Evangelikale Erziehungsratgeber in der Kritik

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Andreas Ponto
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Evangelikale Erziehungsratgeber in der Kritik

#1 Beitrag von Andreas Ponto » 22.12.2011, 18:55

Bericht auf t-online.de

So ist es, wenn man meint, die Bibel sei vom Himmel gefallen ...

Leider verbreiten sich diese evangelikalen Ansichten rasant...

Schön, dass dagegen vorgegangen wird.

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Loreley 61
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Re: Evangelikale Erziehungsratgeber in der Kritik

#2 Beitrag von Loreley 61 » 22.12.2011, 20:34

Warum verbietet man diese evangelikalen Gemeinschaften nicht einfach? Zum Kotzen, dieser Biblizismus solcher kinderfeindlichen Spinner. :twisted: Schläft unser Staat? Da wird die Religionsfreiheit schamlos ausgenutzt. Diese ganze evangelikale und bibeltreue Sippschaft, die solche Ratschläge erteilt, muß m. E. mit allen Mitteln bekämpft werden.

LG, Lory
Unsere Gedanken und Gefühle werden durch unsere Überzeugungen geformt.
Was du tief in dir und oft unbewusst denkst, das zeigt die größte Wirkung in deinem Leben.
Brauche nichts ... wünsche alles ... und wähle, was sich zeigt!
______
Namaste

verbindlich

Re: Evangelikale Erziehungsratgeber in der Kritik

#3 Beitrag von verbindlich » 22.12.2011, 21:09

Ich gehe davon aus , das die Grünen Abgeordnete aus einer Sozi Familie kommt,deshalb kennt sie doch die Erziehungsmethoden der Eltern nur zu gut. Ob sie die Erziehungsmethoden der Chr. Demokraten kennt weiss ich nicht. Die waren jedenfalls auch schlimm. Alle waren Eltern und haben ihre Kinder erzogen. Die, die heute solche Thesen nur auf die Kirchen abwälzen, haben nicht verstanden, das zur Zeit der eigenen Kindheit mit der Erziehung der Kinder nicht anders umgegangen wurde, als das es der Trend der Zeit war. Ich erinnere mich an meine Kindheit, da war die anti- autoritäre Erziehung in aller Munde. RAF und Rebellen jeder Art trieben ihr Unwesen. Auch die Grünen machten sich auf den Weg....
Was aber nicht mehr beachtet wird ist, dass viele, die ohne treibende Kraft der Eltern, heute sagen; hätten meine Eltern mir mal meinen Weg klar gemacht. Die Lehrer, die uns früher Hiebe verabreicht haben, haben uns wach für das Leben gemacht. Da spricht nur der Negativ, der in der Gesellschaft nur mitschwimmen wollte. Die, die Strenge erfahren haben, sind doch auch heute noch die, die ernsthafte Verantwortung für Volk und Vaterland übernehmen. Alle anderen sind auch heute noch unbrauchbare Träumer, die aus Eigennutz in die Politik gegangen sind. Oder sie werden sträflich.
Jetzt meine Frage: Was hat das Problem der eigenen Aufarbeitung mit Religion zu tun. Erziehung ist individuell und hat erstmal mit Kirche oder Religion nichts zu tun. Darum bitte ich hier um verständige Postings, die mir klarmachen, das falsche Erziehung nur mit Religion oder Kirche zu tun hat.
Danke

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evah pirazzi
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Re: Evangelikale Erziehungsratgeber in der Kritik

#4 Beitrag von evah pirazzi » 22.12.2011, 22:00

verbindlich hat geschrieben:...Die Lehrer, die uns früher Hiebe verabreicht haben, haben uns wach für das Leben gemacht... Die, die Strenge erfahren haben, sind doch auch heute noch die, die ernsthafte Verantwortung für Volk und Vaterland übernehmen. Alle anderen sind auch heute noch unbrauchbare Träumer, die aus Eigennutz in die Politik gegangen sind. Oder sie werden sträflich.
Jetzt meine Frage: Was hat das Problem der eigenen Aufarbeitung mit Religion zu tun.
Wenn ich so lese, was du hier an Kommentaren ablieferst, dann denke ich, es waren ein paar Schläge zu viel bei dir. Und Träume sind manchmal ganz angenehm, glaub' mir.

Da die Religionen und ihre Verantwortlichen nach dem gleichen Prinzip wie die autoritär Erziehenden gehandelt haben, das lief ja parallel in der Gesellschaft ab - keine Eigenverantwortlichkeit, Untertan-Denken, Befehl-Gehorsam-Prinzip etc. - sind die Spuren in der Psyche wohl annähernd die gleichen. Die Aufarbeitung dürfte demnach auch ähnlich sein.
[i][size=75]"... Ich bin einerseits sehr froh, dass ich diesen Gedanken aussprechen kann, auf der anderen Seite fällt es mir auch nicht schwer..."
(Bap Klingler - Neujahrsgd 2009)[/size][/i]

verbindlich

Re: Evangelikale Erziehungsratgeber in der Kritik

#5 Beitrag von verbindlich » 22.12.2011, 22:30

Ich bin mit der Erziehung eigentlich zufrieden, die ich genossen habe, es sind doch nur Momentaufnahmen, an die man sich erinnert. Ich habe den Eindruck, das manchmal emotionale Erinnerungen das ganze Leben bestimmen. Das ist nicht so.
Wir werden auch heute als erwachsene Menschen wahrscheinlich mehr gefoltert durch Ideologien , deren wir uns nicht zu erwehren wissen. Das ist schlimm genug. Aber wie können wir uns dagegen wehren?

Gaby

Re: Evangelikale Erziehungsratgeber in der Kritik

#6 Beitrag von Gaby » 25.12.2011, 13:38

verbindlich, kann es sein, dass wir uns aus dem Nachbarforum kennen? Ihr Schreibstil kommt mir zumindest bekannt vor. Sollte dies so sein, hat eine Diskussion wohl wenig Sinn ;-) Ich versuch es trotzdem einmal ...

Nun, meine Kinder habe ich gänzlich ohne Schläge erzogen, ich selbst wurde als Nesthäkchen bis auf drei Ausrutscher (einer davon war zugegebenermaßen aus heutiger Sicht verständlich) meiner Eltern auch ohne Schläge erzogen.
Konsequenz in der Erziehung ist wichtig ... dann braucht es auch keine Schläge. Und Schläge von Lehrern (zu meiner Zeit war es der fliegende Schlüsselbund oder die ein oder andere Kopfnuss) zeigt nur, dass diese in meinen Augen pädagogisch unfähig sind. Schläge sagen aus, dass man mit seinem Latein am Ende ist ... nicht mehr weiter weiß ... ist zumindest meine Auffassung.

Aber seinen Erziehungsstil mit den Vorschriften einer Kirche zu rechtfertigen halte ich auch für zu "billig" ... damit schiebt man die Verantwortung von sich weg ... in diesem Punkt stimme ich Ihnen ausnahmsweise einmal zu.

Adler

Re: Evangelikale Erziehungsratgeber in der Kritik

#7 Beitrag von Adler » 25.12.2011, 15:49

Wenn es erforderlich war, mal eins "hinter die Löffel" zu bekommen hat wohl noch Niemandem geschadet.
Allerdings gilt auch hier: "Die Dosis macht das Gift."
Alles was, in gewisser Weise, fanatisch wird ist absolut zu verwerfen!

Sich gegenseitig die Verantwortung zuzuschieben ist schon alt und ebenfalls nicht zur Erziehung geeignet.
Wenn Kirche sich, zur Entschuldigung gemachter Fehler, auf das jeweilige Regiem beruft oder dieses sich auf klerikale Vorschriften, dann ist dies ebenfalls in höchstem Maße verwerflich!

LG Adler

Vancouver

Re: Evangelikale Erziehungsratgeber in der Kritik

#8 Beitrag von Vancouver » 25.12.2011, 22:03

Adler hat geschrieben:Wenn es erforderlich war, mal eins "hinter die Löffel" zu bekommen hat wohl noch Niemandem geschadet.
...
Gailheimer, du hast aber Ahnung!

Adler

Re: Evangelikale Erziehungsratgeber in der Kritik

#9 Beitrag von Adler » 26.12.2011, 15:02

Vancouver hat geschrieben:
Adler hat geschrieben:Wenn es erforderlich war, mal eins "hinter die Löffel" zu bekommen hat wohl noch Niemandem geschadet.
...
Gailheimer, du hast aber Ahnung!
Hervorhebung von mir

Werter Vanvouver,

ich darf Sie freundlichst auffordern, zukünftig in Ihrer Wortwahl etwas zurückhaltender zu sein :!:
Ausserdem wäre es zukünftig wünschenswert und angemessen, würden Sie bei einem Zitat, auch Denjenigen namentlich benennen, den Sie zieren :!:

LG Adler

Laura1

Re: Evangelikale Erziehungsratgeber in der Kritik

#10 Beitrag von Laura1 » 26.12.2011, 15:24

Kinder brauchen klare Grenzen. Halten sie Grenzen nicht ein, müssen Konsequenzen folgen.
Prügel ist zwar eine Konsequenz, aber völlig ungeeignet. Es ist eine Demütiung für das Kind und, je nach dem wie stark zugeschlagen wird, auch Körperverletzung.

Das Problem ist allerdings oft so, dass viele Eltern an ihre Grenzen kommen..., Kinder können auch ganz schön schwierig sein.

Viele Eltern orientieren sich auch daran, wie sie selbst erzogen wurden. Was bedeutet, Eltern die selbst geschlagen wurden, schlagen ihre Kinder auch.

Evangelikale Glaubensgemeinschaften sind sehr bibeltreu. Sie zweifeln nichts an. Tja, wenn nun in der Bibel etwas von Züchtigung steht, auch durch den Stock, ist das gottgewollt.
Dies aus den Köpfen dieser Gläubigen zu bekommen, könnte schwierig werden... :)

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