Zum Geleit

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Udo

Zum Geleit

#11 Beitrag von Udo » 28.12.2011, 07:38

Moin zusammen :D

@holytux, danke für das Papst Zitat. Gleichwohl auch ich nicht katholisch glaube, bin ich erfreut über eine gewisse Übereinstimmung, das lässt mich hoffen auf Veränderung.

Ich sehe (lese) in den überlieferten Schriften der Bibel keinerlei Vollmacht oder Bindung an ein Amt der Kirche zur Sündenvergebung, finde auch keine derartige Handlung dort niedergeschrieben.

Auf Golgatha wurde die Macht der Sünde gebrochen, und so, wie Paulus es später schreibt in einem seiner Briefe, wurde damit (aus dem Opfer Jesu, oder: durch das Opfer Jesu) ein neues Rechtsverhältnis gegründet; Jeder - so sagt es (auch) der Papst, kann unter bestimmten Voraussetzungen Gnade empfangen, wenn er bereut, bekennt und glaubt.

Allerdings sehe ich die horizontale Vergebung nicht so, wie Benedikt XVI. oder die Kirche es darstellt. In dieser Vergebungsbereitschaft benötige ich nicht ein AMT. Es bleibt und ist eine persönliche Angelegenheit zwischen zwei oder mehr Menschen. Nach meiner Lesart deuten alle diesbezüglichen übermittelten Texte der Bibel darauf hin.

Nun denn, es ist nicht der Weisheit letzter Schluss mein Geschreibsel, und ich erhebe auch nicht den Anspruch daran - allerdings sind mir die von NAK Seite vertretenen Ansprüche zuwider. Für mich hat Jesus niemals den Aposteln (ausschließlich) die Macht zur Sündenvergung übertragen, vielmehr hat ER alle Menschen aufgerufen, vergebungsbereit zu sein, Versöhnung und Frieden zu leben.

Beste Grüße
Udo

Udo

Zum Geleit

#12 Beitrag von Udo » 28.12.2011, 08:36

Wir können den Besuch Gottes auch dann erleben, wenn wir die Apostel treffen oder wenn die Amtsbrüder zum Seelsorgebesuch kommen.
Welche Botschaft transportiert dieser Satz?

Ich kann es erleben, wenn ich erkennen will, dass es so ist; oder nur eine Möglichkeit der Gott Offenbarung in meinem persönlichen Umfeld?
Wann immer wir im Gottesdienst zusammenkommen, sollen wir wissen, das ist der Besuch Gottes.
Ohne diesen der Aussage vorangestellten Satz könnte die Botschaft eine Möglichkeit transportieren, durch diesen vorangestellten Satz mit seinem negativen Modalverb allerdings ist es der NAK Weg, der keine andere Möglichkeit in seiner Botschaft transportiert. Der schwarze Peter liegt beim Besuchten oder beim Gottesdienstbesucher; die Botschaft lautet: Wir müssen erkennen und wissen, dass das so ist. Wieder so ein negatives Modalverb, damit arbeitet die NAK gerne und erfolgreich. Das beweist die Vergangenheit.

Diese versteckten Schlüsselreize starten im Unterbewusstsein Programme, deren Abläufe von den Menschen nicht beeinflusst werden können, es sei denn - Erkenntnis kommt zum Tragen.

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evah pirazzi
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Re: Zum Geleit

#13 Beitrag von evah pirazzi » 28.12.2011, 20:41

holytux hat geschrieben:..Bevor allzu gönnerhaft (der Grat zwischen Barmherzigkeit und Selbstgefälligkeit ist schmaler als man denkt)...
...
...Sehr richtig!...
Mr. Holy,

na, zum Weihnachtsfest mal wieder aus den Tiefen heimeliger Bücherhöhlen ans helle Licht der Forumsoberflächlichkeit getuxt und hinausgewagt auf den "schmalen Grat"? Ich frage mich, ob du beim Balancieren mehr zur Barmherzigkeit hinüber neigst, wenn du sagst: "Sehr richtig!" - oder aber - nein, zur anderen Seite ganz gewiss nicht!! :wink:

Aber wo du nun schon mal weißt, was sehr richtig ist, dann weißt du sicher auch, was sehr falsch ist.

Ist es nicht sehr falsch, überhaupt von einer "Heiligen Kirche" zu sprechen, auch wenn es schon vor langer Zeit auf dem einen oder anderen Konzil so formuliert wurde? Ist nicht Gott allein heilig?

Und zur Vergebung: Ist es wirklich so sehr richtig, dem horizontalen Vergebungsmodell den Vorzug zu geben, wenn "wir die Apostel treffen oder wenn die Amtsbrüder zum Seelsorgebesuch kommen"? In diesen beiden Fällen plädierte ich persönlich für die Vertikale.

:wink:

@ Udo

Die offizielle Sprache der NAK nach innen, mit ihren subtil darin verwobenen Botschaften, wird sich nicht großartig ändern. Darf sich nicht ändern, zu groß ist die Gefahr einer Säkularisierung ins Evangelische 8) , das walte Leber. Dabei wäre meiner Meinung nach eine Offenheit in der Sprache, weg von den Verschleierungstaktiken, ein großer Schritt in Richtung Wahrhaftigkeit/Glaubwürdigkeit und somit auch eine Maßnahme gegen den großen Mitgliederschwund der letzten Jahre.

Auf der anderen Seite beobachtet man das andere Extrem, ein sprachliches Suhlen in lapidarem Geplapper mit volkstümlicher Note. Ich habe z.B. aus der Predigt am Weihnachtstag zwei Sätze in Erinnerung behalten: 1. "Weihnachten wird unterm Baum entschieden" und 2. "Geschenke sind zum Auspacken da". Den Zusammenhang kann ich nicht mehr herstellen, da ich etwas übermüdet in der Bank saß. Aber solch ein sprachliches Resümee möchte man doch auch nicht wirklich ziehen. Schlichte Sprache nah am biblischen Geschehen wären mir persönlich am liebsten, aber meistens artet es irgendwie extrem in die eine oder andere Richtung aus: Zu lapidar, zu volxtümlich, zu subtil, zu reißerisch etc. Das sind die Nachteile des Laienpredigertums.

:wink:
[i][size=75]"... Ich bin einerseits sehr froh, dass ich diesen Gedanken aussprechen kann, auf der anderen Seite fällt es mir auch nicht schwer..."
(Bap Klingler - Neujahrsgd 2009)[/size][/i]

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Re: Zum Geleit

#14 Beitrag von Andreas Ponto » 28.12.2011, 22:18

@ evah P

Man möchte Amen sagen...

shalom
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Re: Zum Geleit

#15 Beitrag von shalom » 28.12.2011, 23:03

[urlex=http://www.bischoff-verlag.de/public_vfb/pages/de/family/zumgeleit/][ = > MYBISCHOFF / ZUM GELEIT (20.12.2011)][/urlex] hat geschrieben:
Gott besucht und erlöst sein Volk

...Aber er besucht uns in seinem Wort: Wenn wir sein Wort hören und es im Glauben annehmen, dann ist das wie ein Besuch Gottes. Viele Menschen hören zwar sein Wort, aber sie bemerken nicht, dass dies der Besuch Gottes ist. Wann immer wir im Gottesdienst zusammenkommen, sollen wir wissen, das ist der Besuch Gottes. Wir können den Besuch Gottes auch dann erleben, wenn wir die Apostel treffen oder wenn die Amtsbrüder zum Seelsorgebesuch kommen.

…Denn durch das Opfer Jesu, besonders in der Sündenvergebung vor dem Heiligen Abendmahl, wirkt die erlösende Kraft, dass wir frei werden von der Sünde und von der Sünde getrennt werden.

…Stärkung dazu erhalten wir im Heiligen Abendmahl, wo uns Kräfte des Himmels zufließen… .

Werte Besucher, liebe Be- und Heimbesuchte und all ihr, die ihr Gott dienstlich so en passant einfach „mitnehmen“ könnt 8),

die Zukunft der deutschen Gebietskirchen in Deutschland sieht nicht gerade rosig aus. Da gilt es Nakzente (Nakcente) zu setzen. Es geht in erster Linie doch darum, dass nicht noch mehr gehen. Kühnle (Letsopa / Apostel) ist z. B. so ein Virtuose auf der Sektenklaviatur felsenamtsfester Beständigkeit geltender Jesu- und Apostellehre: “Gibt es die Sündenvergebung nur in unserer Kirche? - „Jesus Fähigkeit, Sünden zu nehmen und zu erlassen, ist in das Apostelamt gelegt und Apostel gibt es nur in der neuapostolischen Kirche. Somit ist die Antwort kurz: JA! ( wir berichteten ). Das ist sehr vollsinnig und untheologisch schlüssig.

Persönlich sehe ich in dem VFB-Geleitwort lediglich ein ghostgewritetes „Geleitschutzwort“ für das Anlaufen der neuen Werbeplakatserie 2012. Die AG-ÖFF hatte wieder 12 Plakatmotive ausgeschrieben. Diesmal hatte eine Werbeagentur Bilder und Sprüche eingereicht, die etwas mit dem Thema „Nimm Gott mit dir“ zu tun haben. So heißt es im Januar: „Lass Dich von Gott segnen“… . Details in der Preview vom 14.12.2011: ( Plakatserie 2012 - „Nimm Gott mit dir“ ).

Schon Bischoff konnte Gott mit seiner Botschaft überallhin mitnehmen und auch heutige Apostel versuchen mitzunehmen was geht. Stp. Leber predigte im CentrO denn auch: „Gib zuerst mir“. Und die angehäuften Opferreserven für die Pensionen (allein die NaK-NRW ist 150 Millionen schwer) zeigen, dass unterm neuapostolischen Apostelstrich „Nehmen besser als Geben“ ist. Was für ein Segenszufluss durch Opfer und dessen kornbauernschlauen "Fehrmehrung" (Mehrwertapostellehre).

Ist ihnen übrigens der Unterschied zwischen „Gott besucht“ / „dann ist das wie ein Besuch Gottes“ aufgefallen :wink: ? Für mich hat das die Qualität, wie wenn ein Original durch eine Imitation (einen Imitator) ausgetauscht ist. Und dann meinen manche Imitatoren auch noch, dass man sich doch bitte vor all den anderen Imitationen (Schrumpfsakramenten) in acht nehmen solle :mrgreen: .

Es ist immer wieder faszinierend, wozu sich neuapostolische Apostel von Werbeagenten selbstbildgerecht "fehrleiten" lassen… .

shalom

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Re: Zum Geleit

#16 Beitrag von agape » 29.12.2011, 11:53

@ evah, centaurea, shalom:

yeap!

Liebe Grüße an Alle, einen besonderen an Holytux :- )))
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

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Re: Zum Geleit

#17 Beitrag von evah pirazzi » 29.12.2011, 19:04

centaurea hat geschrieben:@ evah P

Man möchte Amen sagen...
Zur Vertikale - im erweiterbaren, diagonal-horizontalen Sinn...?


........ \\||//
....... (@ . @)
. --o0O--(_)--O0o--


Man möchte "Danke" sagen...

:wink:

(Liebe Grüßchen an ägäpchen!)
[i][size=75]"... Ich bin einerseits sehr froh, dass ich diesen Gedanken aussprechen kann, auf der anderen Seite fällt es mir auch nicht schwer..."
(Bap Klingler - Neujahrsgd 2009)[/size][/i]

Cemper

Re: Zum Geleit

#18 Beitrag von Cemper » 31.12.2011, 22:55

agape hat geschrieben:@ evah, centaurea, shalom:

yeap!

Liebe Grüße an Alle, einen besonderen an Holytux :- )))
Was - werte agape - meinen die Adressaten Ihres Eintrags oben (29.12. / 11.53), wenn sie von Gott sprechen?

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