"Was glauben die Hessen?"

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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shalom
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"Was glauben die Hessen?"

#1 Beitrag von shalom » 30.01.2012, 18:41

[urlex=http://www.bischoff-verlag.de/public_vfb/pages/de/family/news/120127xhessenglaube.html][ = > MY LIEBER BISCHOFF ][/urlex] hat geschrieben:
Hessentrend: Spiritualität ja, Kirche nein (27. Januar 2012)

Frankfurt. Bekenntnis zu Übersinnlichem und zur Sinnsuche: ja bitte, aber Kirche: nein danke.

Denn dem weltweit zunehmenden Trend zur individuellen Patchwork-Religion folgend, neigt auch der Hesse inzwischen eher zum individuellen religiösen Konstrukt.

Drei von vier Hessen finden es immerhin gut, dass sich die Kirchen als soziale Instanzen, als kulturelle Anreger und als Arbeitgeber zeigen. Als Sinnstifterinnen werden sie dagegen kaum wahrgenommen… .

Werte Übersinn-, Vollsinn- oder UnsinnstifterInnen, liebe SinnsucherInnen 8),

als Fan („Hessetrend“) von Hermann Hesse möchte ich an dieser Stelle erst recht einmal den „Eigensinn“ gewürdigt wissen :wink: .

Das hessische Motto: „Kirche nein danke“ hatte jüngst der hessische Profanierungsprofi Koberstein - seines Zeichens Finanzapostel (Zastermann) der Neuapostolen – durch das Dichtmachen seiner Glaubensfiliale Ffm.-Südwest eindrucksvoll unterstrichen (wir berichteten) .

Die na-amtlich zelebrierte Übersinnlichkeit der „Botschaft“ entpuppte sich nach dem Gottesurteil als blühender Blödsinn mit großen Anteilen an biblischem Unsinn. Ohne eigenes (Lux in arcana) in dieses finstere Kapitel von Gottes Vergangenheit zu bringen, hat Stp. Dr. Wilhelm I. (der personifizierte Petrusdiensthabende der Welt) die Dogmen seiner Vorgänger („Wir schweigen“ und „Wir wissens nicht“) enddogmatisiert und so kann mit dem Segen von oben mittlerweile das geglaubt werden, was die Lichtkegelbrüder im Dunkeln lassen.

Das religiöse BaVi-Konstrukt, der DNG (der neue neuapostolische Glaube) – auch Katechismus genannt -, lässt immer noch auf sich warten. Die Patchworker und Ghostwriter der BaVi sollen sich aber schon seit Jahren endspurten, denn es ist ja neu apostulierte Apostelendzeit. Als Mischung und Gratwanderung zwischen Ev. und Kath. stellt sich der Neoapostolizismus ohnehin als religiöser Patchwork schlechthin dar ("Kirche im Vollsinn"). Die BaVi ist z. B. gegen Frauenordination, weil einige Scheichs etwas gegen ein solche Stellung von neuapostolischen Frauen haben könnten. Das klingt gerade so, als wäre nakintern Gott der Hampelmann an islamischen Fäden und der Stammapostel würde nach deren Pfeife tanzen.

Nachdem die Gebietskirchenpräsidenten merken, dass die Bürger Kirchen als soziale, als kulturelle Instanzen wahrnehmen und auch als Arbeitgeber akzeptieren, versuchen die neuapostolischen Patschworker halt wenigstens auf diesem Terrain Land zu gewinnen. Sie puschen das SBW, das soziale Bezirksapostelwerk auf „Teufel komm raus“ und investieren kräftig in Event-Kultur. Als Arbeitgeber werden die Bezirksapostel hinter ihrem ehrenamtlichen Tarnmäntelchen nicht so wahrgenommen, umso mehr halten die Bezirksapostel die Fäden des Tochterfirmengeflechtes in ihren Händen und fahren im glaubenskommerziellen Bereich denn auch Traumrenditen ein, von denen sogar Unternehmer par excellence und andere Profis nur träumen können (Wirtschaftsraum NaK-NRW 7,1% Rendite im Krisenjahr 2010).

Als Head’s-Fonds, Immobilienfonds oder auch nur als Wohnungsbauunternehmen, Seniorenresidenzbetreiber, Cafebetreiber, Verlag oder Reisebüro und Jetset werden Bezirksapostel denn auch weit weniger als Sinnstifter wahrgenommen, als vielmehr als knallharte, selbstbildgerechte Sanierer.

shalom

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