) abgestimmt wird, dann kann man über solche 150%igen BaVeuroianer Gottes nur den Kopf schütteln – und ohne schlechtes Gewissen mit den Füßen abstimmen… :wink: .

s.

shalom
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Re: Der Wochengottesdienst - ein Auslaufmodell?

#38 Beitrag von shalom » 08.11.2015, 08:01

[urlex=http://cms.nak-freiburg.de/rueckblick/ereignisseberichte/kirchenbezirk/berichte-de-sued-fr-fr/2015/ueberraschungsbesuch-in-freiamt/][ :arrow: NaK-Ehrich / rechtlich unselbständiger Unterbezirk Freiburg (abgerufen am 07.11.2015) ][/urlex] hat geschrieben:
Überraschungsbesuch in Freiamt

Bezirksapostel Michael Ehrich hat am Mittwoch dem 4. November 2015 überraschend den Gottesdienst in der Gemeinde Freiamt durchgeführt. Er hatte mit seiner Familie in der Nähe einige Tage Urlaub verbracht und die kleine Landgemeinde zur großen Freude der Gottesdienstteilnehmer besucht.

Werte Freiämter, liebe Bezirksämter und all ihr Amtsunberechtigten 8),

wie die Bildergalerie vor Augen führt, singt der Chor sturheil nach vorne. Nach uns die Sintflut. Was für ein imposanter Klangkörper aus Zuhörersicht (falls dahinter welche da gewesen sein sollten)! Von hinten unten bestimmt eine eindrucksvolle Glaubenserlebniswahrnehmung. Und Seiteneinsteiger dürfen sogar ohne Übungsstunde chorisch in Szene gesetzt werden. Bravo.

Der dominierende Pinguineindruck der Männerstimmen der Selbstbildergalerie dürfte typisch für die weiterhin auf derartige Wochengottesdienste eingenordeten Nakoliken des „Gottesvolkssturms“ sein… .

s., der heute mal freiamt hat. Ganz ehrich!

Martha
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Re: Der Wochengottesdienst - ein Auslaufmodell?

#39 Beitrag von Martha » 08.11.2015, 08:35

Man sind da viele im GD.
So sieht es nun mal in der Woche aus, wenn der Apostel nicht angemeldet ist.

Müsste ihm ja zu denken geben.

fridolin
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Re: Der Wochengottesdienst - ein Auslaufmodell?

#40 Beitrag von fridolin » 08.11.2015, 13:49

Singt Ehrich im Chor mit?

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