Verwandtschaft Jesu

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evah pirazzi
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Re: Verwandtschaft Jesu

#11 Beitrag von evah pirazzi » 11.12.2011, 23:40

Cemper hat geschrieben:...bitte sehr! Ihre Unkenntnis in Sachen Giftschrank scheint mir etwas lebensfremd zu sein, aber wenn es denn so ist - bitte sehr...
Herr Cempi, ich habe spaßeshalber mal bei google den Begriff "G.-Schrank" eingegeben und habe auch dort auf Anhieb keine entsprechende Erklärung gefunden. Offenbar sind mit mir noch andere "etwas lebensfremd" – wie beruhigend. Nun, zu meinem großen Glück habe ich ja Sie hier im Forum, das fleischgewordene Gegenteil von "lebensfremd", der meinem Mangel abhelfen kann – da bin ich doch dem himmlischen Vater sehr dankbar. Bild

... Lesen Sie auf Ihrer Familienfeier besser einige Passagen aus dem Buch Mutanfälle von D. Sölle … Ich kannte Frau S. gut; sie hat mir das erwähnte Buch mal geschenkt - als Dank für einige Freundlichkeiten meinerseits. Sie sehen - ich bin nicht nur zu Ihnen freundlich.
Hey, da habe ich ja wenigstens eine Gemeinsamkeit mit der guten Frau Sölle: Wir wurden beide von Cemper freundlich behandelt. :mrgreen:

Aber ich konnte aus ihrem Buch nicht vorlesen, weil ich es nicht im Regal stehen hatte, zu schade, hätten doch Passagen daraus der ganzen Veranstaltung evtl. etwas Würze verliehen.

...Ich habe nicht ... geschrieben, Jesus hätte ältere Geschwister gehabt, ich habe nur angemerkt, dass dies nicht ausgeschlossen werden kann. Gründe für diesen Hinweis finden wir in der einschlägigen theologischen Literatur...
…Zu Ihrer Frage "ob Gott dann Gott wäre?": Hier meinen Sie vermutlich Ihre Vorstellung von Gott. Ich kann dazu nur mit einer Frage antworten: Wann ist Gott Gott?
Tut mir leid, ich kann die schönen Hinweise auf einschlägige theologische Literatur nicht so sehr ernst nehmen. Das scheint mir in diesem Fall, in Bezug auf potentielle ältere Geschwister Jesu, auch nur Spekulation zu sein.

Ja, natürlich gehe ich, wenn ich von Gott spreche, immer von meiner Vorstellung aus. Welche Vorstellung von Gott soll ich denn sonst zu Grunde legen? Ihre? Da die Ihre mir unbekannt ist und die Vorstellungen anderer ebenso, bzw. mir eher suspekt und wenig überzeugend vorkommen, nehme ich die meine, oder bin ich jetzt schon wieder lebensfremd? Betrachten Sie es doch mal von meiner Warte: Gott ist so etwas wie mein Über-Ich, also ich, nur absolut perfekt... - Nein - das war ein Scherzchen!!! Aber – ich würde zwar nicht behaupten, Gott sei unmenschlich, aber er ist eben nicht menschlich – nicht nach menschlichen Maßstäben zu messen. Ich sehe es so: Für ihn gelten die Naturgesetze nicht, bzw. er kann sie außer Kraft setzen. Ergo kann er auch eine Schwangerschaft schaffen ohne männliches Zutun (ist doch eh alles nur Biochemie plus göttlicher Funke). Könnte er das nicht, würde ich ihn nicht Gott nennen können. Gott ist für mich auch derjenige, der das Geheimnis des Lebens entschlüsselt, bzw. erfunden hat. Es ist schließlich noch keinem Menschen gelungen Leben zu erschaffen, obwohl chemische Zusammensetzung und Strukturen bis ins Kleinste bekannt sind. Diese Schöpferkraft hat er uns voraus, er allein ist befähigt, in die vielfältige tote Materie (anorganische und organische) Leben, also Wachstum, Fortpflanzung, Reizverarbeitung, Bewegung usw. hineinzugeben - oder kennen Sie einen einzigen Menschen, meinetwegen auch einen einschlägigen Theologen, der Leben erschaffen kann (die Zuhilfenahme einer Frau mal ausgeklammert)? Gott ist größer, kleiner, weiter und tiefer als alles was wir kennen. Gott ist Gott... - ...aber das Thema war ja schon öfter dran und wir werden uns da wohl nicht einig werden.

Nussecken werde ich am WE nicht backen. Vielleicht - wenn überhaupt - ein Weißbrot...

…Während das Brot backt können Sie auch einen Spaziergang machen und sich durchpusten lassen. Oder über den Satz "Unser täglich Brot gib uns heute" nachdenken...
Zum Hefeteig allgemein: Ich habe ziemlichen Respekt vor diesem Teig, da ich ihn einmal total verpatzt habe, weil ich ihn, so meine Vermutung nach Studium Ihrer detaillierten ( :lol: )Beschreibung, nicht gut behandelt habe. Er hatte auf jeden Fall die falsche Konsistenz, vermutlich weil ich ihn wohl zu kalt gestellt und dann zu ungeduldig weiterverarbeitet hatte. Ich werde Ihre nette Backanleitung zum Anlass nehmen, es mal wieder zu versuchen. Vielleicht gelingt es mir dann, diesen wundersam-weichen Teig zu erschaffen. Taugt das Rezept auch als Pizzateig?

Da ich übrigens aus einem Bäckereihaushalt stamme, bin ich ein echter Brot-Fan und könnte darauf wirklich nur sehr schwer verzichten. Und die Konstellation "Brot und Wein", wie sie im Abendmahl zu finden ist, klingt in meinen Ohren wie eine feierliche Hymne, das ist wahrscheinlich auch mit ein Grund, warum das Abendmahl mir viel bedeutet. Möge es so bleiben, dass unser täglich Brot uns weiterhin täglich gegeben werde.

Ihnen eine schöne Woche und ein bisschen Wind um die Nase und die hoffentlich kühle Stirn.

Bild
[i][size=75]"... Ich bin einerseits sehr froh, dass ich diesen Gedanken aussprechen kann, auf der anderen Seite fällt es mir auch nicht schwer..."
(Bap Klingler - Neujahrsgd 2009)[/size][/i]

Adler

Re: Verwandtschaft Jesu

#12 Beitrag von Adler » 09.04.2012, 12:30

Ist Jesus evtl. gar nicht auferstanden? :shock:

:arrow: http://www.idea.de/nachrichten/detailar ... gen-1.html

LG Adler

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agape
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Re: Verwandtschaft Jesu

#13 Beitrag von agape » 09.04.2012, 13:21

Lieber Adler,

mal abgesehen von dem Artikel (idea) -
was wäre denn, wenn Jesus in "diesem Sinne" nicht auferstanden wäre
und hätte aber mit seinem Leben einen Weg der Liebe gezeigt und
Dir und uns allen mitgeteilt, dass es ein Leben nach dem Tod gäbe. (In meines Vaterhaus sind viele Wohnungen)!
Die Aussage auf ein Weiterleben würde doch davon unangetastet bleiben.
Wie ist deine Meinung dazu?
Würde dich das total schockieren?
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

Adler

Re: Verwandtschaft Jesu

#14 Beitrag von Adler » 09.04.2012, 13:59

Liebe agape,

es würde mich sicherlich nicht schockieren. Bestenfalls etwas nachdenklich werden lassen.

Wenn wir aber mal, rein hypothetisch, annehmen, es handele sich tatsächlich um das Grab Jesu, wie würde sich dann die Himmelfahrt mit der daraus resultierende Ausgießung des Heiligen Geistes begründen lassen, da es zwischen diesen Ereignissen und der Auferstehung einen kausalen Zusammenhang gibt?

Ein Weiterleben nach dem Tod, halte ich auch ohne Auferstehung, für absolut möglich.

Auch das von Jesu gebrachte Opfer, zur Vergebung der Sünden, würde in seiner Wirkung nicht im Geringsten beeinflusst, wäre Jesus nicht auferstanden, da das Opfer am Kreuz und die Auferstehung zwei völlig von einander unabhängige Ereignisse sind. Die Auferstehung war lediglich das Zeichen des Sieges über den natürlichen Tod.

LG und gesegnete "Restostern"
Adler

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agape
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Re: Verwandtschaft Jesu

#15 Beitrag von agape » 09.04.2012, 14:53

Lieber Adler,
es ist ja schon mal positiv, dass du nicht total schockiert wärest.
Wenn es schon keine ganz konkrete Auferstehung gegeben hätte, gäbe es ja erst recht keine Himmelfahrt. Da aber "Auferstehung" und "Himmelfahrt" als "Glaubensbegriff" weiterhin traditionell gebraucht werden kann, kann man beide Begriffe auch neu deuten für heutige Zeiten und Menschen.
Den Heiligen Geist gab es ja - Gott sei Dank - sag ich mal, schon zu Zeiten des Alten Testaments. (Viele Bibelstellen im AT bezeugen das Wirken des Heiligen Geistes)
Wenn man es genau betrachtet, gibt es den Heiligen Geist seit es Gott selbst gibt.
Das Bild "Pfingsten" zeigt eine sich selbst feiernde Glaubensgemeinschaft, die vom Heiligen Geist erfüllt war.
Wenn der Heilige Geist die Menschen entzündet, dann brennen sie.
Und das war wohl schon immer so, denn wo 2 oder 3 in seinem Namen zusammen sind, da ist er (Christus, Heiliger Geist, Gott als Gesamteinheit im Geiste) immer unter ihnen.


Wir Christen von heute haben die berechtigte Hoffnung, an den selben Inhalt zu glauben wie die frühen Christinnen und Christen - auch wenn die Glaubensbegriffe und die Bilder des Glaubens neu gesprochen und gedacht werden dürfen.
Wir werden dadurch nicht ärmer oder glaubensschwächer.
Dafür hätten wir dann aber keinen heillosen Streit über über alle Formen der rechtgläubigkeit, wenn wir davon abrücken könnten alles wortwörtlich und ganz habhaft konkret nehmen zu müssen.

Alles Liebe, gute Ostergedanken,
agape
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

Adler

Re: Verwandtschaft Jesu

#16 Beitrag von Adler » 09.04.2012, 16:00

Liebe agape,

das kann ich voll unterstreichen!

LG Adler

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Re: Verwandtschaft Jesu

#17 Beitrag von Andreas Ponto » 09.04.2012, 16:05

Liebe agape,

Toleranz und Liebe ist aus meiner bescheidenden Sicht das Entscheidende, nicht Gleichmacherei oder Beliebigkeit.

Liebe Ostergrüsse

Andreas

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