KRANKEN- UND STERBEBEGLEITUNG

Gebet, Gottesdienstgestaltung, Liturgie
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dietmar

Re: KRANKEN- UND STERBEBEGLEITUNG

#11 Beitrag von dietmar » 19.10.2011, 09:34

erade auch an einem Kranken- und an einem Sterbebett:

• Ich kann da sein. Ich kann geduldig zuhören. Auch kann ich mit Gesten und vielleicht sogar mit Worten ehrlich hin fühlen. Mitfühlen nicht. Denn der andere liegt ja da in seinem Elend. Ich kann nachher wieder weggehen.
• Auf Begegnung und Berührung kommt alles an.
• Und was ist, wenn mein Beistand auf Widerstand stößt und strikt abgelehnt wird?

Sei Dir gewiss, die strikte Ablehnung meint nicht Dich persönlich. Sie beschreibt vielmehr nur die Verzweiflung dessen, den du trösten wolltest und der deinen Trost und Beistand einfach nicht annehmen kann.

Was dann? Wie weiter? Diese Fragen gebe ich nun einfach mal an unser kleines friedliches Forum weiter und ich bin auf Eure Rückantworten gespannt.

Liebe Grüße, landauf und landab, vom alten Maximin aus Berlin :wink:

vielleicht heute abend mehr dazu.....lg

Gaby

Re: KRANKEN- UND STERBEBEGLEITUNG

#12 Beitrag von Gaby » 20.10.2011, 09:22

Ohne meine eigene Werteskala, ohne meine religiöse Ansicht usw. Zitat Dietmar

Ich finde Dietmar hat hier eine sehr wichtige Feststellung getroffen ... wenn ich das nämlich nicht kann (darum ist es wichtig seine eigene Motivation zu hinterfragen), helfe ich dem Betroffenen nicht ... wenn der Betroffene selbst seine Gespräche in eine bestimmt Richtung lenkt (z. Bsp. religiös, spirituell), dann kann man natürlich darauf eingehen ... aber man selbst sollte sich diesbezüglich zurückhalten ... ist zumindest meine Meinung ... denn ansonsten ist es durchaus möglich Ablehnung zu erfahren. Geht es darum einen Menschen auf seinem letzten Weg liebevoll zu begleiten, oder darum ihn im letzten Moment noch zu "missionieren"?

Maximin

Re: KRANKEN- UND STERBEBEGLEITUNG

#13 Beitrag von Maximin » 20.10.2011, 11:55

Hiermit bedanke ich mich für alle gutgemeinten Beiträge zu diesem Thema. Die am 25.10.11 beginnende Fortbildung erstreckt sich bis März 2012 und sieht folgende Schwerpunkte vor:

25. 10.11: Einführung und Kennenlernen,
08. 11.11: Das seelsorgerliche Gespräch,
29. 11.11: Grundlagen der Kommunikation,
20. 12.11: Persönlichkeitstypen,
11. 01.12: Lebenskrise / Suizid,
24. 01.12: Tod und Trauer,
07. 02.12: Trost,
21. 02.12: Spirituelle Dimensionen,
06. 03.12: Rückblick und Ausblick, Klärung offener Fragen.

Falls Interesse besteht, werde ich zu gegebener Zeit gerne berichten.
Maximin + + +

Gaby

Re: KRANKEN- UND STERBEBEGLEITUNG

#14 Beitrag von Gaby » 20.10.2011, 12:34

http://www.pflegewiki.de/wiki/Sterbebegleitung

Hier sind sehr viele Infos zu dem Thema zusammengefasst ... auch mit interessanten Links zum Thema.

http://www.passail.eu/krankenpflege/ste ... eitung.htm

Bei diesem Link findet man weiter unten etwas zur religiösen Sterbebegleitung ... in unserer Welt heute ist es ja nicht selbstverständlich jemanden vor sich zu haben, der einer der christlichen Religionen angehört.

Aber Michael, wenn ich Dich richtig verstehe geht es Dir um die Sterbebegleitung innerhalb der evangelischen Kirche?

Zitat: 08. 11.11: Das seelsorgerliche Gespräch

Das unterscheidet sich ja von der Sterbebegleitung in einem Hospiz wo die unterschiedlichsten Menschen aufeinandertreffen. In einem Hospiz ist es schon wichtig, die eigene religiöse Ansicht hintenanstellen zu können.

Maximin

Re: KRANKEN- UND STERBEBEGLEITUNG

#15 Beitrag von Maximin » 20.10.2011, 12:58

:) Liebe Gaby,
absprachegmäß habe ich nach erfolgreicher Teilnahme an der Fortbildung folgende Möglichkeiten:
1. Mitatbeit in meiner Ev. Kirchengemeinde in Berlin-Lichterfelde zur Unterstützung des Gemeindepfarrers (1 Mann für rd. 3.500 Gemeindemitglieder).
2. Mitarbeit in der Krankenseelsorge in dem Städtischen Krankenbaus Berlin-Steglitz (rd. 1.200 Patienten mit 3 Pfarrern / 2 Evangelische, 1 Katholischer).
3. Ich betrachte die Fortbildung als persönliche Wissenerweiterung und bleibe mit meinem dazugelernten Wissen daheim auf der Ofenbank.
LG vom Micha :wink:
Zuletzt geändert von Maximin am 20.10.2011, 15:02, insgesamt 1-mal geändert.

Gaby

Re: KRANKEN- UND STERBEBEGLEITUNG

#16 Beitrag von Gaby » 20.10.2011, 13:13

3. Ich betrachte die Fortbildung als persönliche Wissenerweiterung und bleibe mit meinem dazugelernten Wissen daheim auf der Ofenbank.

Nun, warte erst einmal ab, vielleicht überlegst Du Dir das ja doch noch mal, wenn Dein Wissen darum erweitert wurde :-). Ein Gemeindepfarrer für 3.500 Gemeindemitglieder ist ja nicht besonders viel und jeder ehrenamtliche Mitarbeiter ist sicherlich ein Gewinn für die Gemeinde.

Gaby

Re: KRANKEN- UND STERBEBEGLEITUNG

#17 Beitrag von Gaby » 21.10.2011, 08:35

Ach übrigens :-)

Passt gerade hierzu ...

>>Das größte Geschenk, das ihr Sterbenden machen könnt, ist, sie in Frieden sterben zu lassen.<<
Gespräche mit Gott Band 1, Seite 130

dietmar

Re: KRANKEN- UND STERBEBEGLEITUNG

#18 Beitrag von dietmar » 21.10.2011, 19:19

Aber Michael, wenn ich Dich richtig verstehe geht es Dir um die Sterbebegleitung innerhalb der evangelischen Kirche?

Zitat: 08. 11.11: Das seelsorgerliche Gespräch

Das unterscheidet sich ja von der Sterbebegleitung in einem Hospiz wo die unterschiedlichsten Menschen aufeinandertreffen. In einem Hospiz ist es schon wichtig, die eigene religiöse Ansicht hintenanstellen zu können.

_________________
und damit geht die Fragestellung an die Vertreter der evangelischen Fraktion hier :lol:
ja Gaby, Hospizarbeit sieht anders aus und das ist gut so...lG

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Loreley 61
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Re: KRANKEN- UND STERBEBEGLEITUNG

#19 Beitrag von Loreley 61 » 30.10.2011, 07:28

Vor allem sollte man offensichtlich niemanden (natürlich in Gutmeinung) "totbeten":

Fürbitten für Kranke
Beten bis zum Tod

Von Stefan Schmitt

Wirken Gebete positiv auf die Genesung Kranker? Nein, haben Wissenschaftler jetzt herausgefunden. Die Anrufung Gottes kann sogar schädlich sein: Weiß der Kranke von den Fürbitten, kann sich dadurch sein Komplikationsrisiko erhöhen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 05,00.html

"Witzig" an dieser Studie: Die Geldgeber/Auftraggeber sind der religiös-rechten Szene zuzurechnen. Die waren natürlich nicht begeistert, was dann schließlich dabei herauskam.

Geldquelle religiös, Ergebnis atheistisch!
Unsere Gedanken und Gefühle werden durch unsere Überzeugungen geformt.
Was du tief in dir und oft unbewusst denkst, das zeigt die größte Wirkung in deinem Leben.
Brauche nichts ... wünsche alles ... und wähle, was sich zeigt!
______
Namaste

Adler

Re: KRANKEN- UND STERBEBEGLEITUNG

#20 Beitrag von Adler » 31.10.2011, 18:38

Das mit Abstand Schlimmste! das man einem Sterbenden antun kann ist, ihn missionieren zu wollen . . .

LG Adler

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