Apostelgeschichte 1938-55

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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shalom
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#31 Beitrag von shalom » 13.01.2008, 19:32

09.11.2007

Plakatserie 2008 wird vorgestellt: „Mit positiven Impulsen ins neue Jahr“
  • Frankfurt. „„Positive Impulse“ lautet der verbindende Leitgedanke für die Plakatserie 2008 der Neuapostolischen Kirche. …

    Im Januar kommenden Jahres trägt das Monatsplakat die Überschrift „Aufbruch“.

    Im Februar wird der feste „Standpunkt“ thematisiert. Der Felsen liegt im Gleichgewicht…“

    ( http://www.nak.org/de/news/news-display/article/15234/ )


Diese Veröffentlichung wurde nur drei Tage nach dem na-amtlichen Datum auf der "Apg.1938-55" geschaltet !!!

Das Felsenamt hat sein seelisches Gleichgewicht gefunden :wink: und will mit positiven Leitgedanken zum Wohlfühlen Maßstäbe setzen.

Da muss ja im neuen Jahr alles wieder gut bleiben.

shalom

Maximin

ERFAHRUNGEN...

#32 Beitrag von Maximin » 13.01.2008, 19:37

:) Mein lieber Shalom,
ich habe in Berlin wütend erleben müssen, wie im August 1961 eine Mauer errichtet wurde, die mir die Begegnung mit meiner ersten Liebe unmöglich machte. Da habe ich gehasst, weil ich meine Liebe nicht erleben durfte.

Als Gorbatschow stillschweigend duldete, dass diese unsägliche Mauer wieder eingerissen wird, da habe ich geliebt. Wen denn? Na besonders die Menschen, die so lange hinter der Mauer, dem eisernen Vorhang, leben mussten und ich bin dann als neuapostolischer Missionar nach Rußland gefahren...

Als ich aber mitbekam, dass neuapostolische Verantwortliche den Russen empfahlen ihre Ikonen gegen Fotos des Stammapostels und des gerade amtierenden Bezirksapostels auszutauschen, da lief mir die Galle über. Warum? Nicht so sehr wegen der o.a. unerträglichen Empfehlung, auch schon, aber mehr noch, weil die Russen dieser Empfehlung widerstandslos Folge geleistet haben. Noch Fragen...?

Ein brüderliches Shalom vom Micha :wink:

shalom
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#33 Beitrag von shalom » 13.01.2008, 19:40

26.11.07

NaKi-€ Plakat zum Advent und Weihnachten:

"Mit Gott Weihnachten feiern." - Jesu Geburt bringt uns Gottes Frieden“
... bald ist Überraschungsabend da ..., die na-amtliche Zeit der "besonderen Gaben und Wohltaten" :wink: . Der 04.12.07 quasi als Vorschmack zum "Wohlfühlen" in 2008.


shalom

Paul

Re: ERFAHRUNGEN...

#34 Beitrag von Paul » 13.01.2008, 21:37

Maximin hat geschrieben: Als ich aber mitbekam, dass neuapostolische Verantwortliche den Russen empfahlen ihre Ikonen gegen Fotos des Stammapostels und des gerade amtierenden Bezirksapostels auszutauschen, da lief mir die Galle über. Warum? Nicht so sehr wegen der o.a. unerträglichen Empfehlung, auch schon, aber mehr noch, weil die Russen dieser Empfehlung widerstandslos Folge geleistet haben. Noch Fragen...?
Hallo Maximin :),

Du hattest ja schon einige Male etwas von Deinen Erfahrungen in Rußland angedeutet ... - vielen Dank dafür und, wenn Du kannst/möchtest/willst, würde ich gern noch etwas mehr davon lesen. Denn auch von den hiesigen Brüdern wurden Gemeinden dort betreut und es gibt manche Gerüchte ...
Doch das nur am Rande.

Dein oben zitierter Beitrag erinnert mich an meine eigenen Ikonenerfahrungen. Ich hatte seit meiner Jugendzeit nie ein Bild eines StAp oder eines anderen Apostels in meinem Zimmer bzw. meiner Wohnung aufgehängt, obwohl meine Eltern es mir immer wieder nahegelegt haben. Dieser NAK-Bilderkult hat für mich den bitteren Beigeschmack des Personenkults.
Seit einigen Jahren habe ich mich nun aus verschiedenen Gründen mit Rußland, der dortigen Sprache und Kultur - insbesondere auch mit der Orthodoxie - beschäftigt und bin auch schon einige Male dort gewesen. Vor drei Jahren wurde dann spontan der Gedanke geboren, mir in meiner Wohnung eine kleine Andachtsecke einzurichten, in die dann auch zwei Ikonen gehängt wurden.
Als meine Eltern dies erstmals sahen, haben sie einen kleinen Schock bekommen und bis heute muß ich mir manches ratlos-spöttische Wort über "das Jesusbild" anhören. Und bis heute gibt es den sporadischen Hinweis, ich solle mir doch zumindest den StAp daneben hängen, damit es "schön apostolisch" aussieht.

Ich bin ob dieser in Deutschland gemachten Erfahrungen genauso erstaunt wie Du über die Deinigen in Russland. NAKis haben in ihrer Wohnung anscheinend keine Verwendung für Ihren Herrn und Meister, aber sie finden überhaupt nichts dabei, sich eine ganze Batterie "Sägensträger" an die Wohnzimmerwand zu hängen, zu ihnen "aufzuschauen" und ihnen "kindlich gläubig nachzufolgen". :roll:

Woran das wohl liegen mag? Ich kann es mir nur als ein (unterbewußtes) Überbleibsel aus jener Epoche erklären, in der sich der StAp - vor allem J. G. Bischoff - an die Stelle Christi gesetzt hatte ("Christus war der Anfänger, aber ich bin der Vollender" :evil: ). Im Bewußtsein vieler Neuapostolischer hat sich daran bis heute m.E. nichts grundlegend geändert.

shalom
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#35 Beitrag von shalom » 15.01.2008, 18:18

Werte DiskursteilnehmerInnen,

in seiner Gegendarstellung vom 10.01.2008 (NEWS vom 14.01.2008) Lebers an Sepers nimmt das Stammapostelamt Stellung zu den unter Punkt 10 des offenen Seperbriefes (27.12.07) aufgeführten "Eindrücken".

Demnach teilte der Justizapostel Hagen dem Stammapostelamt mit, dass die „Eindrücke“ Sepers in kirchenrechtlicher Wirklichkeit „Vorwürfe“ wären und er als amtierender Justizapostel diese „Behauptungen“ rechtsberatend :wink: für durchaus „ehrverletzend“ hält.

Ja, das darf er als Justizapostel so "halten" und das von ihm, über seine "Haltung" in Kenntnis gesetzte Stammapostelamt darf die Story von der „Ehrverletzung“ auch so untheologisch nacherzählen. Soviel zu Ehrverletzungsgefühlen in dem Amtskörper einer neu proklamierten Wohlfühlkirche, wobei die Frage der "Ehre" am Leib Christ eigentlich schon seit urchristlichen Zeiten geklärt sein dürfte :wink:.

Übrigens, jenseits der NEWS soll lt. Leber am 06.02.07 ein "Historikertreffen" stattgefunden haben...


shalom

P.s.: "Wir haben am „Usterabend“ ausdrücklich festgestellt, dass es eine souveräne Entscheidung Gottes ist,
ob auch [Nicht-]Versiegelte bei der Wiederkunft Christi dabei sind" :mrgreen: :wink:

shalom
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WohlbeHagen

#36 Beitrag von shalom » 16.01.2008, 17:36

Schon am 22.02.2007 informierte NEWS über einen: „Mitgliederwechsel in Projektgruppen“
  • “Personenwechsel gab es auch in der Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit Europa.“

    „ … Vorsitzender der Gruppe ist Apostel Walter Schorr (NAK Nordrhein-Westfalen). AG-Mitglieder sind die Berater für Öffentlichkeitsarbeit der europäischen Bezirksapostel. Auch der Bischoff-Verlag Frankfurt und NAKI sind vertreten.“

    „Die AG Öffentlichkeitsarbeit [11-Personen stark!!!] kümmert sich um die Abstimmung von kirchlicher Öffentlichkeitsarbeit in Europa, beispielsweise durch den Einsatz einheitlicher Monatsplakate für die Kirchen-Schaukästen…“ (Hervorhebungen von mir)

( http://www.nak.org/de/news/nak-internat ... cle/14776/ )



Werte DiskursteilnehmerInnen,

allein für die europäische Öffentlichkeitsarbeit wirken 11 starke Führungspersönlichkeiten. Zusätzlich soll das Team – das sicher auch den USTER II-Infoabend auf dem Gewissen hat - bis spätestens zum ersten April noch um einen weiteren Profi verstärkt werden. Die neue neuapostolische "Apg.1938-55" soll ja auch noch vermarktet werden, um das na-amtlich vermittelbare WohlbeHagen in den ehrenwerten Gemeinden noch weiter zu erhöhen.

Was für ein historisch wertvoller Augenblick im NaKi-Werk Gottes, wo die Zwölfzahl wieder eingesetzt wird.

Feste öffentlichkeitsarbeitende Jungs weiter so...

shalom

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August Prolle
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#37 Beitrag von August Prolle » 17.01.2008, 01:53

Hinweis an die Administratoren
Betr.: Einrichtung eines Apostelforums

Werte Admins, :wink:

in den letzten Wochen haben sich führende Vertreter des wiederaufgerichteten Apostelamtes öffentlich und kontrovers zu kirchengeschichtlichen Fragen geäußert. Leider sind diese Goldkörner neuester apostolischer Verkündigung nirgendwo zentral hinterlegt. Um verlangenden Seelen die mühselige Suche zu erleichtern, hier eine Zusammenstellung - ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
Besserer Übersichtlichkeit wegen schlage ich die Einrichtung eines Apostelforums vor, in dem ausschließlich APs - aktive und ehemalige jedweder Couleur - schreibberechtigt sind. Diese könnten dann auf direktem Wege miteinander kommunizieren und müssten nicht länger 'über Bande' spielen.

Falls die neue Plattform wider Erwarten in Apostelkreisen auf wenig Resonanz stoßen sollte, könnte man aus dem vorhandenen Material (s.o.) auch einen fiktiven Diskurs zusammenstellen - ein Rollenspiel sozusagen, in dem einzelne SchreiberInnen die Patenschaft für verhinderte Apostolatsvertreter übernehmen. Persönlich würde ich übrigens zum Thema „Apg. 38–55“ meine Stimme gern Ap. Woodhouse leihen... 8)

A.P.
Zuletzt geändert von August Prolle am 31.03.2010, 14:23, insgesamt 1-mal geändert.

Maximin

APOSTELFORUM...?

#38 Beitrag von Maximin » 17.01.2008, 07:02

:) Mein lieber Prolle,
diese Ap´s brauchen kein virtuelles Forum. Sie sind eins. Allerdings eines mit mehreren Ebenen. :mrgreen:
Micha grüßt :wink:

Maximin

VON HAUSALTÄREN...

#39 Beitrag von Maximin » 17.01.2008, 07:49

:) Mein lieber Paul,
leider habe ich erst heute Deinen Beitrag vom 13.01.08 entdeckt. Tut mir aufrichtig leid. Meine Reisenotizen habe ich im Jahre 2000 vernichtet. Leider gelingt das mit den Erinnerungen nicht...! Die Arbeit an und mit den Russen war meine schönste Zeit, wenn ich einmal von den 14 Jahren als Sonntagsschullehrer absehe.

Was sollte gegen die Errichtung von Hausaltären ein zuwenden sein? In Bayern haben sie dafür ein schönes Wort: Herrgottswinkel.

Irgendwann Ende der 80er Jahre bat mich mein damaliger Gemeindevorsteher darum, ihm bei gewissen Aufräumungsarbeiten im Kirchengebäude zu helfen. Ich half ihm. In einem hintersten Schrank fanden sich schön gerahmte Bilder von Aposteln, die nicht mehr amtierten.

„Was machen wir mit diesen Bildern“, fragte er mich. „Wegschmeißen“, antwortete ich spontan. Dieser Gedanke schien ihm unbehaglich. „Und weil wir gerade dabei sind“, fuhr ich unbekümmert fort, „sollten wir gleich das Bild des Stammapostels und das des Beziksapostels von der Wand im Ämterzimmer abhängen und dafür ein Kruzifix anbringen“.

Bleierne Stille. Er sah mich lange an und fragte endlich, ob ich das ernsthaft gemeint hatte. „Ja, ganz ernst. Sieh mal, irgendwann werden wir die Apostelbilder sowieso abhängen und gegen aktuellere austauschen müssen. Den Heiland am Kreuz nicht“.

Paul, Du ahnst wie es weitergegangen ist...

Liebe Grüße vom Micha :wink:

tergram

#40 Beitrag von tergram » 17.01.2008, 09:16

August Prolle hat geschrieben:Hinweis an die Administratoren
Betr.: Einrichtung eines Apostelforums
Werter Bruder August Prolle,

du lässt uns in dieser frühen Morgenstunde einen tiefen Blick in dein Herz tun, wofür ich auch im Namen der geschätzten Administatorenkollegen herzlichst danke. Unsere Herzensglocken wurden freudig bewegt, das Glaubensauge tränt und die Herzensknie zittern.

Dass du den innigen Wunsch hegst, ein goldgekörntes Apostelforum einzurichten, eine Plattform für Plattheiten, ist eine edle Frucht des Geistes, der in dir offenbar wird. Du möchtest tatsächlich, dass die heilsnotwendigen Apostolatsmitglieder direkt miteinander sprechen? Ein edler Ansatz, fürwahr. Und ein überraschender.

Indes: Die hohen Herren reden zur Sache ohnehin nicht und schon gar nicht miteinander. Stellen wir nicht mit geschärften Glaubensohren fest, dass sie nur übereinander reden?
Und: Sollten sie nicht allesamt besser von Gott und seinem Sohn mit uns reden? Dafür gibt es gewiss schöne Hinweise.
Oder noch besser: Den Auftrag ihres Senders erfüllen und in alle Welt hinausgehen? (Was uns hienieden wohltuende Ruhe bescheren würde...)

Das von dir richtigerweise gerügte "über Bande Spiel" hat Methode: Der Spielball des Geistes wechselt unkontrolliert die Richtung und am Ende haben alle irgendwie gewonnen und trotzdem verloren. Die Schafe stehen wieder mal dumm da und tun das, was sie am besten können: Gras fressen und hinter einem Hirten hertrotten. Sie wissen es halt nicht (besser).

Schau, lieber August, das sind alles "Zeichen der Zeit" - am Ende soll niemand mehr selig werden heisst es in der Schrift. Niemand! Ich fürchte, dieses Wort erfüllt sich schneller als von vielen gedacht und auf fatale Weise. Die Phase der Un-Seligkeit scheint nicht beim Gemeinde-Schaf zu beginnen, sondern bei den Exklusiv-Hirten. Wer hätte das gedacht?

Kommen wir zu deinem Herzenswunsch zurück:

Lieber August, das Apostelkreisforum müsste selbstverständlich vom gemeinen Fußvolk abgegrenzt werden - wie im richtigen Leben: Mit Sitzplatzreservierung für die werte Apostelgemahlsgattin in der ersten Bankreihe und eigenem Apostel-Parkplatz direkt vor der Tür. Hierzu wäre eine massive Mauer notwendig, ein anti-basisdemokratischer Schutzwall.

Schauen wir einmal hinaus in die arge Foren-Welt. Sehen uns schaudernd an, was Mauern in Foren anrichten und nehmen wir diese Erkenntnis auf's Geistige. Da bleibt uns nur, mit Schwester Eva Pirelli zu rufen: Die Mauer muss weg!

Uns jedoch wurde geoffenbart, dass es zu unseren Lebzeiten in diesem Forum keine Mauer geben soll. Nicht mal für Apostel.

Die Herren Hirten schaffen sich soeben ihr eigenes, exklusives Theater. Mögen sie auf der Bühne der UF aus dem Hause VFB ihr Drama in vielen Akten spielen - es mutet an, wie eine Abschiedsvorstellung. Das offene glaubensforum24 hingegen bleibt die Bühne für die Schafe - und das ist auch gut so.

Empfang dies mit schwesterlich-herzlichen Grüßen!

Soweit das Administratorenwort.

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Chor bitte.

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