IST DAS ALTE TESTAMENT ÜBERHOLT...?

Diskussionen über Bibeltexte aus dem alten Testament
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Maximin

Re: IST DAS ALTE TESTAMENT ÜBERHOLT...?

#31 Beitrag von Maximin » 16.01.2012, 17:09

Schade eigentlich! Wie wäre es mal mit einem PN-Kontakt...? :wink:
Maximin + + +

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Re: IST DAS ALTE TESTAMENT ÜBERHOLT...?

#32 Beitrag von Comment » 16.01.2012, 17:26

Hallo Herr Maximin,

ja schade.

Mit PN habe ich es nicht so sehr. Schon gar nicht bei einem öffentlich stattgefundenen Vorlauf.

Wir können aber die Sache auch ruhen lassen. :|

Gruß
Com.

Adler

Re: IST DAS ALTE TESTAMENT ÜBERHOLT...?

#33 Beitrag von Adler » 16.01.2012, 17:33

Mein lieber Maxi,

ich schließe mich der Meinung Comments bezüglich öffentlichem Vorlauf vollumfänglich an.

Schließlich hast du dieses Thema -mehr oder weniger- angeleiert, nun "verkrich" dich auch nicht in deine "PN-Ecke" :mrgreen:

Ich habe nämlich auch Interesse, dasss diese, wie ich finde doch sehr interessante Diskussion, öffentlich weiter geführt wird; und zwar AUCH MIT DIR als Mitdiskutanten :D

LG Adler

Maximin

Re: IST DAS ALTE TESTAMENT ÜBERHOLT...?

#34 Beitrag von Maximin » 16.01.2012, 18:35

:) Wer mich ein wenig länger kennt der weiß, dass ich hier noch nie gekniffen, sondern stets meinen augenblicklichen Kenntnisstand vermittelt habe. Allgemein verständlich wie ich meine. Also fragt mich was ihr wollt. Aber das müßt ihr mir schon einräumen: "Fragt vernünftig, klar und deutlich." Klare Kante bitte..!
Maximin :wink:

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Loreley 61
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Re: IST DAS ALTE TESTAMENT ÜBERHOLT...?

#35 Beitrag von Loreley 61 » 16.01.2012, 19:40

Etwas wirklich Schönes enthält das Alte Testament tatsächlich. Eine wunderbare (wenn auch etwas altertümlich anmutende) Dichtung. Nämlich das "Hohelied der Liebe". Es ist das Einzigste was mir am AT wirklich gefällt. Kein Kampf, kein Streit, kein Krieg, kein Mord, kein rachsüchtiger Gott und keine rachsüchtigen Menschen. Sondern ausschließlich viel Gefühl, viel Liebe, viel stilvolle Erotik (für jene Zeit).

Zum Beispiel:


Kapitel 7
7,1 Dreh dich um, dreh dich um, Sulamith! Dreh dich um, dreh dich um, daß wir dich anschauen! Was wollt ihr an Sulamith schauen beim Reigen von Mahanajim? 7,2 Wie schön sind deine Schritte in den Sandalen, du Tochter eines Edlen! Die Biegungen deiner Hüften sind wie Halsgeschmeide, ein Werk von Künstlerhand. 7,3 Dein Schoß ist eine runde Schale. Nie mangle es ihr an Mischwein! Dein Leib ist ein Weizenhaufen, umzäunt mit Lilien. 7,4 Deine beiden Brüste sind wie zwei Kitze, Zwillinge der Gazelle. 7,5 Dein Hals ist wie der Elfenbeinturm, deine Augen [wie] die Teiche in Heschbon am Tor der volkreichen [Stadt], deine Nase wie der Libanon-Turm, der nach Damaskus hinschaut. 7,6 Dein Haupt auf dir ist wie der Karmel und dein gelöstes Haupthaar wie Purpur. Ein König ist gefesselt durch [deine] Locken! 7,7 Wie schön bist du, und wie lieblich bist du, o Liebe voller Wonnen! 7,8 Dies ist dein Wuchs: Er gleicht der Palme und deine Brüste den Trauben. 7,9 Ich sagte [mir]: `Ersteigen will ich die Palme, will nach ihren Rispen greifen. Deine Brüste sollen [mir] wie Trauben des Weinstocks sein und der Duft deines Atems wie Apfelduft 7,10 und dein Gaumen wie vom würzigen Wein, der einem Liebhaber [süß] eingeht, der die Lippen der Schlafenden erregt. 7,11 `Ich gehöre meinem Geliebten, und nach mir ist sein Verlangen. 7,12 Komm, mein Geliebter, laß uns aufs Feld hinausgehen! Wir wollen unter Hennasträuchern die Nacht verbringen. 7,13 Wir wollen uns früh aufmachen zu den Weinbergen, wollen sehen, ob der Weinstock treibt, die Weinblüte aufgegangen ist, ob die Granatapfelbäume blühen. Dort will ich dir meine Liebe schenken. - 7,14 Die Liebesäpfel geben [ihren] Duft, und an unserer Tür sind allerlei köstliche Früchte, frische und alte, die ich, mein Geliebter, dir aufbewahrt habe.

LG, Lory
Unsere Gedanken und Gefühle werden durch unsere Überzeugungen geformt.
Was du tief in dir und oft unbewusst denkst, das zeigt die größte Wirkung in deinem Leben.
Brauche nichts ... wünsche alles ... und wähle, was sich zeigt!
______
Namaste

Adler

Re: IST DAS ALTE TESTAMENT ÜBERHOLT...?

#36 Beitrag von Adler » 16.01.2012, 20:03

Wohl eher eine der vielen schwülstigen Geschichten aus 1001 Nacht :mrgreen: Aber warum dieses Märchen in der Thora steht *grübel* 8)

Aber mal ernsthaft, das "Hohe Lied der Liebe" ist wohl eher hier zu finden: 1. Korinther 13 Vers 1ff :!:

LG Adler

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Loreley 61
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Re: IST DAS ALTE TESTAMENT ÜBERHOLT...?

#37 Beitrag von Loreley 61 » 16.01.2012, 21:23

Typisch Mann. :mrgreen: Wenn`s nicht ums kämpfen geht, sondern um die partnerschaftliche Liebe, dann nennen sie es schwülstig. Ich finde die Dichtung schön - und wo hört Frau heutzutage schon so viele Komplimente? Aber auch sie spart nicht mit schönen Beschreibungen ihres Geliebten.

Das was Paulus da sagte ist auch irgendwo wahr, aber bezieht sich eben nicht unbedingt auf partnerschaftliche Liebe und Erotik. Davon hatte er wohl überhaupt keine Ahnung - schätze ich mal.

LG, Lory
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Adler

Re: IST DAS ALTE TESTAMENT ÜBERHOLT...?

#38 Beitrag von Adler » 16.01.2012, 22:30

Nun ja, Paulus war wohl nicht gerade dass, was wir heute als Frauenversteher bezeichnen 8)

Man sollte allerdings, wenn von christlicher Liebe die Rede ist ganz klar von platonischer und nicht von körperlicher sprechen!
Die Unterscheidung dürfte klar sein, denke ich.
Vielleicht sollten wir uns, zum allgemein besseren Verständnis bei der weiteren Diskussion -wenn wir von der Liebe reden- auf die platonische einigen, und die körperliche den Geschichtenerzählern des AT überlassen :D Es könnte sonst sehr leicht zu Missverständnissen kommen 8)

LG Adler

Maximin

Re: IST DAS ALTE TESTAMENT ÜBERHOLT...?

#39 Beitrag von Maximin » 17.01.2012, 17:35

:) Lieben Freunde,
das Alte und das Neue Testament ist für mich eine von gläubigen Menschen geordnete Sammlung göttlicher Mitteilungen und Offenbarungen.

Zweifellos finden sich in beiden Teilen der Bibel auch solche Aufzeichnungen und Berichte, die auf menschlichem Denken, auf menschlichen Erlebnissen und auf menschlichem Dafürhalten beruhen.

Folglich ist es m. E. die Aufgabe jeder Glaubensgeneration, die Mitteilungen der Bibel jeweils neu zu ergründen, um mit Hilfe des Heiligen Geistes zwischen Gottes Eingebungen und menschlichem Dazutun unterscheiden zu können. In diesem Zusammenhang lehne ich es grundsätzlich ab, dass es ausschließlich kirchlichen Instanzen vorbehalten ist, diese Unterscheidung für alle Menschen verbindlich zu treffen.

Fazit:

Nein, nach meinem gegenwärtigen Erkenntnisstand ist das Alte Testament in Gänze nicht überholt und auch das Neue Testament, nach wie vor, Grundlage meines christlichen Glaubens. Wer anderes behauptet, der muss sich der Frage stellen, ob er noch Christ sei kann bzw. noch Christ sein will.

Im Übrigen halte ich es mit einem Bekenntis des Preußenkönigs, Firedrich dem II,.: "Mag jeder nach seiner eigenen Fasson selig werden!"

Liebe Grüße, landauf und landab, vom Maximin :wink:

Adler

Re: IST DAS ALTE TESTAMENT ÜBERHOLT...?

#40 Beitrag von Adler » 17.01.2012, 17:54

Danke mein lieber Maxi!

Mit diesen deinen Worten sagst du doch genau das, was ich bisher versuchte deutlich zu machen :D

Niemand hier hält das AT für überholt, lediglich für ungeeignet, Grundlage christlichen Glaubens zu sein!

Das NT ist nur als ein Hinweis auf den christlichen Gott zu betrachten und glaubensmäßig nicht allgemein verbindlich.

Wie sagte schon Bischof Tutu sinngemäß: "Gott ist kein Christ". Recht hat er!

Erst wenn man lernt zu begreifen, dass Gott weder der christlichen noch sonst einer Religion oder Glaubensgemeinschaft als deren Vertreter zugeordnet werden kann, sondern Gott als das begreift, was er eigentlich ist, nämlich der Schöpfer dieser Vielfalt von Vorstellung von ihm, erst dann haben wir Menschen den ersten Schritt in Richtung wahre Ökumene gemacht! Ökumene bedeutet doch nicht den Zusammenschluss gleichartiger -nämlich christlicher- Gemeinschaften. Wahre Ökumene bedeutet, von der egoistischen Vorstellung wegzukommen, Gott gehöre lediglich der eigenen Gemeinschaft an. Gott schuf die unterschiedlichsten Menschen mit all ihren unterschiedlichste Vorstellung davon, wer er denn sei. Somit sind alle Religionen und Glaubensgemeinschaften aus ihm und folglich auch in ihm vereint. Erst wenn wir Menschen dies erkennen, sind wir ökumenefähig!

LG Adler
Zuletzt geändert von Adler am 17.01.2012, 19:11, insgesamt 1-mal geändert.

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