Der Kardinalirrtum Jesu

Für Zweifler und andere gute Christen
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Gaby

Re: Der Kardinalirrtum Jesu

#11 Beitrag von Gaby » 04.08.2012, 09:32

... tergram, folgenden Link stellte ich schon einmal ein ...

http://www.kostenlose-bucher.eu/doc/628 ... eformation

... auch damals gab es im Judentum verschiedene Strömungen, wie es auch heute viele verschiedene Denominationen im Christentum gibt.
Dazu die griechische Philosophie ... aus dieser ganzen Mixtur heraus entstand letztlich der christliche Glaube.
Menschen die sich für "echte" Christen halten sehen solche Gedanken natürlich als "Teufelszeug" an, könnte es doch ihr ganzes bisheriges Glaubensgerüst erschüttern.
Ich glaube an die Wahrheit hinter den ganzen Religionen ... jede Religion für sich ist ein Weg zu dieser Wahrheit ... jeder Weg meiner Meinung nach ein unvollkommener Weg ... aber wichtig ist doch, dass man darauf vertraut, dass es am Ende diese Wahrheit gibt. Und besser die unvollkommenen Wege zu gehen, als sich gar nicht erst auf den Weg zu machen finde ich.

Lies mal bitte die These 79 aus dem Link ... die 5 Alternativen die einem Christen bleiben, der auf viele Widersprüche in der Bibel stößt ...

Maximin

Re: Der Kardinalirrtum Jesu

#12 Beitrag von Maximin » 04.08.2012, 11:48

http://www.youtube.com/watch?v=GtxcaKzYHyY

Da stehen Behauptungen im Raum wie etwa diese:
- Gott gibt es gar nicht;
- Die Bibel ist einem Märchenbuch vergleichbar, jedenfalls nicht ernst zu nehmen;
- Jesus hat sich geirrt und ist somit ein falscher Prophet.

„In meinen Augen wurschteln sich Christen mit diesen gedanklichen Basteleien an der Problematik vorbei, dass die Zusagen Jesu nicht eingetroffen sind“, schreibt jemand und er macht damit die gläubige Christenheit lächerlich.

Na gut, die gläubige Christenheit muss sich solchen Kritiken stellen. Andererseits sollten sich aber solche Kritiker nicht wundern, wenn sie ihrerseits nicht mehr ernst genommen werden können.

Maximin + + +

tergram

Re: Der Kardinalirrtum Jesu

#13 Beitrag von tergram » 04.08.2012, 12:03

Maximin, ist das deine Antwort auf meine Frage? Beste Grüße, ein "Jemand"

tergram

Re: Der Kardinalirrtum Jesu

#14 Beitrag von tergram » 04.08.2012, 12:10

Gaby, danke für den link - ich weiss, Du hattest ihn schon mal eingestellt.

Hier ein Auszug aus den dortigen Überlegungen:

(Zitat) Konsequenzen, die sich aus den Fehlern, Widersprüchen und
Übernahmen ergeben
These 24: Was übrig bleibt ...
Wenn wir beim Neuen Testament alles streichen,
- was widersprüchlich ist
- was unlogisch ist
- was unhistorisch ist
- was in naturwissenschaftlicher Hinsicht unsinnig bzw. unhaltbar ist
- was unmoralisch ist
- was unserem christlichen Grundverständnis widerspricht
- was nicht praktikabel ist
- was eindeutig als Übernahme aus dem Alten Testament erkennbar ist
- was eindeutig als Übernahme aus der antiken Mythologie erkennbar ist
dann bleibt in historischer und moralischer Hinsicht nicht mehr viel Substanz übrig.

(Zitatende)

Dem kann ich uneingeschränkt folgen.

Maximin

Re: Der Kardinalirrtum Jesu

#15 Beitrag von Maximin » 04.08.2012, 12:21

..."Maximin, ist das deine Antwort auf meine Frage?" Ja!
Maximin + + +

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Loreley 61
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Re: Der Kardinalirrtum Jesu

#16 Beitrag von Loreley 61 » 04.08.2012, 14:35

Andererseits sollten sich aber solche Kritiker nicht wundern, wenn sie ihrerseits nicht mehr ernst genommen werden können.
Maxi, wie wäre es denn mal mit einer niveauvollen und intelligenten Antwort, anstatt solcher Floskeln? Wenn hier "jemand" Kritik am traditionellen Christentum äußert, so kann er doch seine Kritik, seine Fragen, seine Einwände erst dann niederlegen, wenn ihm Christen die Fragen oder Unstimmigkeiten/Widersprüchlichkeiten beantworten und erklären. Angriffe auf plausible Fragestellungen und Feststellungen zeigen höchstens, dass der angesprochene Christ sein Glaubensfundament nicht einmal sinnvoll erklären kann. Misssion heißt auch, dass man Antworten hat, dass man erklären kann, das man weiß, was man da überhaupt glaubt. Als ich merkte, dass ich keine Antworten bekam, sondern nur den Verstand ausschalten sollte um glauben zu können, war für mich der Punkt gekommen, dem traditionellen Christentum (auch anderen Religionen) den Rücken zu kehren. Lächerlich wird es da, wo ein Christ nicht einmal in der Lage ist, sein "HL. Buch", seinen Glauben, seine Religion fachgerecht zu erläutern und auszulegen. Das ist so ähnlich, wie wenn ein Fußballtrainer die Abseitsregel nicht erklären kann, oder ein Mathematikprofessor den Lehrsatz des Pythagoras nicht kennt. Zu solchen Leuten und ihren "Kenntissen" kann man wenig Vertrauen entwickeln. Ich würde also bitten: Butter bei die Fische. Frömmelei und bigotte Sprüche nützen da gar nichts - Überzeugungskraft, Antworten sind gefragt. Mit dem HL. Geist ausgestattet dürften dir alle Antworten leicht fallen.

LG, Lory
Unsere Gedanken und Gefühle werden durch unsere Überzeugungen geformt.
Was du tief in dir und oft unbewusst denkst, das zeigt die größte Wirkung in deinem Leben.
Brauche nichts ... wünsche alles ... und wähle, was sich zeigt!
______
Namaste

Gaby

Re: Der Kardinalirrtum Jesu

#17 Beitrag von Gaby » 04.08.2012, 17:43

Michael und tergram, wenn Ihr die 95 Thesen gründlich gelesen habt, dann sollte Euch auffallen, dass Elias Erdmann kein Atheist ist, im Gegenteil sogar ein sehr gläubiger Mensch ist und dass er die Bibel auch nicht ins Abseits stellen will (dem Märchenbuch gleichwertig stellen will), sondern den Menschen eine Möglichkeit bieten möchte, die Bibel trotz all ihrer Widersprüche als wertvolle Lektüre annehmen zu können. Es geht in die Richtung Panentheismus, eine Sicht des Glaubens, die versucht den Pantheismus und das Christentum miteinander zu vereinen. Er möchte mit seinen Gedanken zum Glauben den Menschen die Möglichkeit geben, sich wegen ihrer Zweifel bezüglich des christlichen Glaubens nicht als letzten Ausweg von Gott abwenden zu müssen ...

Gottfried Hutter hat eine ähnliche Sicht ...

http://www.salvation.de/

holytux
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Re: Der Kardinalirrtum Jesu

#18 Beitrag von holytux » 04.08.2012, 19:05

Es ist immer problematisch, sich sachlich mit einer Thematik auseinander zusetzen, die bereits tendenziös durch ideologische Einflüsse verkrüppelt ist.
Niemand, der wirklich ernsthaft und verantwortungsvoll vorgeht, wird ein Buch mit dem Titel „ Der Jesuswahn. Wie die Christen sich ihren Gott erschufen. Die Entzauberung einer Weltreligionen durch die wissenschaftliche Forschung.“ versehen. Das liegt alles eng beisammen mit anderen vergleichbaren Veröffentlichungen a la „Gotteswahn“ etc, oder auch, wenn die „Gegenseite“ meint behaupten zu müssen „.Und die Bibel hat doch recht!“.
Wenn jetzt hier konkret im Eingangsartikel Mk. 9,1 benutzt wird, um irgendetwas zu „beweisen“, zeigt sich eben, dass bei dieser Vorgehensweise das Ziel der Weg ist.
Gerade die hier von einigen so inniglich geschätzte historisch kritische Exegese kommt zu dem überzeugenden Befund, dass dieser Einschub des Evangelisten einen klaren Bezug zur anschließend geschilderten Verklärung setzt. (z.B. bei Pesch Markusevangelium II).

Interessanterweise wird hier im Forum gerne, insbesondere dem „kirchlichen“ Christentum, einerseits unterstellt, es würde die bibelwissenschaftlichen Erkenntnisse ignorieren oder gar verschweigen. Andererseits favorisiert man selbst Argumentationslinien, die gerade nicht geeignet sind, einen einigermaßen vernünftigen Dialog zu führen.
Religiöser Fundamentalismus und Vulgäratheismus sind eineiige Zwillinge.

Freundliche Grüße.
"Wenn alle Liebe Ewigkeit will - Gottes Liebe will sie nicht nur, sondern wirkt und ist sie."
Joseph Ratzinger

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Re: Der Kardinalirrtum Jesu

#19 Beitrag von Comment » 04.08.2012, 20:37

Wenn jetzt hier konkret im Eingangsartikel Mk. 9,1 benutzt wird, um irgendetwas zu „beweisen“, zeigt sich eben, dass bei dieser Vorgehensweise das Ziel der Weg ist.
Gerade die hier von einigen so inniglich geschätzte historisch kritische Exegese kommt zu dem überzeugenden Befund, dass dieser Einschub des Evangelisten einen klaren Bezug zur anschließend geschilderten Verklärung setzt. (z.B. bei Pesch Markusevangelium II).
Werter holytux,

diesen Bezug vermag ich nicht ohne weiteres zu erkennen. Könnten Sie das kurz erläutern, was Sie oder der von Ihnen zitierte Pesch meint?

Danke.

Com.

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Re: Der Kardinalirrtum Jesu

#20 Beitrag von Loreley 61 » 04.08.2012, 21:47

Ehrlich gesagt, ich finde in diesem kurzen Thread keinen Vulgäratheismus, sondern nur berechtigte Fragen - und zwar nicht einmal an Fundis, sondern an "Normalchristen" gerichtet.

Aber kommen wir zur Parusieverzögerung. Ich habe extra mal einen link rausgesucht zur Stuttgarter Bibelgesellschaft. Also kein wie auch immer gearteter Atheistenlink, alà Gotteswahn oder Jesuswahn usw.:

http://www.bibelwissenschaft.de/bibelku ... trusbrief/

Schon da hat jemand Unbekanntes auf polemische Art versucht, seinen Zeitgenossen die ausbleibende Parusie zu erklären. Wenig erfolgreich, wie ich meine und dazu auch noch unter falschem Namen ("Petrus") Wie glaubhaft ist das also alles? Falscher Name...Polemik......
Der 2Petr nennt im Präskript Simon Petrus als Absender (1,1). Vor allem aus dem Abschnitt 1,13-15 geht hervor, daß der Brief das Testament des Apostels sein will. Dieser Anspruch erweist sich spätestens in 3,4 als Fiktion. Der Verfasser zitiert "Spötter", die an der verheißenen Parusie Christi zweifeln, und als Begründung für diesen Zweifel darauf verweisen, daß die Väter, d.h. die erste Generation der Christen, tot sei. Zu diesen entschlafenen Vätern gehört aber Petrus selbst!

Anlaß des Schreibens sind die schon erwähnten "Irrlehrer" (2,1), denen "Petrus" mit dem gesamten Arsenal gängiger Polemik zu begegnen sucht.


Und nein, es war wohl auch im Altertum nicht unbedingt üblich unter falschem Namen zu schreiben:

http://www.welt.de/print/die_welt/vermi ... sicht.html
Ferner behaupten die Kirchentreuen, im Altertum habe es noch keine klaren Vorstellungen von "geistigem Eigentum" gegeben, und es sei ein in der Antike übliches Verfahren gewesen, die eigene Schrift im Namen eines anderen zu veröffentlichen. Demgegenüber kann Gerd Lüdemann nachweisen, dass schon vor 2000 Jahren die Verbreitung fremder Gedanken unter eigenem Namen und auch die Verbreitung eigener Gedanken unter fremdem Namen geächtet waren. Im antiken Unterricht lernten die Schüler Stil- und Echtheitskritik sowie eine negative Sicht auf Schriften unter falschem Namen.
Alles in allem wirkt das auf mich total unglaubwürdig. Falsche "Petrus`se" oder "Paulus`se" wollen uns u.a. vom Glauben an die Hl. Schrift überzeugen und stellen Behauptungen auf, wieso sich die Parusie "verzögert", sich Jesus nicht geirrt hat..usw.

Wie fiele da eine Antwort eines Christen aus, bezüglich meiner gerade genannten Einwände?

fragt Lory
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______
Namaste

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