Ehemaliger Bezirksältester Thomas Feil keht NAK den Rücken

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Andreas Ponto
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Re: Ehemaliger Bezirksältester Thomas Feil keht NAK den Rück

#41 Beitrag von Andreas Ponto » 07.03.2012, 15:13

Und von daher finde ich es wichtig, dass die NAK-Welt erfährt, dass Feil gegangen ist / wurde.

verbindlich

Re: Ehemaliger Bezirksältester Thomas Feil keht NAK den Rück

#42 Beitrag von verbindlich » 07.03.2012, 15:24

Das interessiert in der NAK-Welt keinen. Da ist die Meldung, das in China ein Sack Reis umgekppt ist, weitaus interessanter...
Und wie wahr, wie wahr...

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Andreas Ponto
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Re: Ehemaliger Bezirksältester Thomas Feil keht NAK den Rück

#43 Beitrag von Andreas Ponto » 07.03.2012, 15:27

verbindlich,

wie gesagt, jeder muss selbst entscheiden.

In Hannover und Mitteldeutschland wird es den einen oder anderen eben doch interessieren.

Die NAK hätte nur gerne, dass es keiner erfährt. So sieht es aus.

LG

Andreas

Schneider

Re: Ehemaliger Bezirksältester Thomas Feil keht NAK den Rück

#44 Beitrag von Schneider » 07.03.2012, 15:41

centaurea hat geschrieben:Schweigen ist aus der eigenen Verantwortung heraus, nach meiner persönlichen Ansicht und Grundeinstellung, (für mich) nicht "zulässig". Die Dinge müssen benannt werden, damit sich jeder ein Bild machen kann.
Ich weiss, dass du recht hast. Ich bewundere auch diejenigen, die so handeln. Ich bin damals auch nicht wortlos und ohne Auseinandersetzung mit meinen "Vorangängern" (noch so ein schönes Wort) gegangen. Aber das waren Gespräche unter vier Augen bzw. Briefwechsel. Davon ist fast nichts nach außen gedrungen. Ich habe bei ihnen zwei Gesichter erlebt. Ich hätte genug Stoff gehabt, um zu reden. Ich war aber erst mal erschöpft. Einfach platt.

Du hast recht, dass Gespräche auf allen Ebenen notwendig sind. Ich gehe dem aus dem Weg. Ich habe vor einigen Monaten im Familienkreis selbst erlebt, wie die Atmosphäre zu Eis gefriert, wenn sich mal einer (ich war`s nicht) aus der Deckung wagt und eine abweichende Meinung sagt. Das muss ich nicht regelmässig haben. Und noch etwas: Ein enger Verwandter, mit dem man reden kann, hat zu mir vor einigen Wochen einen Satz gesagt. Dem Mann ist etwas über siebzig Jahre alt und kommt jetzt langsam dahinter, was in seiner Kirche alles schief gelaufen ist und noch schief läuft. Es sagte sinngemäss: Was soll ich in meinem Alter jetzt noch machen? Er wirkte auf mich in dem Augenblick tieftraurig. Mich hat das getroffen. Da kommt manchen zu Bewusstsein, dass sie viel Zeit und Lebensenergie an eine fragwürdige Idee verschwendet haben. Ich schrecke davor zurück, meine Umgebung, soweit sie nicht selbst dahinter kommt, damit zu konfrontieren, dass ihre Kirche auf einem dünnen Fundament steht. Ich weiss, dass Thomas Feil vielen in Hannover undn Umgebung, auch alten Geschwistern, als Hoffnungsträger galt. Auch die Familie Kammer genoss einen ausgezeichneten Ruf. Gerade die Hoffnungsträger gehen. Das zu verarbeiten, ist schwer genug. Ich giesse kein zusätzliches Öl ins Feuer. Kann aber durchaus sein, dass das falsch ist.
verbindlich hat geschrieben:Das interessiert in der NAK-Welt keinen.
Das glaube ich nicht. Sie wüssten schon gerne, woran es lag. Aber keiner fragt. Die Angst lähmt sie.

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Andreas Ponto
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Re: Ehemaliger Bezirksältester Thomas Feil keht NAK den Rück

#45 Beitrag von Andreas Ponto » 07.03.2012, 15:47

Schneider hat geschrieben:...
Dem Mann ist etwas über siebzig Jahre alt und kommt jetzt langsam dahinter, was in seiner Kirche alles schief gelaufen ist und noch schief läuft. Es sagte sinngemäss: Was soll ich in meinem Alter jetzt noch machen? Er wirkte auf mich in dem Augenblick tieftraurig. ...
Es ist nie zu spät. Er kann sich innerlich frei machen. Er muss doch nicht gleich austreten oder konvertieren.

Und er kann seine Verantwortung gegenüber den jungen Geschwistern wahrnehmen. Nicht zuletzt kann er in dem Alter, ohne dass ihm wesentliches passieren sollte, die Klappe aufmachen. Höflich und freundlich, aber bestimmt.

Was will man einem erfahrenen in die Jahre gekommenen Glaubensbruder entgegensetzen, wenn er sagt, dass er Fehler gemacht hat, dass er die Dinge heute anders sieht und es heute, wenn er nochmal drann wär, anders tun würde?

Die Jugend wird es ihm danken!

tergram

Re: Ehemaliger Bezirksältester Thomas Feil keht NAK den Rück

#46 Beitrag von tergram » 07.03.2012, 15:49

Schneider hat geschrieben:... Da kommt manchen zu Bewusstsein, dass sie viel Zeit und Lebensenergie an eine fragwürdige Idee verschwendet haben. Ich schrecke davor zurück, meine Umgebung, soweit sie nicht selbst dahinter kommt, damit zu konfrontieren, dass ihre Kirche auf einem dünnen Fundament steht.
Ja und Amen. :wink:

Manchmal muss man missionarischen Eifer bremsen und genau hinsehen, wem man welche Realität zumuten kann. Unverändert bin ich sicher, dass viele Mitglieder "nichts hören und nichts sehen" wollen, obwohl sie unterschwellig wissen, dass es eine Menge Fragen und Ungereimtheiten gibt.

Wer damit zufrieden ist, der soll es von mir aus weiterhin sein.

Nachdenker
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Re: Ehemaliger Bezirksältester Thomas Feil kehrt NAK den Rüc

#47 Beitrag von Nachdenker » 07.03.2012, 15:52

Nachdenker hat geschrieben:Es ist bezeichnend, nicht nur die Hoffnungsträger wie Thomas Feil scheitern als Person am System, nein, ein "System" wie ein Internetforum, das angetreten ist zu verändern, scheitert genauso und vielleicht an sich selbst. Es gibt, so scheint es zumindest, nur zwei Möglichkeiten. Entweder nicht passendes wird abgestoßen bzw fallen gelassen oder es wird vereinnahmt und konform gemacht. Was nicht sein darf wird nicht geduldet.

Gibt es noch Hoffnung auf Veränderung? Haben die "Dagebliebenen" und "Restkämpfer" noch eine Chance auf einen Wandel? Bleibt es nur bei kleinen Änderungen im Bereich meines direkten Einflussbereichs? Wie lange hält die Kraft und Geduld der mutmaßlichen "Reformer" noch an?

Viele Fragen, von denen ich selbst für meine Person keine beantworten kann. Ich weiß nur eins, meine Enttäuschung ist riesengroß. Ich befürchte, unsere NAK wird sich bis zur Bedeutungslosigkeit nicht gesund- sondern krank schrumpfen. Meine befürchtete Vision ist eine andere, als die bekannte. Kaum noch Gemeinden, hunderte Kilometer zum nächsten Gottesdienst, Mitglieder hauptsächlich jenseits von 60 Jahren usw. In 50 bis 100 Jahren wird kaum noch jemand über die NAK berichten und im Internet ist sie hauptsächlich bei Wikipedia (wenn es die Seite dann überhaupt noch gibt) zu finden.

Für mich eine sehr traurige Vision, weil ich eigentlich immer noch ein wenig (wenn auch zunehmend schwindende) Hoffnung auf Veränderung hatte.

Liebe Kirchenleitung: Ihr habt wie alle Kirchenleitungen dieser Welt die Silberstücke zur Vermehrung bekommen, aber was habt ihr damit gemacht. Ihr habt sie vergraben, ins Schweißtuch gewickelt und wenn euch einer Zinsen gebracht hat, dann habt ihr sie weggeworfen oder vergraben. Was sagt ihr Christus, wenn er euch eines Tages danach fragt?

Legt die Silberstücke doch besser an (und damit meine ich nicht NRW). Investiert in die Anlagen "Glaubensgeschwister". Nur so könnt ihr die "Insolvenz" des Neuapostolischen Glaubens noch aufhalten. Tut nicht irgend etwas, nein, sondern verhindert eine Vision, die auf dem besten Weg ist Wirklichkeit zu werden.

Nachdenker
Sind wir bei den letzten Beiträgen nicht doch an dem Punkt, wo mir Dietmar vor drei Seiten mitteilte, dass dieses ein eigenes Thema wäre und er deshalb nicht antworten würde?

Ich befürchte den Werdegang der Kirche wie von mir vor Tagen beschrieben und die Aussagen der letzten Beiträge scheinen diese Richtung zu bestätigen. Die Situation um Thomas Feil hat - leider - genau dieses gezeigt.

Thomas

Re: Ehemaliger Bezirksältester Thomas Feil keht NAK den Rück

#48 Beitrag von Thomas » 08.03.2012, 09:52

tergram hat geschrieben:Ich finde, es wird in diesen Diskussionen oft von der NAK-KL "Unmögliches" verlangt - Dinge, die dem Selbstverständnis der Kirchenleitung widersprechen.

Unverändert sieht sich doch das Apostelamt der NAK als von Gott gegeben und Kraft des Heiligen Geistes allein befähigt, die Bibel auszulegen. Wie sollte eine Führungsriege, die dies felsenfest glaubt, zu Selbstkritik fähig sein? Wozu auch?

  • 1.) Wer eine andere Kirche will, muss sich eine andere Kirche suchen.
    2.) Wer AT in der NAK ist, von dem darf mit Recht gefordert werden, hinter der Lehre der NAK zu stehen. Wer das nicht kann/will, muss sein Amt abgeben.


Herr Feil hat beides getan.

Die Alternative dazu scheinen mir zunehmendes Unbehagen und Unzufriedenheit zu sein. Da muss jeder für sich entscheiden, ob das der eigene Weg sein kann/soll.
Liee tergram! Damit ist die Aussage perfekt, die NAK ist eine Sekte, wer nicht spurt, der fliegt. Die NAK sollte sich einfach mal prüfen, ob sie in der Lage istÖkumene zu betreiben.

LG Thomas

Thomas

Re: Ehemaliger Bezirksältester Thomas Feil keht NAK den Rück

#49 Beitrag von Thomas » 08.03.2012, 09:53

Thomas hat geschrieben:
tergram hat geschrieben:Ich finde, es wird in diesen Diskussionen oft von der NAK-KL "Unmögliches" verlangt - Dinge, die dem Selbstverständnis der Kirchenleitung widersprechen.

Unverändert sieht sich doch das Apostelamt der NAK als von Gott gegeben und Kraft des Heiligen Geistes allein befähigt, die Bibel auszulegen. Wie sollte eine Führungsriege, die dies felsenfest glaubt, zu Selbstkritik fähig sein? Wozu auch?

  • 1.) Wer eine andere Kirche will, muss sich eine andere Kirche suchen.
    2.) Wer AT in der NAK ist, von dem darf mit Recht gefordert werden, hinter der Lehre der NAK zu stehen. Wer das nicht kann/will, muss sein Amt abgeben.


Herr Feil hat beides getan.

Die Alternative dazu scheinen mir zunehmendes Unbehagen und Unzufriedenheit zu sein. Da muss jeder für sich entscheiden, ob das der eigene Weg sein kann/soll.
Liee tergram! Damit ist die Aussage perfekt, die NAK ist eine Sekte, wer nicht spurt, der fliegt oder geht freiwillig. Die NAK sollte sich einfach mal prüfen, ob sie in der Lage istÖkumene zu betreiben.

LG Thomas

tergram

Re: Ehemaliger Bezirksältester Thomas Feil keht NAK den Rück

#50 Beitrag von tergram » 09.03.2012, 10:02

Thomas hat geschrieben:...die NAK ist eine Sekte, wer nicht spurt, der fliegt oder geht freiwillig. Die NAK sollte sich einfach mal prüfen, ob sie in der Lage istÖkumene zu betreiben.
Zur Sekten- und Ökumenefrage ist hier und anderswo schon viel geschrieben worden. Ich möchte die Einstufung aber nicht in erster Linie an der Loyalitätsverpflichtung für AT festmachen. Diese ist nämlich eine Selbstverständlichkeit, auch für ehrenamtliche Mitarbeiter.

Wenn ich als leitender Angestellter für Firma A arbeite kann ich nicht gegenüber Mitarbeitern + Presse verkünden, dass die Firma B die besseren Produkte hat...

Nach meiner Erfahrung halten progressive AT an ihrem Amt fest, weil sie glauben, damit der Gemeinde Gutes zu tun. Motto "Wenn ich auch noch gehe, bleiben nur noch die erzkonservativen AT übrig. Das kann ich der Gemeinde nicht antun. Wenn ich etwas verändern will, kann ich das nur von innen."

Diese Gedanken sind menschlich und verständlich. Leider berücksichtigen sie nicht, dass sie zwar in erster Linie (in) ihrer Gemeinde (wertvollen) Dienst tun, aber gleichzeitig und untrennbar auch ein erstarrtes und reformunfähiges System stützen.

Was nach diesen Überlegungen kommt, nennt man wohl "individuelle Gewissensentscheidung"...

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