DAS 8. GEBOT - PFLICHTLÜGEN...?

Für Zweifler und andere gute Christen
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Maximin

Re: DAS 8. GEBOT - PFLICHTLÜGEN...?

#21 Beitrag von Maximin » 18.08.2011, 14:53

:) Mein lieber Adler,
Du stellst zu deiner kleinen Geschichte folgende Fragen
1. Hat das Kind nun gelogen?
2. Hat das Kind die Wahrheit gesagt?
3. War das Kind wahrhaftig?
Antworte ich wie folgt:

Zu 1.: Ja
Zu 2.: Nein
Zu 3.: Nein

Begründung:
Das Kind hatte seine Mutter um 5 € bestohlen. Die Mutter hatte das Kind ertappt und insofern selber gelogen, weil sie das Kind fragte, ob es ihr 2 € weggenommen hatte.

Die Mutter hätte besser bei der ganzen Wahrheit bleiben und das Kind fragen sollen: „Warum hast Du mir heimlich 5 € aus meinem Portemonnaie genommen, statt mich um 5 € zu bitten. Ich hätte Dir das Geld gerne gegeben.“

Der heimliche Diebstahl war ein Vertrauensbruch. Meine Antwortvariante für die Mutter versucht, neues Vertrauen aufzubauen.
LG vom Maxi :mrgreen:

simpel

Re: DAS 8. GEBOT - PFLICHTLÜGEN...?

#22 Beitrag von simpel » 18.08.2011, 15:21

Vielleicht sollten wir erst mal klären lassen, was WAHRHEIT ist. Einverstanden? 8)

Adler

Re: DAS 8. GEBOT - PFLICHTLÜGEN...?

#23 Beitrag von Adler » 18.08.2011, 15:43

Lieber Maxi,

leider vergaß ich, in der kleinen Geschichte ein wichtiges Detail einzubauen, nämlich, dass die Mutter lediglich den Verlust von 2€ bemerkt hat. Sie hat also nicht die Unwahrheit gesprochen. Wie sehen nun deine Antworten aus, mein Lieber?

Bin gespannt.

LG Adler

Maximin

Re: DAS 8. GEBOT - PFLICHTLÜGEN...?

#24 Beitrag von Maximin » 18.08.2011, 16:33

:) Mein lieber Simpel,
Pardon, mir ist ziemlich Wurscht, was ein Herr Michael Conradt im Internet über Wahrheit philosophiert. Ich bevorzuge es, mir ein eigenes Bild zu machen, und zwar auf der Basis meines christlichen Glaubens, namentlich der Heiligen Schriften. Zu grob…?

Kann sein, kann nicht sein. Aber eine andere Glaubens-Grundlage will ich nicht. Ich bin in Wahrheit und unter Zeugen auf Jesus Christus getauft und dadurch von Gott an Kindes statt angenommen worden. Unter diesem Schutzschirm bleibe ich und ich weiß mich darunter sicher und geborgen. Jesus ist Sieger ich nicht!

Sicher und geborgen in einer Welt in der die Lüge übermächtig erscheint. In einer Welt, in der man zwar viel über die Wahrheit diskutiert aber die letzten Wahrheiten eben nicht kennt.

Und nun? Ich antworte so: Mein Erlöser aus diesem Wahrheitsdilemma ist Jesus Christus, Gottes Sohn. Der sagt: „Wenn aber der Tröster kommen wird, den ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, der wird Zeugnis geben von mir.“ (Johannes 15,26)

Derselbe Jesus sagt: „15 Liebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten. 16 Und ich will den Vater bitten und er wird euch einen andern Tröster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit: 17 den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.“ (Johannes 14, 15-17)

Derselbe Jesus sagt weiterhin klipp und klar: „5 Spricht zu ihm Thomas: Herr, wir wissen nicht, wo du hingehst; wie können wir den Weg wissen? 6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“

Zu simpel? Kann sein, kann nicht sein. Glaubt was ihr wollt. Einen anderen Glaubensgrund habe ich jedenfalls keinen.

LG vom Maximin :wink:

Adler

Re: DAS 8. GEBOT - PFLICHTLÜGEN...?

#25 Beitrag von Adler » 18.08.2011, 17:44

Hallo simpel,

ich würde die Frage nach der Wahrheit so beantworten:
Jesus sagte von sich das er u.a. die Wahrheit sei. Wenn ich also Jesus gefunden habe, habe ich auch die Wahrheit gefunden. So einfach ist das.
Jesus sagte auch immer die Wahrheit, auch dann wenn sie unbequem war oder ihn sogar ans Kreuz brachte.
Pilatus stellte zwar die berühmte Frage nach der Wahrheit, aber er hat sie nicht wirklich gesucht. In Jesus war sie ihm sehr nahe, leider hat hat er diese Wahrheit nicht erkannt.

LG Adler

Maximin

Re: DAS 8. GEBOT - PFLICHTLÜGEN...?

#26 Beitrag von Maximin » 18.08.2011, 18:44

:) ... :!:

simpel

Re: DAS 8. GEBOT - PFLICHTLÜGEN...?

#27 Beitrag von simpel » 18.08.2011, 18:55

:D Lieben Maximin und Adler,

jaja, die Philosophie.... Kol 2, 8, gell? :mrgreen:

Wahrscheinlich lüge ich mit meiner Behauptung, dass ihr euch den Link gar nicht konzentriert angehört habt? Dann würdet ihr vielleicht zugestehen müssen, dass das alles nicht so ganz einfach ist - holzschnittartiges Denken hilft da nämlich überhaupt nicht weiter... (Sorry, will niemanden auf die Füße treten!)
Eure "Wahrheiten" sind auch meine "Wahrheiten" - sie bedürfen immer noch des ultimativen Beweises, der "Legitimation vom Ende" her - sozusagen des Abgleichs von Glauben und dem, "was ist". :roll:
Ich selbst ertappe mich immer wieder dabei, dass ich mir die Welt, und alles, was mich umgibt, zurecht lüge - sei´s aus Bequemlichkeit (Denken ist anstrengend!) oder Angst, dass mein Welt/Glaubensgebäude einstürzt und mich unter sich begräbt. Wer will das schon?
Andererseits: Ist mein kleines simples Denken nicht auch wieder nur eine Krücke, um nicht zu verzweifeln?
Wir vergleichen täglich tausendfach von außen kommende Eindrücke mit den Bildern in uns und kategorisieren diese in "Wahrheit" oder "Lüge", machen sozusagen einen Abgleich mit unserer "Wahrheit". Nur.... ist diese auch DIE "Wahrheit"? Ich bin da sehr vorsichtig geworden und halte mich an: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten".......

Zum Thema gäb´s noch einiges zu sagen, habe leider jetzt nicht die Zeit dazu.

Seid lieb gegrüßt vom simpel :wink:

Adler

Re: DAS 8. GEBOT - PFLICHTLÜGEN...?

#28 Beitrag von Adler » 18.08.2011, 19:06

Lieber simpel,

ein kluger Kopf hat einmal gesagt: "Wer lügt, muss ein gute Gedächtnis haben“.

Ich finde, da ist was dran, denn eine Lüge zieht immer die nächste nach sich und da braucht es schon ein sehr, sehr gutes Gedächtnis, sich alles merken zu können. Wenn nicht, bricht dieses Lügengebäude wie ein Kartenhaus zusammen. Was bleibt ist dann nur noch ein Scherbenhaufen. Wie viele Freundschaften und Ehen sind da schon zerbrochen.

Ein anderer kluge Kopf prägte einmal die Worte, welchen ich versucht habe und noch versuche, zu leben.
Er sagte: „Vor den Menschen aufrecht und gerade; vor Gott in Demut und Gnade“.

LG Adler

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Re: DAS 8. GEBOT - PFLICHTLÜGEN...?

#29 Beitrag von evah pirazzi » 18.08.2011, 23:23

Maximin hat geschrieben:...Dein Schlusssatz... Darf ich ihn um eine klitzekleine Komponente ergänzen? Ich wage es einfach mal:

„Man fährt, glaube ich, besser mit denen, die die Wahrheit suchen, als mit denen, die Wahrheit gefunden haben und vor allen Dingen mit denen, die einem die Wahrheit sagen.
Maximinen,

du kannst hinzufügen, wegnehmen (und sei es nur ein i-Tüpfelchen) - ganz wie es beliebt. Nur, ich fürchte, du hast mich nicht verstanden.

"Einem die Wahrheit sagen" bedeutet für dich vielleicht, der Bekannten sagen, dass ihre Soße nicht geschmeckt hat, oder dass sie heute aber mal wieder schlecht/gut aussieht usw.

Was ich meinte, sind die sogenannten "endgültigen Wahrheiten", die niemand kennt und wenn jemand sagt, er kennt sie, die Wahrheit, weil er in der Bibel liest und sich an die Gebote hält und nach den überlieferten Jesu-Worten lebt, dann möchte ich nicht mit diesem mitgehen, weil - niemand weiß um die letzten Wahrheiten und Jesus Christus können wir heute auch nicht mehr befragen, ob er alles so gesagt hat, wie es in der Bibel steht.

Letztlich hat jeder seine eigene Wahrheit in sich drin, nach der er lebt und handelt und die ist sehr individuell und subjektiv - aber niemals endgültig. Da gehe ich mit simpels Ausführungen mit.

Sodele :wink:
[i][size=75]"... Ich bin einerseits sehr froh, dass ich diesen Gedanken aussprechen kann, auf der anderen Seite fällt es mir auch nicht schwer..."
(Bap Klingler - Neujahrsgd 2009)[/size][/i]

Magdalena
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Re: DAS 8. GEBOT - PFLICHTLÜGEN...?

#30 Beitrag von Magdalena » 19.08.2011, 10:38

Ihr Lieben,

irgendwie glaube ich nicht, dass Maximin mit diesem Thread in philosophische Gefilde auswandern sondern den Gebrauch der Wahrheit in unserem ganz profanen, täglichen Leben beleuchten wollte. Alles andere bringt m. M. nach auch nichts - da führt jeder dann, wie schon gehabt - seinen Lieblingsphilosophen an; von denen hat dann auch jeder eine andere Meinung. Da bleibe ich doch ganz einfach bei meinerm Herrn Jesus und Seiner Wahrheit - auch wenn ich da vieles nicht verstehen kann, ich vertraue IHM einfach.

Da ist dann auch das Stichwort für das tägliche Leben: Vertrauen.

Ich hatte in meine Arbeitsjahren nette Kollegen um mich; wir verstanden uns alle sehr gut. Was mir auffiel, dass einige von ihnen ständig kleine Lügen gebrauchten. Für mich waren es nicht mal Notlügen, denn sie logen oft ohne Not, nur aus Bequemlichkeit und anderen mir einfach nicht begreiflichen Gründen. Einen dieser Kollegen bat ich zur Mittagszeit, mir aus der Kantine ein Stück Kuchen mitzubringen, weil ich verhindert war, selbst dort hin zu gehen. Er kam zurück und erzählte mir, dass es keinen Kuchen mehr gäbe, als ich ihn danach fragte. Eine andere Kollegin sagte mir dann aber, es hätte noch reichlich Kuchen gegeben. - Er hatte es einfach vergessen. Warum hat er es mir nicht gesagt? Mein Vertrauen war ob dieser kleinen Lüge für immer erschüttert. Ist es das wert, zu lügen? Das Merkwürdigste bei diesen "kleinen" Lügen ist immer, dass sie so augenscheinlich sind, man kommt so schnell dahinter und fragt sich dann - warum tut ein Mensch das? Sie haben sich so an die Lüge gewöhnt, und das ist das Schlimme! Man kann ihnen weder im Kleinen noch im Großen wirklich vertrauen.

Ins Reich Gottes kommen nicht, die die Lüge lieb haben ... steht in der Bibel im NT, und Maximin weiß ganz sicher wo.

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