NAK – Prägungen in der Jugend...

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Gaby

Re: NAK – Prägungen in der Jugend...

#11 Beitrag von Gaby » 14.11.2011, 13:21

http://religion.orf.at/projekt03/tvradi ... oll_fr.htm

Arbeiten wir doch an folgendem ...

Irgendwann wirst auch Du Dich lösen von Formen und Gesetzen, die Dich nie gemeint haben ...

Und Dein Glaube braucht keinen Begriff und lässt sich nicht fassen in Formel und Dogma. Du lebst Deinen Glauben und Du bist frei.

Vielleicht interessant dazu die Gedanken von Ulrich Schaffer ...

Grundrechte - Ein Manifest

Lassen wir uns doch das Recht unseren ganz eigenen Glauben zu finden nicht wegnehmen ...

Gaby

Re: NAK – Prägungen in der Jugend...

#12 Beitrag von Gaby » 14.11.2011, 13:32

"Ist die Kirche Gott oder ist Gott Kirche?"

Thomas eine kleine Geschichte zu Deiner Frage, die ich in diesem Zusammenhang schon öfter mal einstellte ...

Geschichte von Gott

Gott ist in der Organisation Kirche m.E. nicht mehr und nicht weniger zu finden, als Du ihn in Dir selbst findest ... die Kirche ist weder Gott, noch ist Gott auf die Kirche beschränkt und macht diese alleine aus.

Albert Schweitzer sagte dazu:

"Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht."

Thomas

Re: NAK – Prägungen in der Jugend...

#13 Beitrag von Thomas » 14.11.2011, 16:08

Liebe Gaby!

Das war gut, nur bin ich mir nicht bewußt, ob es alle so sehen. Wenn ich es so sehe, dann geht es mir gut. Sehe ich es nicht so, dann geht es den anderen gut, weil sie genau das erreicht haben, was sie erreichen wollen: unbedingter Glaubensgehorsam und bedingungslose Nachfolge. Damit spielen sie Gott und damit ist die Kirche Gott und Gott ist Kirche oder habe ich mich da verrechnet?

Adler

Re: NAK – Prägungen in der Jugend...

#14 Beitrag von Adler » 14.11.2011, 16:51

Lieber Thomas,

sorry wenn ich mich hier einmische, aber - GOTT und Gott spielen, sind zwei grundverschiedene Dinge!

Wollte ich nur mal klarstellen 8)

LG Adler

Thomas

Re: NAK – Prägungen in der Jugend...

#15 Beitrag von Thomas » 14.11.2011, 17:13

Lieber Adler, da haben Sie grundsätzlich recht, nur wissen das die wenigsten! Wollen wir hoffen, dass die es lesen, die es betrifft!

Thomas

Adler

Re: NAK – Prägungen in der Jugend...

#16 Beitrag von Adler » 14.11.2011, 17:23

Lieber Thomas,

ich würde dann, für mich persönlich, Ihre Eingangsfrage zu einer Aussage abwandeln, nämlich diese:

"GOTT ist GOTT - Kirche ist Theater, weil dort Gott nur gespielt wird!"

LG Adler

Gaby

Re: NAK – Prägungen in der Jugend...

#17 Beitrag von Gaby » 14.11.2011, 17:37

Thomas hat geschrieben:Liebe Gaby!

Das war gut, nur bin ich mir nicht bewußt, ob es alle so sehen. Wenn ich es so sehe, dann geht es mir gut. Sehe ich es nicht so, dann geht es den anderen gut, weil sie genau das erreicht haben, was sie erreichen wollen: unbedingter Glaubensgehorsam und bedingungslose Nachfolge. Damit spielen sie Gott und damit ist die Kirche Gott und Gott ist Kirche oder habe ich mich da verrechnet?


Thomas,
wenn ich Gott in mir gefunden habe, dann bedingt dieses eben nicht bedingungslose Nachfolge bzw. unbedingten Glaubensgehorsam.
Erst wenn ich Gott in mir selbst finde, meinen eigenen unabhängigen Glauben finde brauche ich nicht irgendwelchen "Vorangängern" die mir sagen wollen wo es langgeht nachfolgen. Ich kann dann eigenverantwortlich meinen Weg mit Gott zusammen gehen. Dazu kann man nur JEDEN auffordern ... Kirche auf den Platz zu verweisen, für die sie gedacht sein sollte ... Gehilfe und nicht Herr über meinen Glauben zu sein.

Thomas

Re: NAK – Prägungen in der Jugend...

#18 Beitrag von Thomas » 15.11.2011, 07:17

Liebe Gaby!
Auch das klingt plausibel, aber es liegen halt viele Jahre "treuer" Nachfolge hinter mir und um das abschütteln, bedeutet sogar, mit der eigenen Familie brechen!

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Re: NAK – Prägungen in der Jugend...

#19 Beitrag von agape » 15.11.2011, 07:37

@ Gaby
Kirche als Gehilfin des Glaubens und nicht Herr über meinen Glauben zu sein.
Ja. Und auch da wissen etliche nicht mehr, wohin sie sich wenden sollen.
Weder konkreter (als konkrete Kirchen-Gemeinde) gedacht als auch abstrakter (welche Lehre eines konkreten Glaubenssystems).
Es bleibt schwierig. Aber mit Gottes Hilfe wird sich ein Weg finden lassen. Davon bin ich überzeugt.

@Thomas
".....aber es liegen halt viele Jahre "treuer" Nachfolge hinter mir und um das abschütteln, bedeutet sogar, mit der eigenen Familie brechen!"

Stellvertretend für sehr viele (!) findet das Wort aus dem AT eine große Bedeutung, wenn es bei 1. Mose 12;1,2 heißt:

"Und der HERR sprach zu Abram: Gehe aus deinem Vaterlande und von deiner Freundschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. .
Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und sollst ein Segen sein."

Auch wenn es ein uraltes Wort aus dem AT ist, es bedeutet viel, mit Gott einen Aufbruch zu wagen.

Aufgrund des Glaubens gehorchte Abraham dem Ruf, wegzuziehen in ein Land, das er zum Erbe erhalten sollte; und er zog weg, ohne zu wissen, wohin er kommen würde.
Aufgrund des Glaubens hielt er sich als Fremder im verheißenen Land wie in einem fremden Land auf und wohnte mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung, in Zelten; denn er erwartete die Stadt mit den festen Grundmauern, die Gott selbst geplant und gebaut hat.
(Hebräer 11.8-10 )
Denn er wartete auf eine Stadt, die einen Grund hat, welcher Baumeister und Schöpfer Gott ist.

Das ist zwar schon eschatologische Theologie, aber am Ende ist alles "eschatologische Hoffnung", sonst würde man sich als Mensch nicht auf den Weg machen wollen... ;)

Alles Liebe in die Novemberrunde, :- )
agape
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

Adler

Re: NAK – Prägungen in der Jugend...

#20 Beitrag von Adler » 15.11.2011, 08:27

Hoffnung und Glaube sind untrennbar miteinander verbunden und gründen sich auf das Vertrauen. Wird das Vertrauen zerstört, zerbricht auch Glaube und Hoffnung.
Es ist so, als würde man einem Haus das Fundament nehmen.
Wer das Vertrauen zu den Menschen verloren hat die eigentlich Glaube und Hoffnung in die Herzen legen sollten, denen bleibt nur der direkte Weg zu Gott; wollen sie nicht auch noch Glaube und Hoffnung verlieren.

LG Adler

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