NAK: Auf der anderen Seite des Grossen Teichs II - kommentiert von Shalom

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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R/S
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Re: Auf der anderen Seite des Grossen Teichs II

#91 Beitrag von R/S » 15.01.2014, 17:42

GG001:
Die "Konkurrenz" anderer Glaubensgemeinschaften besteht tatsaechlich, man kann von einem viel groesseren religioesen Angebot als bei uns reden. Wer also als NACler schon auf der Mauer sitzt und sich die Landschaft da draussen betrachtet, wird mehr Moeglichkeiten entdecken als bei uns in "Old Europe".
Ich kann mich an die Anfangszeiten der NAC-Boards und noch jene seines Vorgängers erinnern. In den letzten 1990er Jahren und zu Beginn des neuen Jahrtausends schimpften viele auf die rigorose Lehre der NAK. Schließlich traten sie aus der NAK aus und schlossen sich evangelikalen Richtungen an, wo sie im wörtlichen Sinn vom Regen in die Traufe gerieten. Nichtsdestoweniger verteidigten sie ihre neu gewonnenen Erkenntnisse im Grunde mit den selben Argumenten, mit denen sie zuvor die NAK verteufelt hatten. Sie hatten über die NAK quasi ein Fundamentalismus-Gen aufoktroyiert bekommen, das sie dann teilweise völlig unkritisch in die Hände der nächsten Fundi-Bande laufen ließ.

Auch dies ist m.E. einer der Unterschiede zwischen dem Land der letzten Möglichkeiten und good old Europe ... :|

P.S. Hier noch ein alter Link zur Statistik: http://www.nak.org/de/news/news-display/article/16710/
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich…; und irgendwann – wenn sich die Wahrheit nicht mehr leugnen lässt – imitieren sie dich. (In Anlehnung an M. Gandhi)

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Re: Auf der anderen Seite des Grossen Teichs II

#92 Beitrag von Comment » 15.01.2014, 17:49

Johannes, ich vermute mal, dass in den USA der Kirchenaustritt nicht so formalisiert ist wie in D. Die USA-NAC könnte möglicherweise ihre Mitgliedsbücher fortlaufend bereinigen, will sagen: die 'Fernbleibenden' in den Büchern streichen?

Nach nak.org wird JLS im Februar in den USA weilen (6.2. in Washington, 9.2. in Miami); mal schauen, ob das was Neues bringt ...

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Re: Auf der anderen Seite des Grossen Teichs II

#93 Beitrag von _ » 15.01.2014, 18:53

R/S hat geschrieben:Vor allem eine Religionsgemeinschaft, deren Alleinstellungsmerkmale und Attraktivität in Amerika kaum Punkte verbuchen kann: ...
Ja, nicht einmal ihren Namen hat sie für sich allein! (Evangelikale bestimmter Gruppen sprechen gern von einer "new apostolic reformation", z.B. hier.)

GG001

Re: Auf der anderen Seite des Grossen Teichs II

#94 Beitrag von GG001 » 15.01.2014, 20:47

Johannes, ich vermute mal, dass in den USA der Kirchenaustritt nicht so formalisiert ist wie in D.
Ein Brief and die Verwaltung der NAC USA mit den Worten "I secede from the New Apostolic Church" sollte eigentlich ausreichen - sofern die Verwaltung diesen Brief bemerkt hat und die Zusendung von Zeitschriften, Brieden, etc. einstellt.

Jedenfalls bedarf es nicht aus irgendwelchen anderen Gruenden eines formalisierten Verfahrens. Was man glaubt, interessiert den Staat dort nicht - hier in DE hingegen muss das Finanzamt wissen, an welche Organisation es die Kirchensteuer abfuehren soll. Deshalb ist der Kirchenaustritt "etwas formalisiert".

R/S
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Re: Auf der anderen Seite des Grossen Teichs II

#95 Beitrag von R/S » 16.01.2014, 17:13

Hier ist ein optischer Überblick über die Verteilung der hauptsächlichen christlichen Religionsgemeinschaften in der USA:

http://www.businessinsider.com/the-reli ... ca-2013-12

Zusammen machen sie knapp 80 Prozent der Mitglieder aller Religionsgemeinschaften aus:

http://www.pewforum.org/2012/12/18/glob ... hristians/
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich…; und irgendwann – wenn sich die Wahrheit nicht mehr leugnen lässt – imitieren sie dich. (In Anlehnung an M. Gandhi)

Heinrich

Re: Auf der anderen Seite des Grossen Teichs II

#96 Beitrag von Heinrich » 16.01.2014, 18:34

Na ja, mal auf dieser Seite des grossen Teichs.

Es war einmal eine florierende Gemeinde, tolle Schwarzkittel, mit denen man echt gut konnte.
Und dann wurden diese alt, älter - und gingen in den wohl verdienten Ruhestand.

Danach kam in dieser Gemeinde nicht der als Vorsteher, den alle erhofft hatten. Ein anderer, der die Aufgabe als "Job" ansah. In seiner Egide haben nicht weiniger als zwei Tip-Top-Priester als auch mindestens zwei Diakone "den Bettel hingeschmissen".

Diesen "Job-Vorsteher" darauf angesprochen, hat er das alles nicht verstanden.

Mit solchen Fuzzies kann man heute keine Gemeinde mehr am Leben erhalten.

Mit Freude habe ich gelesen, der Typ ist im Ruhestand - also endlich abserviert.

Nur, ein Vorsteher einer Nachbargemeinde ist jetzt auch Vorsteher meiner früheren Gemeinde - das Ende von allem?

Einen Chor gibt es nicht mehr, die noch verbliebenen jungen Leute (inklusive der Diakone) sind auf dem Weg in andere NAK-Gemeinden zu gehen.

Und nun? Ich gebe zu, meine alte Gemeinde liegt mir am Herzen. Immer noch.
Aber wenn es keine jungen Leute mehr gibt und alle Amtsträger reissaus nehmen,
was wird das dann?

Nachdenkliche Grüße,
Heinrich

dietmar

Re: Auf der anderen Seite des Grossen Teichs II

#97 Beitrag von dietmar » 17.01.2014, 06:43

dann wird die Gemeinde folgerichtig aufgelöst..ist doch logisch....
den Niedegang der NAK halten einzelne noch so tolle Mitarbeiter eh nicht auf.

und mal ne Frage am Rande?
tolle Mitarbeiter in einer Sekte???

_

Re: Auf der anderen Seite des Grossen Teichs II

#98 Beitrag von _ » 17.01.2014, 12:21

Heinrich hat geschrieben:Na ja, mal auf dieser Seite des grossen Teichs.
Zumindest hier mal ausnahmsweise per definitionem off-topic. Wirklich. :roll:

shalom
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Re: Auf der anderen Seite des Grossen Teichs II

#99 Beitrag von shalom » 17.01.2014, 20:18

[urlex=http://www.nac-usa.org/giving/annual-reports.html][ :arrow: nac-usa.org / giving / annual-reports.html ][/urlex] hat geschrieben:
2012 Annual Report Released

communication & resources – printed
Our VISION newsletter is translated and printed in 3 languages. …16 editions have been distributed to 6950 households nationwide… . 477 users also receive the newsletter online… [page 16].

stewardship and corporate governance

Who is the church? - It is you and I.
Our District Apostle, as the church's president, leads the church in all spiritual and administrative matters. He does so in close connection and unity with our Chief Apostle… . [page 18]

Werte “Annual Reporter”, liebe Rapporter und all ihr an den Gestaden des großen Teichs 8),

das US-Verlagsprodukt „Vision“ ist also nur von 6950 Haushalten abonniert (477 User online). Davon abgeleitet ergibt sich für Nordamerika eine mehr als bescheidene Anzahl an echten NaktivistInnen.

Die Antwort auf die Frage „wer die Kirche ist“, kommt mir auf Seite 18 doch sehr antinakademisch daher. Den Nakechismus kennt Dap. Kolb evtl. nur vom Einband her. Sind Dap. Kolb und seine Deputies im Gegensatz zu deren europäischen Pendants denn nicht vollsinnige Selbstkirchbilder? Bei dem nakinternen einschmeichelnden „Du und Ich“ gehören andere Denominationen der Kirche Jesu Christi der Apostelendzeit offensichtlich nicht dazu. Und im Zentrum des rechteckig-abgestuften Selbstbildes von Kirche - Page 18 - prangt als rotes Quadrat der Districtapostle und niemand anders. Kein Jesus, kein Chief-Apostle.

Der District Apostle, als der Kirche Präsident – der „Chairman of the board“ -, leitet die Kirche in allen geistlichen und administrativen Angelegenheiten. Punkt. In seine Leitungsfunktion als Letztentscheider sind selbstredend-selbstbildverständlich die allerengste Verbindung und Einheit mit Gott, sowie mit dem Chairman der NaKi (Chief apostle), sowie mit Jesus und natürlich mit der BaVi-Internakional-Elite sowie auch noch mit dem Heiligen Geist bereits integriert.

s.

tergram

Re: Auf der anderen Seite des Grossen Teichs II

#100 Beitrag von tergram » 19.01.2014, 00:34

(Zitat) Die Neuapostolische Kirche in den USA wird zukünftig mehrere Möglichkeiten kennen, wie ein Zusammentreffen der Gemeinde in der Wochenmitte aussehen kann. Bezirksapostel Leonard Kolb stellte heute bei einer via Internet verbreiteten Veranstaltung fünf Möglichkeiten vor. (Zitatende) Bitte hier weiterlesen:

http://www.glaubenskultur.de/artikel-1833.html

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