NaK-Bevölkerungsentwicklungen

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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shalom
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Re: NaK-Bevölkerungsentwicklungen

#11 Beitrag von shalom » 19.12.2011, 09:03

chorus hat geschrieben:...krause will durch gemeindezusammenlegungen "positive wirkungen auf die innere migration erzeugen". wo sieht krause die ursache für die innere migration? im demographischen faktor? das würde ja bedeuten, daß die gründe für amtsniederlegungen in der verspäteten gemeindezusammenlegung lägen?!? werden mitglieder inaktiv, weil ihre gemeinden zu klein geworden sind? ist es nicht eher so, daß die innere migration den demographischen faktor noch erheblich verstärkt, ihre ursachen aber ganz wo anders liegen? klar ist auch, daß man die innere migration bremsen könnte, so man denn an den ursachen arbeiten, diese beseitigen würde.
Werte Abschätzer liebe Abgeschätzte und all ihr raffiniert zu profanisierenden „Schätzchen“ 8),

das, was Bezirksapostolizist Krause über die Vollfüller göttlichen Willens da von sich gibt, riecht nach jahrzehntelangem Missmanagement in seinem Bezirksapostelreich (amtsvorhergegangene Amtsinhaber u. a. Schumacher, Leber…).
Dabei sollen diese lt. Krause schon immer ein waches Auge auf den Schwund gehabt, und nichts unversucht gelassen haben, diesen Entwicklungen Rechnung zu tragen. Krause ist selbstbildselbstüberzeugt, „dass die Zeit gekommen ist, nunmehr im großen Überblick gemeinsam eine Strategie zu entwickeln, die unsere Gemeinden und Bezirke auf ein zukunftsfähiges Fundament stellt. Unser Stammapostel hat schon vor Jahren eine Arbeitsgruppe "Demografie" eingerichtet, in der auch zwei Brüder aus Norddeutschland mitwirken. Die erhobenen Daten werden jährlich überprüft“. Schön, dass das Expertenwissen nun das Fußvolk erreicht. Krause mimt den Vorreiter, während seine Kollegen vom Amt in beährter Manier baumeisterlich mauern (von Klinglers Vauxpas - schrumpfen auf 25% -, des Hl. Geistes einmal abgesehen).

Auf dieser Basis hat Krause im Juni des Jahres 2011 die Gemeindevorsteher und Bezirksämter zu grundsätzlichen Überlegungen aufgefordert. Die Vorsteher und Bezirksämter haben daraufhin schnell mal eine Gemeinde- und Bezirksstrategie entwickelt (die Geschwister sind kirchenrechtlich unselbständig und blieben daher dabei außen vor). Folglich werden sie informiert, wie sie wann zusammenzuwachsen haben.

Ohne Änderung des Glaubens (Opfer- und Entschlafenenkult) soll der Niedergang unter Krause mit neuer Leichtgläubigkeit also unverdrossen weiter gehen, nur halt in zentralistischen Retortengemeinden, wo die Bürokratie den wertvollen, den mehrwertschaffenden DNG weiterhin semiprofessionell profanierend fest im Griff halten kann.

Der Knick in der Alterspyramide zwischen 1960 und 1970 wird sicherlich mit dem Pillenknick erklärt, dabei dürfte es ein „Willenknick“ gewesen sein ( Alterspyramide ) :mrgreen: . Und seitdem geht die galoppierende Schwindsucht weiter. Ab Geburtsjahr 2000 sind das gerade mal 200 Kirchenbuchmitglieder per annum, mit weiterhin sinkender Tendenz (2010: 126)!

Wenn man davon dann noch die Quote der Inaktiven abzieht, dürfte dann ab 2060 eine einzige Superzentralgemeinde für die NaK-Konföderation „Norddeutschland“ ausreichen und die einzelnen Subgebietskirchen wie Bremen, Schleswig Holstein und Mecklenburg Vorpommern dürften dann nur noch als reine Briefkastengebietskirchen eine Rolle spielen. Davon unbenommen dürften – dank kornbauerschlauen Rückstellungen - für die Bezirksapostels der Gebietskirche auch über 2060 hinaus, die Pensionen sicher sein.

„evah pirazzi“ schrieb in ihrem Posting vom 17.12.2011, 20:25 etwas von aufgebauten „Potemkinsche Dörfern“ am Glaubenswegesrand. Doch beim näheren Hinsehen erkennt man nur lauter Selbstbilder einer Schar potemkinscher Apostel. Schon die Botschaft funktionierte nach dem Motto: „Nach mir die Sündflut“ :wink: .

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chorus
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Re: NaK-Bevölkerungsentwicklungen

#12 Beitrag von chorus » 19.12.2011, 20:22

shalom hat geschrieben:Wenn man davon dann noch die Quote der Inaktiven abzieht, dürfte dann ab 2060 eine einzige Superzentralgemeinde für die NaK-Konföderation „Norddeutschland“ ausreichen und die einzelnen Subgebietskirchen wie Bremen, Schleswig Holstein und Mecklenburg Vorpommern dürften dann nur noch als reine Briefkastengebietskirchen eine Rolle spielen.
Diese Superzentralgemeinde wird dann vierteljährlich vom auf Missionsreise befindlichen Priester, aus Neuapostolisch Afrika anreisend, besucht. Zu diesem Festgottesdienst ohne Übertragung (wohin auch...) werden dann die Briefkastengebietskirchen, bzw. deren sehr treue Restmitglieder, zugeladen. Um dem afrikanischen Priester heimeliges Feeling zu bereiten, findet der Gottesdienst in einem auf dem der Superzentralgemeinde zugehörigen Grundstück aufgestellten Zelt statt. Das hat insofern auch den Vorteil, daß das Untermiet-oder Mitnutzungsrecht des Superzentralgemeindekirchengebäudes durch den örtlichen Kindergarten für diesen quartaligen Festsonn-und -feiertag nicht aufgekündigt werden muß.

Für das Gelingen des Besuches des Missionslandes Deutschland wird in Neuapostolisch Afrika sicher viel gebetet werden, zumal die von den Ursprungsstammgebietskirchen Afrikas für diese Missionsreisen angemieteten Fahrräder dann und wann unter einem "Pfahl im Fleisch", respektive "Platten durch Nagel" leiden.

Für die Herrichtung der provisorischen Segensstätte wird seitens der mit der Betreuung des Missionsgebietes Deutschland beauftragten afrikanischen Gebietskirchen, wie z.B. Kongo West, auf uralte deutsche Durchführungsvorschriften aus dem Jahre 2011 zurückgegriffen.

Festgottesdienst
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shalom
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Re: NaK-Bevölkerungsentwicklungen

#13 Beitrag von shalom » 20.12.2011, 08:33

Werte ein-, zwei- und dreifältig zusammenlegBaren, liebe Sichter und Schätzer im Ernteeinsatz 8),

…auf dem naktuellen Selbstbild erkennt man Bezirksapostel an einem besonders ausgeprägten „Potem-Kinn“ :wink: … . Chor bitte: „Seht die Schnitter bei der Arbeit“.

Dabei war mir wichtig, dass im Ergebnis Gemeinden gebildet werden, in denen zum einen das wünschenswerte Gemeindeleben abgebildet werden kann und zum anderen auch ein ausreichend großes Potential für Wachstum entsteht.

Weiterhin war ein wesentliches Kriterium, dass Gemeinden entstehen, die für alle Altersgruppen interessant sind, positive Wirkungen auf die innere Migration erzeugen und Anreize für suchende Seelen zu schaffen
" ( Bezirksapostolizist Krauses Video-Botschaft ) .

Folgt man leichtgläubig (Krauses neue „Leichtigkeit des Glaubens“) der Krausschen Theologie – in den Medien äußern sich gerade die wichtigen NaKi-Apostels über Theologie -, dass größere Gemeinden größeres Wachstumspotential als kleinere hätten, dann glaubt man wohl auch der Redensart, dass es Segen wäre, wenn „der Teufel immer auf den größten Haufen scheißt:wink: .

Reichten in dem neustrammapostolisch strapazierten Selbstbild von Urkirche zwei oder drei, in der Wiedergeburtsstunde des Neuapostolismus in Wiederbesetzung des Stammapostelamtes 1896 (Stp. Friedrich Krebs) – die NaKi will übrigens ausgerechnet 2013 ihr 117jähriges Juiläum größer feiern -, vielleicht 20 – 30 versammelte Geschwister, dann scheint Krause wohl von einem ausgeprägten Hang zur Gigantomanie spiritusalisiert zu sein. Dabei sollte er doch – so die apostelverbeamtete Texttwortserie vom adventlichen Mainstream - "nüchtern bleiben": „Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen“ (Mt 18,20).

shalom

_

Re: NaK-Bevölkerungsentwicklungen

#14 Beitrag von _ » 21.12.2011, 11:39

shalom hat geschrieben:Krause Video-Botschaft
es ist schon traurig, dass man sich nicht mal traut, den geschwistern ein unverzerrtes diagramm zu zeigen. so sieht (durch die perspektivische verzerrung) das nachwuchsproblem natürlich noch dramatischer aus als eigentlich der fall.

überhaupt halte ich die geschichte mit der demographie als begründung für einen ziemlichen schwindel. man sieht das auch, wenn man die (wie gesagt: verzerrte) nak-norddeutschland-alterpyramide mal mit den entsprechenden alterstrukturpyramiden der betreffenden bundesländer vergleicht.

was auffällt: der typische peak bei den 40-55-jährigen fehlt in der nord-nak völlig - hier haben wir ein plateau, das von etwa (die darstellung ist ja recht ungenau) 45 bis 60 jahren reicht, mit der tendenz, dass es in der nak mehr 60-jährige als 45-jährige gibt - anders als gesamtgesellschaftlich, wie dies genau umgekehrt ist (deutlich!).

das plateau der jahrgänge der 2010 20- bis 40-jährigen der nak gleicht der gesamtgesellschaftlichen entwicklung. spannend wird es aber, wenn man sich die jahrgänge ab 1990 ansieht. der anstieg der höhe der entsprechenden säulen ist im nak-diagramm steiler als bei den diagrammen des stat. bundesamtes - die unter 20-jährigen sind in der nak also schlechter vertreten als in den länderpyramiden, und das verschlimmert sich umso mehr, je jünger die jahrgänge sind. spannender zusammenhang: dies sind die kinder der 40-55 jährigen.

fazit: der nak-norddeutschland bricht anscheinend das mittlere alter weg, was auch ein grund sein könnte, weswegen der nachwuchs ausbleibt. gemeindezusammenlegungen sind daher vmtl. ein schlechter ansatz, besser wäre ein ansprechenderes programm für die geschwister mittleren alters. wo chor das einzige flächendeckende angebot bleibt, muss man sich jedenfalls nicht wundern.

interessant wäre übrigens noch eine alterpyramide der amtsträger gewesen. ich vermute hier ein plateau bei den 30-50-jährigen (auf relativ niedrigem niveau) und einen dominierenden peak irgendwo zwischen 50 und 65 - was für die gemeinden insgesamt wesentlich bedrohlicher ist als die präsentierte "demografie".

mfg, _

chorus
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Re: NaK-Bevölkerungsentwicklungen

#15 Beitrag von chorus » 21.12.2011, 14:57

_ hat geschrieben:es ist schon traurig, dass man sich nicht mal traut, den geschwistern ein unverzerrtes diagramm zu zeigen. so sieht (durch die perspektivische verzerrung) das nachwuchsproblem natürlich noch dramatischer aus als eigentlich der fall.
Handelt es sich um einen Schreibfehler? Die (verzerrte) Darstellung entdramatisiert doch. Die Realität ist eine ganz andere. Insofern hätte eine Darstellung der Quote der Aktiven (Gottesdienstbesucher) erst wirkliche Aussagekraft... Mindestens 50% der Aktiven sind Senioren. 25% Bruttoverlust (alle Mitglieder) bedeutet im gleichen Zeitraum mindestens 50% Nettoverlust (Aktive).

Diese Kirche wäre nur durch eine radikale Lehränderung zu retten. DAS wäre DAS Programm für das Mittelalter! Vollständiger Verzicht auf alle Sonderlehren, vollständiger Verzicht auf angebliche Vollmachten. Vollständige Anerkennung der Ämter und Sakramente aller christlichen Kirchen. Rückbesinnung allein auf das Evangelium. Vorwärtstreiben der Ökumenebemühungen.

Vermutlich allerdings wähnt man sich dann überflüssig... Das derzeitige Programm zementiert wohl mit Rücksicht auf die in die Jahre gekommene, allerdings gut bezahlende, Kundschaft die alten Vorstellungen und stellt eine Investition in die Vergangenheit dar.

Betrachtet man sich die Statistiken genau, stellt man fest, daß der "point of never return" längst überschritten ist. Austherapiert sagt man bei unheilbar Kranken. Vermutlich ist auch die KL mit diesem Wissen ausgestattet und will (sich) den Lebensabend der Kirche entsprechend versüßen.
Zuletzt geändert von chorus am 21.12.2011, 15:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Heinrich

Re: NaK-Bevölkerungsentwicklungen

#16 Beitrag von Heinrich » 21.12.2011, 15:11

Vermutlich ist auch die KL mit diesem Wissen ausgestattet und hat will (sich) den Lebensabend der Kirche entsprechend versüßen.
Werter Chorus,

da muss man nichts vermuten, denn es …..sind die weltweiten Pensionsverpflichtungen der Kirche sicherzustellen……

Quelle: http://www.bischoff-verlag.de/public_vf ... nnaki.html

Gruß aus dem grauen Süden,
Heinrich

chorus
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Re: NaK-Bevölkerungsentwicklungen

#17 Beitrag von chorus » 21.12.2011, 15:21

Heinrich, warum? "Die Zeit ist schön, weil der Herr kommt..." (Krause, NJT 2011). Unter diesem permanent gepredigten Gesichtspunkt braucht man keine Pensionen mehr sicherstellen.

Glaubt die KL ihr eigenes permanent Gepredige etwa selbst nicht...?
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Re: NaK-Bevölkerungsentwicklungen

#18 Beitrag von Comment » 21.12.2011, 16:17

Werter chorus,

es gilt bei solchen sicher die Devise: 'Wenn ich wüsste, dass morgen der Herr kommt, würde ich gleichwohl heute noch einen Baum pflanzen.'
Auf die Geistlichkeit von heute konkret übertragen heisst das wohl: 'Predigen bis zur letzten Sekunde, egal ob's hilft oder nicht.'

Ansonsten beobachte ich auch, dass permanentes Reden vom nahen Kommen am wenigsten diese Redner wirklich dazu bringt, sich von den 'Fesseln' eines irdisch sehr angenehmen Lebens in einem hoch zivilisierten und sehr reichen Land zu lösen.

Man könnte vermuten, dass Jesus es schwer haben wird, die in der Tiefe des Wohllebens verankerten Geistlichen daraus zu lösen, um sie mitzunehmen ... :wink:
Vielleicht versucht ER es auch gar nicht erst zu tun? :mrgreen:

Gruß
Com.

_

Re: NaK-Bevölkerungsentwicklungen

#19 Beitrag von _ » 22.12.2011, 09:28

chorus hat geschrieben:
_ hat geschrieben:es ist schon traurig, dass man sich nicht mal traut, den geschwistern ein unverzerrtes diagramm zu zeigen. so sieht (durch die perspektivische verzerrung) das nachwuchsproblem natürlich noch dramatischer aus als eigentlich der fall.
Handelt es sich um einen Schreibfehler? Die (verzerrte) Darstellung entdramatisiert doch.
interessant, dass auch hier die wahrnehmung offenbar doch ganz unterschiedlich sein kann. ich meinte schon, was ich schrieb: dadurch, dass das koordinatensystem an sich bereits nach rechts oben geht, sind die säulen im rechten bereich (bei den älteren semestern) bereits von sich aus höher als die jüngerer jahrgänge. und zwar drastisch: die höhe des 1912er-jahrgangs liegt auf gleichauf mit den jahrgängen zwischen 2000-2005. dadurch wird nach meinem empfinden die masse der vor 1965 geborenen mitglieder übermäßig betont.

chorus hat geschrieben:Die Realität ist eine ganz andere. Insofern hätte eine Darstellung der Quote der Aktiven (Gottesdienstbesucher) erst wirkliche Aussagekraft... Mindestens 50% der Aktiven sind Senioren. 25% Bruttoverlust (alle Mitglieder) bedeutet im gleichen Zeitraum mindestens 50% Nettoverlust (Aktive).
was meinst du mit "aktiv"? gottesdienstbesuch einmal im jahr (wie die offizielle statistik es erfasst)? dazu müsste man anwesenheiten persönlich erfassen... ansonsten wird ja das gemeindeleben aber doch von den unter 65-jährigen am leben erhalten, schließlich nehmen die meisten senioren eher passiv daran teil.
chorus hat geschrieben:Diese Kirche wäre nur durch eine radikale Lehränderung zu retten. DAS wäre DAS Programm für das Mittelalter! Vollständiger Verzicht auf alle Sonderlehren, vollständiger Verzicht auf angebliche Vollmachten. Vollständige Anerkennung der Ämter und Sakramente aller christlichen Kirchen. Rückbesinnung allein auf das Evangelium. Vorwärtstreiben der Ökumenebemühungen.
diesen punkt verstehe ich nicht. ich persönlich habe nicht das gefühl, dass das gros der mittelalten wegen differenzen in der lehre fernbleibt - sondern, weil sie sich durch die angebote der kirche nicht angesprochen fühlen. "die lehre" ist doch traditionell geschätzten 80% der neuapostolischen völlig wurst.

aber in einem punkt hast du schon recht: seitdem der drohcharakter vieler glaubenslehren mittels eigenverantwortung außer kraft gesetzt wurde, machen viele mangels schlechtem gewissen von ihrer neu erkannten freiheit gebrauch und entscheiden sich für andere alternativen zu nak-veranstaltungen.
chorus hat geschrieben:Betrachtet man sich die Statistiken genau, stellt man fest, daß der "point of never return" längst überschritten ist. Austherapiert sagt man bei unheilbar Kranken. Vermutlich ist auch die KL mit diesem Wissen ausgestattet und will (sich) den Lebensabend der Kirche entsprechend versüßen.
ich vermute ja, dass sich die situation in den kommenden jahren noch dadurch verschärft, dass viele mitglieder das sinkende schiff verlassen. es macht halt keinen spaß, sich gefühlt als einziger in einer halbleeren gemeinde für ein paar nörgelrentner zu engagieren und als dank nur mitgeteilt zu bekommen, dass früher eh alles besser war. oder je eine halbe stunde hin- und zurück zu fahren, um einen schwachen gottesdienst über sich ergehen lassen zu müssen. bei den at wird dazukommen, dass sich neben pers. unstimmigkeiten nach gemeindezusammenlegungen auch viele wegen "gesundheitlicher probleme" zur ruhe setzen lassen werden, weil sie sich der dank amtsträgermangel gestiegenen arbeitsbelastung (zusätzlich zum ebenfalls gestiegenen beruflichen stress) nicht mehr länger aussetzen wollen.

shalom
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Re: NaK-Bevölkerungsentwicklungen

#20 Beitrag von shalom » 22.12.2011, 18:00

Werte Alters-, Alster- und Altarpyramiden 8),

mit dem Tod von Stammapostel Bischoff zeichnet sich doch ein nicht unerheblicher Knick in der o. a. Alterspyramide ab :wink: .

Die in den letzten 10 Jahren deutlich werdende galoppierende Schwindsucht – die nakinterne Reproduktionsrate lässt offensichtlich sehr zu wünschen übrig (Hostien mit drei blauen anstatt drei roten Tropfen sollen sogar schon bei der BaV-E im Hinterzimmergespräch gewesen sein :wink: ) -, zwingt das Management irgendwie zum Handeln. Statistisches Wachstum durch Abwerbung / Remobilisierung scheint angesagt, um die Bilanzen wieder etwas schöner frisieren zu können. Jeder Gast bei seinem KJT (Krauses Jugend Tag) dürfte für ihn ein Image-Erfolg darstellen, der sich medial offensiv nutzen lässt ( gf24 berichtete ). Da wird ordentlich Druck gemacht.

Bezirksapostolizist Krause plaudert dabei aus dem Nähkästchen: „Unser Stammapostel hat schon vor Jahren eine Arbeitsgruppe "Demografie" eingerichtet, in der auch zwei Brüder aus Norddeutschland mitwirken. Die erhobenen Daten werden jährlich überprüft“.

Unter der Überschrift „Zusammenwachsen“ stelle ich mir die jetzt publik gemachte Mitgliederentwicklung / Alterspyramide für den konsolidierten deutschen, ja für den europäischen Bereich vor und frage mich schon, warum Krauses Kollegen mit ihren Grafiken hintern Berg halten :mrgreen: ? Man, was fühle ich mich als Geschwist für dumm verkauft. Nun ja, die Geschwister sind kirchenrechtlich unselbständig und da gehört es sich wohl so ein kommunikativer Umgang.

Darüber hinaus dürfte es eine kostenintensive Gradwanderung sein, mit dem Kalkül, durch massive Verstärkung der innerchristlichen Missionierung innerhalb der Kirche Jesu Christi zu Lasten anderer zu wachsen (Nullsummenspiel für die KJC) und trotzdem ackeptiert zu werden und die höheren Weihen der ACK doch noch zu ergattern. Zuzutrauen wär’s den hervorragend unternehmensberatenen Bezirksapostolen schon.

Und das mit den schiefen Grafiken erkläre ich mir so: da steht keine böse Absichte dahinter und hat nichts mit mangelnder Intelligenz zu tun, wenn evtl. nur im Vorzimmer einige Blätter schräg fürs Hinterzimmer eingescannt worden sind :wink : .

shalom

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