"Kraftvolle Stimme aus den USA" auf dem Jugendtag in Nord-D

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Cemper

Re: "Kraftvolle Stimme aus den USA" auf dem Jugendtag in Nor

#21 Beitrag von Cemper » 31.08.2011, 20:06

verbindlich hat geschrieben:Meine Kinder hatten Streit im Urlaub. Totaler Unfriede. Beide 11 u. 13 Jahre alt.
Hmm. Beide Kinder sind 11 und 13 Jahre alt? Ich verstehe schon, wie Sie das meinen, aber trotzdem die Frage: Ist jedes Kind 24? Oder ist jedes 11 Jahre und zugleich 13 Jahre alt? Oder ist der Mittelwert das Alter: also 12? Wie auch immer. Beide sind "11 u. 13 Jahre alt".

Grüßen Sie Ihre Kinder.

HC

Cemper

Re: "Kraftvolle Stimme aus den USA" auf dem Jugendtag in Nor

#22 Beitrag von Cemper » 31.08.2011, 20:10

dietmar hat geschrieben:meine Antwort lautete:
Amtsrückgabe und Austritt...
nachdem ich gelernt hatte Farben zu sehen und zu benennen
Also - das ist ja nicht unbedingt die richtige Lösung. Es kann für Sie die richtige Lösung gewesen sein; aber Sie dürfen oder sollten nicht "einfach so" Ihre Lösung auf andere übertragen bzw. Ihre Lösung empfehlen. Bilder entstehen ja auch im Auge des Betrachters - und Sie haben Ihre Augen. Andere sehen mit anderen Augen. Oder stehen - wie in dem Pädagogikbeispiel - an anderen Orten.

google

Re: "Kraftvolle Stimme aus den USA" auf dem Jugendtag in Nor

#23 Beitrag von google » 31.08.2011, 20:40

Cemper hat geschrieben:
verbindlich hat geschrieben:Meine Kinder hatten Streit im Urlaub. Totaler Unfriede. Beide 11 u. 13 Jahre alt.
Hmm. Beide Kinder sind 11 und 13 Jahre alt? Ich verstehe schon, wie Sie das meinen, aber trotzdem die Frage: Ist jedes Kind 24? Oder ist jedes 11 Jahre und zugleich 13 Jahre alt? Oder ist der Mittelwert das Alter: also 12? Wie auch immer. Beide sind "11 u. 13 Jahre alt".

Grüßen Sie Ihre Kinder.

HC
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evah pirazzi
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Re: "Kraftvolle Stimme aus den USA" auf dem Jugendtag in Nor

#26 Beitrag von evah pirazzi » 31.08.2011, 22:42

Cemper hat geschrieben:...Was würden Sie denn als "aufgeklärter" neuap. glaubender leitender Amtsträger tun?
Herr Cempiabolo,

Sie wollen mit Ihrer Frage verwirren, geben Sie es zu. Das enthaltene Paradoxon ist doch: Wäre ich "aufgeklärt" in dem von Ihnen beschriebenen Sinn, dann würde ich nicht mehr "neuapostolisch" glauben, sondern "nur noch" christlich. Das eine schließt das andere aus, verstehen Sie, was ich meine?

Ich wäre also als "aufgeklärter" neuap. Christ erst gar nicht in eine leitende Stellung gelangt, denn dorthin kommen nur die "spurgetreuen" Brüder. Falls sich die "Aufklärung" erst entwickelt hat, während ich schon in leitender Position tätig war, hätte ich das Problem, die aktuellen Lehraussagen der NAK mit meiner "neuen aufgeklärten" Erkenntnis zu vereinbaren und wäre, da äußerst nervenaufreibend, über kurz oder lang, freiwillig oder unfreiwillig, nicht mehr auf diesem Posten. Und dass ich diesen Spagat hinbekäme, in kritischen Situationen zu schweigen, um niemanden zu erschüttern in seiner vertrauensvollen Überzeugung, der einzig wahren Kirche, dem "Werk des Herrn" anzugehören, in der sonntäglich das "Wort Gottes" gepredigt wird, ihn sogar noch zu bestärken etc, kann ich mir nicht vorstellen. Ich müsste mir schon eine schizophrene eigene Wahrheit stricken, die beides vereint. Und das wird von einigen Betroffenen wohl auch genau so praktiziert, davon bin ich überzeugt, aber für mich unvorstellbar. Von daher kann ich Ihre Frage nicht beantworten, was ich tun würde.

Ich erkenne keinen Mittelweg für dieses Problem, man muss entweder hinter der neuap. Sonderlehre stehen, will man leitend verantwortlich tätig sein, oder man kann es nicht mehr, ist man "aufgeklärt". Es ist zur Zeit leider noch nicht möglich, als leitender AT in der NAK abweichende, aufgeklärte" Überzeugungen zu kommunizieren. Das ist tragisch, weil viele gute Gaben und Kräfte auf der Strecke bleiben und es der NAK die Zukunft kostet, aber es ist so. Nur wenn dieses "Paradoxon" nicht mehr existierte, wäre es einem "aufgeklärten" AT in leitender Position möglich, die im NAK-Sinn konservativ Glaubenden behutsam dort abzuholen, wo sie stehen und in Richtung "Aufklärung" zu führen.

Das ist so auf die Schnelle meine Sicht. Was meinen Sie dazu? Wie sollte Ihrer Meinung nach der "aufgeklärte", neuapostolisch glaubende leitende AT handeln?

:wink:
[i][size=75]"... Ich bin einerseits sehr froh, dass ich diesen Gedanken aussprechen kann, auf der anderen Seite fällt es mir auch nicht schwer..."
(Bap Klingler - Neujahrsgd 2009)[/size][/i]

Cemper

Re: "Kraftvolle Stimme aus den USA" auf dem Jugendtag in Nor

#27 Beitrag von Cemper » 01.09.2011, 06:06

Frau Pirazzi,

Cempiabolo lässt ausrichten, dass Sie "auf die Schnelle" gut schreiben können.
Zu Ihrer Frage sagt Cempiabolo: bolo'bolo (Videotranskription Zürich).

Wie war's im Gottesdienst?

C.

Cerebron

Re: "Kraftvolle Stimme aus den USA" auf dem Jugendtag in Nor

#28 Beitrag von Cerebron » 01.09.2011, 10:18

Werte Evah,

eine Rückfrage, nur zu meinem Verständnis: Was bedeutet "'aufgeklärt' in dem von [Cemper] beschriebenen Sinne"? Cemper schrieb von einer Gymnasiallehrerin, die nicht mit Farbenblinden über Farben diskutieren will, und nahm dies als Bild dafür, dass Gespräche über den Glauben bei neuapostolischen Christen schwierig seien, denn man müsse diese (Christen) von ganz unterschiedlichen "Orten" abholen. Ich verstand ihn so, dass "aufgeklärt" bedeute: Über die Randbedingungen von Kommunikation informiert. Sie erwidern auf den Beitrag, man könne kaum "aufgeklärt usw." und gleichzeitig leitender Amtsträger sein. Mich beschleicht der Verdacht, Ihr "aufgeklärt" bedeutet: Über die Abweichungen von neuapostolischer Glaubenslehre von anderen christlichen Glaubenslehren informiert und diese Abweichungen für unvertretbar haltend. Ist das so?

Gruß,
C.E.

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evah pirazzi
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Re: "Kraftvolle Stimme aus den USA" auf dem Jugendtag in Nor

#29 Beitrag von evah pirazzi » 01.09.2011, 21:26

Ceregebrönsel - auf ein Wort - oder auch ein paar mehr...

Ich ignoriere jetzt mal dein Gesieze - das hatten wir, meine ich, schon abgelegt, oder?

Du hast, so schreibst du, Cemper so verstanden, dass er mit "aufgeklärt" nur das Informiertsein über die Randbedingungen von Kommunikation meinte. Nun, frag' ihn doch, was er genau meinte. Wie ich es verstanden habe, hast du ja versucht zu analysieren. Der Tatsache, dass Cemper nicht empört protestiert hat entnehme ich, dass ich nicht ganz falsch interpretiert habe, was er mit "Tragik und Vielschichtigkeit der Sach- und Problemlage" meinte.

Aber ich weiß gar nicht so recht, warum du so strikt unterscheiden und trennen willst zwischen "Kommunikation" und "Glaubensinhalte bewusst machen". Beides gehört doch zusammen wie Wellen und Wind. Kommunikation, unter welchen Bedingungen auch immer, ist die Voraussetzung für einen zwischenmenschlichen Austausch, wobei man nicht unbedingt die verschiedensten Methoden und Modelle kennen muss, das lernt man unbewusst im Laufe seines Lebens oder auch nicht. Und wenn nicht kommuniziert wird, gibt es auch keine Aufklärung und Information über Inhalte einer Sache. Deswegen, so meine ich, kann man beides kaum getrennt voneinander betrachten. Nur wenn eben die Kommunikation nicht richtig funktioniert, sollte man auf erfolgversprechende Methoden zurückgreifen, die verfahrene Situationen wieder auf eine entspannte Ebene stellen (wie bei uns im Bezirk gerade versuchsweise getestet wird).

Jetzt noch mal zurück und das Ganze bezogen auf die leitende neuap. AT-Ebene: Jede Predigt, jede Ämterstunde, jedes private Treffen innerhalb dieser Gruppe ist Kommunikation pur und leitende neuap. ATs, die in Vorbereitung ihrer Predigten, Ämterstunden etc. vieles in der Bibel nachlesen müssen und über die neuesten Lehräußerungen informiert sein müssen, sind zwangläufig "aufgeklärt", auf dem aktuellen Stand der Dinge, kriegen das Rumgeeiere der Kirchenleitung hautnah mit und wenn sie nicht ganz und gar einfältig sind, dann müssten sie auf die Diskrepanzen zwischen Anspruch und Wirklichkeit, sowie die Widersprüche des Lehr-Wirrwarrs stoßen und sich irgendwann fragen, wie und ob überhaupt noch dieser innere Konflikt nach außen, den Geschwistern gegenüber zu verteten ist, die eben ganz woanders stehen. An diesem Punkt beginnt dann das Zusammenstricken eigener Wahrheiten und entstehen Verdrängungen. Deswegen meine ich, diese "aufgeklärten" leitenden ATs haben es nicht leicht, bzw. müssen sich zerrieben fühlen, wie ein Getreidekorn zwischen den Mahlsteinen, besonders dann, wenn sie auch noch finanziell abhängig sind von der NAK.

Und wenn Cemper von der neuap. Lehrerin berichtet, die nur selten mit ihren neuap. Bekannten über Glaubensfragen redet, weil sie diese nicht verletzen möchte, dann erkenne ich darin dieses ganz NAK-typische Problem der Kommunikationunfähigkeit über Inhalte der Lehre. Festzementiert durch die jahrzehntelang nicht erwünschten Diskussionen zu Glaubensfragen. Die NAK-Welt war heil, sie war "das Werk des Herrn", sie war von Gott geführt durch die Apostel - mit kleinen menschlichen Schwächen höchstens, sie war exklusiv mit herausragender Stellung unter den anderen Christen und darüber hatte man glücklich zu sein und eventuelle kritische Gedanken, dass man gar nichts Herausragendes feststellen konnte, waren zu bekämpfen, denn sie kamen direkt vom Teufel.

Das steckt noch so sehr in vielen drin und wird nach wie vor subversiv in Predigten und offiziellen Äußerungen bestärkt, dass manche "liebe Geschwister" immer noch zusammenzucken, wenn mal Kritik laut wird. Sie wollen absolut nichts wissen von irgendwelchen Verlautbarungen und Vorkommnissen, die nicht ins Heile-Welt-Schema passen.

Insofern passt das Beispiel der erwähnten Lehrerin sehr gut: Es ist zwar nicht unmöglich einem Farbenblinden die Welt der Farben zu erklären, aber es ist ziemlich aufwändig, aber nahezu utopisch in einem Umfeld, welches das Vorhandensein von Farben leugnet, in dessen Welt es nur Schwarz und Weiß, evtl. noch ein paar Grautönen gibt.

Da kommt man dann am Ende schon mal zu der Erkenntnis: Reden ist Schweigen und Silber ist Gold, oder so ähnlich...

:wink:
[i][size=75]"... Ich bin einerseits sehr froh, dass ich diesen Gedanken aussprechen kann, auf der anderen Seite fällt es mir auch nicht schwer..."
(Bap Klingler - Neujahrsgd 2009)[/size][/i]

Magdalena
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Re: "Kraftvolle Stimme aus den USA" auf dem Jugendtag in Nor

#30 Beitrag von Magdalena » 02.09.2011, 06:13

Guten Morgen, liebe Evah,

danke für Deinen hervorragenden Beitrag! Ich werde ihn kopieren und anderen Interessenten zukommen lassen. Besser kann man die Situation in der NAK kaum darstellen!

Liebe Grüße an Dich und alle hier,

Magdalena

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