NAK vor der Abwicklung

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Udo

NAK vor der Abwicklung

#71 Beitrag von Udo » 29.11.2011, 13:00

Hallo Maximin,

ich denke, dass sowohl schlafende als auch tote Gemeinden erweckt werden können insofern der Tröster (HG) die treibende Kraft ist. Und das ganz unabhängig von Konfessionen. Dort, wo der Geist Gottes wirkt - und nur dort - ist zwangsläufig Leben. Nur der Heilige Geist kann als Stellvertreter Christi gelten und weil jeder Mensch diesen Geist haben kann, ...

LG
Udo

Cemper

Re: NAK vor der Abwicklung

#72 Beitrag von Cemper » 29.11.2011, 13:31

Adler hat geschrieben:Ich denke, dass sich nicht nur die NAK in naher Zukunft auflösen wird, sondern viele, wenn nicht gar alle religiösen Gemeinschaften.

weil:

1. Eine religiöse Gemeinschaft, ist eine Art Fabrik, in welcher kollektive Leidenschaft produziert wird.
2. Eine religiöse Gemeinschaft ist eine Organisation, die so konstruiert ist, dass sie kollektiven Druck auf das Denken jedes Menschen ausübt, der ihr angehört.
3. Der erste und genau genommen einzige Zweck jeder religiösen Gemeinschaft -insbesondere der Sondergemeinschaften- ist ihr eigenes Wachstum, und dies ohne jede Grenze.

Frei nach den Thesen der französischen Journalistin und Philosophin Simone Weil zu dem Thema Politik und Partei

Diese, vor über siebzig Jahren, aufgestellten Thesen, sind heute aktueller den je. Sowohl was die Politik und die Parteien anbelangt als auch die religiösen Gemeinschaften.
Werter Adler -

es spricht viel dafür, dass Menschen von Natur aus religiös sind. Religion gehört zum Menschsein - jedenfalls bei vielen - und ist Teil der langen Geschichte der Menschheit. Das Judentum ist 4000 Jahre alt. Das Christentum hat eine zweitausendjährige Geschichte. Die Vorstellung, dass "in naher Zukunft" eintritt, was sie andeuten, ist - mit Verlaub - weltfremd oder naiv. Es gibt in historischer Perspektive Wandlungen - das ist klar, aber verschwinden werden religiöse Gemeinschaften nicht. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

C.

Maximin

Re: NAK vor der Abwicklung

#73 Beitrag von Maximin » 29.11.2011, 13:34

"...Nur der Heilige Geist kann als Stellvertreter Christi gelten und weil jeder Mensch diesen Geist haben kann,...." Richtig Udo! So bezeugen es jedenfalls die Evangelien. Wahr ist m. E. aber auch, dass der Geist Gottes, also sein wirkende Kraft, nicht an Menschen bzw. an Menschenwerke gebunden werden können. In der gegenteiligen Annahme sitzt das Grundübel...!
Maximin :wink:

Udo

Re: NAK vor der Abwicklung

#74 Beitrag von Udo » 29.11.2011, 13:46

Wahr ist m. E. aber auch, dass der Geist Gottes, also sein wirkende Kraft, nicht an Menschen bzw. an Menschenwerke gebunden werden können.
Maximin,

und nicht einem Amt vorbehalten sind. Das ist der Kampf gegen Windmühlen...die sogenannten "Stolpersteine der Schriftauslegung"

http://www.cbuch.de/Carson-Stolperstein ... ung-p2280/

LG
Udo

dietmar

Re: NAK vor der Abwicklung

#75 Beitrag von dietmar » 29.11.2011, 15:07

NAK vor der Abwicklung


nun ich halte mich hier an das eingestellte Thema, welchen Blick ich oder andere auf Jesus
haben, ist ein ganz anderes....

und die Beiträge zu diesem Thema als Gezeter abzutun, ist.............

fridolin
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Re: NAK vor der Abwicklung

#76 Beitrag von fridolin » 29.11.2011, 16:47

Bis 2020 um weitere 600 Gemeinden reduziert, davon 160 in NRW und bundesweit etwa ein Drittel Mitglieder weniger.
http://www.religionsreport.de/?p=785


Beginnt womöglich 2020 der Endausverkauf, der 2045 mit dem Präfinalen Abschluss der NAK Deutschland enden könnte?
http://www.christ-im-dialog.de/index.ph ... Itemid=170

Adler

Re: NAK vor der Abwicklung

#77 Beitrag von Adler » 29.11.2011, 17:23

Werter Cemper,

die Zukunft wird zeigen, wer von uns beiden die naivere resp. weltfremdere Perspektive hatte 8)

LG Adler

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tosamasi
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Re: NAK vor der Abwicklung

#78 Beitrag von tosamasi » 29.11.2011, 17:26

Thomas hat geschrieben: Ich bin da aber sehr erstaunt, dass ich meinen Willen aufzwingen will; so kann man das nicht stehen lassen. Ich bin es einfach leid, hier immer wieder nachzulesen wie schlecht alles ist und wenn dann mal was getan wird, dann soll das einen Willensüberstülpung sein? Es ist eben gut, dass es auch viele gibt (leider noch zu wenige) die es genau so sehen. Das ganze Leben dem Herrn "geweiht" und jetzt soll es das gewesen sein? Sollte man da nicht "Schmerzensgeld" einfordern? Oder habe ich das falsch verstanden?
Thomas
Ich komm noch mal drauf, wegen dem Schmerzensgeld:
Stammapostel Leber ging auch auf die als „Botschaft“ bekannt gewordene Aussage des 1960 verstorbenen Stammapostels Bischoff ein, also die Ankündigung, der Herr Jesus werde in seiner eigenen Lebenszeit wiederkommen. Er könne zwar keine umfassende Würdigung vornehmen, dies müsse an anderer Stelle noch geschehen. „Aber ich möchte einen Aspekt hervorheben, um deutlich zu machen, wie wir heute dazu stehen.“ Anfangs habe der damalige Stammapostel eine moderate Haltung eingenommen und den Gemeindemitgliedern den Glauben an die „Botschaft“ freigestellt, doch „später hat leider eine Zuspitzung stattgefunden“, so Stammapostel Leber weiter. Der Glaube an die „Botschaft“ sei zur Bedingung für Amtseinsetzungen und Versiegelungen gemacht worden. „Das ist nicht gut gewesen.“ Dadurch habe die Botschaft einen viel zu hohen Stellenwert gewonnen. Er bedauere es, wenn Gläubige abgewiesen oder in ihrer Lebensgestaltung eingeschränkt oder beeinträchtigt worden seien. „Ich entschuldige mich dafür bei den Betreffenden.“

http://www.nak.org/de/news/nak-internat ... cle/16947/
Das mit den "Betreffenden" klingt ein bisschen nach Minderheit, und das trifft es sicher nicht.
Zuletzt geändert von tosamasi am 29.11.2011, 20:03, insgesamt 1-mal geändert.
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

Heinrich

Re: NAK vor der Abwicklung

#79 Beitrag von Heinrich » 29.11.2011, 18:00

.“ .... den Glauben an die „Botschaft“ .... hat leider eine Zuspitzung stattgefunden“, so Stammapostel Leber. Glaube an die „Botschaft“ sei zur Bedingung für Amtseinsetzungen und Versiegelungen gemacht worden..... Ich entschuldige mich dafür bei den Betreffenden...
So einfach geht es bitte nicht, Herr Dr. Leber.

"Glaubst Du an die Botschaft, oder nicht ?" - so lautete damals die Frage. Und mein Vater, seinerzeits in einem Bezirksamt, antwortete: "Ich glaube diesem alten senilen, machtgeilen Ex-Zigarrenverkäufer, einem Menschen aus dem Mossautal, gar nichts."

Und auch den Herren Bischof jr. und Rockenfelder nicht. Das waren für ihn alle beide (in meiner heutigen Sprache) nur machtgeile Leute, die sich ihre Pfründe sichern (BAP Bischof als Auto mindestens ein Jaguar, Rockenfelder eine sauteure amerikanische Limousine - was soll es, wir haben es ja, und wir Blöden haben das auch noch bezahlt - durch unser "Opfer").

Egal, wie weiter. Von meinem Vater gewollte und bekommene Treffen in Frankfurt mit diesem unsäglichen Herrn Bischof endeten meist damit, dass die Equipage (= Machtbehalter) um den alten Herrn meinem Vater dringend ans Herz legten, diese "Botschaft" zu glauben. Anderenfall würde er "des Amtes enthoben".

Nur, er war in seiner Region eine beliebte und geachtete Person, egal, was da in Frankfurt an dummen Zeug geredet wurde. Überliefert ist aus einer Gemeindechronik: "Fragt mich nicht, was der (damalige) Stammapostel damit sagen wollte. Ich persönlich halte diese Aussage für nicht haltbar. Glaubt bitte zuerst an Jesus Christus."

Hätte man ihn des Amtes enthoben, wäre sicherlich ein nicht kleiner Teil seines Bezirkskirchenbezirks schon damals dieser NAK abhanden gekommen...

Liebe Grüße aus dem kalten, kirchenschließenden Süden,
Heinrich

dietmar

Re: NAK vor der Abwicklung

#80 Beitrag von dietmar » 29.11.2011, 18:15

Ja so gab es manche...einige haben aber ihren " Botschaftskrieg" nachher noch weitergeführt.
z.B. mit Ap. Jaggi, Schall etc...und diese Lichtgestalt aus Künzelsau...Thomas hies er denke ich...

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