Ökumenische Arbeitsgemeinschaft: Jahreslosung 2008

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tergram

Ökumenische Arbeitsgemeinschaft: Jahreslosung 2008

#1 Beitrag von tergram » 01.01.2008, 07:42

Jesus Christus spricht: Ich lebe und ihr sollt auch leben. Joh 14,19


Mit diesem tröstlichen Wort herzliche Grüße an alle Ökumeniker in den noch stillen Neujahrsmorgen 2008.

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Jahreslosung - was ist das eigentlich?

Die Jahreslosung ist ein Vers aus der Bibel, der von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen bestimmt wird. Die Jahreslosung gilt für Christen als Leitvers für das Jahr und wird in Kirchen, in denen nicht liturgische Regelungen dem entgegen stehen, häufig auch als Predigttext für den ersten Sonntag im Jahr ausgewählt.

Die Jahreslosungen werden seit 1934 veröffentlicht. Die erste Jahreslosung war schon 1930 von dem schwäbischen Pfarrer Otto Riethmüller, dem damaligen Vorsitzenden des Reichsverbandes weiblicher Jugend, in Absprache mit dem Dachverband der Evangelischen Jungmännerbünde, einem Vorläufer des CVJM, gewählt worden. Sie lautete: „Ich schäme mich des Evangeliums von Jesus Christus nicht“ (Röm 1,16 LUT).

Seit 1969 beteiligt sich die römisch-katholische Kirche daran. Seit 1970 werden Jahreslosung, Monatssprüche und Bibellesepläne von der „Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen“ (ÖAB) herausgegeben.

Die Arbeitsgemeinschaft besteht aus 24 christlichen Dachverbänden. Neben dem Christlichen Verein junger Menschen (CVJM) gehören auch die „Vereinigung Evangelischer Freikirchen“, der Jugendverband „Entschieden für Christus“, die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend, die „Gemeinsame Arbeitsstelle für Gottesdienstliche Fragen“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sowie die Arbeitsgemeinschaft Missionarischer Dienste beim Diakonischen Werk der EKD zur ÖAB.

Weiteres zur Jahreslosung findet ihr hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Jahreslosung Dort findet ihr auch eine Zusammenstellung aller Jahreslosungen von 1934 - 2010 sowie weiterführende Literaturhinweise.

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Loreley 61
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#2 Beitrag von Loreley 61 » 01.01.2008, 10:26

Jahreslosung 2008
Jesus spricht: "Ich lebe und ihr sollt auch leben" (Joh. 14 Vers 19)

Unweigerlich erinnert mich dieser Ausspruch Jesu an den Psalm 23, der mit dem Satz beginnt: " Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln...(...) Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürcht ich kein Unglück, denn du bist bei mir....."

Für uns eine ganz große Hoffnung und eine Zusage des Gottessohnes. Doch sehr oft werden wir mutlos und sehen kein Licht mehr am Ende des Tunnels. Vielleicht haben wir gerade eine "Hiobsbotschaft" erhalten, sind körperlich krank, oder in einem seelischen Tief: Da ist plötzlich jemand unverschuldet in die Arbeitslosigkeit abgerutscht, oder gar Empfänger von Hartz 4. Woanders ist der jugendliche Sohn bei einem Unfall schwer verletzt worden und schließlich ist da noch die werdende Mutter, die vom Erzeuger ihres Kindes lieblos und verantwortungslos im Stich gelassen wurde und darüber hinaus ihr Kind noch verliert. Man könnte schier verzweifeln.

Was tut man in solch einer Situation? Es gibt immer mehrere Möglichkeiten. Verzweifeln ist keine Lösung. Ich bin kein großer Kirchgänger mehr, aber in solchen Situationen flüchte ich mich gerne mal in eine offenstehende Kirche und zünde eine Kerze an. Vielleicht liegt auch ein großes Buch aus, in das man seine Probleme und seine Wünsche, aber auch seinen Dank eintragen kann. Da muß nicht unbedingt ein Gottesdienst stattfinden. Dieses Ritual hat mir immer schon Mut gemacht. Dort kann ich dann auch Jesu Nähe spüren.

Doch er gab damals auch noch einen wichtigen Hinweis: " Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist`s der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren." ( Joh. 14 Vers 21)

Das ist etwas, dass wir schon erfüllen müssen. Da kommen wir nicht drum rum. Wir sollten nicht meinen, dass das erfüllt wäre, wenn wir regelmäßig in die Kirche gehen. Gott lieben heißt unseren Nächsten lieben. Er wird uns vergeben, wenn wir mal straucheln, wenn wir unseren Nächsten nicht geliebt haben wie uns selbst, wenn wir nicht unsere Stimme erhoben haben, wo Unrecht geschah, aber wir sollten stets bemüht sein, unsere verkehrte Einstellung zu ändern. Oft haben wir sogar die Gelegenheit, von uns begangenes Unrecht wieder gutzumachen, klarzustellen was Lüge war. Dann sollten wir dies auch tun. Diesen wichtigen Hinweis Jesu erfüllen wir auch mit einer wirklich ernst gemeinten Versöhnungsbereitschaft. Es wäre fatal, wenn wir die ausgetreckte Hand eines/einer anderen leichtfertig aufs Spiel setzen und die Versöhnung ausschlagen. Dann könnte Jesus sagen: "Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan." ( Matth. 25, Vers 45)

LG, Lory
Unsere Gedanken und Gefühle werden durch unsere Überzeugungen geformt.
Was du tief in dir und oft unbewusst denkst, das zeigt die größte Wirkung in deinem Leben.
Brauche nichts ... wünsche alles ... und wähle, was sich zeigt!
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Namaste

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