Ökumene in der NAK-NRW

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Adler

Ökumene in der NAK-NRW

#1 Beitrag von Adler » 16.11.2011, 19:11

Liebe Fories,

auf der offiziellen Seite der NAK-NRW habe ich gelesen, dass das Schwerpunktthema im Jahr 2012 Ökumene sein soll :arrow: http://www.nak-nrw.de/aktuelles/bericht ... t-in-2012/

Fast zeitgleich erschien auf GK ein Bericht über einen Ökumene-GD der NAK Magdeburg :arrow: http://www.glaubenskultur.de/ unter "NAK erhält erstmals Kollekte"

Und schon werden die ersten euphorischen Stimmen laut, welche diese "seltsame" Wandlung innerhalb der NAK beklatschen und bejubeln.

Aber - bei aller Euphorie, sollte man eins bedenken - bevor man sich Besuch einläd, sollte man die Wohnung reinigen.
Anders ausgedrückt: wer Ökumene ernsthaft will, sollte zuvor die eigene Vergangenheit bereinigt haben, es könnte sonst passieren, dass man mit Fragen und Themen konfrontiert wird, auf die man keine Antworten geben kann . . .

LG Adler

verbindlich

Re: Ökumene in der NAK-NRW

#2 Beitrag von verbindlich » 16.11.2011, 23:08

dann solln die katholischen mal Gas geben...

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agape
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Re: Ökumene in der NAK-NRW

#3 Beitrag von agape » 17.11.2011, 09:08

wer Ökumene ernsthaft will, sollte zuvor die eigene Vergangenheit bereinigt haben,....
Wer Ökumene ernsthaft will, sollte zudem die eigene GEGENWART bereinigen und ökumenefähig machen. (Katechismus, Glaubensartikel, etc.pp)!!
Die pseudo-theologische Gegenwart der NAK sieht aber gerade nicht nach Ökumene und nicht nach christlich-übergreifender Glaubenspraxis auch.
Die NAK hat verstanden, dass sie mit den evangelischen Flügel nicht weiter kommt. Mit der RKK (katholischer Kirche) versucht sie seit Jahren in deren ökumene-rückwärtsgewandtem Windschatten zu segeln und zumindest so in die ACK zu kommen, was über kurz oder lang auch passieren wird.

Die NAK weiß das genau, sie spricht eine deutliche Sprache. Dieser Artikel mit diesem auffälligen Titel "Schwerpunkt Ökumene für 2012" erscheint wieder mal als Beschwichtigungsmaßnahme.
Die Ökumeniker sind allerdings seit ein paar Jährchen über alle Berge. Die will man wahrscheinlich auch nicht zurück haben. (Es jährt sich am 26.11. zum 5. mal die Osnabrück-Ansage von W. Leber)
So setzt die NAK jetzt auf die verbliebenen "Irgendwie-Interessierten", die man auf nak-ökumenischen Kurs ausrichten und führen möchte. Das hat dann aber mit Ökumene recht wenig zu tun.
Aber wem sage ich das? ;)

Nicht ärgern, nicht wundern, geradeaus weitergehen...oder so.... :- )
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

Adler

Re: Ökumene in der NAK-NRW

#4 Beitrag von Adler » 17.11.2011, 09:57

Auf dem Weg zu einer wirklichen Ökumene, hätte die NAK noch viele Steine aus dem Weg zu räumen.

Einer dieser "Stolpersteine" wäre zB. der Verzicht auf die Exclusivität, ein anderer die Anerkennung der Vollgültigkeit der Sakramente in anderen Gemeinschaften.

Vermutlich sind aber diese Steine so groß und schwer, dass selbst die, mit göttlicher Kraft ausgerüsteten, NAK-Apostel, diese nicht zur Seite geschafft bekommen 8) :mrgreen:

LG Adler

chorus
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Re: Ökumene in der NAK-NRW

#5 Beitrag von chorus » 17.11.2011, 14:07

mission=öffentlichkeitsarbeit=ökumene. so lautet wohl die neueste gleichung, die nicht aufgehen kann.
„Realität ist das, was nicht verschwindet wenn man aufhört daran zu glauben.“ Philip K. Dick

Adler

Re: Ökumene in der NAK-NRW

#6 Beitrag von Adler » 17.11.2011, 15:16

Sicher nicht, denn zu wirklicher Ökumene gehört weit mehr als nur Öffentlichkeitsarbeit.

Eine Zusammenarbeit verschiedener christlicher Kongregationen setzt alleine schon eine annähernd gleiche Glaubensbasis voraus.
Das aber würde bedeuten, Korrekturen an den eigenen Lehraussagen zugunsten der Gemeinschaft vorzunehmen.
Hier sehe ich, nicht zuletzt auch aufgrund der "neuen" NAK-Glaubensartikel, seitens der NAK, keine Bereitschaft.

Es kann ganz einfach nicht funktionieren, wenn man einerseits an der eigenen Exklusivität festhält und andererseits in eine Ökumene eintreten will.
Diesen Spagat bekommt keine Gemeinschaft hin.

Somit wird dieses Vorhaben der NAK wohl, wie so viele davor auch, zu einer "mission impossible" 8)

LG Adler

chorus
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Re: Ökumene in der NAK-NRW

#7 Beitrag von chorus » 17.11.2011, 15:41

öffentlichkeitsarbeit, mission und ökumene haben m.e. nichts miteinander gemein.

ökumene kann nur das ziel haben, von verschiedenen seiten kommend, sich auf die gemeinsame basis, das evangelium, zurückzubesinnen. dieser wunsch ist im evangelium ausdrücklich formuliert.

betrachtet man elk, rkk und nak, hat letztere wohl die weiteste wegstrecke zurückzulegen. das neue kirchenverständnis ist dabei ein schritt vorwärts, amts-, sakraments- und abendmahlsverständnis sind allerdings drei schritte rückwärts.

man hat sich in den knapp 150 jahren schlicht völlig verrannt und findet den weg (falls man ihn überhaupt überzeugt sucht) nicht mehr.

das alles mit rücksicht auf die ("opfernde") bischoff-generation. mithin klientelpolitik. "ökumene" nach außen, zementierte exklusivität nach innen. auf diese weise wird die nak in deutschland eher restlos zu profanisieren sein, den in der ack mitglied.

das ach so heilsnotwendige nak-apostolat scheint die orientierung verloren zu haben.
„Realität ist das, was nicht verschwindet wenn man aufhört daran zu glauben.“ Philip K. Dick

Adler

Re: Ökumene in der NAK-NRW

#8 Beitrag von Adler » 17.11.2011, 18:38

Ich denke, Öffentlichkeitsarbeit hat schon etwas mit Ökumene zu tun.

Zumindest ist sie ein Teil davon. Es kommt lediglich darauf an, was man im Einzelnen unter Öffentlichkeitsarbeit versteht. Beschränkt man sich in der Öffentlichkeitsarbeit lediglich darauf Plakate aufzustellen oder zu kleben (wie jüngst zum Erntedank) so ist dies sicherlich noch lange keine Ökumene. Wenn man aber unter Öffentlichkeitsarbeit auch versteht, sich mit den Leitern anderer Gemeinschaften an einen Tisch zu setzen um Gemeinsamkeiten und auch Unterschiede zu erarbeiten, dann ist diese Öffentlichkeitsarbeit schon ein guter erster Schritt in Richtung Ökumene.

Wenn allerdings, derartige Begegnungen mit dem Hintergedanken einer Missionierung mit dem Ziel eine möglichst große Zahl Konvertiten dabei zu gewinnen, stattfinden, dann ist das alles andere als ein Schritt in Richtung Ökumene, sondern ganz einfach Missbrauch des Glaubens.

Leider muss man aus der Vergangenheit sagen, dass die meisten Veranstaltungen, der NAK unter dem Deckmantel der Öffentlichkeitsarbeit, leider genau darauf abzielten.

LG Adler

chorus
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Re: Ökumene in der NAK-NRW

#9 Beitrag von chorus » 17.11.2011, 22:00

Adler hat geschrieben:Ich denke, Öffentlichkeitsarbeit hat schon etwas mit Ökumene zu tun.
Dehe ich komplett anders. ÖA dient dazu, ein Unternehmen, eine Organisation bekannt zu machen, ggf. in ein positives öffentliches Licht zu rücken. Öffentliches Interesse zu wecken, neue "Kunden" zu gewinnen, etc.

Das Ziel der ÖA in der NAK heißt Mission. Allerdings nicht Mission für Christus, den christlichen Glauben, sondern Mission für die NAK. Insofern versteht man in der NAK schon den Begriff Mission miß.

Ökumene und Mission, hier im allgemein christlichen Sinne verstanden, vertragen einander nicht. Ökumene meint Umgang mit anders konfessionellen Christen. Wohin sollte man sie sinnvollerweise missionieren wollen?

Mission im Sinne des Evangeliums, Ökumene und vor allem ÖA einer Organisation haben nichts miteinander gemein.

Mission=Nichtchristen für Christus gewinnen.
Ökumene=Umgang mit Mitchristen. Ziel: Wiederfinden des gemeinsamen Ursprungs, des Evangeliums. Ablegen von evangeliumsfremden konfessionellen Besonderheiten.
ÖA=Positives Bekanntmachen einer Organisation/Kirche/Konfession. Steigerung der öffentlichen Wahrnehmung. ÖA ist aber zwangsläufig konfessionell gedacht und von daher weder Mission noch Ökumene.
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Adler

Re: Ökumene in der NAK-NRW

#10 Beitrag von Adler » 18.11.2011, 23:15

Liebe Fories, liebe Gäste,

aus gegebenem Anlass, weise ich ausdrücklich darauf hin, dass ich es grundsätzlich NIEMANDEM gestatte, ohne meine ausdrückliche Erlaubnis, Beiträge von mir, auch auszugsweise, in anderen Foren einzustellen!

So geschehen mit meinem Beitrag zu diesem Thread vom 17.11.2011, 09:57. In GK :arrow: http://www.glaubenskultur.de/premium-1578.html „NAK erhält erstmals Kollekte“

An dieser Stelle bitte ich denjenigen Forie/Gast, seinen Beitrag dort UNVERZÜGLICH zu löschen!

Mit freundlichen Grüßen
Adler

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