NAK Gebet für den Frieden - aber für welchen?

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Adler

Re: NAK Gebet für den Frieden - aber für welchen?

#11 Beitrag von Adler » 08.09.2011, 14:24

Zitat:

Das in der Neuapostolischen Kirche mittlerweile auch für die "Mit-und Nebenmenschen"( :wink: ) gebetet wird, zumindest bittet der Stammapostel darum es zu tun, ist ein positives Signal. Ein kleiner Fortschritt den es vor einigen Jahren noch nicht gab, immerhin...


Zitat Ende

Liebe Laura1,

DAS, ist KEIN Fortschritt - DAS, ist Scheinheiligkeit!

LG Adler

verbindlich

Re: NAK Gebet für den Frieden - aber für welchen?

#12 Beitrag von verbindlich » 08.09.2011, 14:41

@ adler:
ich werde auch für deinen Frieden beten, ehrlich.. und nicht scheinheilig!!!

Adler

Re: NAK Gebet für den Frieden - aber für welchen?

#13 Beitrag von Adler » 08.09.2011, 16:44

Hallo Verbindlich,

ich danke dir! Aber, seit ich keine Verbindung mehr zur NAK habe, habe ich meinen Frieder wieder.

LG Adler

Adler

Re: NAK Gebet für den Frieden - aber für welchen?

#14 Beitrag von Adler » 08.09.2011, 16:51

Vielleicht habe ich mich im Eingangsbeitrag etwas unverständlich ausgedrückt. Mir geht es einzig darum, aufzuzeigen, dass man nicht zum Friedensgebet aufrufen kann, wenn man a. keine Nächstenliebe praktiziert und b. selber keinen Frieden in den eigenen Reihen halten kann.

Ich glaube fest, würden diese beiden Prinzipien von allen Menschen beherzigt, gäbe es keine Kriege und keinen Streit mehr. Wer das Gebot Jesu zu erfüllen sucht, Gott über alles und seinen Nächsten wie sich selbst zu lieben, käme gar nicht auf den Gedanken, mit seinem Nächsten zu streiten.

Ich habe mir ein Wort zu eigen gemacht, welches da sagt: "Nimm deinen Nächsten wie er ist und behandle ihn, als wäre er wie er sein sollte."

LG Adler

Adler

Re: NAK Gebet für den Frieden - aber für welchen?

#15 Beitrag von Adler » 08.09.2011, 18:37

Zitat:

„Beten hilft, viel Beten hilft viel.“

Zitat Ende

Lieber Heinrich,

dies klingt in etwa so wie: "Eine Kuh macht Muh, viele Kühe machen Mühe . . . " :mrgreen:

LG Adler

Magdalena
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Registriert: 07.07.2011, 09:52

Re: NAK Gebet für den Frieden - aber für welchen?

#16 Beitrag von Magdalena » 08.09.2011, 19:14

Lieber Adler,

ich kann Dich sehr gut verstehen!

Wenn Herr Leber nicht zu irgendwelchen Gebeten aufruft, dann wird zumindest in meiner Gegend nur gebetet wie seit Jahrzehnten in der NAK üblich - für die Kranken, für die Schwachen, für "Abseitsgegangene", für Entschlafene usw. aber nie, nie, nie für Opfer von Kriegs- bzw. Naturkatastrophen oder Menschen in Not außerhalb der NAK - es kann ihnen geschehen, was da will - es interessiert niemanden! So habe ich das mein ganzes Leben lang erlebt.

Schon vor meinem NAK-Schuppenfall-Fall hat mich das immer sehr geärgert, diese Ignoranz, diese Feigheit der meisten Amtsträger, die sich nie wagten, mal was anderes zu beten als ihre "Vorangänger".

Wenn nun Herr Leber befiehlt, dass an diesem oder jenem Tag für dieses oder jenes besonders gebetet werden soll, dann ist das für mich eine reine Formsache.

Vor einiger Zeit kam von "oben" der Gedanke, dass Jesus Christus mehr in die Mitte gehört und man auch mal von IHM predigen soll. Das wurde sofort praktiziert in der Form, dass der Name Jesu öfter als sonst im Gottesdienst erwähnt wurde - aber ohne Sinn und entsprechenden Inhalt. Es war mir widerlich, das zu hören. Man merkte, wie die Amtsbrüder sich einen abbrachen, diesen Namen recht oft in der Predigt "unterzubringen". Es war eine reine Formalität, die jetzt wieder am Einschlafen ist, weil es wieder andere "Predigt-Prioritäten" gibt, wie man merkt.

Ich würde gern glauben, dass es ernst gemeint ist, kann es aber nicht mehr. Es ist immer dasselbe: Bestimmte Parolen werden vorgegeben, gehorsam nachgeplappert, wieder vergessen, dann kommt eine neue Parole usw, usf.

Für mich ist dieser Gebetsaufruf leider, leider nur eine Farce, um bei irgendwelchen Leuten Punkte zu sammeln - mehr nicht.

Aus den gemachten Erfahrungen heraus kann ich nichts anderes dazu sagen.

Laura1

Re: NAK Gebet für den Frieden - aber für welchen?

#17 Beitrag von Laura1 » 08.09.2011, 19:21

Lieber Adler,
ich kann Dich auch sehr gut verstehen. Und ich habe auch verstanden, was Du meinst.

Mir geht es auch oft so, dass ich sehr erstaunt bin, wenn ich sehe, wie gläubige Christen dreimal die Woche zur Kirche gehen, sich einbringen und andererseits über Glaubensgeschwister hinterrücks herziehen, wo es nur geht. Um, nur mal ein Beispiel zu nennen.
Sehr oft habe ich mich schon gefragt, wie das möglich ist. Damit will ich jetzt nicht zum Ausdruck bringen, selbst fehlerlos zu sein. Ganz im Gegenteil, ich habe viele Schwächen. Deshalb denke ich, es steht mir nicht zu drüber zu urteilen und zu richten. Wir sind ja alle nicht fehlerlos.
Aber, Menschen sind nicht alle gleich. Es gibt welche mit vielen charakterlichen Vorzügen und welche mit weniger. Ich würde das nicht alleine auf eine Kirche, Prägung einer Konfession, oder Erziehung beziehen.
Das der Stammapostel jetzt bittet für den Weltfrieden zu beten, könnte ja auch bedeuten, dass es nicht geheuchet ist. Es könnte auch bedeuten, dass es ihm wirklich ein Bedürfnis ist.
Wir wissen es nunmal nicht genau... :wink:

VG Laura1

Cemper

Re: NAK Gebet für den Frieden - aber für welchen?

#18 Beitrag von Cemper » 08.09.2011, 21:53

Tja, Laura 1 - es bleibt schwierig. Wenn man jemanden - wie Sie schreiben - "sehr gut verstehen" kann, dann muss man zunächst einmal - wie Sie ebenfalls schreiben - auch verstanden haben, was der andere meint. Dabei kann es freilich das Problem geben, dass unklar ist, ob "der andere" sich selber versteht - ob er also versteht und weiß, was er meint. Wenn das nicht der Fall ist, dann versteht man, was jemand meint, aber derjenige, den man versteht, weiß selber nicht, was er meint, so dass sich die Frage stellt, ob man jemanden, der sich selber nicht versteht, verstehen kann. Verstehen Sie?

Und was nun das Anliegen des Stammapostels der Neuap. Kirche bez. des Gebetes für den Weltfrieden betrifft - da würde ich ganz optimistisch sein und nicht den Schatten eines Gedankens an "Heuchelei" haben. Ich jedenfalls glaube, dass der Weltfrieden diesem Mann - der ja nun wahrhaftig die Welt kennt (wenn auch aus einer gewissen Perspektive) - ein ernstes Anliegen ist. Freilich müssen wir auch sehen, dass die neuap. Vorstellungen vom Verlauf der Weltgeschichte Unfrieden voraussetzen ...

Gaby

Re: NAK Gebet für den Frieden - aber für welchen?

#19 Beitrag von Gaby » 09.09.2011, 10:30

Nun, manche Skeptiker sagen:
"Beten ist die eleganteste Art der unterlassenen Hilfeleistung!"
Ich selbst habe die Erfahrung gemacht (Gebet ist für meinen Glauben wichtiger als der sonntägliche Kirchgang), dass das Beten in erster Linie mir selbst hilft, mich "meine Mitte" finden läßt.

Pater Anselm Grün hat das Thema sehr gut beleuchtet finde ich.

http://www.liborius.de/unser-glaube/bet ... hilft.html

Warum hilft es mir, wenn ich bete?

Innerhalb meiner Familie gibt es zurzeit erhebliche Probleme. Nach dem Motto „Wirf deine Sorgen auf den Herrn“ tue ich das auch und helfe mir und anderen mit Beten. Ich bemerke dann eine deutliche Entspannung der Lage und erkenne Hoffnungszeichen am Horizont. Woran liegt das? Inwiefern kann Beten wirken?
Klara W. (54), Merzig

Es gibt viele Erklärungsversuche, warum Beten hilft. Die erste Erklärung:
Beten verwandelt mich. Ich schöpfe im Beten neue Hoffnung für die Situation. So gehe ich entspannter in die Situation und das verändert auch die anderen Menschen. Das ist eine psychologische Erklärung. Es gibt noch eine zweite Erklärung, die aber auch noch auf der psychologischen Ebene liegt: Das Beten erzeugt eine Schwingung. Die Gedanken, die ich im Gebet habe, wirken sich in der Atmosphäre aus und erreichen so auch die anderen Menschen. Die dritte Erklärung: Ich vertraue darauf, dass Gott mein Bitten hört und dass er durch seinen Geist in mir und in den Menschen, für die ich bete, wirkt. Dieses Wirken können wir nicht näher erklären. Aber die Menschen aller Zeiten haben diesen Glauben gehabt, dass unser Beten nicht wirkungslos bleibt, sondern dass Gott unser Beten hört und erhört. Allerdings überlassen wir es immer Gott, wie er wirkt und handelt auf unser Gebet hin. So mündet jedes Gebet letztlich in: „Dein Wille geschehe!“

Ihr Pater Anselm Grün


Adler, weißt Du, sicherlich kann ich Deine Gefühle bezüglich dieses Aufrufes von STA Leber verstehen, ABER ... eigentlich dürfte dann niemand mehr zum Beten aufrufen, oder am Besten auch selbst nicht mehr beten.
Denn wer predigt letztlich nicht doch in irgendeiner Weise Wasser und bevorzugt dann selbst doch den Wein, um diesen Spruch von Dir aufzugreifen?
Wenn ich jetzt für den Weltfrieden bete, wünsche ich mir sicherlich von ganzem Herzen, dass dieser Welfrieden Wirklichkeit wird ... wieder einmal ... ABER ... darf ich für den Weltfrieden beten, obwohl ich mir durchaus bewusst bin, dass auch ich durch meinen Lebensstil hier in der westlichen Welt meinen Teil dazu beitrage, dass Kriege hauptsächlich deshalb entstehen, weil andere Länder mit ihren Bewohnern dafür ausgebeutet werden?
Bin ich mir dessen bewusst, wenn ich in unsere "Kaufhaustempel" vor Ort gehe?
Mir Dinge leiste, von denen andere kaum zu träumen wagen?
Bin ich bereit zugunsten dieser Menschen auf Bequemlichkeiten die mir jetzt zur Verfügung stehen zu verzichten?
Der Afghanistan- oder auch der Irak-Krieg wurden sicherlich nicht geführt, weil es dort Terroristen gibt (die gibt es anderswo auch und man greift dort nicht ein), oder weil man den Menschen dort unbedingt helfen wollte ... dieser Vorwand wird nur vorgeschoben und besänftigt das schlechte Gewissen, das man hat.
Die Afghanen haben das Pech einmal in einem strategisch wichtigen Land zu leben (wichtige Rohstoffe fand man inzwischen "zufälligerweise" noch dazu), nun und die Iraker besitzen 10% der globalen Erdölvorräte.
Mit Saudi-Arabien hat die USA so ihre Probleme ... deshalb war der Irak für die USA so wichtig ...
(Wer profitiert vom Krieg? http://home.earthlink.net/~platter/who-profits.html )
Jeder Mensch sollte sich eigentlich mit der schwierigen Frage beschäftigen, wie man in dieser Welt leben und sich und seinen Idealen gleichzeitig treu bleiben kann ... nur, soll man nun nicht mehr beten, weil man sich seiner Schwächen durchaus bewusst ist???

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Andreas Ponto
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Re: NAK Gebet für den Frieden - aber für welchen?

#20 Beitrag von Andreas Ponto » 09.09.2011, 11:06

Cemper hat geschrieben:... Freilich müssen wir auch sehen, dass die neuap. Vorstellungen vom Verlauf der Weltgeschichte Unfrieden voraussetzen ...
Da liegt der Kern.

Hat SAP Leber nicht vor Kurzem noch selbst gepredigt, dass er nicht gedacht hätte, dass es einmal so schlimm werden würde wie es ist, dass das aber ja erst der Anfang sei und es noch viel schlimmer kommen würde?

In Verbindung mit der Naherwartung und der verkündeten zu erwartenden Errettung vor der grossen Trübsal für die wenigen übriggebliebenen Getreuen, müsste er doch eigentlich zum Lobpreis und zur Bitte um die Verkürzung der Zeit aufrufen, was nach NAK-Verkündung untrennbar mit Krieg verbunden ist.

Das Bitten um Frieden in der Welt und das dadurch womögliche Eintreffen des Friedens oder Dämpfens des Unfriedens bedeutet für die NAK, dass sich das Kommen des Herrn länger hinausziehen wird! Oder verstehe ich da etwas falsch?

Die NAK sollte sich in Zukunft eindeutig und logisch nachvollziehbar positionieren.
Sie wird um ein von A bis Z durchdachtes Lehrgebäude, um nicht zu sagen Theologie, nicht herumkommen.
Das wird wohl auch der angekündigte und oft verschobene Katechismus nicht beheben.

Anmerken möchte ich, dass ich SAP Leber unterstelle, dass er persönlich Frieden möchte.

Aber was verkündet wird, muss in sich stimmig sein.

Insofern ist diese Bitte nach Frieden eher eine Bitte um Anerkennung in der Öffentlichkeit ohne dass dies Niederschlag in Lehre und Verkündung findet bzw. dort ihren Ausgang hat.
So mein Eindruck. Ich lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen.

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