HEIMATLOS...?

Diskussionen über Bibeltexte aus dem Neuen Testament
Nachricht
Autor
Maximin

Re: HEIMATLOS...?

#11 Beitrag von Maximin » 21.01.2012, 13:51

http://www.youtube.com/watch?v=lCXcg90blHc

:) Lieben Freunde,
in meinen Beiträgen zum Thema „Heimatlos ?“ vermischen sich mehrere Hintergründe. Die vertriebenen Kinder Israels, die vertriebenen neuapostolischen Geschwister von vorgestern, gestern und heute, sowie die unendlich vielen Menschen, die sich in unseren Tagen, weltweit auf den Weg machen, um irgendwo ein lebenswertes Heute zu finden.

Der oben erwähnte Volksschauspieler Hans Albers sang sein Lied 1947. Er besang das damalige unsägliche Elend von millionen Heimatvertriebenen. Übrigens nicht nur den Deutschen. Den Schluss seines Liedes finde ich Mut machend. Ist es wirklich wichtig zu unterscheiden, ob man mit Gewalt aus seiner Heimat vertrieben wurde, oder ob man diese Heimat freiwillig verlassen hat, weil die dortigen Lebensbedingungen ein würdiges Weiterleben nicht mehr gewährleisteten, ohne sich selber bis zur Unkenntlichkeit zu verbiegen? Da geht es auch nicht nur um seelische Verbiegungen. Da geht es auch um verlorengegangenes Vertrauen und auch um geistliche Mangelerscheinungen.

Zurück zu den neuapostolischen Heimatlosen. Gibt es die heutzutage auch noch? Es gibt sie. Nicht nur außerhalb ihrer festgefügtem kuscheligen Kirchenmauern. Was ich als viel schlimmer erlebt habe ist, dass es mitten in den Reihen dieser Sonderkirche eine unter der Decke versteckte Heimatlosigkeit gibt; geistliche Unterernährung, die in Erwartung der „großen Wende“ ausgehalten wird.

Wie das möglich ist? Nach meinen Erfahrungen sediert diese Kirche ihre Mitglieder mit verschiedensten Beruhigungsmitteln. Wehe denen, die diese „Beruhigungspillen" nicht mehr regelmäßig runterschlucken. Ein externer Fachmann sagte mir dazu mal sinngemäß folgendes: „Wenn sich Neuapostolische von ihrer Kirche getrennt haben, dann findet man drei Hauptgruppen. Die eine glauben an überhaupt nicht mehr. Die anderen suchen sich neue „Apostel“. Und die dritte Gruppe hält dem Druck des „Hochleistungschristentums“ still vor sich hindämmernd aus und kehrt reumütig in sein gewohntes „Hamsterrad“ zurück
.
Wenn man sich mit solchen umherirrenden Christenmenschen missions- und streitfrei austauscht, dann kommen meist die uralten Fragen: „Was sollen wir tun? Wohin sollen wir uns wenden? Wem kann man vertrauen?“ Ja, ich war in meinem Leben in ähnlicher Lage. Ich habe dieselben Fragen gestellt und mit meinem Gott darüber lange und heftig gestritten. Und dann? Wie ging dieser Streit aus…?

Als Vater Abraham mit seinem Neffen Lot in Kanaan ankamen, da ging es um die Verteilung der unterschiedlichen Landesteile, in denen die eine und die andere Familie eine neue Heimat aufbauen wollte. Lot wählte den offensichtlich fruchtbareren Landesteil. Abraham nahm das, was Lot links liegen ließ.

Und dann...? Abrahams Wahl hat mich auch für meine Entscheidung geprägt. Warum? Gott ist überall. Auch da, wo er nach menschlichem Ermessen eher nicht zu erwarten ist. Entscheidend aber ist, dass ER da ist wo ich bin. In meinem Heute und in meinem Jetzt.

Und so viel habe ich in meiner Bibel gelernt: ER erweist sich von Fall zu Fall. Zwingen kann ich IHN zu nichts. Herausfordern schon. Irre ich mich wenn ich sage, dass alles darauf ankommt IHM zu glauben wenn er sagt: „Ich werde sein der ich sein werde?“ (2. Mose 3, 13 + 14)

Ich grüße die geneigte Lesergemeinde mit einem passenden Lied, ebenfalls von Hans Albers. Hier isses: http://www.youtube.com/watch?v=QlVLrwAcTpo

Herzlichst, Euer alter Maximin :wink:

verbindlich

Re: HEIMATLOS...?

#12 Beitrag von verbindlich » 21.01.2012, 14:57

Die Frage sei gestattet, wer denn vertrieben hat. Die NAK?, der Zweifel?, die vermutl. Unterdrückung?
Der schwache Glaube? Ich denke, es kann nur der selbstkritisch beantworten, der ehrlich zu sich selbst ist.
Deshalb wünsche ich mir, das jeder, der noch keine neue Heimat gefunden hat, zum Vaterhaus zurückkommt.
Da, wo seine Glaubenswurzeln sind. Wenn Gott überall ist, wie man immer liest, warum dann nicht auch in der NAK.
Ich weis nur von einem Volk, das in Ungnade gefallen ist. Alle anderen Ungnaden-Gesuche entnehme ich nur den verschiedenen
Foren. Na, wenn da mal nicht menschliches Denken dahintersteht....

dietmar

Re: HEIMATLOS...?

#13 Beitrag von dietmar » 21.01.2012, 15:58

verbindlich hat geschrieben:Die Frage sei gestattet, wer denn vertrieben hat. Die NAK?, der Zweifel?, die vermutl. Unterdrückung?
Der schwache Glaube? Ich denke, es kann nur der selbstkritisch beantworten, der ehrlich zu sich selbst ist.
Deshalb wünsche ich mir, das jeder, der noch keine neue Heimat gefunden hat, zum Vaterhaus zurückkommt.
Da, wo seine Glaubenswurzeln sind. Wenn Gott überall ist, wie man immer liest, warum dann nicht auch in der NAK.
Ich weis nur von einem Volk, das in Ungnade gefallen ist. Alle anderen Ungnaden-Gesuche entnehme ich nur den verschiedenen
Foren. Na, wenn da mal nicht menschliches Denken dahintersteht....

in der NAK hat Gott keinen Platz. Die Apostel haben ihn vertrieben...die in eine Sekte gelegten Wurzeln müssen gekappt werden, neue Wurzeln werden austreiben, mal früher , mal später. Alles aber besser als in einem falschen Untergrund...

holytux
Beiträge: 196
Registriert: 23.02.2010, 13:32

Re: HEIMATLOS...?

#14 Beitrag von holytux » 21.01.2012, 17:34

@verbindlich
Ich weis nur von einem Volk, das in Ungnade gefallen ist.
Tatsächlich? Ich weiß von keinem Volk, dass in Ungnade gefallen ist, lasse mich aber gerne aufklären. Überlege aber gut, bevor Du auf theologischen Murks aus Deinem Konfirmandenunterricht zurückgreifst. ;-)

@dietmar
in der NAK hat Gott keinen Platz. Die Apostel haben ihn vertrieben...die in eine Sekte gelegten Wurzeln müssen gekappt werden, neue Wurzeln werden austreiben, mal früher , mal später. Alles aber besser als in einem falschen Untergrund...
Du hast mein aufrichtiges Mitgefühl.
Ich möchte Dir aber Folgendes sagen:Verbitterung, Zorn, Hass, Verachtung verhindern jegliches Heilwerden. Du bist nicht der Einzige, der aus der Anonymität eines Forums heraus versucht, sich irgendwie zu therapieren.
Ich glaube nicht, dass dies erfolgreich sein kann.
Selbstverständlich hat Gott überall Platz, wo ER dies will. In irgendeiner Kirche, Gemeinde, einem Menschen, in Dir oder mir.
Viele „Ehemalige“, lieber dietmar, die OHNE Zorn in eine neue Heimat wechselten, haben auch in ihrer NAK-Zeit ihre persönlichen Gotterleben gehabt, auch innerhalb der Kirche.
Wer dies anders sieht oder erlebt hat, ok.

Aber bitte nicht Gott vorschreiben, wo ER zu sein habe. Das ist albern.

Freundliche Grüße
"Wenn alle Liebe Ewigkeit will - Gottes Liebe will sie nicht nur, sondern wirkt und ist sie."
Joseph Ratzinger

dietmar

Re: HEIMATLOS...?

#15 Beitrag von dietmar » 21.01.2012, 18:11

ich möchte und kann dir nicht widersprechen.
Meine Anmerkungen bezogen sich lediglich auf die Organisation NAK, die in Wort und Schrift vieles festgelegt hat, was mir mit göttlicher Anwesenheit unvereinbar scheint.
ist nett dass dich um meine Gesundheit sorgst, aber um die ist es bestens bestellt. Es gibt keinerlei therapiebedarf, der Luftwechsel war heilsam... :wink:

Maximin

Re: HEIMATLOS...?

#16 Beitrag von Maximin » 21.01.2012, 19:01

:) Mein lieber Holitux,
Du hast u. a. geschrieben: „Ich möchte Dir aber Folgendes sagen: Verbitterung, Zorn, Hass, Verachtung verhindern jegliches Heilwerden. Du bist nicht der Einzige, der aus der Anonymität eines Forums heraus versucht, sich irgendwie zu therapieren. Ich glaube nicht, dass dies erfolgreich sein kann.“

Das entspricht grundsätzlich auch meiner Lebenserfahrung als Heimatvertriebener. Na klar bestand auch bei mir lange Zeit die Gefahr zu verbittern, zornig zu werden, mich mit Hass abzustumpfen, mich gefühllos zu machen und denen mit Verachtung zu begegnen, die mich aus meiner (geistigen) Heimat vertreiben wollten. Auf diese Weise wird man schließlich tatsächlich (vorübergehend) heimatlos.

Denn da, wo ich lange auf Verständnis hoffte und Ehrlichkeit erwartet hatte, da begegnete mir eiskalte Ablehnung. Wer möchte in einer solchen Umgebung schon überleben? Ich konnte und wollte das für mich jedenfalls nicht. Folge: „Auswanderung....“

Nun möchte ich aber auch etwas zu Deinem weiteren Satz sagen. Du schreibst da: „Du bist nicht der Einzige, der aus der Anonymität eines Forums heraus versucht, sich irgendwie zu therapieren. Ich glaube nicht, dass dies erfolgreich sein kann.“

Holytux, das habe ich völlig anders erlebt. Sieh mal, mir hat der Austausch, zunächst im Nachbarforum, lange wirklich sehr gut getan. Mal abgesehen von mir dort zugänglichen „offiziellen Quellen“ meiner Kinderkirche tat es mir auch gut zu erfahren, dass andere sich mit denselben Problemen herumschlagen wie ich auch. Erkenntnis: „Micha, du plagst dich nicht alleine! Anderen geht es genauso wie dir.“

Natürlich ist in solchen gruppen-dynamischen Unternehmungen zu berücksichtigen, dass sich, zumal in der virtuellen Welt, „so´ne und solche“ herumtreiben. Na und..? Wer kann sich beispiesweise im stressigen morgendlichen Berufsverkehr schon seine Nebenleute aussuchen? Man muss ja nicht mit jederman Bruderschaft trinken und wer ist schon davor gefeit, einem Nachbarn auch mal mit heftigem Stirnunzeln schweigend zu antwortenl – hm…?

Liebe Grüße, auch an Deine liebe Frau, vom Micha :wink:
Zuletzt geändert von Maximin am 21.01.2012, 19:36, insgesamt 1-mal geändert.

dietmar

Re: HEIMATLOS...?

#17 Beitrag von dietmar » 21.01.2012, 19:35

nicht jeder der die NAK verlassen hat ist heimatlos...lediglich die NAK los :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
und auch nicht jeder ist therapiebedürftig, es ist eher ein Zeichen von Gesundheit
den Austritt vollziehen zu können, in aller Ruhe und großer innerer Freude... :wink:

Maximin

Re: HEIMATLOS...?

#18 Beitrag von Maximin » 21.01.2012, 19:38

:) Stimmt auch! Wo ´de Recht hast, da haste Recht. Maximin :wink:

dietmar

Re: HEIMATLOS...?

#19 Beitrag von dietmar » 21.01.2012, 19:48

danke dir :wink:

Adler

Re: HEIMATLOS...?

#20 Beitrag von Adler » 21.01.2012, 19:52

"Nun leb` ich in Christo
für Christum allein,
sein Geist ist mein leitender Stern.
In Ihm hab` ich Fried`
und Erlösung von Pein.
Mir ist wohl, mir ist wohl,
in dem Herrn."

Nr.: 443 Vers 4 NAK-AGB

LG Adler

Zurück zu „Bibel - NT“