NAK Apostel Brinkmann: 10 Millionen futsch. Gott wird Opfer von Anlagebetrügern - ein Kommentar von Shalom

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Adler

Re: Gott wird Opfer von Anlagebetrügern

#231 Beitrag von Adler » 22.02.2012, 12:28

Cemper -

1. Welche Rolle spielt die Religionszugehörigkeit Ihrer Meinung nach im Berufsleben?

2. Das kann man nie sagen. Auch ein Anwalt braucht mal einen 8)

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Loreley 61
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Re: Gott wird Opfer von Anlagebetrügern

#232 Beitrag von Loreley 61 » 22.02.2012, 12:29

Herr Cemper, nachfolgendes bitte ich als meine pers. Meinung zu verstehen. Nicht mehr und nicht weniger, ohne Anspruch auf 100%ige Korrektheit und manches sicher auch als starke Vermutung.


Also sammeln wir mal die bisher bekannten Fakten, so wie sie sich mir darstellen:

AB versenkt ohne Wissen des LaVo 10-15 Mio Euro (Satzungsverstoss)
Er informiert den LaVo erst ein bis zwei Jahre danach und vorher wohl auch Leber nicht.
Der LaVo fordert ihn auf tätig zu werden und Anzeige zu erstatten.
Um nicht etwas zu versäumen wird dann auch die Bilanz korrigiert.
Der Landesversammlung wird nicht das volle Ausmaß berichtet.
Als in England die Medien berichten, geht AB an die Öffentlichkeit.
Allersdings mit der Mitleidsmasche: Betet für das Geld......................
Leber schweigt beharrlich und die anderen Gebietskirchen mauern.
Das riecht doch nach einer großen Vertuschungsaktion.
Jetzt kommt noch de Brujn hinzu, der als BAP (Amt der Versöhnung) Mitglieder mit teuren Prozessen überzog und laut GK-Magazin die Gegenpartei in den Ruin (Konkurs) stürzen wollte,
aber von Leber mit viel Ehren in den gut gepolsterten Ruhestand verabschiedet wurde...
Da ist dann noch ein indischer Apostel, der kommenden Sonntag..........bestimmt auch mit viel Tamtam und viel Ehre..........

DAS STINKT ZUM HIMMEL.

LG, Lory

Kurze Berichtigung: Es muss Konkurs heißen und nicht Ruin.
Der Dienstag zeigte einmal mehr, dass es Strategie der Kirche war, Rohn mit zahlreichen Verfahren zu überziehen, für die er viel Geld für seine Verteidigung ausgeben musste. Lange stand man in dem Glauben, ihn so in den Konkurs zu treiben.
Quelle: GK-Magazin
Zuletzt geändert von Loreley 61 am 22.02.2012, 13:17, insgesamt 1-mal geändert.
Unsere Gedanken und Gefühle werden durch unsere Überzeugungen geformt.
Was du tief in dir und oft unbewusst denkst, das zeigt die größte Wirkung in deinem Leben.
Brauche nichts ... wünsche alles ... und wähle, was sich zeigt!
______
Namaste

Schneider

Re: Gott wird Opfer von Anlagebetrügern

#233 Beitrag von Schneider » 22.02.2012, 13:16

Notwendig wäre m.E. durchaus die Durchführung eines förmlichen und geordneten Verfahrens, in dem die Vorwürfe gegen Brinkmann untersucht werden. Das Problem ist: Die NAK kein kennt ein kircheninternes Verfahren, insbesondere ein Disziplinarverfahren nicht. Anders z.B. die evangelische Kirche. Das Kirchengesetz der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands über das Verfahren und die Rechtsfolgen bei Amtspflichtverletzungen (Disziplinargesetz - DiszG) bestimmt z.B. folgendes:

§ 3
(1) Gegen Pfarrer und Pfarrerinnen kann ein Disziplinarverfahren durchgeführt werden, wenn anzunehmen ist, dass sie die Amtspflicht verletzt haben.

§ 7
Im Disziplinarverfahren ist das gesamte Verhalten eines Pfarrers oder einer Pfarrerin innerhalb und außerhalb des Dienstes zu würdigen und insbesondere zu prüfen, ob seine oder ihre Glaubwürdigkeit und damit die Glaubwürdigkeit des der Kirche aufgegebenen Dienstes gefährdet oder beeinträchtigt ist.


Diese Prüfung einer Pflichtverletzung und seiner Glaubwürdigkeit sowie der Glaubwürdigkeit der Kirche wäre auch im Fall Brinkmann durchaus angebracht. Ggf. auch, um ihn bei einer Entlastung vor der teils heftigen Schmähkritik zu schützen. Das Fehlen eines solchen Verfahrens kann jetzt zum Nachteil werden, da Brinkmann der (berechtigten oder überzogenen) Kritik mehr oder weniger schutzlos ausgeliefert ist. Der Fall zeigt deshalb mehr oder weniger deutlich, welche Nachteile Intransparenz haben kann. Gerade weil ihm die gewollte Intransparenz jede Chance nimmt, sich offiziell zu entlasten, wird etwas an ihm hängen bleiben.

Ein Strafverfahren wegen Untreue wird vermutlich nichts bringen. Risikogeschäfte sind unter dem Gesichtspunkt der Untreue nach meinem Kenntnisstand nur strafbar, wenn der Handelnde (1.) das Risiko wirklich kannte und (2.) den Verlust der Anlage zumindest billigend in Kauf genommen hat. Das erste wird man vielleicht annehmen können, letzteres lässt sich vermutlich nicht nachweisen.

Cemper

Re: Gott wird Opfer von Anlagebetrügern

#234 Beitrag von Cemper » 22.02.2012, 13:40

Liebe Lory!

Ich bin nicht Mitglied, nicht Ankläger und nicht Verteidiger der Neuap. Kirche. Ich bin fast zufällig in dieses Forum geraten - und da ich verwandtschaftlich mit einigen vernünftigen Menschen aus der Neuap. Kirche zu tun habe und mich religiös-weltanschauliche Fragen und Denkweisen der Menschen interessieren, bin ich manchmal hier und lese manche Einträge.

Was kann ich zu Ihrem Eintrag sagen?

Ihr Eintrag enthält - wie Sie schreiben - "die bisher bekannten Fakten, so wie sie sich mir darstellen". "Bekannte Fakten" heißt nicht, dass wir es mit sachlich-richtigen Aussagen zu Sachverhalten zu tun haben. Ihre Wahrnehmung dieser "bekannten Fakten" ändert daran nichts. Die Faktenlage kann anders sein. Ergebnis: Mir sind die "bekannten Fakten" in ihrer Wahrnehmung für eine Urteilsbildung zu wenig.

Natürlich sage ich, was alle denken. Auch Herr Bringmann. Nämlich: So eine Sch..... Natürlich sehe ich, dass wir es hier mit einer Sache zu tun haben, die mit hohen Renditeerwartungen verknüpft war und dass man dazu grundsätzliche Fragen der Ethik der Geldanlage stellen sollte. Ich sehe auch, dass der Fall einmal mehr zeigt, wie ungezügelt kriminell die Finanzwelt in Teilen geworden ist. Ich las vor einigen Tagen in einem Buch von Helmut Schmidt, dass er zu seiner Kanzlerzeit wusste, welche Chefs der Großbanken er in einer ernsten Situation anrufen und welchen er vertrauen könnte, und dann sagt er, dass die heute verantwortlichen Politiker das nicht mehr wüssten. So ist das wohl - und in solchen Verhältnissen kann so manches auch in einer kleinen Kirche passieren.

Frau tergram hat einige klare Fragen gestellt bzw. Schritte angedeutet; dabei hatte ich überwiegend den Eindruck, dass sie gute Fragen vorträgt und dass man über Einzelheiten reden müsste (so genau habe ich das aber nicht "studiert"). Im Vergleich dazu schreiben Sie eher subjektiv und vermutend. Das können Sie natürlich machen; aber wenn Sie den Sachverhalt für eine Urteilsbildung erfassen und vielleicht sogar urteilen müssten, dann würden Sie sich wohl nicht auf Ihre oben skizzierte Wahrnehmung verlassen.

Rechtsprechung ist meistens komplizierter. So einfach wie die biblische Geschichte vom Kind, in der das Kind in die Mitte eines Kreises gestellt wird, und in der dann zwei Frauen, die beide sagen, sie wären die richtige Mutter, gleichzeitig "an dem Kind ziehen", und in der dann das weise Urteil gesprochen wird, dass die Frau, die wegen der Verletzungsgefahr nicht an dem Kind gezogen hat, die richtige Mutter ist - so einfach ist Rechtsfindung im wirklichen Leben nicht.

Warten wir ab, was passiert. Ansonsten: Ich will mich hier nicht mehr beteiligen. Eins will ich aber noch sagen: Ich meine, dass finanzielle Transparenz gut wäre. Daran mangelt es in der Neuap. Kirche (aber nicht nur da - das muss man doch auch sehen). Angesichts mancher in Foren zu findenden Gehässigkeiten (ich habe das oben drastisch gesagt) habe ich aber fast Verständnis dafür, dass es in der Neuap. Kirche eine gewisse Zurückhaltung in Transparenzfragen gibt. Ein leitender Mann in der Neuap. Kirche muss sich doch nicht von jedem "ans Bein pinkeln lassen". Er hat - auch wenn ich ganz andere Ansichten habe als er - das Recht zu seiner Haltung. Und so weiter ... Letztlich wäre aber Transparenz und Kontrolle besser. Sie würde auch alle Beteiligten entlasten.

Cemper

Re: Gott wird Opfer von Anlagebetrügern

#235 Beitrag von Cemper » 22.02.2012, 13:56

Adler hat geschrieben:Cemper -

1. Welche Rolle spielt die Religionszugehörigkeit Ihrer Meinung nach im Berufsleben?

2. Das kann man nie sagen. Auch ein Anwalt braucht mal einen 8)
Zu 1: Ich kann Ihnen nur subj. Eindrücke schildern. Und die sind sehr unterschiedlich. Zu einer Beschreibung habe ich leider keine Zeit.

Zu 2: Wenn sich die beiden Anwälte treffen, dann schlägt der eine dem anderen einen ihm gehörenden silbernen Nagel in den Kopf - und dann diskutieren die Anwälte die Frage, wem der Nagel jetzt gehört. Übrigens: Was meinen Sie?

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Re: Gott wird Opfer von Anlagebetrügern

#236 Beitrag von Comment » 22.02.2012, 14:00

Werter Schneider,

ich beurteile die Dinge ebenso.

Eines möchte ich anmerken: Jenseits von juristischer Prüfung des Verhaltens von Herrn Brinkmann bei dem Anlagevertrag ist die Frage bedeutsam, ob und inwieweit er noch das Vertrauen der Kirchenmitglieder in seine Person als Bezirksapostel geniesst. Wenn es hier einen Einbruch gegeben haben sollte und noch weiter geben wird, wovon man wohl auszugehen hat (meine Kontakte zu Geschwistern lassen darauf schliessen), dann ist zu fragen, wie er dieses wieder voll herstellen kann. Er wird m.E. dazu alle Anstrengungen zur restlosen Aufklärung des Vorgangs, der zu dem Anlagebetrug geführt hat, unternehmen müssen; die Ergebnisse müßten den daran interessierten Mitgliedern der Kirche zugänglich sein. Sollten die Ergebnisse so sein, dass ein untadeliges Handeln seiner Person klipp und klar erkennbar ist, hat er Aussicht auf Rückgewinnung verloren gegangenen Vertrauens, bleibt aber auch nur der geringste Zweifel an Fehlerfreiheit beim Handeln zurück, sieht die Sache wohl oder übel anders aus. B. wäre dann gut beraten, von sich aus freiwillig vom Amt des Kirchenpräsidenten zurückzutreten. Dabei fällt ins Kalkül, dass das Apostelamt der NAK einen sehr, sehr hohen Anspruch erhebt, da es sich doch als das Amt versteht, das Menschen für das ewige Heil bei Gott bereitet. Zu berücksichtigen ist auch, dass die Kirche, die ohnehin schon nicht das nach ihrer Lehre 'erforderliche' Opfer einnimmt, einen merklichen Rückgang von Einnahmen aus dem Kreis der Mitglieder wohl kaum verschmerzen könnte angesichts der haushalltsmässigen Anforderungen der Administration.

Wenn ich dem Bezirksapostel persönlich einen Rat erteilen sollte, dann derzeit den: Ersparen Sie sich Ihre Versuche, sich zu rechtfertigen, machen Sie das Amt frei für einen in jeder Hinsicht unbelasteten Nachfolger.

Com.

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Andreas Ponto
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Re: Gott wird Opfer von Anlagebetrügern

#237 Beitrag von Andreas Ponto » 22.02.2012, 14:26

Comment hat geschrieben:...
Wenn ich dem Bezirksapostel persönlich einen Rat erteilen sollte, dann derzeit den: Ersparen Sie sich Ihre Versuche, sich zu rechtfertigen, machen Sie das Amt frei für einen in jeder Hinsicht unbelasteten Nachfolger.

...
Denn es geht wohl kaum in erster Linie um Recht, Schuld, Unschuld oder Unrecht!

Ähnlich wie bei Wulff wird vielleicht demnächst das Vertrauen in die Person AB und in der Folge in die NAK insgesamt weg sein.

Und restlose Aufklärung ist von der Person selbst (AB) nach dem wie es bis jetzt aussieht eh nicht zu erwarten.

Wenn nicht er selbst, dann sollte die Kirche prüfen, ob ein Nachfolger das Ganze nicht besser, glaubwürdiger, nachhaltiger und transparenter aufarbeiten könnte.

Schneider

Re: Gott wird Opfer von Anlagebetrügern

#238 Beitrag von Schneider » 22.02.2012, 14:27

Comment hat geschrieben:Ersparen Sie sich Ihre Versuche, sich zu rechtfertigen, machen Sie das Amt frei für einen in jeder Hinsicht unbelasteten Nachfolger.
Ja, aber ich fürchte, die treuen Anhänger des Apostolats warten geradezu auf eine Rechtfertigung, um ihr eigenes Weltbild aufrechtzuerhalten. Wie schreibt es Bert im Nachbarforum: "Bemerkenswert erscheint mir nach Lage der Dinge, dass wohl eine mehr oder weniger grosse Menge von aktiven NAK-lern da ist, die eher die innere Abkehr eines Teil ihrer Geschwister von der Kirche in Kauf nehmen würde, als dass sie für eine personelle Veränderung an der NAK-NRW-Spitze wäre."

Da ist wohl was dran.

Adler

Re: Gott wird Opfer von Anlagebetrügern

#239 Beitrag von Adler » 22.02.2012, 15:51

Rechtfertigen wird sich Herr Brinkmann sicher nicht.

Er hat zwar die Verantwortung übernommen, die Schuld aber auf seinen Berater (Mister Ungenannt) dem er ja immer vertrauen konnte, abgewälzt. (siehe Interview auf http://www.nak-nrw.de/) Somit erübrigt sich eine Rechtfertigung aus seiner Sicht.

Was eine mögliche "Anklage" aus den Reihen der Mitglieder anbelangt, kann er doch auf seine bezirksapostolische Immunität bauen. Wer würde schon den "lieben Bezirksapostel" einer unredlichen Tat beschuldigen wollen? Dies käme ja einer "Sünde wider den Heilgen Geist" gleich, welche ja bekanntlich nicht vergeben werden kann.
Das würde doch kein treuer Nachfolger jemals reskieren wollen.

LG Adler

chorus
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Re: Gott wird Opfer von Anlagebetrügern

#240 Beitrag von chorus » 22.02.2012, 15:58

Da ist was dran.

Nach meiner Auffassung muß man differenzieren nach "Kirche" als soziologische Gemeinschaft von Mitgliedern und "Kirche" als Institution.

Im vorliegenden Fall ist nach meiner Ansicht die Institution "Kirche" schwerstens beschädigt. Auch wenn sicherlich ein großer Teil der soziologischen Gemeinschaft das nicht wahrhaben, bzw. gerne ignorieren möchte.

Um die Diskussion etwas zu beleben, anbei zwei Links:

http://www.yasni.de/george+katcharian/p ... nformation

Die ersichtliche rechte Spalte führt zu...

http://www.atlantis-rejuvenation.com/impressum.html

Links unten findet sich ein Button "AOE", inzwischen inhaltsleer, weil gelöscht. Nach dem gk-Bericht war der Schriftverkehr zwischen den Angeklagten und den Anlegern immer mit "AOE" (Angels on Earth) unterzeichnet.

Für wie seriös haltet ihr diese Seite...?
„Realität ist das, was nicht verschwindet wenn man aufhört daran zu glauben.“ Philip K. Dick

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