Wahrheitsgehalt von (Glaubens)Erlebnissen in der UF

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Adler

Wahrheitsgehalt von (Glaubens)Erlebnissen in der UF

#1 Beitrag von Adler » 24.06.2012, 09:39

Viele Beiträge in den Schriften der NAK entspringen schlicht der Fantasie oder dem Wunschdenken der Schreiber.

Wer kontrolliert denn den Wahrheitsgehalt der Beiträge? Niemand!

LG Adler

Cemper

Re: In 'Unsere Familie': ein junger NAK-ler zum Vorzeigen?

#2 Beitrag von Cemper » 24.06.2012, 11:02

Adler, wenn niemand den Wahrheitsgehalt der Beiträge kontrolliert - woher wissen Sie dann, dass "viele Beiträge in den Schriften der NAK schlicht der Fantasie oder dem Wunschdenken der Schreiber entspringen"?

Unter uns: Ich frage so, weil ich mancher und manchem in diesem moderierten Forum Gelegenheit geben möchte, einen Beitrag etwa mit dieser argumentativ beeindruckenden Logik einzustellen: "Cemper ist wieder in seiner Mission unterwegs. Er verteidigt das NAK-Schrifttum." Behalten Sie das aber für sich - bitte; sonst halten centaurea und tergram mich wieder für überheblich.

Adler

Re: Wahrheitsgehalt von (Glaubens)Erlebnissen in der UF

#3 Beitrag von Adler » 24.06.2012, 11:52

Zitat:

[...]woher wissen Sie dann, dass "viele Beiträge in den Schriften der NAK schlicht der Fantasie oder dem Wunschdenken der Schreiber entspringen"?[...]


Zitat Ende

Cemper - weil ich einige dieser Autoren persönlich kenne, welche durch Beiträge in den ANK-Schriften, ihre überzogenen NAK-Fantasien ausleben und sich aus purer Langeweile schriftstellerisch betätigen.

LG Adler

Laura1

Re: Wahrheitsgehalt von (Glaubens)Erlebnissen in der UF

#4 Beitrag von Laura1 » 24.06.2012, 11:53

Ich würde den Wahrheitsgehalt der Beiträge in der Zeitschrift "Unsere Familie" nicht anzweifeln.

Dazu möchte ich mal ein Beispiel nennen: Eine Person ist unterwegs und verliert ihre Geldbörse, in der sich 500,-€ Bargeld befinden. Voller Verzweiflung betet die Person zu Gott: Lieber Gott, lass mich bitte meine Geldbörse wieder finden. Es vergehen ein-zwei Tage, die Person betet weiter -und bittet auch ihren Vorsteher um Unterstützung im Gebet. Am dritten Tag findet die Person ihre Geldbörse wieder. Kein Cent fehlt.
Hat nun Gott die Gebete erhört - oder war es ein glücklicher Zufall - oder beides..., dass ist die Frage.. :)

LG Laura1

holytux
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Re: Wahrheitsgehalt von (Glaubens)Erlebnissen in der UF

#5 Beitrag von holytux » 24.06.2012, 12:37

@Adler
Ein „Wahrheitsgehalt“ von „Glaubenserlebnissen“ ist ein Widerspruch in sich.
Jedes Geschehen wird zu einem Glaubenserlebnis, wenn ich es in irgendeine Beziehung zu meinen Glaubensüberzeugungen setze. Insofern „entsteht“ eine Glaubenswahrheit, die für mich persönlich eine möglicherweise große Bedeutung hat.
So liegt die Problematik nicht darin, dass mir irgendwelche „Glaubenserlebnisse“, die ich in der UF vorfinde, merkwürdig, unglaubwürdig, lächerlich vorkommen, oder hie und da auch durch redaktionell mehr oder minder begabte Schreibtischtäter aufgepeppt zu sein scheinen.

Die Frage heißt für mich viel mehr, ob persönliche „Glaubenserlebnisse“ für die Öffentlichkeit einen Sinn ergeben, ob es überhaupt vernünftig ist, solche Dinge dergestalt zu publizieren, wie es, besonders ausgeprägt in der neuapostolischen Welt üblich ist.
Ich meine nein! Der persönliche Glaube des Einzelnen ist etwas intimes, etwas wirklich „Spezielles“.
Andererseits haben allerdings Umfragen ergeben, dass eben gerade die „Erlebnisberichte“ bei den Stammlesern der UF besonders beliebt sind. Hier entscheidet also durchaus der Wille des Volkes...

Die Volksfrömmigkeit hat grundsätzlich eine besonders wundergläubige Prägung, was wiederum ein allgemeines Phänomen im religiösen Bereich zu sein scheint. Man denke an die große Wirkung bestimmter Wallfahrtsorte, Reliquienverehrung, oder auch Gottesdienste, in denen „Wunderheilungen“ zum Programm gehören. Hier zwischen Wahrheit und Fiktion zu unterscheiden, wird im Einzelfall unmöglich sein. Entscheidend wäre für mich, dass dies nicht die Mitte des christlichen Glaubens sein kann. Christen müssen damit leben, dass nicht die Welt verwandelt wurde und jetzt ein großer Schauplatz der Zeichen und Wunder Gottes ist.
Jesus Christus kam, um die Menschen zu verwandeln, damit sie (die Menschen!) diese Welt verwandeln, hin zu Gottes Reich. Wirklich Vollendung schaffen können wir nicht, leider.

Viele gläubige und fromme Menschen brauchen offensichtlich das einfache Bild vom „Lieben Gott“, der irgendwie alles regelt. Und wenn es hart auf hart kommt, braucht das vermutlich jeder.
Andererseits gehört zum Glauben eben auch eine Vernunft, die sich dem Faktischen nicht blind verweigert.

„Vermutlich wird sich der Glaube der Zukunft, um überhaupt weiter existieren zu können, viel mehr an seinen Hoffnungs- und Verheißungscharakter erinnern müssen, statt sich auf Mach- und Wundertaten Gottes in Vergangenheit und Gegenwart zu berufen.“
(Vorgrimler, Aufdem Weg zum göttlichen Geheimnis, S. 111, Topos 2000)


Freundliche Grüße
Zuletzt geändert von holytux am 24.06.2012, 13:30, insgesamt 1-mal geändert.
"Wenn alle Liebe Ewigkeit will - Gottes Liebe will sie nicht nur, sondern wirkt und ist sie."
Joseph Ratzinger

Adler

Re: Wahrheitsgehalt von (Glaubens)Erlebnissen in der UF

#6 Beitrag von Adler » 24.06.2012, 12:43

Ich stelle einmal die folgende Geschichte (sie wurde in den 60iger/70iger Jahren, oft und gerne in der NAK gepredigt) in den Raum:

In der Nachkriegszeit herrschte größtenteils Hunger. Die Kinder in den Schulen hatten nicht alle und nicht immer ein Pausenbrot dabei. So auch ein kleiner NAK-Junge.

Der Lehrer, ein Spötter der Kirche und des Glaubens, kannte den Jungen und wusste um dessen NAK-Mitgliedschaft. Immer wieder machte er sich einen Spass, den Jungen vor der Klasse, ob seines Glaubens, lächerlich zu machen.

Wieder einmal hatte der Junge kein Pausenbrot und der Lehre wollte sich wieder einmal einen Spass mit ihm machen und sagte: "Bete doch mal zu deinem Gott, er solle dir ein Pausenbrot schicken." Der Junge betete, aber es geschah nichts.

Nun sagte der Lehrer: "Jetzt bitte mich einmal um ein Pausenbrot." Auch dies tat der Junge. Der Lehrer gab dem Jungen eins von seinen Broten.

Hat der Junge nun seinen Glauben erlebt . . . ?

LG Adler

verbindlich

Re: Wahrheitsgehalt von (Glaubens)Erlebnissen in der UF

#7 Beitrag von verbindlich » 24.06.2012, 13:04

@ adler, du hast recht, manche Dinge, die du hier von dir lässt, lassen die Vermutung zu, du bist das gar nicht, der das schreibt, sondern die üblen Geister, die dich beherrschen... vermute ich einfach mal. Beweis mir bitte das Gegenteil!!!!!??????

Adler

Re: Wahrheitsgehalt von (Glaubens)Erlebnissen in der UF

#8 Beitrag von Adler » 24.06.2012, 13:46

Werter Verbindlich,

lassen wir einfach die Geister hier aus dem Spiel und kümmern uns um die Realitäten!

LG Adler

Adler

Re: Wahrheitsgehalt von (Glaubens)Erlebnissen in der UF

#9 Beitrag von Adler » 24.06.2012, 13:53

Werter Holytux,

für mich ist ein Glaubenserleben, eine persönliche Sache, in welcher ich meinen Gott persönlich erlebt habe.

Was ich in Bezug zum Wahrheitsgehalt der in den NAK-Schriften veröffentlichten Berichte schrieb, beruht auf der Tatsache, dass ich, wie ich schrieb, einige Leute kenne, die es sich zur Angewohnheit gemacht haben, derartige "Erlebnisse" alleine aufgrund ihrer blühenden Fantasie abzufassen und als "Glaubenserleben" an den Verlag sandten, wo diese Berichte dann als wahre und tatsächliche Erlebnisberichte veröffentlich wurden.

Die unbedarfte Leserschar wurde somit, durch diese frei erfundenen Berichte hinters Licht geführt.

LG Adler

Adler

Re: Wahrheitsgehalt von (Glaubens)Erlebnissen in der UF

#10 Beitrag von Adler » 24.06.2012, 14:12

Der Fairness halber, soll aber auch gesagt werden, dass ich es für durchaus möglich halte, dass der eine und andere Bericht auf Tatsachen beruht.

LG Adler

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