NAK vor der Abwicklung

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Re: NAK vor der Abwicklung

#31 Beitrag von Comment » 26.11.2011, 15:38

Hallo Thomas,

das Grundübel der NAK ist m.E. die Selbstverherrlichung der Kirchenführer, die von Anfang an da war und bis heute beharrlich beibehalten ist. Nicht nur, dass diese Männer sich selbst als heilsnotwendig predigen, sondern auch ihre dazu passende selbst vorgenommene Einbindung in das neue Glaubensbekenntnis, das sie den Mitgliedern zur Erreichung des NAK-Glaubensziels abfordern, kommt so fundamental daher, dass in diesem Punkte Veränderungsbereitschaft nicht auszumachen ist. Gerade diese erscheint aber dringend geboten, weil die lehrhafte Heraushebung der eigenen Kirchenführerschaft, ihr glaubenswertmässiges Ansiedeln auf einer Ebene mit Gott und Jesus Christus, nicht dem Evangelium entspricht.

Es wird nach meiner Überzeugung in dieser Kirche lehrmässig alles so bleiben, wie es eh war und heute noch ist - von kleineneren Anpassungen/Änderungen an der Perepherie der Kirche abgesehen. Allenfalls an Letzterem könnten aktive Mitglieder etwas 'mitarbeiten'. Wem das genügt, kann sich sicher so einbringen.

Freundliche Grüße
Com.

dietmar
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Re: NAK vor der Abwicklung

#32 Beitrag von dietmar » 26.11.2011, 16:46

Comment nennt eines der Grundübel.
Weitere Punkte sind Entstehung, Geschichte, Geschichtsfälschungen,usw....7.12.2007, Führungsstruktur und Methoden, Finanzen usw....die meisten Punkte sind untrennbar mir der NAK verbunden, von Anfang an, gehören zum System. Dies alles willst du ändern????
oder nur Teilbereiche am Rande und im wesentlichen bleibt alles beim Alten???
Hauptsache Fürth-Hasensprung wird wieder geöffnet???

Thomas

Re: NAK vor der Abwicklung

#33 Beitrag von Thomas » 26.11.2011, 17:20

... nee, die Gemeinde wird nicht mehr geöffnet, es wäre zwar schön, aber da ist zuviel verbrannt worden. Das schärfste ist, dass die Geschwister in den Nachbargemeinden erst durch die Anzeige in der Zeitung erfahren haben, dass es die Gemeinde nicht mehr gibt. Wenn man die Vorsteher befragt, kommt die lapidare Information, sie hatten keine Anweisung und keine Veranlassung.

Auf der Homepage ist ein Großteil nachzulesen, was der Verein erledigen wird. Dazu gehören neben den Finanzen auch die Stärkung der Gemeinden. Die Amtsheuchelei muss abgeschafft werden. Es gibt sehr viel zu tun, dass ist dem Verein bekannt. Aber es wird eine sehr harte Nuss, die es da zu knacken gibt. Selbst der Stammapostel, der bisher sehr verbindlich auf diese Art der Basisarbeit reagiert hat, zieht sich plötzlich zurück und schiebt die derzeitige Situation dem Internet zu. Viele, die hier schreiben oder auch unterschreiben (gk - Feil) würden garnicht wissen, was sie da unterschreiben. Gern stelle ich dieses Schreiben jedem zu, ich veröffentliche das hier aber nicht. Meine Mailadresse ist bekannt (ts@bf-nak.com). Wer sich dafür interessiert, bekommt dieses Schreiben, wird aber gebeten, dieses nicht zu veröffentlichen. Dem Stammapostel habe ich mitgeteilt, dass ich dieses Schreiben vorerst nur Interessierten zustelle. Sobald seine Antwort da ist, werde ich weiteres dann erledigen.

Thomas

dietmar
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Re: NAK vor der Abwicklung

#34 Beitrag von dietmar » 26.11.2011, 17:26

aber auf die vorgenannten Punkte der Mitschreiber gehst gar nicht ein.... :roll:

Thomas

Re: NAK vor der Abwicklung

#35 Beitrag von Thomas » 26.11.2011, 18:14

....meinst Du da Deinen Beitrag! Ich gehe schon darauf ein, aber das ist momentan zu früh. Anpacken wollen wir alles.

Thomas

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Re: NAK vor der Abwicklung

#36 Beitrag von dietmar » 26.11.2011, 18:17

na es gab genügend andere....tergram, comment......

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Andreas Ponto
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Re: NAK vor der Abwicklung

#37 Beitrag von Andreas Ponto » 26.11.2011, 19:42

Ein kleiner kurzer Beitrag von mir zu der äusserst interessanten Diskussion hier.

Unabhängig von meiner persönlichen Entscheidung, die NAK zu verlassen und mich in einer anderen Kirche zu engagieren, heisst das doch nicht, dass mir die NAK damit egal geworden wäre und ich ihr den Untergang wünsche und allen dort sage, dass sie entweder gerissene Menschenverführer oder dumme sprachlose Schafe seien.

Mit meiner Konversion sind mir die Menschen und diese Gemeinschaft doch nicht egal geworden.

Auch ist mir nicht egal, welches System dort in dieser Kirche herrscht. Es ist aus meiner Sicht eine Sondergemeinschaft mit starken sektenähnlichen Eigenschaften, wenn nicht gar Sekte, die auf sehr viele Menschen in unserer Gesellschaft einen sehr starken lebensbestimmenden und mitunter oft auch negativen Einfluss nimmt.

Die KL dieser Sondergemeinschaft versucht aus welchen Gründen auch immer in die Ökumene/ACK zu kommen. Die möglichen Gründe dafür mögen innerhalb der NAK-KL sehr unterschiedlich sein. Aber das ist auch nur der eine Punkt.

Die ökumenischen Kräfte in Deutschland und der Schweiz sprechen sich für den Dialog und die Auseinandersetzung mit dieser Sondergemeinschaft aus. Der Grund liegt, wenn ich das nach allem was ich lese, richtig verstanden habe darin, über persönliche Kontakte vor Ort und mit den Verantwortlichen der KL den inneren und äusseren Druck in der NAK so gross werden zu lassen, dass sie sich

a) im besten Fall zu einer christlichen Gemeinschaft verändert und in den Kreis der ACK aufgenommen werden kann. Ein Beitrag dazu wäre ein Basisorganisation, wodurch das Subsidiaritätsprinzip endlich Eingang in der NAK finden würde.

oder

b) den Dialog von selbst abbricht, in die völlige Isolation, die bis in die 1980er Jahre reichte(!!), zurückkehrt und damit, zumindest in Europa, zur Bedeutungslosigkeit schrumpft.

In beiden Fällen wird es nach meiner Einschätzung für die Gesellschaft und die christlichen Kirchen im Besonderen ein Gewinn sein.

Entweder diese Sondergemeinschaft kann in das christliche Miteinander und die Gesellschaft integriert werden (auf diesem Weg ist sie ja gerade, wenn auch derzeit mit starken rückwärtsgerichteten Tendenzen) oder sie wird sich hier in Europa selbst abschaffen und damit ihre Mitglieder freigeben.

Urwyler hat sie in die NAK-Welt gebracht, Fehr hat diese "Büchse der Pandora" schliesslich geöffnet und Volker Kühnle hat deren Inhalt "Ökume und gesellschaftliche Öffnung" aus tiefster Überzeugung gepflegt.

No Way Back .... oder siehe Thema hier "NAK vor der Abwicklung"

meint Andreas

Adler

Re: NAK vor der Abwicklung

#38 Beitrag von Adler » 26.11.2011, 20:08

Mit der NAK, verhält es sich vergleichsweise ähnlich, wie mit der Titanic. Man hat das Verderben zu spät erkannt und versucht nun mit ganzer Kraft das Steuer herumzureissen. Allerdings ist das "NAK-Schiff" zu schwerfällig, um sofort auf die veränderte Ruderbewegung zu reagieren, dazu brauchte sie schon "Bugstrahlruder". Solche aber in ein fahrendes Schiff einzubauen, würde bedeuten, einer Lokomotive, in voller Fahrt die Räder zu wechseln . . .

LG Adler

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Re: NAK vor der Abwicklung

#39 Beitrag von evah pirazzi » 26.11.2011, 20:32

Comment hat geschrieben:...Es wird nach meiner Überzeugung in dieser Kirche lehrmässig alles so bleiben, wie es eh war und heute noch ist - von kleineneren Anpassungen/Änderungen an der Perepherie der Kirche abgesehen. Allenfalls an Letzterem könnten aktive Mitglieder etwas 'mitarbeiten'.
Meiner Meinung nach sind die "Köpfe" der NAK nur beim Geld zu packen - solange noch Geld fließt, wird sich nichts Entscheidendes ändern. Wenn die Generation der Geldgeber weggestorben ist und noch jüngere Gläubige in der NAK vorhanden sind, wird evtl. eine Bereitschaft entstehen, die Wünsche der jüngeren "Nichtopferer" zu berücksichtigen. Aber ich denke, in ca 20 Jahren, wenn die Geldgeber nicht mehr leben, gibt es auch kaum noch junge NAK-Mitglieder, die bereit sind überhaupt mitzumachen. Dann ist wahrscheinlich nur noch ein kleiner "harter Kern" übrig, verteilt auf wenige einzelne Gemeindestandorte, die dann klein-klein vor sich hin wurschtelt - ähnlich den Altapostolischen Gemeinden, die nur noch mehr oder weniger im Verborgenen ihr Dasein fristen, in ihren Zusammenkünften aus alten Briefen vorlesen usw. (ich habe mal kurzfristig mit einer Praktikantin zusammengearbeitet, die einer dieser übriggeblieben Gemeinden angehörte, ein freudloses, in sich gekehrtes Mädchen) - das ist die Vision, die ich für die NAK habe.
Adler hat geschrieben:Mit der NAK, verhält es sich vergleichsweise ähnlich, wie mit der Titanic. Man hat das Verderben zu spät erkannt und versucht nun mit ganzer Kraft das Steuer herumzureissen.
Meinst du wirklich, "man hat das Verderben erkannt" - ich denke, du meinst mit "das Verderben" ihre eigene Unfähigkeit? Ich kann keine Einsicht erkennen. Und angesichts welcher Tatsachen meinst du ein Herumreißen mit ganzer Kraft auszumachen? Ich sehe das nicht.
[i][size=75]"... Ich bin einerseits sehr froh, dass ich diesen Gedanken aussprechen kann, auf der anderen Seite fällt es mir auch nicht schwer..."
(Bap Klingler - Neujahrsgd 2009)[/size][/i]

dietmar
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Re: NAK vor der Abwicklung

#40 Beitrag von dietmar » 26.11.2011, 22:03

je größer der Anteil der Kapitalerträge an den Gesamteinnahmen wird, umso unwichtiger werden die Mitglieder als Opferer, Spender usw.
Lediglich die ehrenamtl. Mitarbeiter werden benötigt-auch immer weniger- um den Deckmantel der Seelsorge aufrecht zu halten. Die Anzahl der Gemeinden, auch der Mitglieder wird für die finanzielle Bilanz immer unwichtiger. Lediglich die von den Mitgliedern erhaltene Bausubstanz ist noch von Bedeutung. Ein verkauftes Gebäude ist mehr wert,der Wert als Anlage bringt mehr finanz. Vorteil, als eine Gemeinde mit 100 Mitgliedern und wenigen Opferern zu unterhalten, im Winter zu beheizen etc...
also, liebe Schwestern und Brüder.....die Rechnung ist einfach....und sehet doch was in Nak-land Deutschland geschieht...wer will kann dies alles wahrnehmen, bewerten und handeln.
und beantwortet euch doch die Frage:

Wer zieht aus alledem einen Nutzen?

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