NAK NRW/Niederlande und der Fall Rohn

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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tergram

Re: NAK NRW/Niederlande und der Fall Rohn

#621 Beitrag von tergram » 22.06.2015, 13:44

Werter Herr erdnuss,

ich habe meine Beweggründe in diesem Forum schon so oft erläutert, dass ich es müde bin, es gebetsmühlenartig zu wiederholen. Ausserdem muss sich niemand rechtfertigen, der sich für bestimmte Themen interessiert und es ist auch nach meiner Auffassung nicht notwending, das Andere die Beweggründe kennen oder gar verstehen können.

Den Zusammenahng mit meinem Posting erläutere ich aber gern: Es tut mir ernsthaft leid um viele großartige Mitglieder der NAK, die immer noch und immer wieder und gegen jede Vernunft und gemachte Erfahrung darauf hoffen, in ihrer Kirche möge sich Grundlegendes verändern. Die Gardinen werden zwar gelegentlich modernisiert, die Fenster geputzt, die alten, verstaubten und wurmstichtigen Möbel bleiben aber stehen. Das aufzuzeigen ist mein Anliegen. Wenig genug.

Um den Bogen zum Thema dieses Threads wieder zu schlagen:

Die Apostelherren haben sich so tief im Schlamm aus Geld, Macht, Rechthaberei, gegenseitiger falsch verstandener Loyalität, .... , .... verfangen, dass sie ohne dauerhaften Gesichtsverlust nicht mehr aus der Sache herauskommen. Daher wird weiter agiert und prozessiert, auf Teufel komm raus. Ich gehe davon aus, dass sich keiner der Akteure mit Ruhm bekleckert hat, auch Herr Rohn nicht, der gewiss kein braves, unschuldiges Lämmchen ist. Jetzt aber geht es nur noch ums Recht haben und darum, die eigenen interessen um jeden(!) Preis durchzusetzen.

Das ist armselig, erbärmlich und bemitleidenswert. Das aufzuzeigen und immer und immer wieder den Finger in die Wunde zu legen, ist eine der Aufgabe NAK-kritischer Foren. Auch und gerade wenn das vielen missfällt.

Heinrich

Re: NAK NRW/Niederlande und der Fall Rohn

#622 Beitrag von Heinrich » 22.06.2015, 18:23

Die Apostelherren haben sich so tief im Schlamm aus Geld, Macht, Rechthaberei, gegenseitiger falsch verstandener Loyalität, .... , .... verfangen, dass sie hoffentlich ohne dauerhaften Gesichtsverlust nicht mehr aus der Sache herauskommen.

Fettung von mir.

Tergram, dem ist nichts hinzuzufügen ;-)

Gruss aus dem Süden,
Heinrich

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Heidewolf
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Re: NAK NRW/Niederlande und der Fall Rohn

#623 Beitrag von Heidewolf » 22.06.2015, 18:30

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Friedrich Rückert

shalom
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Re: NAK NRW/Niederlande und der Fall Rohn

#624 Beitrag von shalom » 29.06.2015, 11:55

[urlex=http://bezirk-wien.nak.at/news/?berID=5111&L=][ :arrow: NaK-CH / Kanton Österreich ][/urlex] hat geschrieben:
Drei göttliche Dimensionen (21.06.2015)

Der Gottesdienst
Stammapostel Schneider legte seinem Dienen ein Wort von Paulus an die Epheser zugrunden, wo es im 3.Kapitel, Verse 18.19 unter anderem heißt: „... so könnt ihr begreifen, welches die Breite und die Länge und die Höhe und die Tiefe ist ...“.

Bezirksapostel Norberto Passuni
Der in Argentinien lebende Bezirksapostel der Neuapostolischen Kirche Sud América betonte zuerst den Opfergedanken. Ein von uns gebrachtes Opfer soll erlauben, dass Gott etwas in uns auslöst; etwa Meinungen oder Wünsche zu ändern.

Apostel Thomas Deubel
Der in der Westschweiz und auch in Ungarn, Tschechien und Bulgarien tätige Apostel brachte die Begebenheit der zwei Schuldner zu Gehör. Beiden wurde vergeben, doch der dem mehr Schuld erlassen wurde, hatte auch die größere Liebe gegenüber seinem Gläubiger. Insofern sollen auch wir mit unserem Vergeben großzügig sein. So wächst eine intensive Beziehung zu Gott und wir nähern uns dem "neuen Menschen" den Gott in uns schaffen möchte.

Werte Wiener, liebe „Schlawiener“ und all ihr anderen Glaubenshanswürstchen 8),

soso, mit dem Opfer, das die Bezirksappostel einheimsen bekommt Gott als eigentlicher Adressat vom Opfernden die Erlaubnis erteilt, endlich etwas auslösen zu dürfen. Das ist sicherlich die vierte Dimension eines dreidimensionalisierten BaVi-Gottes :wink: . Vom südamerikanischen Kontinent ist der Begriff „Befreiungstheologie“ geläufig, jedoch erscheint mir diese Predigt pure Anmaßungstheologie gemäß neuem Nakechismus zu beinhalten. Passuni gibt sich dem hoffnungslos veralteten Opferkult uniform ergeben. Am 20.01.1949 geboren, darf er auf große Abschiedstournee (vom Missionar zum Pensionär). Wien hatte ihm in seiner Sammlung noch gefehlt und Spesen und Immobilien sind nun mal Gottes Schwerpunkte für Opferverwendung.

Doch auch App. Thomas Deubel ist nicht von schlechten Glaubenseltern. Da strapaziert er auf Deubel komm raus die Schuldnerbegebenheit. Doch was hat das in Anwesenheit des Stammapostelamtsinhabers für eine Relevanz, wenn dessen Storck im Salat seiner Glaubensprovinz Niederlande offensichtlich Glaubensnarrenfreiheit genießt?

Ein Schalksknecht hackt dem anderen wohl kein Auge aus.

s.

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Heidewolf
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Re: NAK NRW/Niederlande und der Fall Rohn

#625 Beitrag von Heidewolf » 29.06.2015, 14:13

Hab ich das falsch verstanden?
In Matth 18, 23 ist doch das Gleichnis von den 2 Schuldnern des Königs (einer davon indirekt) aufgeführt. Das ist doch wohl gemeint, oder?.

Und da steht doch ganz exact, dass demjenigen Schuldner, der viel schuldete, auf sein Flehen hin die Schuld aufgeschoben wurde. Und das genau dieser Schuldner anschließend zu einem seiner Schuldner ging, der ihm viel weniger schuldete, und ihn unbarmherzig ins Gefängnis werfen lies.

Und der König war anschliessend not amused.

Also, wenn man so will, ein Gleichnis, welches man auf die aktuelle Rohn-Affäre anwenden kann.

Ob da nicht einigen Herren in Düsseldorf und Amersfoort die Nerven flattern?
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Schneider

Re: NAK NRW/Niederlande und der Fall Rohn

#626 Beitrag von Schneider » 29.06.2015, 17:16

Heidewolf hat geschrieben:Hab ich das falsch verstanden? In Matth 18, 23 ist doch das Gleichnis von den 2 Schuldnern des Königs (einer davon indirekt) aufgeführt. Das ist doch wohl gemeint, oder? Und da steht doch ganz exact, dass demjenigen Schuldner, der viel schuldete, auf sein Flehen hin die Schuld aufgeschoben wurde. Und das genau dieser Schuldner anschließend zu einem seiner Schuldner ging, der ihm viel weniger schuldete, und ihn unbarmherzig ins Gefängnis werfen lies.
Heidewolf, Deine Zweifel sind berechtigt. Ich vermute auch, dass er dieses Gleichnis gemeint hat. Denn ein anderes, ähnliches, gibt es nicht, kenne ich jedenfalls nicht. Aber er verdreht es. Man darf sich über diese Ungenauigkeiten aber nicht aufregen. Sonst besteht die Gefahr des Haarausfalls durch Ausraufen. Denn genau betrachtet hat nur ein Schuldner mit dem König verhandelt. Der zweite war der Schuldner des ersten, nicht des Königs (auch nicht indirekt). Der erste hat dem zweiten überhaupt nicht vergeben (zumindest steht nichts davon). Und der eigentliche Clou an diesem Gleichnis ist, dass der erste Schuldner auch gar nicht um Vergebung gebeten hatte, sondern nur um Aufschub ("Herr, habe Geduld mit mir, ich will dir's alles bezahlen.") So ähnlich wie in den Verhandlungen zwischen Griechen und der EU. Der König hat ihm dennoch die gesamte Schuld erlassen ("Da jammerte den Herrn des Knechtes, und er ließ ihn los, und die Schuld erließ er ihm auch."). Voraussetzungslos. Ohne Vorbedingung (was die EU nicht macht). Und erst hinterher hat der König seine Vergebung widerrufen, weil der erste nicht genauso handelte, wie der König selbst. Darum geht es. Aber das wird man in der NAK nie verstehen. Sonst ginge die ganze Vergebungstheologie über den Bach. Und damit auch eine der wichtigsten Amtsfunktionen.

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Heidewolf
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Re: NAK NRW/Niederlande und der Fall Rohn

#627 Beitrag von Heidewolf » 29.06.2015, 18:44

Ja Schneider, im Detail passt es nach 2000 Jahren ja nicht ganz genau. Aber dem Sinne nach. Und dem tatsächlichen Handeln.
Einmal Armin Brinkmann über 10 Mio Schaden angerichtet. Aber in Amt und Würden gelassen (vom Stap), kein persönliches geradestehen dafür. Und er mischt sogar heute noch mit.
Andererseits Rohn, der 0,5 MIo Darlehn zurückzahlen soll und um Aufschub bittet, in die Insolvenz gedrückt. Von Baps Storck, Brinkmann und niederländischen Kirchenführern.

Das erinnert mich an manche Geschichten aus der RKK. Da wird und wurde auch scheinbar in Unmengen Absolution erteilt, teilweise auch gegen Gegenleistungen.
Das macht entgegen dem eigentlichen Sinn scheinbar recht leichtsinnig.
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Rene'
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Re: NAK NRW/Niederlande und der Fall Rohn

#628 Beitrag von Rene' » 29.06.2015, 19:40

Hallo!
Einmal Armin Brinkmann über 10 Mio Schaden angerichtet. Aber in Amt und Würden gelassen (vom Stap), kein persönliches geradestehen dafür. Und er mischt sogar heute noch mit.
Andererseits hat Rohn, der 0,5 MIo Darlehn zurückzahlen soll und um Aufschub bittet, in die Insolvenz gedrückt. Von Baps Storck, Brinkmann und niederländischen Kirchenführern.
Der Knackpunkt ist aber folgender:

Brinkmann hat "zusammen mit dem Herrn" und Rohn "gegen den Herrn" gekämpft. Aus NAK-Sicht zumindest. Früher hieß das "Inquisition". Bist Du nicht für uns, dann bist Du gegen uns und somit auch gegen Gott weil wir sind von Gott gesandt. ;)

Das glaubt offensichtlich auch Storck sonst würde er nicht auf das selbe Trömmelchen hauen wie Brinkmann. Wenn er das nämlich nicht glauben würde wäre er niemals Brinkmanns Nachfolger geworden.

Die glauben echt das bei ihren Entscheidungen der Herrgott die Finger im Spiel hat und alles nach seinem Sinn geschieht. Das zweite Gebot gilt nur für andere,nicht für sie
Gruß,
Rene'

Heinrich

Re: NAK NRW/Niederlande/Rohn und andere finanzielle Dinge

#629 Beitrag von Heinrich » 29.06.2015, 20:00

10 Millionen verzockt. Wo hatte Herr Brinkmann diese für Normalsterbliche unglaubliche Summe her? Opfergelder, nicht zum Wohl dieser „Kirche“ angelegt?

So langsam finde ich es unerträglich, wie diese Gebietskirchenpräsidenten agieren. Auch in Süddeutschland wird so manche Gemeinde „in bester Lage“ dicht gemacht und dann sehr gewinnbringend verkauft.

Und wer profitiert?


Geht es bei dieser NAK eigentlich noch um Kirche im eigentlichen Sinn, Seelsorge und all diese Dinge?

Oder geht es nur noch um eine Art Gewinnmaximierung für ein paar wenige Menschen, die zwar offiziell Bezirksapostel dem Namen nach heißen, aber eher Gebietskirchen-Manager sind?

Gewinnmaximierung um jeden Preis, um so – weil man ja von der Kirche alimentiert ist und auch die Rente von dort bekommen möchte – alles tut, um sich selbst ja nicht zu gefährden?

Im Gehaltsgefüge der NAK sind diese „Bezirksapostel“ sicher nicht schlecht bezahlt. Und so muss es doch auch bleiben, aus deren Sicht.

Aus und Schluss: Egal welcher Gebietskirchenpräsident, schämt Euch alle, was an finanziellen Machenschaften und Kirchenschließungen (die letztlich nur dem eigenen Wohl (= erwartete NAK-Rente) so vom Stapel gelassen wird.

Ich könnte noch mehr schreiben,
aber ich lasse es.

Jedenfalls weiß ich eines: Wenn unser Gebietskirchenpräsident mal wieder in den Saur-Dom in der Karlsruher Innenstadt einlädt, werde ich in den Nachbarbezirk ausweichen.

Tja, so ist das.

Gruss aus Baden,
Heinrich

tergram

Re: NAK NRW/Niederlande und der Fall Rohn

#630 Beitrag von tergram » 29.06.2015, 20:38

Heinrich hat geschrieben: Wenn unser Gebietskirchenpräsident mal wieder in den Saur-Dom in der Karlsruher Innenstadt einlädt, werde ich in den Nachbarbezirk ausweichen.

Uiiii, das wird ihn aber furchtbar erschrecken, bis ins Mark. Da hast du es ihm aber mal so richtig gegeben, das wird er sich merken! Und vor lauter heilsamem Schreck über dein Fernbleiben wird er sofort die Kirchenpolitik ändern, die NAK Süd reformieren und ein guter Christ werden. Bestimmt! :mrgreen:

Bruder, deinen Glauben möchte ich haben!

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