NAK NRW/Niederlande und der Fall Rohn

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Matula
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Re: NAK NRW/Niederlande und der Fall Rohn

#51 Beitrag von Matula » 30.07.2013, 07:30

Gibt es eigentlich etwas Neues im Fall Rohn zu berichten ?

Vogelfrei
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Re: NAK NRW/Niederlande und der Fall Rohn

#52 Beitrag von Vogelfrei » 25.07.2014, 15:24

Matula hat geschrieben:Gibt es eigentlich etwas Neues im Fall Rohn zu berichten ?
Ja, nach dem Urteil vom Berufungsgericht Arnhem-Leeuwarden hat Bezirksapostel De Bruijn i.R. das Verfahren (in der Sache Leihgeld oder Beteiligung in einem Ferienprojekt in Österreich) am 15. Juli 2014 verloren.

MfG,
Vogelfrei
Besser frei in der Fremde, als Knecht daheim!

Caroline

Re: NAK NRW/Niederlande und der Fall Rohn

#53 Beitrag von Caroline » 25.07.2014, 21:14

De Bruijn ging gegen dieses Urteil in Berufung und unterlag nun erneut: Das Berufungsgericht stellte am 15. Juli 2014 fest, dass es eine Zusammenarbeit war. Inzwischen liegt das schriftliche Urteil vor.

Dennoch, obwohl dieser Beweismangel erkennbar war, hielten der damalige Bezirksapostel Armin Brinkmann, zu dessen Verantwortungsbereich der Rechtsstreit schließlich zähle und dessen Nachfolger Rainer Storck immer an den Behauptungen De Bruijns fest und bezahlten dessen Anwaltsrechnungen.
Wahnsinn, für was Opfergelder verpulvert werden! :mrgreen:

http://www.glaubenskultur.de/index.php

Klaudia

Re: NAK NRW/Niederlande und der Fall Rohn

#54 Beitrag von Klaudia » 25.07.2014, 21:51

Caroline,

es ist doch noch genügend Geld da - wir kleckern nicht, wir klotzen. :mrgreen:
Auch wenn wir die Wahrheit kennen, aber wir probieren es trotzdem. :)

Schließlich hält man in dieser Liga zusammen - bis zum bitteren Ende... :mrgreen:

Dennoch: Diese Beträge sind für die KL nur Peanuts - es gibt schließlich noch genug opferwillige....

fridolin
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Re: NAK NRW/Niederlande und der Fall Rohn

#55 Beitrag von fridolin » 25.07.2014, 22:09

Wenn das doch alle lieben Glaubensgeschwister wüssten wie unsere NAK mit Prozessen Geld verballert.
Jetzt im Berufungsprozess in Holland und verloren. Am Landgericht Bochum, Anno Januar 2014 und verloren.
Sie haben wohl geldlich gesehen sehr dicke Bankkonten. Die ganzen Gerichts und Anwaltskosten zahlt meines Wissens immer der Verlierer.

Matula
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Re: NAK NRW/Niederlande und der Fall Rohn

#56 Beitrag von Matula » 26.07.2014, 07:13

Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, um was es bei den Klagen und Berufungsverhandlungen im einzelnen ging, meine mich schwach erinnern zu können, dass es dabei auch um ein privates Firmenkonstrukt zwischen dem damaligen BAP De Bruijn und Herrn Rohn ging, Wohnanlage in Österreich ?

Falls dieses korrekt ist, frage ich, weshalb müssen die Gerichts- und Anwaltskosten dann von der Kirche NRW bezahlt werden und BAP De Bruijn übernimmt diese Kosten nicht persönlich ?

War die Kirche NRW an dem Firmenkonstrukt zwischen diesen beiden Protagonisten finanziell beteiligt ?

tergram

Re: NAK NRW/Niederlande und der Fall Rohn

#57 Beitrag von tergram » 26.07.2014, 10:15

Auf facebook schreibt M. Koch:

... Nach längerer Zeit gestern Abend Termin mit Ronald Rohn in Wuppertal. 2 Stunden Besprechung der aktuellen Entwicklungen und dann ein kleines Abendessen. Ich denke, so viel Mühe, die Entstehung der Causa zu begreifen und Zusammenhänge zu verstehen, hat sich in diesem Fall keiner der Kirchenoffiziellen bisher gemacht. Und ich denke immer noch, dass es schlicht auch nicht gewollt ist. Eigentlich müsste der Landesvorstand eine Untersuchungskommision bilden, aber denen geht das einfach komplett vorbei. - Wo aber keine Empörung ist, geschieht Unrecht. ....

Quelle: https://www.facebook.com/glaubenskultur

Ich würde vorschlagen, einen vereidigten Wirtschaftsprüfer zu beauftragen. Dann erhält man ein gerichtsverwertbares Testat und kann den Vorgang bedarfsweise dem Staatsanwalt bzw. der Wirtschaftsstrafkammer übergeben.


Da der Landesvorstand seinen Aufgaben nicht nachkommt, wäre es nun Aufgabe aller Mitglieder, aufzustehen und Rechenschaft zu fordern. Hatten nicht Leber, Brinkmann und Storck dem staunenden Glaubensvolk vorgegaukelt, nach dem 10-Millionen-Desaster durch Einsetzung einer fachkundigen Kommission in Zukunft solche Katastrophen zu verhindern?

Sie lügen, weil das Volk sie lügen lässt. Weil man ihnen die Ungeheuerlichkeiten durchgehen lässt. Weil niemand aufsteht, und fordert, was zu fordern ist: Klarheit und Wahrheit. Die Mitglieder werden genau so behandelt, wie sie es zulassen.

Vogelfrei
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Re: NAK NRW/Niederlande und der Fall Rohn

#58 Beitrag von Vogelfrei » 26.07.2014, 10:53

@Matula
Matula hat geschrieben:(...)
Falls dieses korrekt ist, frage ich, weshalb müssen die Gerichts- und Anwaltskosten dann von der Kirche NRW bezahlt werden und BAP De Bruijn übernimmt diese Kosten nicht persönlich ?

War die Kirche NRW an dem Firmenkonstrukt zwischen diesen beiden Protagonisten finanziell beteiligt ?
Ich denke, die Kirchenleitung hat es als ihre Verantwortung übernommen den CEO (also BAP De Bruijn) gegen den angeblichen Betrug durch den entlassenen Arbeitnehmer in Schutz zu nehmen.

Nein, NAK-NRW war in diesem Zusammenhang nicht als Co-Investor beteiligt.



@Tergram
tergram hat geschrieben:(...)
Da der Landesvorstand seinen Aufgaben nicht nachkommt, wäre es nun Aufgabe aller Mitglieder, aufzustehen und Rechenschaft zu fordern. Hatten nicht Leber, Brinkmann und Storck dem staunenden Glaubensvolk vorgegaukelt, nach dem 10-Millionen-Desaster durch Einsetzung einer fachkundigen Kommission in Zukunft solche Katastrophen zu verhindern?

(...)
Außerdem hatte natürlich die Landesversammlung (also die gesammten Bezirksvorsteher) hierin ihre Verantwortung bewusst sein müssen:
Artikel 4 : Organe
Die Neuapostolische Kirche in den Niederlanden hat folgende Organe:
  1. Der Stammapostel
  2. Der Landesvorstand
  3. Die Landesversammlung
Artikel 7 : Die Landesversammlung
  1. Die Landesversammlung besteht aus den Mitgliedern des Landesvorstandes und den Bezirksvorstehern des Kirchengebietes der Neuapostolischen Kirche in den Niederlanden.
  2. Vorsitzender der Landesversammlung ist der Bezirksapostel oder ein von ihm bestellter Vertreter.
  3. Die Landesversammlung hat das Recht und die Aufgabe, Vorschläge und Anträge hinsichtlich der kirchlichen Arbeit zu beraten und zur weiteren Bearbeitung an den Landesvorstand weiterzugeben. Ihr obliegen ferner folgende Aufgaben:
    1. Beschlussfassung über den Jahresabschluss sowie Entlastung des Landesvorstandes
    2. Wahl des Wirtschaftsprüfers zur Prüfung des Jahresabschlusses
    3. Änderung der Verfassung und Beschlussfassung über eine Änderung der Rechtsform
    4. Beschlussfassung über die Auflösung der Neuapostolischen Kirche in den Niederlanden.
  4. Die Landesversammlung wird vom Bezirksapostel einberufen. Sie tagt mindestens einmal jährlich und darüber hinaus bei Bedarf bzw. wenn 1/3 ihrer Mitglieder dieses schriftlich beim Bezirksapostel beantragt.

    Die Landesversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens 2/3 ihrer Mitglieder anwesend oder gültig vertreten sind. Jedes Mitglied der Landesversammlung kann ein anderes, der Bezirksapostel auch mehrere andere Mitglieder, jedoch höchstens 1/3 aller Mitglieder, mit schriftlicher Vollmacht vertreten.

    Bei der Beschlussfassung und Entlastung gemäss Ziff. 3a) haben die Mitglieder des Landesvorstandes kein Stimm- und kein Vertretungsrecht.

    Die Beschlussfassung erfolgt mit einfacher Mehrheit.
  5. Für Verfassungsänderungen, für eine Änderung der Rechtsform sowie zu einer Auflösung der Neuapostolischen Kirche in den Niederlanden ist eine 3/4-Mehrheit der Anwesenden bzw. wirksam vertretenen Stimmberechtigten und zugleich eine 2/3-Mehrheit sämtlicher Mitglieder der Landesversammlung erforderlich.
  6. Beschlüsse über eine Verfassungsänderung, eine Änderung der Rechtsform oder eine Auflösung der Neuapostolischen Kirche in den Niederlanden bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der schriftlichen Zustimmung des Stammapostels. Wird die Zustimmung nicht innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Zugang des Protokolls der Landesversammlung schriftlich mitgeteilt, so gilt sie als verweigert.
Quelle: Verfassung NAK-NL
Siehe auch http://www.nak-nrw.de/gebietskirche/verfassung/
MfG,
Vogelfrei
Besser frei in der Fremde, als Knecht daheim!

tergram

Re: NAK NRW/Niederlande und der Fall Rohn

#59 Beitrag von tergram » 26.07.2014, 13:40

Das Magazin glaubenskultur schreibt weiter:

"Da der Streit vor Gericht weitergeht, ist also mit mindestens 5 Millionen Euro entstehenden Kosten für die Kirche und deren Mitglieder zu rechnen. Da die NAK NL recht klein ist, ist zudem damit zu rechnen, dass die ihr vorgeschaltete Gebietskirche Nordrhein-Westfalen große Teile dieser Kosten übernehmen muss."

Opfert, ihr Schafe, opfert. Die Kirche bedarf eurer Opfer... Viel Opfer, viel Segen, ihr wisst doch...

Caroline

Re: NAK NRW/Niederlande und der Fall Rohn

#60 Beitrag von Caroline » 26.07.2014, 14:03

Und die HSF sagt dazu:

"Na und? Die Kirche hat doch reichlich Geld, was solls also?"

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