DER EIGENTLICHE REICHTUM DER NAK...

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Re: DER EIGENTLICHE REICHTUM DER NAK...

#61 Beitrag von _ » 15.02.2012, 10:35

Udo hat geschrieben:Gebrauchsmusik bezeichnet Musik, die sich einem gesellschaftlichen Zusammenhang unterordnen muss. Das NAK Liedgut ordnet sich der NAK Lehre unter; Lieder, die offensichtlich nicht in diesen Rahmen passen werden nicht berücksichtigt.
das gilt wohl für die meisten texte - der größte teil der nak-musik an sich aber ist (nach obiger definition) gebrauchsmusik verschiedenster epochen, insb. ende 19./ anfang 20. jahrhundert.

Udo

DER EIGENTLICHE REICHTUM DER NAK...

#62 Beitrag von Udo » 15.02.2012, 11:20

welch ein Reichtum:


„Wer was kann, kommt eben dran“, ... (Vers von Apostel Keck - http://cms.nak-sued.de/index.php?id=37688)

Diese Aussage galt einem Diakon, der zukünftig einer "neuen" Gemeinde als Seelsorger zugeteilt wurde.

Alle die nicht drankommen können also nichts, wenig oder nichts ausreichend - entsprechen nicht der neuapostolischen Qualität. WAS muss WER können, um dranzukommen - um Qualität zu zeigen?

Nach DIN EN ISO 8402, 1995-08 , Ziffer 3.5 ist unter Qualitätssicherung jede geplante und systematische Tätigkeit zu verstehen, die innerhalb des Systems verwirklicht wird und die dargelegt wird, um Vertrauen dahingehend zu schaffen, dass eine Einheit die Qualitätsforderung erfüllen wird. Qualitätssicherung ist die Summe aller Maßnahmen, um konstante Produktqualität sicherzustellen. Man unterscheidet Eigenüberwachung und Fremdüberwachung. Darüber hinausgehend ist die Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems nach ISO 9001.

Qualitätsmanagementsysteme stellen sicher, dass die Qualität der Prozesse und Verfahren in einer Organisation geprüft und verbessert wird. Ziel eines Qualitätsmanagementsystems ist eine dauerhafte Verbesserung der Qualität von Herstellung und Endprodukt.

Das System ist dabei grundsätzlich anwendbar auf alle Branchen, Unternehmensgrößen und -strukturen. Das System beschreibt die Methodik und liefert das Handwerkzeug, nach dem die Mitarbeiter im Qualitätsmanagement eines speziellen Unternehmens dann ihre individuellen Verfahren zur Sicherung und Verbesserung der Qualität ausrichten.
Quelle: Wikipedia

siehe auch: http://www.dgq.de/wissen/regelwerke-nor ... ndards.htm

nun, der NAK-Qualitäts-Glaube, der "Können" signalisiert heißt also: Sicherheit im Apostelamt, Nachfolge - für die "Nichtskönner" bleiben die Glaubenserfahrungen ohne Qualitätssiegel des Apostelamtes.

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Re: DER EIGENTLICHE REICHTUM DER NAK...

#63 Beitrag von _ » 15.02.2012, 11:53

mein eindruck in den letzten zehn jahren war eigentlich eher: "wer bei drei nicht auf den bäumen ist, kommt eben dran..." :roll: insbesondere in den unteren amtsstufen diakon und priester, wo die mangelsituation besonders eklatant ist.

Adler

Re: DER EIGENTLICHE REICHTUM DER NAK...

#64 Beitrag von Adler » 15.02.2012, 12:10

Also, zu meiner Zeit war bei den Jungs die NAK-Karriere, mehr oder weniger vorprogrammiert.

Los ging das Ganze mit der Konfi. Da gab es vom VO ein Notizbuch (da mussten alle „Interessierten“ eingetragen werden), einen Kugelschreiber (für denselben Zweck) und eine kleine Taschenlampe (um im Dunkeln die Klingelknöpfe zu finden). Derart ausgerüstet hatte man sich am Tag nach der Konfi.(wenn man auch noch Sänger war, einen Tag später) um 19 Uhr an der Kirche zur „Weinbergsarbeit“ einzufinden.

Nach einer „Schonzeit“ von ca. zwei Jahren, in welcher man nur als Begleiter eines älteren Jugendlichen oder AT eingesetzt wurde, kam dann der Zeitpunkt wo man das erste Mal selber auf den Klingelknopf drücken musste. Ich habe mir damals fast in die Hosen gemacht, als sich auf mein Klingeln hin tatsächlich die Türe öffnete und ich stotternd mein Sprüchlein aufsagte.

Zu dieser Lehrzeit kam dann auch noch die Mithilfe in der Sonntagschule. Vier Wochen nach meiner Konfi, bekam ich den Auftrag dazu vom VO. Nach einem halben Jahr musste ich die SOS selbständig leiten.

Weitere „Höhepunkte“ der AT-Lehrzeit waren dann auch noch das häufige „Mitdienen“ in den Jugendstunden.

Derart „getunt“ habe ich dann im weiteren Verlauf meiner NAK-Karriere in verschiedenen Amtsstufen „gedient“.

Ich denke, heute ist es nicht anders.

LG Adler

Schneider

Re: DER EIGENTLICHE REICHTUM DER NAK...

#65 Beitrag von Schneider » 15.02.2012, 12:58

Adler hat geschrieben:Da gab es vom VO ein Notizbuch (da mussten alle „Interessierten“ eingetragen werden), einen Kugelschreiber (für denselben Zweck) und eine kleine Taschenlampe (um im Dunkeln die Klingelknöpfe zu finden). Derart ausgerüstet hatte man sich am Tag nach der Konfi.(wenn man auch noch Sänger war, einen Tag später) um 19 Uhr an der Kirche zur „Weinbergsarbeit“ einzufinden.
Ganz so extrem habe ich es nicht erlebt. Aber beklemmend waren diese Aktivitäten schon. Und da wir hier unter der Überschrift "Der eigentliche Reichtum der NAK" diskutieren und nicht nur von Maximin oder von mir die Ansicht vertreten wird, dass die Musik ein wertvollerer Bestandteil dieser Kirche ist: Ich habe erst nach meinem Rückzug aus der NAK gemerkt, dass die musikalischen Aktionen für mich auch ein ganz wichtiger Aufhänger waren, um mich vor diesen unsäglichen anderen "Arbeiten im Werk des Herrn" drücken zu können. Wer musizierte, hatte immer eine gute Entschuldigung, um sich unabkömmlich zu machen. Bezeichnenderweise wurde das aktive Musizieren für mich praktisch sofort mit dem Ende meiner aktiven Zeit unwichtig. Seltsam eigentlich.
Schneider

Adler

Re: DER EIGENTLICHE REICHTUM DER NAK...

#66 Beitrag von Adler » 15.02.2012, 13:11

Ich denke, der „Reichtum“ der NAK ist nicht ihr Liedgut.

Vielmehr sind es mMn. die vielen in der Stille agierenden Mitglieder, welche sich in aufopfernder Weise, meistens unbeachtet von Anderen, für ihren Glauben engagieren.

Ich möchte ein kleines Beispiel anführen und vielleicht auf diese Weise den Einen oder Anderen für die Arbeit solcher Menschen sensibilisieren.

Als ich meine Tätigkeit als „Weinbergsarbeiter“ in der NAK begann, wurde ich einem Mitbruder zugeteilt, welcher zu der oben genannten Art von Mitgliedern gehörte. Ein Auto hatte er nicht, dafür aber einen Motorroller eine Vespa.

Mit diesem Gefährt waren wir bei Wind und Wetter zu zweit unterwegs. Er kannte die Geburtstage sämtlicher Gemeindemitglieder und oft fuhren wir zuerst zu einer Trinkhalle, er kaufte dann auf eigene Rechnung eine Schachtel Pralinen und wir fuhren zu einer Schwester oder einem Bruder, klingelten kurz und überreichten freudig diese kleine Gabe an das Geburtstagskind.

Mit dieser Vespa, fuhr er auch Sonntag für Sonntag, zunächst seine Gattin zu den GD`s der Jehovas, danach seine Tochter zu den Freievangelischen um dann ein älteres Gemeindemitglied abzuholen, mit welchem er dann selber zum GD in die NAK fuhr. Am Ende des GD ging es dann in umgekehrter Reihe.

Oft wurde unser „Kurtchen“ dafür verlacht, aber er blieb immer freundlich, liebenswert und hilfsbereit. Wer Hilfe brauchte, gleich welcher Art, „Kurtchen“ war zur Stelle und half.

DAS, liebe Mitfories, ist für mich der wahre Reichtum einer Gemeinde, welcher aber nicht unbedingt nur NAK sein muss . . .

LG Adler

Kristallklar
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Registriert: 16.07.2011, 13:15

Re: DER EIGENTLICHE REICHTUM DER NAK...

#67 Beitrag von Kristallklar » 15.02.2012, 13:37

Adler hat geschrieben:Ich denke, der „Reichtum“ der NAK ist nicht ihr Liedgut.
Vielmehr sind es mMn. die vielen in der Stille agierenden Mitglieder, welche sich in aufopfernder Weise, meistens unbeachtet von Anderen, für ihren Glauben engagieren.
DAS, liebe Mitfories, ist für mich der wahre Reichtum einer Gemeinde, welcher aber nicht unbedingt nur NAK sein muss . . .
LG Adler
Ja, das stimmt, diese voll engagierten sind in der NAK. Keine große Masse, wie vielleicht unter Christen erwartet werden könnte. Ich mochte diese in der Stille wirkenden Mitglieder gern, neben dem hellen Heiligenschein der Apostel verblasste ihr schönes Licht leider völlig, ohne Amt wurde nichts gewürdigt. Sogar die Nutznießer danken es oft nicht.

Und das Engagement an sich sehe ich auch mehr als eine soziale Handlung, was es auch ohne Zugehörigkeit in einer Kirche überall zu finden gibt. Das ist gut so.

Reichtum der NAK. Tut mir leid, ich sehe keinen. Bereicherung in anderem Sinne schon eher. Sie muss sich finanziell selbst tragen können und gut wirtschaften können, aber was da noch so läuft, ist das alles so in Ordnung?

Adler

Re: DER EIGENTLICHE REICHTUM DER NAK...

#68 Beitrag von Adler » 15.02.2012, 16:54

Auch Reichtum liegt, wie etwa die Schönheit, mMn, ebenfalls im Auge des Betrachters.

Für einen Bettelmönch zB. bedeutet schon der Besitz einer ehernen Schale für seine Mahlzeit, Reichtum.

Für einen Anderen beginnt Reichtum erst mit dem Besitz von mehreren Millionen.

Was also ist Reichtum überhaupt?

LG Adler

Brombär
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Re: DER EIGENTLICHE REICHTUM DER NAK...

#69 Beitrag von Brombär » 15.02.2012, 20:57

Der Marktwert der Vermögensanlagen der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen lag per 31. Dezember 2010 bei 168,5 Millionen Euro. Aufgeteilt in 24 Prozent Liquidität, 6 Prozent Edelmetalle, 13 Prozent Aktien, 32 Prozent Rentenpapieren und 25 Prozent Immobilien. Kirchen und kirchliches Land sind da noch nicht enthalten. 2010 erwirtschaftete die Kirche eine Gesamtrendite von 7,1 Prozent. Im Jahre 2007 erhoffte man sich offenbar noch mehr.

Quelle: gomopa.net


hätte diese Mitteilung besser in den Thread Anlagebetrug gehört :shock:
Das ist unsere Berufung, dass einer dem anderen Rast biete, auf dem Weg zum ewigen Haus.

Maximin

Re: DER EIGENTLICHE REICHTUM DER NAK...

#70 Beitrag von Maximin » 15.02.2012, 21:34

:) Nein Brummi, genau hier hin!
Maxi :wink:

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